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Brasilien und die Schweiz siegen spät

Am neunten Tag der WM 2018 hat es keine weitere Mannschaft vorzeitig ins Achtelfinale geschafft. Brasilien und die Schweiz schufen sich in Gruppe C aber jeweils eine sehr gute Ausgangsposition, während in Gruppe D nach dem Sieg Nigerias über Island hinter dem feststehenden Achtelfinalisten Kroatien noch alles offen ist. Auch Argentinien darf weiter hoffen. In diesem Artikel findest du auch Informationen zu unserer WM 2018 Tipphilfe.

Gruppe D: Nigeria besiegt Island dank Ahmed Musa

Einen Tag nach der 0:3-Niederlage gegen Kroatien hat man im argentinischen Lager sicherlich gespannt das Duell Nigeria gegen Island verfolgt. Und nach dem 2:0-Erfolg Nigerias hat Argentinien im letzten Spiel gegen die Afrikaner das Weiterkommen noch in der eigenen Hand, muss aber mit mindestens zwei Toren Differenz gewinnen. Island ist ebenfalls noch im Rennen, muss dafür aber die bisher so starken Kroaten schlagen und hoffen, dass Nigeria gegen Argentinien nicht gewinnt.

Nach einer ereignisarmen ersten Halbzeit brach Ahmed Musa in der 49. Minute den Bann und brachte Nigeria auf Zuspiel von Victor Moses sehenswert in Führung. Island war in der Folge bemüht, doch den Wikingern fehlten gegen gut stehende Nigerianer die Mittel. Auf der anderen Seite blieb Nigeria mit seinen schnellen Offensivkräften gegen eine langsame Deckung Islands immer gefährlich und abermals war es in der 74. Minute Musa, der Kari Arnason und Torwart Hannes Halldorsson umkurvte und zum 2:0 einschoss. Zu gebrauchten Tag aus isländischer Sicht passte, dass Gylfi Sigurdsson nach 83 Minuten einen Elfmeter über das Tor setzte und so die Chance auf den Anschluss ausließ.

Gruppe E: Zwei späte Tore retten Brasilien – Shaqiris Konter sitzt

Nach dem mageren 1:1 gegen die Schweiz sah es für Brasilien auch im zweiten Gruppenspiel gegen Costa Rica lange nach einem Unentschieden aus, das nochmals eine neue Stufe der Enttäuschung bedeutet hätte. Insbesondere deshalb, weil die Selecao im ersten Durchgang eine ganz schwache Vorstellung ablieferte und kaum gefährlich wurde. Nach dem Seitenwechsel wurde Brasilien zwar etwas stärker, kam gegen kompakt verteidigende Ticos abgesehen von einem Lattenkopfball von Gabriel Jesus kaum zu zwingenden Chancen.

Als dann Schiedsrichter Björn Kuipers nach 78 Minuten einen zuvor verhängten Elfmeter nach einem vermeintlichen Foul an Neymar nach Ansicht der Videobilder korrekterweise zurücknahm, schien Brasilien die Zeit davonzulaufen. Als gerade die Nachspielzeit angebrochen war, brach aber Philippe Coutinho den Bann und traf nach eher unfreiwilliger Vorarbeit von Gabriel Jesus zum 1:0. In der siebten Minute der Nachspielzeit legte Neymar nach mustergültigem Assist von Douglas Costa, der nach seiner Einwechslung für eine spürbare Belebung gesorgt hatte, das 2:0 nach. Durch ist Brasilien damit aber noch nicht, sondern es kommt vielmehr zu einem Endspiel gegen Serbien, das die Selecao nicht verlieren darf.

Serbien verlor nach dem Auftakterfolg gegen Costa Rica mit 1:2 gegen die Schweiz und muss nun gegen Brasilien schon gewinnen, um ohne Schützenhilfe Costa Ricas weiterzukommen. Dabei erwischte die serbische Auswahl am Freitagabend einen perfekten Start. Schon nach fünf Minuten traf Aleksandar Mitrovic per Kopfball nach Flanke von Dusan Tadic zur Führung und auch in der Folge war die Mannschaft von Trainer Mladen Krstajic überlegen. Schon vor der Pause kam die Schweiz dann aber stärker auf und übernahm im zweiten Durchgang mehr und mehr das Kommando, was bereits in der 53. Minute mit dem Ausgleich durch einen sehenswerten Distanzschuss von Granit Xhaka belohnt wurde.

Phasenweise entwickelte sich anschließend ein offener Schlagabtausch, da gerade für Serbien auch ein Punkt zu wenig gewesen wäre. Per Konter in der 90. Minute bestrafte dann aber der von Mario Gavranovic auf die Reise geschickte Xherdan Shaqiri die zunehmenden serbischen Offensivbemühungen mit dem Siegtreffer für die Eidgenossen, denen nun gegen Costa Rica schon ein Remis für das Achtelfinale genügt.

Entscheidung über WM 2026 steht bevor

Alle Welt fiebert der WM 2018 entgegen, die am Donnerstag mit der Partie zwischen Gastgeber Russland und Saudi-Arabien offiziell eröffnet wird. Schon tags zuvor fällt aber eine ebenso spannende wie weitreichende Entscheidung, wird doch die übernächste Weltmeisterschaft im Jahr 2026 vergeben. Das Turnier 2022 findet bekanntlich in Katar statt und wurde wegen der Temperaturen auf November und Dezember verschoben, doch wohin die Fußball-Welt weitere vier Jahre später blicken wird, ist derzeit noch offen.

Eine vorzeitige Entscheidung, über die zeitweise spekuliert worden war, ist am Sonntag ausgeblieben. Das FIFA-Council hat neben der Dreier-Kandidatur von den USA, Mexiko und Kanada auch die Bewerbung Marokkos zur Abstimmung zugelassen. Dass eine der beiden Bewerbungen den Zuschlag erhält, ist allerdings noch nicht sicher. Denn auszuschließen ist im Vorfeld auch nicht, dass beide abgelehnt werden und die WM 2026 neu ausgeschrieben werden muss.

104 von 207 Stimmen reichen

Am Mittwoch stimmen in Moskau die 207 Nationen, die Mitglied der FIFA sind, über die WM 2018 ab, wobei noch offen ist, ob der Kosovo nach dem Tod seines Verbandspräsidenten einen Vertreter schickt. Jeder Bewerber hat dabei drei Auswahlmöglichkeiten. Neben den beiden wenig überraschenden Optionen für Marokko oder aber die Bewerbung aus den USA, Kanada und Mexiko zu stimmen, ist auch die Möglichkeit gegeben, für “keiner von beiden“ und damit eine Neuausschreibung zu stimmen. Für den Wahlsieg genügt die einfache Mehrheit von mehr als 50 Prozent der Stimmen, also mindestens 104 votierenden Mitgliedsnationen. Sollte im ersten Wahldurchgang keine Mehrheit für einen der beide Bewerber vorhanden sein und die Option „keiner von beiden“ mindestens genauso viele Stimmen erhalten wie beide Bewerbungen zusammen, wäre eine Neuausschreibung schon beschlossen. Einen zweiten Wahldurchgang gäbe es in diesem Fall nicht mehr.

FIFA sieht USA, Mexiko und Kanada stärker

Die Wahl gilt im Vorfeld als relativ offen, wenngleich die Dreier-Kandidatur um die USA schon als Favorit gesehen wird. Bei der FIFA ist man auch der Ansicht, dass diese Bewerbung die besseren Inhalte geliefert hat, wie die Bewertung mit vier von fünf Punkten deutlich macht. Marokko kam im Gegensatz dazu nur auf 2,7 Punkte.

Dennoch ist das nordafrikanische Land, das in der Vergangenheit schon mehrfach mit Bewerbungen gescheitert ist, nicht chancenlos. Die 54 Stimmen des afrikanischen Kontinentalverbandes CAF dürften Marokko sicher sein und umstrittene Aussagen von US-Präsident Donald Trump in Richtung kleinerer Länder sowie dessen generelle Politik auch gegenüber dem vorgesehenen Co-Gastgeber Mexiko dürften auch so manch andere Nation eher pro Marokko tendieren lassen.

Italien gewinnt bei Mancini-Premiere

Die italienische Nationalmannschaft hat sich beim ersten Spiel von Neo-Teamchef Roberto Mancini mit 2:1 gegen Saudi-Arabien durchgesetzt. Die WM 2018 Songs wurden während des Spiels zwar nicht gesungen, aber die italienischen Fans dürften nach der verpatzten WM 2018 Qualifikation vorerst einmal zufrieden sein. Es war übrigens nicht nur die Premiere von Mancini als Teamchef, sondern vielmehr auch die Rückkehr von Mario Balotelli nach knapp vier Jahren.

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Sieg gegen WM-Teilnehmer

Mancini hat das Teamchef-Amt von Gian Piero Ventura übernommen, nachdem dieser nach der verpatzten Qualifikation zur Endrunde in Russland zurückgetreten war. Mancini hat einen Vertrag bis 2020 unterzeichnet und darf sich nun also über seine ersten drei Punkte freuen. Balotelli hat übrigens in Minute 22 den ersten Treffer der Partie erzielt. Für ihn war es der 14. Treffer im 34. Länderspiel. Fakt am Rande: Sein letztes Länderspiel hat er bei der WM 2014 in Brasilien gegen Uruguay absolviert. Andrea Belotti (68.) erhöhte für die Azzurri dann noch auf 2:0, ehe Yehya Al Shehri (72.) für Saudi-Arabien verkürzte.

Generationswechsel im Tor

Nachdem bekanntlich Gianluigi Buffon auch vom Nationalteam zurückgetreten war, hat Mancini beim Test in St. Gallen auf Gianluigi Donnarumma vom AC Mailand gesetzt. Der Youngster gilt als legitimer Nachfolger von Buffon zwischen den Pfosten. Saudi-Arabien trifft übrigens im WM 2018 Eröffnungsspiel am 14. Juni auf Gastgeber Russland. In der Gruppe A trifft Saudi-Arabien neben Russland auf Ägypten und Uruguay.

Italien: Mancini übernimmt

Die italienische Nationalmannschaft hat einen neuen Teamchef. Wie der Verband des Weltmeisters von 2006 mitgeteilt hat, übernimmt Roberto Mancini das Amt nachdem Gian Piero Ventura nach der verpatzten WM 2018 Qualifikation zurückgetreten war. „Ich bin stolz, der neue italienische Nationaltrainer zu sein. Ich habe in der  U14-Nationalelf im Jahr 1978 debütiert. Für mich ist es das Schönste, Trainer der Azzurri zu sein. Ich danke all den Trainern, die mich unterstützt haben, wie Enzo Bearzot, Azeglio Vicini und Arrigo Sacchi“, sagte Mancini bei seiner Vorstellung.

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Vertrag bis 2020

Der 53-Jährige hatte erst vor wenigen Wochen den Vertrag als Trainer bei Zenit St. Petersburg aufgelöst um das Amt der italienischen Nationalmannschaft zu übernehmen. Mancini ist mit einem Vertrag bis 2020 ausgestattet worden und hat für die Europameisterschaft in diesem Jahr große Ziele. „Seit unzähligen Jahren gewinnen wir keine EM mehr. Ich möchte eine Person sein, die die Nationalelf auf das höchste Niveau führt. Es wird nicht einfach sein, wir müssen hart arbeiten, doch wir schaffen das“, sagte Mancini. Laut diversen Medienberichten soll Mancini zwei Millionen Jahresgehalt kassieren. Das ist sehr viel weniger, als in St. Petersburg verdient haben soll.

Neu-Anfang auf allen Ebenen

Der italienische Fußballverband ist nach dem Debakel bei der WM Quali gegen Schweden (0:1) in eine tiefe Krise geschlittert. Trainer und Präsident des Verbands sind zurückgetreten, ebenso wie die Führungsspieler Gianluigi Buffon, Andrea Barzagli und Daniele De Rossi. Für die drei Starspieler steht allerdings schon Ersatz bereit, die während der WM aber noch die WM 2018 Songs singen müssen. Buffon wird künftig von Gianluigi Donnarumma ersetzt werden. Der 19-Jährige vom AC Mailand gilt als absolutes Wunderkind und wird immer wieder mit einem 100 Millionen Euro-Transfer in Verbindung gebracht. Anstelle von Innenverteidiger Barzagli dürfte Daniele Rugani von Juventus Turin nachrücken. Den Platz von De Rossi dürfte auf längere Sicht wohl Lorenzo Pellegrini vom AS Rom übernehmen. Das fußballverrückte Land Italien darf nun also erst einmal durchatmen und sich auf die nächsten sportlichen Aufgaben konzentrieren.

Andrea Pirlo künftig Co-Trainer bei Italien?

Offiziell verkündet ist zwar nach wie vor nichts, doch dass Roberto Mancini die italienische Nationalmannschaft übernehmen und nach der verpassten Fußball WM 2018 in eine bessere Zukunft führen soll, pfeifen von Mailand über Rom bis Neapel sämtliche Spatzen von den Dächern.

Nägel mit Köpfen gemacht werden sollen nach dem kommenden Wochenende, an dem in der russischen Premier Liga der finale Spieltag auf dem Programm steht. Dann wird allgemein erwartet, dass Mancini zum letzten Mal auf der Bank von Zenit St. Petersburg sitzt, wo der Vertrag des einstigen Spielmachers eigentlich noch bis 2020 läuft. 

Pirlo heiß auf die neue Aufgabe

Doch Mancini ist sich übereinstimmenden Medienberichten zufolge längst mit dem italienischen Verband über eine Zusammenarbeit einig. Während Sinisa Mihaijlovic als Nachfolger in St. Petersburg gehandelt wird, soll Mancini laut der „Gazzetta dello Sport“ einen mit zwei Millionen Euro per annum dotierten Zweijahresvertrag beim Verband unterzeichnen.

Wahrscheinlich, dass die Präsentation des 53-Jährigen schon in der nächsten Woche erfolgt und dann der zuletzt interimsweise für die A-Nationalmannschaft zuständige Luigi di Biagio wieder zur U21 zurückkehrt.

Mancini würde dann bereits bei den drei Testländerspielen gegen die beiden WM 2018 Teams Saudi-Arabien (28. Mai), in Frankreich (1. Juni) sowie gegen die Niederlande (4. Juni) in der Verantwortung stehen. In der FIFA-Weltrangliste liegt Italien übrigens derzeit auf dem 20. Platz.

An der Seite Mancinis könnte dann Andrea Pirlo, der 116 Länderspiele im Italien-Trikot absolvierte, in neuer Funktion auftauchen. Der Regisseur der Weltmeister-Elf von 2006 ist mit dem mit Juventus Turin gegen den FC Barcelona verlorenen Champions-League-Finale 2015 von der ganz großen Bühne abgetreten und hat im Dezember 2017 nach eineinhalb Jahren beim New York FC endgültig seine Schuhe an den Nagel gehängt.


Gegenüber der „Gazzetta dello Sport“ dementierte der 38-Jährige Berichte, laut denen er Mancinis Co-Trainer bei der Squadra Azzurra werden soll, nicht: „Es wäre toll, für die italienische Nationalelf zu arbeiten. Für mich war das Trikot der Squadra seit jeher wie eine zweite Haut. Wir müssen eine neue Phase beginnen und uns Länder wie Deutschland als Vorbild nehmen“, ließ Pirlo auch schon eine hohe Motivation für die Karriere nach der Karriere durchklingen. 

Balotelli überzeugt in Nizza

Während Pirlo neben dem Platz wieder bei der Nationalelf auftauchen könnte, winkt einem anderen Akteur offenbar das Comeback auf dem Feld. Der seit der WM 2014 nicht mehr nominierte Mario Balotelli, der in 33 Länderspielen immerhin 13 Tore erzielt hat, soll in den Überlegungen Mancinis eine Rolle spielen.

Der 27-Jährige, der sein Image als “Enfant terrible“ wohl nicht mehr wird ablegen können, hat in den vergangenen knapp zwei Jahren mit 31 Toren in 49 Spielen der Ligue 1 für OGC Nizza auf sich aufmerksam gemacht und könnte sportlich durchaus eine Bereicherung sein. Vorausgesetzt Mancini schafft es, den Angreifer in die richtigen Bahnen zu lenken und auf das Wesentliche zu fokussieren.

Infos zur WM 2018 in Russland: 

Italien: Mancini wird wohl Teamchef

Auch über ein halbes Jahr nach dem Scheitern in den Play-offs zur WM 2018 an Schweden ist nicht klar, mit welchem Trainer die italienische Nationalmannschaft in die Zukunft gehen und mit Beginn der neuen UEFA Nations League im September an bessere Zeiten anknüpfen will. Während aktuell mit Luigi di Biagio der eigentliche Trainer der U21 interimsweise in der Verantwortung steht, hat sich der Verband FIGC abermals eine Absage von Wunschkandidat Carlo Ancelotti eingehandelt, dessen Nein nun endgültig sein dürfte.

Nach einem Treffen mit FIGC-Sonderkommissar Roberto Fabbricini teilte Ancelotti mit, die Squadra Azzurra nicht übernehmen zu wollen. Im Wesentlichen sollen für Ancelottis Entscheidung zwei Gründe den Ausschlag gegeben haben. Zum einen soll dem 58-Jährigen das angebotene Gehalt von angeblich knapp vier Millionen Euro pro Jahr nicht zugesagt haben und zum anderen soll Ancelotti auf ein Engagement bei einem Klub spekulieren. Nach seiner Entlassung beim FC Bayern München Ende September 2017 wird Ancelotti derzeit vor allem mit dem FC Arsenal in Verbindung gebracht, bei dem mit dieser Saison die Ära von Arsene Wenger zu Ende geht. Und der von den Gunners offenbar als 1A-Lösung auserkorene Thomas Tuchel scheint ein Engagement bei Paris St. Germain zu bevorzugen.

Wird am 20. Mai Roberto Mancini präsentiert?

Ungeachtet der Absage von Ancelotti will der italienische Verband am aufgestellten Zeitplan festhalten und den neuen Commissario tecnico am 20. Mai bekannt geben, wie es Ex-Profi und FIGC-Vize-Präsident Alessandro Costacurta unlängst angekündigt hat.

In der Verlosung sind nun allem Anschein nach noch drei Kandidaten. Als Favorit gilt Roberto Mancini, der bei Zenit St. Petersburg zwar noch einen Vertrag bis 2020 besitzt, aber dennoch Interesse am Nationaltrainerjob in der Heimat signalisierte. Nicht ausgeschlossen, dass der erst seit Sommer 2017 in Russland tätige Mancini seine Zelte dort vorzeitig abbricht, sollte die Wahl auf ihn fallen und es gelingen, dass alle Seiten einen gemeinsamen Nenner finden.

Ranieri und Conte auch in der Verlosung

Eine Alternative zu Mancini wäre Claudio Ranieri, der bereits kurz nach dem Scheitern in der WM-Qualifikation erklärte, bereit zu stehen, sollte ihn der Ruf des Verbandes ereilen. Ranieris bis 2019 laufender Vertrag beim FC Nantes wäre dem Vernehmen nach kaum ein Hindernis. Für den 66-Jährigen, der mit der sensationellen Meisterschaft mit Leicester City im Jahr 2016 seinen größten Erfolg feierte, wäre die Squadra Azzurra möglicherweise der Abschluss einer großen Trainerkarriere.

Unterdessen hat Antonio Conte Italien schon von 2014 bis 2016 trainiert, ehe er zum FC Chelsea wechselte. Dort scheint die Zeit des 48-Jährigen aber nach der Meisterschaft 2017 am Saisonende abzulaufen. Conte wird immer wieder als italienischer Nationaltrainer gehandelt, doch über dessen Bereitschaft zur Rückkehr zum Verband gibt es bisher keine Klarheit. Eines ist ein klarer Vorteil für den italienischen Verband: Bei den Panini WM 2018 Stickern brauchen sie sich keinen Stress zu machen, da die Teilnahme ohnehin nicht geschafft wurde.

Ancelotti wird nicht Italien-Trainer

Offenbar ist die Posse um den Posten des italienischen Nationaltrainers zumindest ein Kapitel kürzer. Wie die italienischen Zeitungen „La Repubblica“ und „Gazzetta dello Sport“ berichten, wird Carlo Ancelotti nicht Coach der Squadra Azzurra. Letzte Woche wurde noch vermeldet, dass der 58-Jährige der Favorit auf den Teamchefposten sein soll. Nun soll sein Landsmann Roberto Mancini die Nummer eins auf den Trainer der Italiener sein, die an der WM 2018 nicht teilnehmen werden.

Verband in der Krise

Seitdem Gian Piero Ventura nach der gescheiterten WM 2018 Qualifikation als Trainer zurückgetreten ist, steckt der Verband in der einer tiefen Krise. Ancelotti hätte der Kandidat sein sollen, der die so stolze Fußballnation wieder zurück zu alter Stärke führen soll. Der ehemalige Meistertrainer von Chelsea, Real Madrid oder Paris Saint-Germain bevorzugt aber eine Stelle als Club-Trainer. Der FC Arsenal soll heftig um den Italiener buhlen. Den leidgeprüften Fans der italienischen Nationalmannschaft bleibt also nichts anderes übrig, dass vorerst einmal die WM 2018 Songs zu singen.

Der Weltmeister von 2006 hat nach dem gescheiterten Play-Off gegen Schweden einige Rückschläge mitnehmen müssen. Neben dem Rücktritt des Trainers und des Verbandspräsidenten, haben auch die Spieler Gianluigi Buffon, Daniele De Rossi und Andrea Barzagli ihre internationalen Karrieren beendet. Alle drei wurden im Jahr 2006 in Deutschland gemeinsam Weltmeister.

Neue Generation

Nun soll der Kader verjüngt werden und Spiele wie Gianluigi Donnarumma, Andrea Belotti oder Federico Chiesa mehr Verantwortung übernehmen. Über zehn Jahre hatten Buffon, Chiellini, Barzagli, Bonucci und De Rossi das Sagen in der Nationalmannschaft. Nach wie vor steht die Auswahl aber ohne Trainer da. Neben Roberto Mancini werden auch immer wieder Stimmen laut, wonach Claudio Ranieri, auch Antonio Conte erneut Nationaltrainer werden soll. Conte hat die Nationalelf bei der EM 2016 betreut und ist erst im Viertelfinale im Elfmeterschießen an Deutschland gescheitert. Top-Favorit Mancini hat bei Zenit St. Petersburg allerdings noch Vertrag bis 2020 und würde wohl einiges an Ablöse kosten.

 

Italiener Capello verkündet Rücktritt

Der Italiener Fabio Capello wurde in den letzten Wochen und Monaten immer wieder mit dem Amt des italienischen Nationaltrainers in Verbindung gebracht. Nun hat der 71-Jährige diese Möglichkeit ausgeschlossen. Stattdessen wird er vermutlich bei der WM 2018 in Russland als Experte für „Radio Uno“ arbeiten. „Ich habe alles gemacht, was ich machen wollte“, erklärte Capello. Bis Ende März dieses Jahres hat er beim chinesischen Verein Jiangsu Suning gearbeitet, ehe dieses Engagement beendet wurde. Auch ein Amt bei anderen Nationen wurde ihm nachgesagt, aber bei den Panini WM 2018 Stickern wird er nicht dabei sein.

Lange erfolgreiche Karriere

Bis dato war Capello vor allem neben Antonio Conte und Roberto Mancini ein Kandidat als Coach der Squadra Azzurra. Nun kann der langjährige Coach des AC Milan und Juventus Turin auf seine sehr erfolgreiche Karriere zurückblicken. Seine mit Abstand erfolgreichste Zeit hatte der Fußballlehrer mit dem AC Mailand, die von 1991 bis 1996 und dann noch einmal von 1997-1998 betreut hatte.

Vier Meistertitel, drei Cup-Siege, UEFA-Cup und Champions League hat Capello als Chef der „Rossoneri“ nach Mailand gebracht. Weitere Erfolge gab es auch mit dem AS Rom (bisher letzter Meistertitel) und Real Madrid (zwei Mal spanischer Meister). Da er selbst 32 Mal das Italien Trikot getragen hat, lag das Amt als Nationalcoach natürlich nahe.

Durchwachsene Bilanz als Nationaltrainer

Zwar hat Capello nie die Ehre erfahren italienischer Nationalcoach zu werden, jedoch in England und auch in Russland. Von 2007 bis 2012 war Capello verantwortlicher der „Three Lions“ und hatte in dieser Phase einen Punkteschnitt von 2,19. Etwas weniger erfolgreich war Capello als Trainer der russischen Nationalelf.

Zwar sollte er trotz Mega-Gehalt den russischen Fußball modernisieren und zurück zu alter Stärke führen, doch das ist ihm nicht gelungen. Im Juli 2015 wurde der damals 69-Jährige entlassen. Sein Engagement bei Jiangsu Suning dauerte von Juni 2017 bis Ende März 2018. Diejenigen, die die WM 2018 beobachten werden, werden wohl das ein oder andere Mal eine Expertise von Capello mitbekommen.

Grindel will Löw langfristig binden

Joachim Löw ist längst in die Riege der ganz großen deutschen Bundestrainer aufgestiegen. Nur Helmut Schön (1964-1978) und Sepp Herberger (1936-164) waren noch länger im Amt aus der 58-Jährige. Der Weltmeister-Coach von 2014 hat aktuell noch Vertrag bis 2020, aber das ist den Verantwortlichen des DFB zu wenig. Präsident Reinhard Grindel will den Vertrag mit Löw verlängern und das am besten noch vor der WM 2018 in Russland. Bei den Panini WM 2018 Stickern ist Löw als Coach natürlich auch dabei.

Joachim Löw

@Wikimedia, Steindy, (CC BY-SA 3.0)

„Es soll weitergehen“

Nach dem sensationellen Titel bei der Weltmeisterschaft 2014 will die DFB-Führungsriege natürlich mit Löw weitermachen, obwohl er schon mehrfach mit Clubs wie etwa Real Madrid, Paris Saint-Germain oder auch Bayern München in Verbindung gebracht wurde. Bisher hat sich der leidenschaftliche Schal-Träger aber nicht zu einem solchen Wechsel hinreißen lassen, sondern will lieber seine Spieler im Deutschland Trikot aufstellen.

„Ich finde: Wenn etwas so gut läuft und alle sich so wohlfühlen, kann es gerne weitergehen. Ich hoffe, dass er noch sehr, sehr lange unser Trainer sein wird“, sagte DFB-Präsident Grindel am Dienstag in Berlin. „Er brennt, hat ein Feuer, als stünde er am Anfang seiner Trainerzeit. Die Spieler haben unheimlich Respekt vor seiner Kompetenz und sind gern bei der Nationalmannschaft“, ergänzte er.

Erfahrung als Club-Trainer

Für Löw wäre eine Rückkehr als Vereinstrainer aber nichts Neues.  Im August 1996 stand er erstmals als Interimstrainer an der Seitenlinie und zwar beim VfB Stuttgart. Von Juli 1998 bis Ende Juni 1999 folgte ein Intermezzo beim türkischen Spitzenclub Fenerbahce Istanbul, während weitere Stationen in Karlsruhe, Tirol und Wien folgten. Beim deutschen „Sommermärchen“ (Weltmeisterschaft 2006) war Löw bereits zwei Jahre Co-Trainer und übernahm endgültig am 12. Juli 2006. Es folgten EM-Finale 2008, WM-Halbfinale 2010, EM-Halbfinale 2012, Weltmeister-Titel 2014 und EM-Halbfinale 2016.

Solltest du noch Informationen zum Thema WM-Trikots brauchen, dann können wir dir nur das Kroatien Trikot 2018 ans Herz legen. Unserer Meinung nach ist dieses Trikot wirklich sehr gelungen.

Italien: Gianluigi Buffon nominiert – Patrick Cutrone erstmals dabei

Auch fünf Monate nach den verlorenen Play-offs gegen Schweden herrscht in Italien ob der verpassten Qualifikation für die WM 2018 Enttäuschung vor. Und noch immer wurde kein neuer Nationaltrainer gefunden, der die Nachfolge des zurückgetretenen Trainers Gian Piero Ventura antreten wird.

Zuletzt signalisierte zwar Carlo Ancelotti entgegen vorheriger Aussagen doch Interesse, aber eine Entscheidung ist noch in weiter Ferne. Antonio Conte, Claudio Ranieri und Roberto Mancini heißen die aktuell am häufigsten genannten, weiteren Kandidaten. Panini WM 2018 Sticker wird es für Italien in diesem Jahr leider nicht geben.

https://twitter.com/Vivo_Azzurro/status/975027721939181568

Di Biago nominiert 26-Mann-Kader

Momentan aber steht mit Luigi die Biagio der vorherige Trainer der U21 in der Verantwortung, der auch bei den beiden anstehenden Länderspielen am 23. März in Manchester gegen Argentinien und vier Tage später in London gegen England auf der italienischen Bank sitzen wird. Für diese beiden Begegnungen nominierte di Biagio nun einen Kader von 26 Spielern.

Nicht mehr dabei sind die nach den Spielen gegen Schweden zurückgetretenen Routiniers Andrea Barzagli und Daniele De Rossi. Ebenfalls seinen Rücktritt erklärt hatte damals Gianluigi Buffon, der nun aber doch wieder im Kader steht. Der 40-Jährige teilte mit, sich nach einem Gespräch mit di Biagio zumindest für ein vorübergehendes Comeback entschieden zu haben: “Aus Verantwortungsbewusstsein und Liebe zur Nationalelf leiste ich gern wieder meinen Beitrag in dieser Übergangsphase. Wenn die Nationalelf mich braucht, muss man bereit sein. Das ist eine Form von Treue und Verantwortungsbewusstsein gegenüber Italien.”

Ungeachtet dessen ist aber offen, ob Buffon seine Karriere über diesen Sommer hinaus fortsetzen wird. Die Spiele gegen Argentinien und England könnten somit einmal mehr die letzten Spiele im Italien Trikot sein.

Balotelli hofft vergeblich

Nicht erfüllt haben sich derweil die Hoffnungen von Mario Balotelli auf eine Rückkehr. Der Angreifer des OGC Nizza fehlt im Aufgebot, in dem mit Patrick Cutrone dafür ein erstmals nominierter Stürmer steht. Der 20-Jährige ist Teil eines bereits im letzten Jahr eingeleiteten Verjüngungskurses, bei dem auch Torwarttalent Gianluigi Donnarumma, Verteidiger Daniele Rugani sowie die Mittelfeldspieler Bryan Cristante, Roberto Gagliardini und Lorenzo Pellegrini eine Rolle spielen, die alle maximal 23 Jahre alt sind.

Der italienische Kader im Überblick:

Tor: Gianluigi Buffon (Juventus Turin), Gianluigi Donnarumma (AC Mailand), Mattia Perin (CFC Genua 1893)

Abwehr: Leonardo Bonucci (AC Mailand), Giorgio Chiellini (Juventus Turin), Matteo Darmian (Manchester United), Mattia De Sciglio (Juventus Turin), Gian Marco Ferrari (Sampdoria Genua), Alessandro Florenzi (AS Rom), Daniele Rugani (Juventus Turin), Leonardo Spinazzola (Atalanta Bergamo), Davide Zappacosta (FC Chelsea)

Mittelfeld: Giacomo Bonaventura (AC Mailand), Bryan Cristante (Atalanta Bergamo), Roberto Gagliardini (Inter Mailand), Jorginho (SSC Neapel), Marco Parolo (Lazio Rom), Lorenzo Pellegrini (AS Rom), Marco Verratti (Paris St. Germain)

Sturm: Andrea Belotti (FC Turin), Antonio Candreva (Inter Mailand), Patrick Cutrone (AC Mailand), Federico Chiesa (AC Florenz), Ciro Immobile (Lazio Rom), Lorenzo Insigne (SSC Neapel), Simone Verdi (FC Bologna)