WM 2018 News

Die Fußball Weltmeisterschaft, die im Sommer 2018 in Russland ausgetragen wird, ist nach der EM 2016 das nächste große internationale Fußballturnier. Bei uns bekommt ihr alle News zur Endrunde sowie zur Qualifikation. Wir informieren euch über die Teams, Spieler und Trainer und erzählen euch wirklich alles, was ihr wissen müsst. Weiters könnt ihr alles über das Austragungsland in Erfahrung bringen. Unsere WM 2018 News liefern euch alle wichtigen Infos!

Mittelfinger-Skandal: Nachträgliche Sperre für Dele Alli?

Mit den Siegen auf Malta (4:0) und zu Hause gegen die Slowakei (2:1) hat die englische Nationalmannschaft zwei weitere Schritte in Richtung WM 2018 in Russland gemacht. Die Three Lions führen die Qualifikationsgruppe F nun zwei Spieltage vor Schluss mit fünf Punkten Vorsprung auf die Slowakei, sodass an den letzten beiden Spieltagen wegen des gewonnenen Direktvergleichs mit der slowakischen Auswahl aus den Spielen gegen Slowenien und in Litauen schon ein Punkt reichen würde, um definitiv zur Endrunde zu fahren.

Etwas getrübt wird die Freude über die beiden Siege über ein von der FIFA eingeleitetes  disziplinarisches Verfahren gegen Dele Alli. Das Mittelfeldjuwel von Tottenham Hotspur hatte in der 77. Minute der Partie gegen die Slowakei für die Zuschauer im Stadion und an den TV-Bildschirmen den Mittelfinger erhoben, wobei bislang noch unklar ist, wem die Geste gegolten hat. Hier könnt ihr euch über den Kauf einens England Trikots informieren.

Geste in Richtung Walker oder für den Schiedsrichter?

Alli meldete sich schon kurz nach dem Schlusspfiff via Twitter zu Wort und betonte, dass es sich um einen „Scherz mit meinem guten Freund Kyle Walker“ gehandelt habe. Bis zum Sommer spielten beide gemeinsam für Tottenham, ehe Rechtsverteidiger Walker für 52 Millionen Euro zu Manchester City gewechselt ist. Zugleich entschuldigte sich Alli für die entstandenen Irritationen und dafür, sollte jemand die Geste falsch aufgefasst haben.

Letzterer war zumindest teilweise durchaus der Fall, denn einige Beobachter werteten Allis Mittelfinger auch als Beleidigung für Schiedsrichter Clement Turpin. Das dementierte aber nicht nur Alli selbst, sondern auch Nationaltrainer Gareth Southgate und mehrere Mitspieler bezeichneten Allis Mittelfinger als “harmloses Geplänkel“ zwischen zwei Fußballern. Southgate betonte zudem, dass Walker und Alli generell “eine merkwürdige Art zu kommunizieren“ hätten.

FIFA nimmt Ermittlungen auf – Bis zu drei Spiele Sperre möglich

Nichtsdestotrotz ermittelt nun die FIFA und wenn es erst einmal so weit ist, dann folgt in den allermeisten Fällen auch eine Sanktion. Von einer Geldstrafe bis hin zu einer Sperre von drei Spielern ist alles möglich, wobei letzteres schon eine harte und nur schwerlich nachvollziehbare Strafe wäre. Denn sollte Alli tatsächlich für drei Partien gesperrt werden, würde der Mittelfeldmann nicht nur die abschließenden Qualifikationsspiele verpassen, sondern auch das erste Gruppenspiel bei der WM in Russland, da eine Sperre immer nur für Pflichtspiele gilt.

Nur zu verständlich, dass man sich in England von vielen Seiten darum bemüht, Allis Aussetzer als kleine Jugendsünde darzustellen, wobei auch sein Klubtrainer Mauricio Pochettino von einem offenkundigen Spaß sprach, der unglücklicherweise von den Kameras eingefangen wurde.

Rumänien: Christoph Daum nicht mehr Trainer

Zum fünften Mal in Folge hat die rumänische Nationalmannschaft die Qualifikation für eine Weltmeisterschaft verpasst. Nach 2002, 2006, 2010 und 2014 wird das Land aus dem Südosten Europas, das in den 90er-Jahren mit Spielern wie Gheorge Hagi, Gheorge Popescu oder Dorinel Munteanu eine goldene Ära erlebte auch die Fussball WM Endrunde 2018 in Russland nur als Zuschauer verfolgen können.

Selbiges gilt für Christoph Daum, dessen Mission als rumänischer Nationaltrainer damit beendet ist.

Daum, der nach dem Vorrunden-Aus bei der EM 2016 die Nachfolge von Anghel Iordănescu angetreten hat, stand in Rumänien seit Monaten heftig in der Kritik. Sowohl bei den Fans als auch und vor allem bei den Journalisten besaß der 63 Jahre alte Fußball-Lehrer kaum noch Kredit, wohingegen ihm von Verbandsseite vor den Spielen Anfang September noch der Rücken gestärkt wurde.

Aus in Montenegro

Zunächst hatte ein später 1:0-Heimsieg gegen Armenien noch die kleine Chance auf das WM-Ticket bzw. zumindest die Teilnahme an den Play-offs gewahrt, doch mit der anschließenden 0:1-Niederlage in Montenegro ist der WM-Traum geplatzt. Dass just Stevan Jovetic das goldene Tor für Montenegro erzielte, den Daum als 17-Jährigen im Jahr 2007 zum 1. FC Köln lotsen wollte, aber aufgrund von UEFA-Regularien bezüglich des Wechsels von minderjährigen Spieler aus Nicht-EU-Staaten nicht konnte, war in pikantes Detail am Rande.

Nach acht Spieltagen liegt Rumänien nun in Gruppe E mit neun Punkten nur auf dem vierten Platz hinter Polen (19 Punkte), Dänemark (16) und eben Montenegro (16) die die ersten beiden Ränge unter sich ausmachen werden. Somit besteht auch keine Chance mehr auf das WM Quali Playoff.

Umstrittene Motivationsmaßnahme

Daum hatte es zum Ende seiner Amtszeit besonders schwer, weil sich zumindest auch Teile der Mannschaft gegen den ehemaligen Meistertrainer des VfB Stuttgart (1992) stellten. So beschwerte sich der zuletzt von Daum nicht mehr berücksichtigte Gabriel Torje in der türkischen “Gazeta Sporturilor“ über eine besondere Motivationsmaßnahme des deutschen Coachs, der die Spieler einen Bus einen Berg hinauf ziehen ließ. Auch mit den rumänischen Medien lieferte sich Daum hitzige Duelle:

Nach Einschätzung von Daum kam diese Maßnahme, die bereits im März stattgefunden haben soll, bei der Mannschaft aber gut an. Und generell wertet der erfahrene Fußball-Lehrer, der schon zu Bundesliga-Zeiten immer wieder mit außergewöhnlichen Aktionen versucht hat, zu motivieren, in “Bild“ die jetzige Berichterstattung samt Äußerungen einiger Spieler als gezielte Nadelstiche: “Grundsätzlich ist es so, dass jetzt viele Dinge gesagt und geschrieben werden, die mich und meine Arbeit diskreditieren sollen, die aber jeder Grundlage entbehren. Und manche Spieler, die vielleicht enttäuscht sind, machen sich das nun zu eigen.“

Nichtsdestotrotz betont Daum aber auch, nicht weglaufen und Rumänien auch in die Qualifikation für die EM 2020 führen zu wollen. Dazu wird es jedoch nicht mehr kommen.

WM-Qualifikation: Wiederholungsspiel Südafrika gegen Senegal als Endspiel?

Wie in Europa stehen auch in der afrikanischen Qualifikation für die WM 2018 noch zwei Spieltage aus und noch hat sich keine Nation endgültig für die Endrunde qualifiziert. In der finalen Qualifikationsphase lösen jeweils die Sieger der fünf Gruppen à vier Mannschaften das Ticket nach Russland. Und einige Teams haben schon sehr gute Karten.

In Gruppe A führt Tunesien mit zehn Punkten vor der DR Kongo, die drei Zähler Rückstand aufweist. Gegen die schon ausgeschiedenen Teams aus Libyen und Guinea reicht Tunesien dank des gewonnenen Direktvergleichs gegen die DR Kongo somit schon ein weiterer Dreier zur ersten WM-Teilnahme seit 2006.

Kamerun und Algerien schon raus

Ähnlich ist die Konstellation in der CAF WM Quali in Gruppe B, in der mit Kamerun und Algerien zwei eigentlich stark eingeschätzte Teams bereits raus sind. Spitzenreiter ist mit zehn Punkten Nigeria vor Sambia mit sieben Zählern. Das direkte Duell am 2. Oktober in Nigeria könnte schon eine Vorentscheidung bringen.

In Gruppe C dürfen noch alle vier Teams zumindest theoretisch hoffen, wobei die Chancen von Schlusslicht Mali mit zwei Punkten minimal sind. Vorne liegt mit sieben Zählern die Elfenbeinküste vor Marokko mit sechs und Gabun mit fünf Punkten. Ein spannendes Finish scheint damit garantiert.

Auch in Gruppe E, die Ägypten mit neun Punkten anführt, in der aber auch Uganda (sieben) und Ghana (fünf) noch hoffen. Lediglich der Kongo ist schon raus. Am nächsten Spieltag winkt Ägypten die Chance zum Big-Point. Mit einem Sieg gegen den Kongo wären die Nordafrikaner durch, wenn Uganda gegen Ghana nicht gewinnt.

Senegalesische WM-Chancen steigen

Am engsten geht es zu in Gruppe D, in der nun eine Entscheidung der FIFA für weitere Spannung sorgte. Der Weltverband ordnete eine Wiederholung der Partie vom November 2016 an, die Südafrika gegen den Senegal mit 2:1 gewonnen hatte. Grund dafür ist eine vom Internationalen Sportgerichtshof Cas bestätigte lebenslange Sperre gegen Schiedsrichter Joseph Lamptey wegen Spielmanipulation. Der Referee aus Ghana hatte nach Einschätzung der FIFA und des Cas unter anderem mit einem höchst fragwürdigen Elfmeterpfiff „unerlaubt Einfluss auf den Ausgang des Spiels“ zwischen Südafrika und dem Senegal genommen, womit ein Verstoß gegen Art. 69 Abs. 1 des Disziplinarreglements vorlag.

Wann die Begegnung wiederholt wird, ist noch offen. Klar ist aber, dass dadurch die Chancen des Senegal auf die WM-Teilnahme sprunghaft gestiegen sind. Der Senegal bleibt zwar bei fünf Punkten stehen und damit Tabellendritter, könnte aber mit einem Sieg im Wiederholungsspiel am mit sechs Zählern punktgleichen Führungsduo Kap Verde und Burkina Faso vorbeiziehen. Südafrika bleibt Schlusslicht, allerdings nur noch mit einem statt der bisher vier Punkte.

In Europa findet nach den beiden letzten Spieltagen das WM Quali Playoff statt, bei dem sich die besten 8 Gruppenzweiten noch um vier Startplätze für die Endrunde streiten. Für die Teams aus Arika ist es somit viel schwieriger, ein Ticket für die Weltmeisterschaft zu lösen, da nur der Gruppensieger nach Russländ fährt.

WM-Qualifikation: Droht Deutschland ein Punktabzug?

Die Freude über den späten 2:1-Sieg am vergangenen Freitag in Tschechien wurde im deutschen Lager stark getrübt durch das Verhalten einiger sogenannter Fans, die in der Prager Eden-Arena zum einen durch Schmähgesänge gegen Stürmer Timo Werner und zum anderen durch nationalsozialistische Parolen negativ auffielen. Und knapp eine Woche danach hat nun die FIFA Ermittlungen aufgenommen, die sich sowohl gegen den DFB als auch gegen den tschechischen Verband richten. Beiden Verbänden drohen damit empfindliche Strafen, die von einer Geldbuße über einen Zuschauerausschluss bis hin zu einem Punktabzug für die laufenden WM-Qualifikation reichen können. Hier ein Video von den Gesängen:

UEFA verhängt Punktabzug für Kroatien

Einen Punktabzug hat die UEFA, die in Sachen Sportgerichtsbarkeit aber auf einer ähnlichen Wellenlänge wie die FIFA funkt, vor zwei Jahren gegen Kroatien verhängt, nachdem vor dem EM-Qualifikationsspiel gegen Italien auf dem Spielfeld ein Hakenkreuz im Rasen sichtbar wurde. Allerdings galt Kroatien damals als Wiederholungstäter, was aktuell weder auf Deutschland noch auf Tschechien zutrifft.

Gemäß den Disziplinarreglement der FIFA kommt auf den DFB aber auf jeden Fall eine Geldstrafe zu. Demnach werden Verbände für ein Fehlverhalten von Anhängern, die sich “herabwürdigend, diskriminierend oder verunglimpfend in Bezug auf Rasse, Hautfarbe, Sprache, Religion oder Herkunft“ anderer äußern mindestens mit einer Geldstrafe in Höhe von 30.000 Schweizer Franken belegt. Bei schwereren Vergeben zieht das Disziplinarreglement wie schon erwähnt auch Spiele unter Ausschluss der Öffentlichkeit, Niederlagen am grünen Tisch, Punktabzüge und im Extremfall sogar eine Ausschluss aus dem Wettbewerb in Betracht.

Vermutlich wird Deutschland mit einer Geldstrafe davon kommen, gleichzeitig aber sicherlich eine klare Ansage erhalten, dass sich derlei Vorkommnisse nicht wiederholen dürfen.

DFB um Aufklärung bemüht

Beim DFB wird man natürlich alles daran setzen, dass es zu keiner Wiederholung kommt. Der Verband hat sich bereits mehrfach klar von den Randalierern distanziert und betont, dass diese nicht auf offiziellem Weg über den DFB an Karten gekommen sind. Deshalb betonte der Verband in einer Stellungnahme auch, “ dass von unseren Mitarbeitern im Vorfeld alles in unserer Macht stehende getan wurde, um solchen Vorfällen vorzubeugen.“

An der Seite des DFB bemüht sich auch die Zentrale Informationsstelle Sporteinsätze (ZIS) um Aufklärung der Vorfälle. Wie ZIS-Leiter Jürgen Lankes auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mitteilte, wurde beim Bundeskriminalamt (BKA)  „die Prüfung der Einleitung von Ermittlungsverfahren gegen bislang unbekannte deutsche Fußballstörer“ angeregt.

Zumindest ein Teil der für die Ereignisse in Prag zuständigen Personen wurde wohl auch schon identifiziert. Dabei soll es sich um bekannte Hooligans aus der Dresdner Szene handeln. 13 davon wurden von der sächsischen Polizei anhand Videobildern bereits identifiziert.

1 Punkt bis zur WM

Trotz der Vorfälle beim Auswärtsmatch ist die Vorfreude auf die Weltmeisterschaftsendrunde in Russland ungetrübt. Aus den beiden letzten Matches der Qualifikation benötigt man nur einen Punkt, welcher dann den ersten Tabellenplatz fixiert. Jogi Löw wird die beiden letzten Matches dazu nutzen, um den Kreis an Spielern, die für die WM in Russland eine Option wären, weiter zu verkleinern.

WM 2018: Diese Stars könnten nächsten Sommer in Russland fehlen

Nachdem zuvor nur Gastgeber Russland, Rekordweltmeister Brasilien und der Iran die Qualifikation für die Fussball WM 2018 sicher hatten, haben sich am vergangenen Doppelspieltag fünf weitere Teams ihr WM-Ticket gesichert.

Als erste europäische Nation nach dem Gastgeber durfte Belgien feiern und als bis dato einzige Nation aus Nord- und Mittelamerika kann Mexiko schon mit der Suche nach einem Quartier für den Sommer 2018 beginnen. Aus Asien stehen derweil neben dem Iran mit Japan, Südkorea und Saudi-Arabien auch drei weitere Teilnehmer fest.

24 Plätze sind noch zu vergeben, weshalb sowohl im Oktober und vor allem auch im November bei den Play-offs Hochspannung herrscht. Dann müssen vermutlich auch einige Stars ihrem WM-Traum endgültig abhaken.

Neben Argentinien wackelt auch Chile

Dieses Schicksal droht sogar dem vierfachen Weltfußballer Lionel Messi, der mit Argentinien sowohl in Uruguay (0:0) als auch enttäuschenderweise gegen Venezuela (1:1 nicht über Unentschieden hinauskam. Die Albiceleste, die 2014 immerhin noch Vize-Weltmeister war, müsste als aktueller Tabellenfünfter der Südamerika-Qualifikation in die interkontinentalen Play-offs geen Neuseeland. Selbst diese stehen aber auf wackligen Beinen, haben Chile und Paraguay doch nur einen Punkt bzw. drei Zähler Rückstand. Neben Messi würden bei einem argentinischen Aus in der Quali weitere Stars wie Mauro Icardi, Sergio Aguero, Paulo Dybala oder Angel di Maria die WM verpassen. Gonzalo Higuain wurde zuletzt von Trainer Jorge Sampaoli gar nicht nominiert.

Der schon erwähnte Südamerika-Champion Chile steht sogar mit dem Rücken zur Wand und sollte die beiden letzten Spiele schon gewinnen, damit Akteure wie Arturo Vidal oder Alexis Sanchez die WM nicht von zu Hause aus verfolgen müssen.

Richtig eng wird es auch für einige europäische Stars. Während David Alaba die WM-Teilnahme mit Österreich schon jetzt abhaken kann, muss sein Bayern-Kollege Arjen Robben mit den Niederlanden die beiden letzten Spiele gewinnen, um zumindest noch über die Play-offs auf ein WM-Ticket hoffen zu dürfen.

Viele europäische Top-Stars bangen

In den Play-offs könnten indes hochkarätige Gegner warten. Etwa Italien, das nach der 0:3-Pleite in Spanien wohl nicht mehr Gruppensieger werden wird. Torwart-Altstar Gianluigi Buffon plant seine große Karriere im nächsten Sommer zu beenden. Zwölf Jahre nach dem Gewinn der WM 2006 möchte Buffon das sicher nicht mit dem Makel einer verpassten Endrunde. Die WM Quali Play-offs drohen auch Gareth Bale mit Wales, Luka Modric mit Kroatien und Robert Lewandowski mit Polen, die aber allesamt auch erst noch Platz zwei sichern müssen. Selbiges gilt für den Slowaken Marek Hamsik und den Bosnier Edin Dzeko.

Mit hoher Wahrscheinlichkeit in Russland fehlen werden derweil zwei afrikanische Bundesliga-Stars. Naby Keita ist mit Guinea schon ausgeschieden und Pierre-Emerick Aubameyang hat mit Gabun nur noch geringe Chancen auf die WM-Teilnahme. Ganz raus sind schon Afrikameister Kamerun mit seiner interessanten, neuen Generation sowie Algerien trotz einiger exzellenter Einzelspieler wie Yacine Brahimi oder Riyad Mahrez.

Österreich: Marcel Koller vor dem Aus als Teamchef

Am vergangenen Wochenende ist in Österreich der Traum von der ersten WM-Teilnahme seit 1998 wohl endgültig zerplatzt. Anstatt wie erhofft mit sechs Punkten die Chancen auf die Endrunde im nächsten Sommer in Russland zu wahren, holte die ÖFB-Auswahl aus den Spielen in Wales (0:1) und zu Hause gegen Georgien (1:1) nur einen völlig enttäuschenden Zähler.

Der Gruppensieg und damit das direkte WM-Ticket ist bei neun Punkten Rückstand auf Spitzenreiter Serbien schon jetzt nicht mehr möglich und um noch als Zweiter in die Play-offs zu rutschen, müsste schon alles optimal laufen. Am 6. Oktober in Wien gegen Serbien, das dann mit einem Erfolg die WM-Quali perfekt machen könnte, und drei Tage später in Chisinau gegen Moldawien muss Österreich auf jeden Fall gewinnen, um noch hoffen zu dürfen. Gleichzeitig müssten sich aber Irland und Wales am letzten Spieltag unentschieden trennen und beide müssten in der vorletzten Runde gegen Moldawien (Irland) und in Georgien (Wales) verlieren. Ein wenig realistisches Szenario, sodass man sich in Österreich schon jetzt Gedanken darüber machen kann, wie es langfristig weitergeht – und das vor allem mit Blick auf die EM 2020.

EM 2016 kostet viel Reputation

Vieles spricht schon jetzt dafür, dass die Zeit von Marcel Koller als Teamchef spätestens mit den beiden Spielen im Oktober nach dann rund sechs Jahren zu Ende gehen wird. Nach der Qualifikation für die EM 2016 noch als Volksheld gefeiert, hat Koller das enttäuschende Vorrunden-Aus in Frankreich samt einiger umstrittener Personal- und Taktik-Entscheidungen schon jede Menge Reputation gekostet. Und nach der in einer zwar ausgeglichenen, aber nicht übermächtig erscheinenden Gruppe verpassten WM dürfte der Schweizer nun nicht mehr zu halten sein.

Nach dem Remis gegen Georgien ließ der 56 Jahre alte Fußball-Lehrer seine Zukunft zunächst aber noch völlig offen: “Ich möchte mir zuerst ein paar Gedanken machen, was gut und was schlecht ist – zumindest von meiner Seite. Ich weiß noch nicht einmal von ÖFB-Seite, was sie möchten. Da müssen wir uns erst zusammensetzen.“ Laut divesen Medienberichten wird Koller wohl nicht mehr im Österreich Trikot zu sehen sein.

Klarheit bis Oktober

Koller, der Gerüchte über andere Angebote von Vereinen und Verbänden zurückwies, möchte bis zu den Spielen im Oktober Klarheit haben und dürfte diese auch bekommen. Wie der ÖFB durchblicken ließ, könnte dann schon der neue Coach auf der Bank sitzen und Koller würde wohl anderweitig verabschiedet werden.

Und alles andere als ein Ende von Kollers Amtszeit wäre trotz der fraglos vorhandenen Dienste überraschend, zumal die Stimmung rund um die ÖFB-Auswahl seit Monaten alles andere als gut ist und den Fans der Glaube an die Mannschaft abhanden gekommen ist.

Das wissen natürlich auch ÖFB-Präsident Leo Windtner und Sportdirektor Willi Ruttensteiner, die in einem Gespräch mit Koller sicherlich zunächst die jüngere Vergangenheit aufarbeiten und dann eine Entscheidung treffen werden. Der Ausgang scheint schon jetzt klar.

Deutschland: Mit einer Spitze stärker als mit zwei Stürmer?

Die deutsche Nationalmannschaft ist nach den beiden Siegen in Tschechien (2:1) und gegen Norwegen (6:0) nur noch einen kleinen Schritt von der direkten Qualifikation für die WM 2018 in Russland entfernt. Am vorletzten Spieltag am 5. Oktober würde der DFB-Elf in Nordirland schon ein Unentschieden genügen, um das einzige Team, das theoretisch noch vorbeiziehen könnte, endgültig zu distanzieren.

Allerdings wird die deutsche Mannschaft kaum auf Remis spielen. Zum einen, weil gar nicht die Spielertypen dafür vorhanden sind und zum anderen, weil auch noch ein Rekord winkt. Zum bislang einzigen Mal blieb eine deutsche Mannschaft vor der WM 1982 in einer Qualifikation ohne Punktverlust, damals aber nur in einer Gruppe mit fünf Mannschaften. Die einzige Nation, die in einer Sechsergruppe alle zehn Spiele gewonnen hat, war vor der WM 2010 Spanien, das dann auch Weltmeister wurde.

Müller im 4-2-3-1 besser aufgehoben

In Nordirland und dann zu Hause gegen Aserbaidschan peilt die deutsche Mannschaft noch zwei Siege an. Und nach den jüngsten Partien in Tschechien und gegen Norwegen spricht vieles dafür, dass Bundestrainer Joachim Löw die abschließenden Qualifikationsspiele mit einer zentralen Spitze in Angriff nehmen wird. Beim Confederations Cup harmonierte das Duo Lars Stindl und Timo Werner als Doppelspitze zwar durchaus gut, doch in Tschechien hakte es womöglich auch wegen des Systems im kompletten Spiel des Weltmeisters. Deutlich besser war dann der Auftritt gegen Norwegen im altbekannten 4-2-3-1, in dem vor allem auch für Thomas Müller eine passende Position vorhanden ist.

Und Shooting-Star Werner, der bei seiner Auswechslung nach einem Doppelpack gegen Norwegen an alter Wirkungsstätte in Stuttgart von den Zuschauern mit Standing Ovations gefeiert wurde, scheint es relativ egal zu sein, ob ein Sturmpartner an seiner Seite ist oder breite Unterstützung aus dem Mittelfeld kommt.

Werner mit sechs Toren in acht Spielen

Nach sechs Toren in seinen ersten acht Länderspielen dürfte Werner erst einmal als Stürmer Nummer eins gesetzt sein. Während die Variante mit Mario Götze oder Müller als falscher Neun vermutlich der Vergangenheit angehört, hat der 21-Jährige Mario Gomez aktuell abgehängt. Werner, der vergangene Saison für RB Leipzig 20 Tore erzielt und auch nach zwei Spieltagen schon wieder zweimal getroffen hat, liefert ein starkes Gesamtpaket. Der Youngster überzeugt mit einer enormen Schnelligkeit, hat aber auch Qualitäten im Kombinations- und Kopfballspiel.

Für Rivale Gomez, wäre es indes gar kein Problem, auch bei der WM 2018 hinter Werner nur als Joker eingeplant zu sein: “Ich bin völlig okay mit der Rolle. Wenn er uns zum Weltmeister schießt, bin ich happy damit“, so der Kapitän des VfL Wolfsburg, der voll des Lobes über seinen jungen Kollegen ist. Bei den WM 2018 Sportwetten liegt Deutschland gemeinsam mit Frankreich mit einer Quote von 6,0 auf Platz 1.

Und letztlich dürfte im Laufe eines langes Turnieres auch Gomez mit seiner Erfahrung gefragt sein, wenn Plan A mit Werner einmal nicht funktioniert oder eine zweite Spitze benötigt wird. Denn das Duo Gomez und Werner ist durchaus auch zusammen vorstellbar.

Qualifikation geschafft – Aber Mexiko ohne Rafa Marquez zur WM 2018?

Als erste Nation aus Nord- und Mittelamerika hat sich Mexiko am vergangenen Wochenende für die Endrunde der WM 2018 qualifiziert. Während die USA noch bangen und möglicherweise in die Play-offs muss, kann El Tri bereits für die Endrunde in Russland planen. Umjubelter Held beim 1:0-Sieg gegen Panama war diesmal allerdings nicht Torjäger Javier “Chicharito“ Hernandez, sondern der eingewechselte Hirving Lozano. Der Offensivmann von der PSV Eindhoven erzielte das goldene Tor zum 1:0-Sieg und sorgte dafür, dass Mexiko erstmals nach zwölf Jahren nicht erst am letzten Spieltag oder in den Play-offs das WM-Ticket löste.

Nur zwei Gegentore in sieben Spielen

Allzu ausgelassen ist die Stimmung rund um die mexikanische Nationalelf indes nicht. Zum einen wirkt die herbe 1:4-Niederlage im Halbfinale des Confederations Cup gegen Deutschland noch immer nach und zum anderen wird Trainer Juan Carlos Osorio wohl nicht mehr zum Liebling der Massen. Der kolumbianische Coach hat zwar Erfolg, doch mit oftmals wenig ansehnlichem Fußball. Der Wunsch der meisten Fans, erfolgreich und schön zugleich zu spielen wird nur selten erfüllt. Die Kritik richtet sich deshalb häufig gegen Osorio, dem vorgeworfen wird, die Effizienz über alles andere zu stellen. Spiele wie gegen Panama und 17 Punkte aus sieben ungeschlagenen Spielen mit 10:2 Toren geben Osorio freilich durchaus recht.

Was Mexiko in Russland zuzutrauen ist, lässt sich ein knappes Jahr vor dem Turnier natürlich nur schwer prognostizieren. Allerdings ist klar, dass El Tri mit einigen erfahrenen Recken antreten und über ein eingespieltes Korsett verfügen wird. Während Chicharito vorne für Tore sorgen soll, sind Andres Guardado und Jonathan de Guzman die Schlüsselfiguren im Mittelfeld. Und auch Carlos Vela, der offensiv flexibel einsetzbar ist, kann eine tragende Rolle einnehmen. Bei unseren WM 2018 Sportwetten Tipps findet ihr dann in Zukunft die Quoten für die Matches von Mexiko.

Rafael Marquez mit Verbindungen ins Drogenmilieu?

Dagegen ist offen, ob Marco Fabian und Carlos Salcedo von Eintracht Frankfurt eine große Rolle spielen werden. Das größte Fragezeichen steht derweil hinter Altstar Rafael Marquez. Der 38-Jährige fehlte im Aufgebot Mexikos, nachdem er auch schon seit Wochen nicht mehr für seinen Klub Atlas Guadalajara im Einsatz war.

Hintergrund ist ein Vorwurf des US-Finanzministeriums, laut dem der eigentliche Kapitän der mexikanische Auswahl einem Drogenbaron bei der Geldwäsche geholfen haben soll. Der einst unter anderem für den FC Barcelona aktive Marquez bestreitet die Vorwürfe, darf bis zur Klärung der Anschuldigungen aber kein Spiel bestreiten. Nationaltrainer Osorio, der Kontakt zu Marquez hält und deutlich machte, dass die Nichtberücksichtigung des Routiniers keine sportlichen Gründe hatte, sind daher die Hände gebunden. Und Marquez droht, wenn sich die Vorwürfe nicht schnell entkräften lassen, ein gemessen an seinen Verdiensten unwürdiges Karriereende.

WM-Qualifikation: Argentinien muss zittern

Für die argentinische Nationalmannschaft begann die neue Länderspielsaison gleich mit zwei enorm wichtigen Spielen. Am 1. September (Anstoß: 1:00 Uhr MEZ) in Uruguay und am 6. September (Anstoß: 1:30 Uhr MEZ) zu Hause gegen Venezuela stand die Albiceleste in der Qualifikation für die WM 2018 schon mächtig unter Druck.

Viel Spieltage vor Schluss belegte Argentinien nur den fünften Platz hinter Brasilien, Kolumbien, Uruguay und Chile, der nicht die direkte Qualifikation für die WM in Russland bedeuten würde, sondern lediglich die Teilnahme an den interkontinentalen Play-offs gegen einen Vertreter Ozeaniens. Die Chancen in diesem Duell, das vermutlich gegen Neuseeland gehen würde, wären zwar sicherlich groß, doch noch hat Argentinien selbst Rang fünf nicht sicher.

Auch 2 Spieltage vor Schluss nur auf Platz 5

Nach den zwei September-Länderspielen liegt die Albiceleste noch imma auf dem 5. Tabellenplatz, der den Gang inst Playoff bedeuten würde. Gegen Uruguay erreichte man nur ein torloses Remis, gegen Venezuela holte man ebenfalls nur einen mageren Punkt (1:1). Somit ist man punktegleich mit Peru, gegen die es am nächsten Spieltag geht.

Vor den zwei Matches hatte Ecuador als Sechster lediglich zwei Punkte weniger auf dem Konto und auch Peru sowie Paraguay mit jeweils vier Zählern Rückstand durften darauf hoffen, den Vize-Weltmeister von 2014 noch abfangen zu können. Gegen Peru und in Ecuador muss Argentinien zum Abschluss der Qualifikation am 2. und 10. Oktober noch ran und braucht zwei Siege, um überhaupt Platz 5 fix zu haben.

Aktuell ist man in Argentinien aber durchaus zuversichtlich, was im Wesentlichen am neuen Trainer Jorge Sampaoli liegt, der im Juni mit zwei Siegen im freundschaftlichen Südamerika-Klassiker gegen Brasilien (1:0) und in Singapur (6:0) einen erfolgreichen Einstand feierte.

Für Aufsehen gesorgt hat Sampaoli nun mit seiner frühzeitigen erfolgten Kadernominierung für die Spiele Anfang September. Überraschend fehlt Gonzalo Higuain im Aufgebot, der allerdings im Nationaltrikot oft nicht so stark agierte wie bei seinen Vereinen wie aktuell Juventus Turin. Daher ist der Verzicht auf den 29-Jährigen zumindest teilweise nachzuvollziehen, zumal hochkarätige Alternativen zur Verfügung stehen.

Auch ohne Higuain eine Top-Auswahl im Sturm

So kehrten mit Sergio Agüero (Manchester City) und Mauro Icardi (Inter Mailand) zwei Akteure in den Kreis der Albiceleste zurück, die ihre Torjägerqualitäten über Jahre in europäischen Top-Ligen unter Beweis gestellt haben. Und mit Paulo Dybala (Juventus Turin) sowie Joaquin Correa (FC Sevilla) standen im Sturm zwei weitere Spieler von Top-Niveau zur Auswahl – Superstar Lionel Messi war natürlich ohnehin dabei und selbstverständlich gesetzt.

Auch wieder im Kader stand Javier Pastore, der bei Paris St. Germain zwar keinen Stammplatz mehr hat, aber dennoch erstmals seit knapp zwei Jahren wieder nominiert wurde. Alleine im offensiven Mittelfeld ist das Potential mit Messi, Pastore, Manuel Lanzini, Ever Banega oder Angel di Maria enorm. Die oberste Aufgabe Sampaolis ist nun, aus der Vielzahl der Einzelkönner möglichst schnell eine funktionierende Einheit zu formen. Eine Aufgabe, woran viele seiner Vorgänger relativ früh gescheitert sind.

WM 2026: Marokko reicht Bewerbung ein

Ab Ende August geht es in der Qualifikation für die WM 2018 in Russland in die heiße Phase. Gesucht werden die restlichen Teilnehmer neben dem Gastgeber sowie Brasilien und dem Iran, die bereits auf sportlichem Weg das WM-Ticket lösen konnten.

Und obwohl sich der sportliche Fokus erst einmal auf das Turnier im kommenden Sommer richtet, werfen auch die nächsten Weltmeisterschaften bereits ihren Schatten voraus. Vieldiskutiert wird seit der Vergabe vor acht Jahren vor allem die WM 2022 in Katar, die erstmals nicht in den Sommermonaten, sondern aufgrund der im Wüstenstaat herrschenden Temperaturen im Dezember ausgetragen wird. Die Begleitumstände der Vergabe dieses Turniers an Katar werden die Öffentlichkeit wohl ebenso noch lange, vermutlich bis zum Finale kurz vor Weihnachten 2022, begleiten wie die Diskussionen um die Bedingungen im Land für Gastarbeiter auf den zahlreichen WM-Baustellen.

Zwei Bewerber um die WM 2026

Vier Jahre nach der WM in Katar gibt es bei der Endrunde im Jahr 2026. Zum ersten Mal werden dann anstatt der bisherigen und seit der WM 1998 üblichen 32 Teilnehmer gleich 48 Nationen in einem neuen Modus an den Start gehen. Wo das der Fall sein wird, ist allerdings im Moment noch offen.

Die Vergabe der WM 2026 erfolgt aller Voraussicht nach im Rahmen des FIFA-Kongresses in Moskau kurz vor dem Start der WM 2018. Dann werden zwei Bewerber auf den Zuschlag hoffen, die ihren Unterlagen bis zur Deadline am 11. August eingereicht haben.

Bekannt ist seit längerem eine Dreier-Bewerbung aus Nord- und Mittelamerika. Die USA, Kanada und Mexiko wollen das Turnier 2026 gemeinsam austragen, womit erstmals eine WM in drei Nationen stattfände. Bislang war die WM 2002 in Japan und Südkorea die einzige, die nicht in einem Land ausgetragen wurde. Während Kanada als WM-Ausrichter Premiere feiern würde, hat man in den USA und Mexiko schon Erfahrung. In den USA wurde 1994 gespielt und Mexiko war sogar schon zweimal – 1970 und 1986 – Gastgeberland.

Marokko schon viermal gescheitert

Die Bewerbung aus Nord- und Mittelamerika hat nun aber kurz vor dem Ende der Bewerbungsfrist noch Konkurrenz bekommen, womit die Hoffnung des FIFA-Councils aufgegangen ist. Das Gremium hatte im Mai 2016 abgelehnt, das Turnier 2026 mangels weiterer Bewerber vorzeitig an die USA, Kanada und Mexiko zu vergeben.

Nun gab der Fußball-Verband Marokkos FRMF kurz vor Bewerbungsschluss bekannt, sich um die Ausrichtung der WM 2026 zu bemühen. Für das nordafrikanische Land ist es bereits der fünfte Anlauf, eine WM auszurichten. Bislang bekamen aber stets andere Bewerber den Vorzug und auch diesmal gilt Marokko im Vergleich zum Konkurrenten aus Nord- und Mittelamerika als klarer Außenseiter.