WM 2018 News

Die Fußball Weltmeisterschaft, die im Sommer 2018 in Russland ausgetragen wird, ist nach der EM 2016 das nächste große internationale Fußballturnier. Bei uns bekommt ihr alle News zur Endrunde sowie zur Qualifikation. Wir informieren euch über die Teams, Spieler und Trainer und erzählen euch wirklich alles, was ihr wissen müsst. Weiters könnt ihr alles über das Austragungsland in Erfahrung bringen. Unsere WM 2018 News liefern euch alle wichtigen Infos!

WM-Gastgeber: Russland mit hohen Investitionen – Probleme in Katar

Dass am 2. Dezember 2010 unter Federführung seines Amtsvorgängers die Weltmeisterschaften 2018 und 2022 in einer Doppelvergabe an Russland und Katar gingen, hat FIFA-Präsident Gianni Infantino erst vor kurzem auf einem Sportbusiness-Kongress in Dubai als Fehler bezeichnet. Die Kritik Infantinos richtete sich indes nicht in erster Linie gegen die beiden Gastgeber, sondern gegen das Prozedere. Sicherlich wohlwissend, dass es gerade in Bezug auf Russland ohnehin viel zu spät ist, um eine Änderung herbeizuführen.

Dass die Vergabe der Turniere nach Russland und Katar von Anfang an unter Korruptionsverdacht stand, sorgt zwar für einen anhaltenden Imageschaden, doch letztlich besteht die Hoffnung, dass in beiden Ländern der Fußball im Vordergrund stehen wird, sobald es endlich losgeht. Bis dahin wartet indes sowohl auf Russland als auch auf Katar noch einiges an Arbeit.

Russland “auf der Zielgeraden“

In Russland wähnt sich WM-Cheforganisator Alexej Sorokin indes schon “auf der Zielgeraden.“ Alle Stadien sollen in Kürze fertig gestellt sein, auch die Kosmos-Arena in Samara, die lange Zeit wegen beträchtlicher Verzögerungen die größten Sorgen bereitete. Doch nun ist vorgesehen, dass das eigens für die WM erbaute Stadion mit seinen 44.918 Plätzen im April fertiggestellt sein soll. Die Eröffnungen einiger Stadien werden natürlich auch mit speziellen Events verknüpft:

Unter dem Strich hat die russische Regierung für die WM 2018 mit Ausgaben in Höhe von umgerechnet zehn Milliarden Euro geplant, wobei Experten davon ausgehen, dass dieser Kostenplan nicht eingehalten werden konnte und die tatsächlichen Investitionen noch weit höher ausgefallen sind.

Katar ersucht Hilfe im Iran

Unterdessen hat ein Bericht des “Economist“ in Katar gleich Probleme an mehreren Fronten aufgedeckt. So steht nach jetzigem Stand zu befürchten, dass nur acht von zwölf geplanten Stadien rechtzeitig fertig gestellt sein werden.

Während man dieses Problem relativ leicht in den Griff bekommen sollte, da an einem WM-Tag ohnehin nicht mehr als vier Spiele ausgetragen werden, sorgen deutlich zu wenig Hotelbetten für weitaus größere Sorgenfalten bei den Verantwortliche. Offenbar wird es Katar nicht gelingen, bei der WM 2022 wie versprochen Betten für 100.000 Hotelgäste bereit zu stellen. Stattdessen kann im Moment nur mit 45.000 Hotelbetten geplant werden. Um die Kapazitäten zu erhöhen, plant das Emirat am Persischen Golf nun offenbar Übernachtungsmöglichkeiten auf Kreuzfahrtschiffen sowie in aufgehübschten Lagern von Arbeitsmigranten zu schaffen.

Keine Hilfe von drei Nachbarländern

Überdies soll Katar Gespräche mit dem Iran aufgenommen haben und dort um Hilfe gebeten haben. So könnte es auch eine Option sein, dass Fans während der WM auf den iranischen Insel Kisch und Qeschn übernachten.

Zudem hofft man in Katar noch auf Unterstützung aus Jordanien, wohingegen von den Vereinigten Arabischen Emiraten, Saudi-Arabien und Bahrain keine Hilfe zu erwarten ist. Die drei Nachbarländer haben die diplomatischen Beziehungen mit dem WM-Gastgeber abgebrochen. Zum einen wegen der nicht gern gesehenen Beziehungen Katars zum Iran, zum anderen aber auch, weil Katar im Verdacht steht, die Terrormiliz IS zu unterstützen.

Deutschland: WM-Generalprobe wohl gegen Saudi-Arabien

In knapp fünf Monaten fällt in Russland der Startschuss für die WM 2018, bei der die deutsche Nationalmannschaft ihren 2014 in Brasilien errungenen Titel verteidigen möchte. Ob das gelingt, ist angesichts starker Konkurrenten wie Spanien, Frankreich, Brasilien oder auch Belgien und Argentinien fraglich. Fest steht aber nun wohl, wie sich die DFB-Auswahl auf das Turnier vorbereiten wird.

Schon bekannt war, dass der Kader von Bundestrainer Joachim Löw am 23. Mai zum Trainingslager in Eppan in Südtirol zusammenkommt. Vier Tage nach dem Finale im DFB-Pokal werden möglicherweise aber noch nicht alle nominierten Akteure anreisen. Insbesondere natürlich dann, sollte ein Nationalspieler mit seiner Mannschaft den Einzug ins Finale der Champions League schaffen, das erst am 26. Mai angesetzt ist. Betroffen könnten natürlich die Spieler des FC Bayern München sein, aber auch einige bei ausländischen Top-Klubs unter Vertrag stehende Akteure wie Toni Kroos (Real Madrid), Marc-Andre ter Stegen (FC Barcelona), Julian Draxler, Kevin Trapp (beide Paris St. Germain), Antonio Rüdiger (FC Chelsea) Sami Khedira, Benedikt Höwedes (beide Juventus Turin) oder Leroy Sane und Ilkay Gündogan (beide Manchester City). Denkbar ist ein späterer Einstieg aber auch bei Spielern, die mit ihren Vereinen in die Relegation müssen was bei Jonas Hector (1. FC Köln) nicht auszuschließen ist.

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Vorletzter Test gegen Österreich

Wenn am 2. Juni in Klagenfurt das vorletzte Testspiel ansteht, soll der Kader aber auf jeden Fall komplett sein. Dann geht es gegen die Auswahl Österreichs, die schon alleine aus Prestigegründen alles abrufen und so ein echter Prüfstein sein dürfte.

Bislang noch offen war der letzte Testspielgegner, doch wie nun aus DFB-Kreisen durchsickerte, geht es aller Voraussicht nach am 8. Juni gegen Saudi-Arabien und damit einen anderen WM-Teilnehmer. Der asiatische Vertreter startet in Gruppe A und trifft dort auf Gastgeber Russland, Ägypten und Uruguay. Und Saudi-Arabien bestreitet am 14. Juni das Eröffnungsspiel gegen die gastgebend Sbornaja. Offiziell bestätigt wurde der Test gegen Saudi-Arabien zwar noch nicht, dich es fehlen dem Vernehmen nach nur noch Details. Schief gehen sollte indes nicht mehr, wurde das Testspiel in arabischen Medien doch schon als fix vermeldet. Spielort am 8. Juni ist die BayArena in Leverkusen, womit angesichts der eher geringen Kapazität von 29.412 Plätzen wohl gute Chancen auf ein ausverkauftes Haus bestehen.

Bislang zwei Duelle und zwei klare deutsche Siege

Für Deutschland wäre es das erst dritte Aufeinandertreffen mit Saudi-Arabien. Erstmals standen sich beide Nationen 1998 in einem Testspiel gegenüber, das die deutsche Mannschaft in Riad klar mit 3:0 gewann. Noch besser in Erinnerung hat man beim DFB das bis dato einzige Pflichtspiel gegen den Wüstenstaat. Zum Auftakt der WM 2002 in Japan und Südkorea landete Deutschland einen historischen 8:0 gegen eine völlig überforderte Auswahl aus Saudi-Arabien. Dabei ging der Stern des dreifachen Torschützen Miroslav Klose, der heute WM-Rekordschütze ist, auf ganz großer Bühne auf.

2. Bundesliga bei der WM 2018: Hajri und Bouhaddouz hoffen

Auch wenn die 2. Bundesliga nicht ganz so sehr im Rampenlicht steht, gibt es auch im Unterhaus des deutschen Fußballs eine Reihe von Spielern, die sich Hoffnungen darauf machen, bei der WM 2018 in Russland auf dem Platz stehen zu dürfen. Neben den Schweden Sebastian Andersson (1. FC Kaiserslautern), Christoffer Nyman (Eintracht Braunschweig) und Mikael Ishak (1. FC Nürnberg) gilt dies auch für zwei Akteure, die schon in jungen Jahren nach Deutschland gekommen sind, aber nordafrikanische Wurzeln haben und deshalb auf die WM-Teilnahme mit Marokko und Tunesien hoffen dürfen.

Während Aziz Bouhaddouz, Angreifer in Diensten des FC St. Pauli, bereits elf Länderspiele für Marokko bestritten hat und gute Chancen hat, auf den WM-Zug aufzuspringen, steht Enis Hajri vom MSV Duisburg erst bei vier Spielen für Tunesien, wittert nach einer bislang ansprechenden Saison im Trikot der Zebras aber dennoch seine Chance auf eine Nominierung.

Hajri als Stabilisator und Antreiber

„Nach unserem Spiel gegen Aue hat sich der tunesische Verband gemeldet. Wir müssen jetzt einmal schauen, wie sich die Matches bis zur Länderspielpause entwickeln. Das wäre natürlich ein Traum“, verriet Hajri, der im März schon 35 Jahre alt wird, dem “Kicker“. Dass das fortgeschrittene Alter gute Leistungen nicht verhindert, hat der Defensiv-Allrounder indes in den vergangenen Monaten zur Genüge gezeigt. Erst als Trainer Ilia Gruev den Routinier ab dem neunten Spieltag als Rechtsverteidiger einbaute, ging es mit Duisburg aufwärts. Hajri stabilisierte die Defensive, erwies sich mit seinem Drang nach vorne aber zugleich als Schwungrad für die Offensive und machte so offenbar auch die Verantwortlichen des tunesischen Verbandes auf sich aufmerksam, die Spieler mit Erfahrung gut brauchen können. Eine WM hat zwar auch Hajri noch nicht erlebt, im Laufe seiner Karriere aber von China über Tunesien und Bulgarien bis natürlich zur 2. Bundesliga schon einige Erfahrungen sammeln können.

Trotz der Kontaktaufnahme durch den Verband macht Hajri aber nicht den Fehler, in Träumen zu schwelgen und zeigt sich eher realistisch: „Ich soll mir nicht zu große Hoffnungen machen, an erster Stelle kommen natürlich erst einmal die Spieler, die die Quali geschafft haben.“ Dass dieser Kreis um einen Routinier aus der 2. Bundesliga ergänzt wird, ist freilich auch nicht ausgeschlossen.

Bouhaddouz tankt in der Vorbereitung Selbstvertrauen

Aziz Bouhaddouz muss derweil in der Rückrunde zulegen, nachdem ihm in der Hinserie in zwölf Spielen kein Treffer gelungen ist. Dass der 30-Jährige, der in den letzten Monaten auch von Verletzungen zurückgeworfen wurde, im Testspiel des FC St. Pauli gegen den chinesischen Top-Klub um Anthony Modeste das goldene Tor zum 1:0-Sieg erzielt hat, darf man als positives Signal werten.

Und dass Bouhaddouz weiß, wo das Tor steht, hat der 1,88 Meter große Angreifer schließlich auch auf St. Pauli mit 15 Toren in der Saison 2016/17 bereits gezeigt, die ihm im Herbst 2016 letztlich auch zum Debüt in der Nationalmannschaft verhalfen. Anfang letzten Jahres war Bouhaddouz auch beim Afrikacup im Einsatz:

Die letzten Länderspiele im Jahr 2017 hat Bouhaddouz zwar verpasst, aber dennoch alle Möglichkeiten, mit einer guten Rückserie samt einigen Toren in Russland dabei zu sein.

Hier findet ihr alle Infos zu den Trikots zur WM 2018.

Italien: Neuer Nationaltrainer wohl erst im Sommer – Luigi di Biagio als Interimscoach

Auch zwei Monate nach der Niederlage in den WM Quali Play-offs gegen Schweden und der dadurch verpassten Endrunde 2018 steht die italienische Nationalmannschaft ohne Trainer da. Und aller Voraussicht nach wird dieser Zustand auch noch einige Zeit anhalten. Der scheidende Fußball-Verbandschef Carlo Tavecchio, dessen Amtszeit am 29. Januar zu Ende geht, erklärte nun gegenüber der Nachrichtenagentur Ansa, dass die Trainerfrage wohl erst im Sommer geklärt wird.

“Ich glaube nicht, dass es bis zum Ende meiner Amtszeit einen neuen Nationaltrainer geben wird. Nach Italiens WM-Aus habe ich Kontakte zu Trainern in halb Europa aufgenommen. Vor Juni kann niemand das Angebot annehmen, weil alle bereits unter Vertrag stehen. Es ist schwierig, einen Vertrag vor Juni zu unterzeichnen“, so Tavecchio, der nach dem Rücktritt von Gian Piero Ventura dem Vernehmen nach unter anderem bei Carlo Ancelotti angefragt haben soll. Ancelotti allerdings lehnte das Angebot wenige Wochen nach seiner Entlassung beim FC Bayern München ab und sieht seine Zukunft allem Anschein nach weiter im Klubfussball. Aktuell gibt es Gerüchte, dass der 58-Jährige im Sommer Arsene Wenger beim FC Arsenal beerben könnte.

Schwierige Testspiele Ende März

Die Suche nach einem neuen Trainer obliegt wohl Tavecchios bisher noch nicht bekanntem Nachfolger, der am 29. Januar bestimmt werden soll. Bis auf Weiteres wird wohl mit Luigi di Biagio der Trainer der U21-Auswahl auch die A-Nationalelf trainieren und auch bei den für Ende März geplanten Testspielen 2018, die es durchaus in sich haben, in verantwortlicher Position auf der Bank sitzen. Zunächst trifft die Squadra Azzurra dann am 23. März in Basel auf die Auswahl Argentinien und vier Tage später ist Italien zu Gast in England, wo es in Wembley gegen die Three Lions geht.

Nicht gänzlich ausgeschlossen, dass di Biagio mit guten Ergebnissen Chancen auf eine dauerhafte Ernennung zum Cheftrainer hat, auch wenn die Erfahrung des 46 Jahre alten Ex-Profis bisher eher überschaubar sind. Nach seiner aktiven Karriere, während der di Biagio 31 Länderspiele bestritt und von 1998 bis 2002 auch an drei großen Turnieren teilnahm, war der frühere Mittelfeldspieler zunächst im Jugendbereich und unterklassig als Trainer tätig, ehe er 2011 die U20-Nationalmannschaft übernahm und seit 2013 für die U21 verantwortlich zeichnet.

Ranieri ein Kandidat – Tommasi mit Außenseiterchancen?

Als Kandidat auf den Nationaltrainerposten gilt unter anderem auch Claudio Ranieri, der derzeit den FC Nantes trainiert und beim französischen Erstligisten noch einen Vertrag bis 2019 besitzt. Andere renommierte italienische Trainer wie Ex-Nationalcoach Antonio Conte (FC Chelsea), Massimiliano Allegri (Juventus Turin) oder Luciano Spalletti (Inter Mailand) sind derweil offenbar nur bedingt am vakanten Trainerjob beim Verband interessiert. Diskutiert wird deshalb auch über Damiano Tommasi, der aktuell Präsident der Spielergewerkschaft AIC ist und keine Erfahrung als Trainer besitzt. Sollte die Wahl dennoch auf Tommasi, der zwischen 1998 und 2003 25 Mal für Italien auflief, wäre dies definitiv eine große Überraschung.

Chile: Reinaldo Rueda neuer Nationaltrainer

Nach sehr erfolgreichen Jahren mit den Teilnahmen an den Weltmeisterschaften 2010 und 2014 (jeweils Aus im Achtelfinale) sowie dem zweimaligen Gewinn der Copa America 2015 und 2016 macht der chilenische Fußball aktuell eine schwierigere Phase durch.

Die Roja hat die Qualifikation für die Fussball WM in Russland verpasst und nicht wenige langjährige Leistungsträger wie Arturo Vidal, Charles Aranguz, Gary Medel oder Gonzalo Jara sind nicht mehr die jüngsten. Nachwuchsspieler von vergleichbarer Qualität sind aktuell noch nicht in Sicht, aber dennoch ist es natürlich das Ziel des chilenischen Verbandes, bei der WM 2022 in Katar nicht nur wieder dabei zu sein, sondern dann auch eine gute Rolle zu spielen.

Schon mit Honduras und Ecuador bei der WM dabei

Die nicht einfache Aufgabe, eine neue, schlagkräftige Mannschaft aufzubauen, obliegt nun Reinaldo Rueda, der als neuer Nationaltrainer Chiles vorgestellt wurde. Rueda folgt auf Juan Antonio Pizzi, der nach dem Scheitern in der Qualifikation zurückgetreten ist, bei der WM 2018 aber dennoch dabei sein wird. Pizzi unterschrieb vor kurzem einem Vertrag beim WM-Team aus Saudi-Arabien.

Auf Rueda fiel die Wahl derweil wohl auch deshalb, weil der 60 Jahre alte Kolumbianer schon mehrfach gezeigt hat, mit eher wenig individueller Qualität starke Mannschaften formen zu können. So führte Rueda 2010 zunächst Honduras zur WM 2010 nach Südafrika und vier Jahre später gelang das gleiche Kunststück auch mit Ecuador. Mit seinem Heimatland Kolumbien hingegen feierte Rueda zuvor keine vergleichbaren Erfolge und verpasste die Qualifikation für die WM 2006 in Deutschland. Dabei wäre gerade diese WM für Rueda eine besondere gewesen, da er für einen Südamerikaner untypisch fließend Deutsch spricht. Hintergrund ist ein 1990 und 1991 in Köln absolviertes Sportstudium, das letztlich auch ein Mosaikstein auf dem Weg zum Trainer war. 1997 trat Rueda seinen ersten Trainerposten bei Deportivo Cali in Kolumbien an, trainierte später noch Independiente Medellín und die kolumbianische U20, ehe er 2004 die A-Elf übernahm und dann in Honduras und Ecuador reüssierte.

Kein Glück mit Flamengo

Nach dem Aus in Ecuador ging es für Rueda zurück in den kolumbianischen Vereinsfußball. Mit Atletico Nacional aus Medellín gewann Rueda neben zwei Meisterschaften und dem Pokal 2016 auch die Copa Libertadores, ehe er im Sommer 2017 zu Flamengo Rio de Janeiro weiterzog.

Bei Flamengo setzten sich diese Erfolge indes nicht fort. Niederlagen in den Endspielen um den brasilianischen Pokal und in der Copa Sudamericana waren richtig bitter und wohl auch ein Grund warum Flamengo, das mit Paulo Cesar Carpegiani schon den Nachfolger präsentierte, Rueda die Freigabe erteilte.

Chiles Verbandspräsident Arturo Salah knüpft derweil in seinem offiziellen Statement zur Trainerverpflichtung große Hoffnungen an den neuen Mann: „Wir hoffen, dass Reinaldo Rueda große Ziele mit La Roja erreicht.“

Bosnien-Herzegowina: Mit Robert Prosinecki zur EM 2020?

Bei der WM 2014 in Brasilien war die Nationalmannschaft von Bosnien-Herzegowina erstmals als eigenständige Nation bei einem großen Turnier dabei. Obwohl mit einem 3:1 gegen den Iran sogar ein Sieg gelang, war für Vedad Ibisevic und Co. allerdings nach der Vorrunde schon Schluss. Nichtsdestotrotz war man im kleinen Land im Südosten Europas stolz, es überhaupt bis zur Endrunde geschafft zu haben.

Pleite gegen Zypern auf dem Weg zur WM entscheidend

Gleichzeitig hat die WM in Brasilien aber natürlich Lust gemacht auf mehr und angesichts starker Spieler wie Ibisevic, Edin Dzeko oder Miralem Pjanic war es kein utopisches Ziel, auch die EM 2016 in Angriff zu nehmen. Letztlich scheiterte Bosnien-Herzegowina auf dem Weg zur ersten EM-Teilnahme aber in den Play-offs an Irland, woraufhin man sich eben vornahm, es zum zweiten Mal in Folge zu einer WM zu schaffen. Doch die WM-Qualifikation lief diesmal nicht gut. Hinter einem übermächtigen Belgien war frühzeitig klar, dass es nur um den zweiten Platz und damit abermals um die Play-offs gehen würde, doch am Ende war Griechenland zwei Punkte besser. In Bosnien-Herzegowina machte sich Enttäuschung breit, die nicht ganz unbegründet war, hätte man gemessen am vorhandenen Potential die griechische Auswahl durchaus hinter sich lassen können. Bei zwei Unentschieden gegen Griechenland und zwei Niederlagen gegen Belgien war es letztlich ein unnötiges 2:3 bei Fußballzwerg Zypern, der das WM-Ticket bzw. zumindest die Teilnahme an den Play-offs kostete.

Im Zuge der Aufarbeitung der WM-Qualifikation, bei der sicher auch die verpasste EM 2016 noch einfloss, war die Trennung von Trainer Mehmed Bazdarevic, der im Herbst 2014 die Nachfolge von Safet Susic angetreten hatte, nicht mehr die ganz große Überraschung. Seit der Entscheidung, ohne  Bazdarevic weiterzumachen, sind knapp drei Monate vergangen, ehe der bosnische Verband nun einen Nachfolger präsentiert hat. Die Aufgabe, Bosnien-Herzegowina zur EM 2020 zu führen, die erstmals quer über den Kontinent verteilt in 13 verschiedenen Ländern ausgetragen wird, obliegt ab sofort Robert Prosinecki, einem der besten Spieler, den das ehemalige Jugoslawien hervorgebracht hat und der bei der WM 1998 mit Kroatien völlig unerwartet Dritter wurde.

Zuletzt Nationaltrainer von Aderbaidschan

Der 48-Jährige, der in Schwenningen geboren wurde und seine ersten Jahre in Deutschland verbrachte, bringt Erfahrung als Nationaltrainer mit. Zwischen 2006 und 2010 fungierte der ehemalige Mittelfeldregisseur als Co-Trainer Kroatiens und zuletzt war Prosinecki von 2014 bis zum Ende der Qualifikation für die WM 2018 im Oktober 2017 für die Auswahl Aserbaidschans verantwortlich. Dazwischen trainierte Prosinecki Roter Stern Belgrad und den türkischen Klub Kayserispor.

Letztlich erhielt Prosinecki, der als Spieler unter anderem auch für Real Madrid und den FC Barcelona aktiv war, den Vorzug vor Amar Osim, dem Sohn des legendären Trainers Ivica Osim, der vor allem in Österreich mit Sturm Graz große Erfolge feierte. Amar Osim trainierte zuletzt bis Herbst 2016 Al Kharitiyat Sports Club in Katar, konnte letztlich aber offenbar nicht so überzeugen wie Prosinecki.

Mladen Krstajic trainiert Serbien bei der WM 2018

Mit Brasilien, der Schweiz und Costa Rica hat Serbien bei der Auslosung der Vorrunde der WM 2018 in Russland in Gruppe E keine einfachen Gegner erwischt. Brasilien gilt natürlich als Top-Favorit, während die Schweiz wie bei der WM 2014 und der EM 2016 auch wieder in die K.o.-Runde will und mit einer sehr guten Qualifikation auch deutlich gemacht hat, im Sommer 2018 wieder mehr als nur eine Nebenrolle spielen zu wollen. Costa Rica schließlich ist sicher der Außenseiter, der mit Blick auf die WM 2014 aber nicht unterschätzt werden sollte, schafften es die Mittelamerikaner damals doch völlig überraschend bis ins Viertelfinale, wo die Niederlande auch erst im Elfmeterschießen Endstation war.

Serbien, das erstmals seit der WM 2010 wieder bei einem großen Turnier dabei ist, wird also schon in Top-Form agieren müssen, um den Sprung unter die letzten 16 Mannschaften der WM 2018 zu schaffen. Dass es in der Qualifikation gelungen ist, mit Österreich, Wales und Irland unter anderem drei Teilnehmer an der EM 2016 hinter sich zu lassen, ließ aufhorchen. Ebenso und noch mehr aber die Entscheidung, sich wenige Wochen nach der geschafften Qualifikation von Trainer Slavoljub Muslin zu trennen.

Milinkovic-Savic als Zankapfel?

Die Trennung erfolgte zwar in beiderseitigem Einvernehmen, ging aber letztlich doch in erster Linie vom Verband aus, wie Präsident Slavisa Kokeza inzwischen gegenüber dem Nachrichtenmagazin „Nedeljnik“ mehr oder weniger offen durchklingen hat lassen. So habe Muslin nicht dem Wunsch des Verbandes entsprochen, hochveranlagte junge Spieler wie Sergej Milinkovic-Savic (Lazio Rom), Milos Veljkovic (Werder Bremen) oder Nemanja Radonjic (Roter Stern Belgrad) in Pflichtspielen kurz einzusetzen, um Einsätze für ein anderes Nationalteam zu verhindern.

Milinkovic-Savic debütierte wie Veljkovic und Radonjic erst im November in den Freundschaftsspielen gegen China (2:0) und Südkorea (1:1), könnte damit als gebürtiger Spanier aber noch immer auch für den Weltmeister von 2010 sowie aufgrund seiner Wurzeln auch für Montenegro auflaufen. Und angesichts der Entwicklung des 22 Jahre alten Mittelfeldspielers, dessen Marktwert vom Portal “transfermarkt.de“ mittlerweile auf stattliche 55 Millionen Euro taxiert wird, sind die Sorgen der serbischen Verbandsoffiziellen zumindest nicht völlig abwegig.

Muslin weigerte sich, die Spieler in den Qualifikationsspielen einzusetzen, was Kokeza aus Verbandssicht nicht akzeptieren konnte. Dadurch kam es letztlich zur Trennung und zunächst zur Installation von Mladen Krstajic als Interimstrainer, der bei den beiden Testspielen im November in der Verantwortung stand.

Krstajic mit 59 Länderspielen für Serbien

Krstajic, der seit Mai 2016 Assistent Muslins war und ansonsten über keine Erfahrung als Trainer verfügt, war indes nur als Übergangslösung vorgesehen. Wunschkandidat als Cheftrainer bei der WM 2018 war der ehemalige Mittelfeldregisseur Dragan Stojkovic, der allerdings von seinem chinesischen Klub Guangzhou R&F keine Freigabe erhielt.

Da kein ausländischer Trainer verpflichtet werden sollte und der Markt der einheimischen Fußball-Lehrer keine Ideallösung hergab, fiel letztlich der Entschluss, mit dem 43 Jahre alten Krstajic die WM in Angriff zu nehmen. Der einstige Abwehrspieler, der insgesamt 59 Länderspiele bestritten hat und mit dem SV Werder Bremen 2004 Deutscher Meister war, darf sich damit gleich auf ganz großer Bühne bewähren.

Hier findest du unsere Auswahl an WM Trikots, das Serbien-Trikot wird wohl erst in einigen Wochen offiziell vorgestellt.

Leon Bailey für Joachim Löw wohl kein Thema

Mit sechs Toren und vier Vorlagen in seinen 14 Einsätzen in der Vorrunde gehört Leon Bailey zu den herausragenden Akteuren dieser Bundesliga-Saison. Daran, dass Bayer Leverkusen nach einem enttäuschenden Vorjahr auf dem Weg zurück nach Europa ist und sich sogar realistische Hoffnungen auf die Champions League machen darf, hat der 20 Jahre alte Offensivmann enormen Anteil.

https://twitter.com/leonbailey/status/942458842213908481

Sowohl als klassischer Flügelstürmer als auch in einer etwas defensiveren Position als einziger Akteur auf der linken Außenbahn, der freilich dennoch häufig den Vorwärtsgang einlegt, hat Bailey die in seine Verpflichtung gesetzten Erwartungen nicht nur erfüllt, sondern sogar übertroffen. Allerdings erst mit etwas Anlaufzeit, denn das erste halbe Jahr nach dem rund 13,5 Millionen Euro teuren Transfer vom KRC Genk nach Leverkusen lief für den extrem schnellen Linksfuß nicht nach Plan.

Keine Ausstiegsklausel in den nächsten Transferperioden

Inzwischen aber ist Bailey längst in Leverkusen angekommen und zum Leistungsträger sowie Publikumsliebling gereift. Und mit seinen Auftritten im vergangenen Halbjahr hat sich der Jamaikaner auch schon ins Blickfeld anderer Vereine gespielt. Unter anderem gilt der FC Barcelona als Interessent, der von Leverkusens Sportdirektor Rudi Völler aber genau wie allen anderen Vereine, die ein Auge auf Bailey geworfen haben, schon eine vorbeugende Absage erhalten hat. Unter Verweis auf Baileys bis 2022 laufenden Vertrag, der zumindest nun im Winter und auch im kommenden Sommer keine Ausstiegsklausel enthält, machte Völler sehr deutlich, dass Bailey in den kommenden Transferperioden definitiv keine Freigabe erhalten wird.

Während Baileys Vereinszukunft also zumindest kurz- und mittelfristig in Leverkusen liegen dürfte, ist noch immer unklar, für welche Nationalmannschaft der Linksaußen künftig auf Torejagd gehen wird.

Deutscher Pass nicht vor 2020 möglich

Dass Bailey für Jamaika spielen wird, gilt aus mehreren Gründen als unwahrscheinlich. Zum einen scheut der Star die langen Heimflüge und sieht zum anderen angesichts der Qualität seiner Mitspieler und der international allenfalls zweitklassigen Infrastruktur rund um die Reggae Boyz dort wohl auch nicht die ganz großen sportlichen Perspektiven.

Nachdem Bailey vor einiger Zeit selbst damit geliebäugelt hatte, vielleicht eines Tages für Deutschland zu spielen, wurde in den vergangenen Tagen öffentlich über eine Einbürgerung diskutiert, zu der es aber wohl kaum kommen wird. So sieht Bundestrainer Joachim Löw laut “Bild“ aufgrund der ohnehin exquisiten Auswahl an Offensivkräften dafür keine Notwendigkeit. Darüber hinaus wäre eine Einbürgerung erst möglich, wenn Bailey drei Jahre in Deutschland gelebt hat, also frühestens im Jahr 2020.

Wahrscheinlicher ist deshalb, dass Baileys Wahl auf Belgien fallen wird. Trotz nur eineinhalb Jahren in Genk wäre die Einbürgerung dort schneller möglich und so könnte sogar die Fussball WM 2018 zum Thema werden. Allerdings ist auch Belgien schon jetzt offensiv hervorragend aufgestellt, weshalb ein Stammplatz für Bailey auch bei den Roten Teufeln schwierig wird.

Bei Wikipedia findet ihr alle Daten zu Leon Baily.

Südkorea gewinnt Ostasienmeisterschaft

Ein halbes Jahr vor Beginn der WM 2018 hat Südkorea mit dem Gewinn der Ostasienmeisterschaft Selbstvertrauen getankt. Die „Taegeuk Warriors“ setzten sich in dem Viererturnier, in dem jeder gegen jeden spielte, am Ende mit sieben Punkten durch und verwiesen Japan (6), China (2) und Nordkorea (1) auf die Plätze.

Nach einem noch wackligen Start gegen China (2:2) und einem knappen 1:0-Sieg gegen Nordkorea kam es am letzten Spieltag zum erwarteten Endspiel gegen Japan, das die ersten beiden Partien gewonnen hatte und somit schon mit einem Unentschieden den Titel eingefahren hätte.

4:1-Sieg im “Endspiel“ gegen Japan

Südkorea geriet zwar schon in der zweiten Minute durch einen von Yu Kobayashi verwandelten Elfmeter in Rückstand, drehte die Partie aber bis zur Pause in eine 3:1-Führung. Shi-Wook Kim glich zunächst aus und erzielte dann auch den dritten Treffer. Dazwischen hatte Woo-young Jung per direkt verwandeltem Freistoß das 2:1 markiert. Im zweiten Durchgang war es dann Ki-hun Yeom, der ebenfalls per Freistoß für den deutlichen 4:1-Endstand verantwortlich zeichnete.

Trainer Tae-Jong Shin, der genau wie auch die japanische Auswahl auf alle in Europa unter Vertrag  stehenden Akteure verzichtet und Spielern aus der heimischen K-League sowie anderen asiatischen Ligen eine Chance gegeben hatte, zeigte sich trotz des Titels nur bedingt zufrieden mit dem Auftreten seines Teams bei der Ostasienmeisterschaft. “Wir müssen uns noch verbessern, vor allem in der Defensive, denn bei der WM haben wir stärkere Gegner“, zitiert der “Kicker“ den südkoreanischen Coach, der im Sommer die Nachfolge des entlassenen Uli Stielike angetreten und letztlich das WM-Ticket gelöst hatte.

Kim und Lee als Gewinner

Für Shin brachte die Ostasienmeisterschaft aber auch einige wertvolle Erkenntnisse. Während gleich drei verschiedene Grundordnungen (4-2-3-1, 3-4-3 und 4-4-2) ausprobiert wurden, konnten sich einige Akteure, die bislang nur eine Nebenrolle spielten und eigentlich nicht unbedingt für den WM 2018 Kader vorgesehen waren, aufdrängen.

Etwa Angreifer Shin-Wook Kim, der außer gegen Japan noch ein drittes Mal traf und so bester Torschütze des Turniers wurde. Bemerkenswert, denn vor der Ostasienmeisterschaft hatte der schon 29 Jahre alte Angreifer in 31 Länderspiel kein einziges Tor erzielt.

Und Mittelfeldspieler Jae-Seong Lee, der offiziell zum besten Spieler der Ostasienmeisterschaft gewählt wurde, dürfte nach starken Leistungen auf dem rechten Flügel nun gute Chancen haben, mit nach Russland zu fahren.

Die entscheidenden Figuren in der südkoreanischen WM-Elf dürften allerdings die in Europa bestens bekannten Stars, allen voran natürlich Heung-Min Son (Tottenham Hotspur) sein. Aber dass es durchaus vielversprechende Alternativen gibt, ist neben dem Titel die große positive Erkenntnis für Trainer Shin nach dieser Ostasienmeisterschaft. Die WM Trikots von Südkorea gibt es aktuell noch nicht, da Nike seine Outfits für die Weltmeisterschaft erst im neuen Jahr präsentieren wird.

Australien: Mit Luiz Felipe Scolari zur WM 2018?

Auch über einen Monat nach der in den interkontinentalen Play-offs gegen Honduras geschafften Qualifikation für die WM 2018 in Russland ist noch offen, mit welchem Trainer Australien im kommenden Sommer an den Start gehen wird. Die Suche nach einem Nachfolger für den nach der geschafften WM-Quali überraschend zurückgetretenen Ange Postecoglou, der seine Zukunft im Vereinsfußball sieht, läuft allerdings auf Hochtouren.

Aktuell führt der australische Verband Gespräche mit mehreren Kandidaten. Neben Jürgen Klinsmann, der mit Deutschland und den USA schon zwei Nationen bei einer WM-Endrunde betreut hat, der allerdings möglicherweise nicht zu finanzieren ist, gilt nun mit Luiz Felipe Scolari ein weiterer, sehr erfahrener Fußball-Lehrer als Anwärter auf den aktuell vakanten Trainerposten.

Scolari will nicht nur zur WM

Gegenüber der Nachrichtenagentur “Reuters“ bestätigte der 69 Jahre alte Brasilianer Gespräche und signalisierte durchaus Interesse daran, die Socceroos zu übernehmen, allerdings nicht nur für die Weltmeisterschaft in Russland: “Ich bin einer der Namen, mit denen sie gesprochen haben. Ich habe nicht die Absicht eine Mannschaft nur für die WM zu übernehmen, ich möchte eine Mannschaft für ein ein- oder zweijähriges Projekt zu übernehmen, aber ich bin interessiert.“

Mit wem Australien versuchen wird, die schwierige WM Gruppe C mit Frankreich, Dänemark und Peru zu meistern, dürfte sich relativ zeitnah entscheiden. Ob neben Klinsmann und Scolari noch andere Kandidaten in der Verlosung sind, ist bislang nicht durchgesickert.

Weltmeister 2002 mit Brasilien

Nach einer eher bescheidenen Spielerkarriere hat Scolari auch einige Zeit gebraucht, um sich als Trainer einen Namen zu machen. Nach verschiedenen Stationen in Brasilien, Kuwait und Japan gelang mit dem Gewinn der WM 2002 in Japan und Südkorea der große Durchbruch.

Dennoch trennten sich kurze Zeit nach dem Titelgewinn die Wege und Scolari übernahm die Auswahl Portugals, mit der der große Wurf aber mehrfach knapp versäumt wurde. Nach dem verlorenen Finale der EM 2004 scheiterte Portugal bei der WM 2006 im Halbfinale an Frankreich und bei der EURO 2008 im Viertelfinale an Deutschland.

Die folgenden Vereinsstationen beim FC Chelsea, bei Bunyodkor Taschkent in Usbekistan und bei Palmeiras Sao Paulo waren dann nur von kurzer Dauer und nicht wirklich von Erfolg geprägt, ehe Scolari vor der WM 2014 der Ruf seiner Heimat ereilte. Die hohen Erwartungen, die WM im eigenen Land zu gewinnen, konnte Scolari aber nicht erfüllen und musste letztlich nach dem historischen 1:7-Debakel im Halbfinale gegen Deutschland gehen.

Nach einer Zwischenstation bei Gremio Porto Alegre war Scolari zuletzt zweieinhalb Jahre Trainer in China bei Guangzhou Evergrande, wo sein Vertrag nun aber nicht mehr verlängert wurde.