WM 2018 News

Die Fußball Weltmeisterschaft, die im Sommer 2018 in Russland ausgetragen wird, ist nach der EM 2016 das nächste große internationale Fußballturnier. Bei uns bekommt ihr alle News zur Endrunde sowie zur Qualifikation. Wir informieren euch über die Teams, Spieler und Trainer und erzählen euch wirklich alles, was ihr wissen müsst. Weiters könnt ihr alles über das Austragungsland in Erfahrung bringen. Unsere WM 2018 News liefern euch alle wichtigen Infos!

WM 2026 in Mexiko, Kanada und den USA?

Obwohl es gerade in Europa doch einige Gegner des neuen Modus gibt, hat die FIFA zu Beginn des Jahres beschlossen, die Weltmeisterschaft von 32 auf 48 Teilnehmer zu erweitern. 2018 in Russland und 2022 in Katar wird noch nach dem bekannten und seit der WM 1998 gültigen System gespielt, ehe es dann aber 2026 48 Mannschaften sein werden, die bei einer Endrunde an den Start gehen dürfen. Wo das sein wird, steht indes noch nicht fest.

Ein Kritikpunkt bei den Diskussionen über die Erweiterung des Teilnehmerfeldes war, dass es nur noch wenige Länder geben würde, die ein solch großes Turnier ausrichten können. Nachdem schon in der Vergangenheit Japan und Südkorea (2002) gemeinsam eine WM ausgerichtet haben, dürfte es in Zukunft eher die Regel denn die Ausnahme sein, dass es mehrere Gastgeber gibt.

Entscheidung im August 2018

Schon 2026 sieht es nach mehreren Gastgebern aus, wobei die FIFA die Entscheidung über die Vergabe der ersten Mammut-WM auf Sommer 2018 datiert hat. Nachdem zuletzt ein Schnellverfahren denkbar schien, will die FIFA erst im August 2018 in Moskau verkünden, wo die WM 2026 ausgetragen wird.

Bislang gibt es nur einen Bewerber: die USA, Kanada und Mexiko gehen mit einer gemeinsamen Bewerbung an den Start und hatten mangels Konkurrenz insgeheim gehofft, schon jetzt den Zuschlag zu erhalten. Nun aber verkündete die FIFA, dass weitere Bewerber noch bis zum 11. August 2017 die Chance haben, ihre Unterlagen einzureichen. Aus der Deckung gewagt hat sich bisher zwar noch niemand, doch es gibt Spekulationen darüber, dass man in Marokko an einer Bewerbung arbeiten soll. Nach Südafrika im Jahr 2010 wäre Marokko der erst zweite afrikanische Gastgeber einer WM-Endrunde.

Duell zwischen Afrika und Amerika?

Klar ist derweil, dass das Turnier vier Jahre nach der WM 2022 in Katar nicht schon wieder in Asien stattfinden wird. Auch Europa hat acht Jahre nach der Endrunde in Russland keine wirklichen Chancen, sodass es auf ein Duell zwischen Amerika und Afrika hinauslaufen wird. Gibt es keinen adäquaten Bewerber aus Afrika, dürfte einer ersten WM in drei Ländern nichts im Wege stehen. Während ein Turnier in Kanada eine Premiere wäre, waren die USA schon 1994 Gastgeber. Und Mexiko richtete die WM sogar schon zweimal aus: 1970 und 1986, wobei die letztere Ausrichtung nicht geplant war, aber kurzfristig wegen Problemen im eigentlich vorgesehenen Gastgeberland Kolumbien erfolgte.

In den USA, Mexiko und Kanada wären in Sachen Infrastruktur bereits sehr gute Voraussetzungen vorhanden. Den einen oder anderen Stadionneubau würde es gleichwohl sicher trotzdem geben. Falls ihr euch bereits jez mit EM oder WM Trikots ausrüsten wollt, wir haben die besten Angebote für euch zusammengefasst.

Niederlande: Mit Dick Advocaat doch noch zur WM 2018 nach Russland?

Die Niederlande ist der große Favorit der EM Quali Gruppe ANach gut eineinhalb Jahren und 17 Spielen unter seiner Leitung musste Danny Blind Ende März kurz nach einer 0:2-Niederlage in Bulgarien seinen Posten als niederländischer Nationaltrainer schon wieder räumen. Die einstmals führende Fußballnation, die nach der EM 2016 mit der WM 2018 das zweite große Turnier in Folge zu verpassen droht, hat sich anschließend rund sechs Wochen Zeit gelassen, ehe der Nachfolger der Öffentlichkeit präsentiert wurde.

Mit Dick Advocaat übernimmt ein alter Bekannter das Kommando und soll retten, was angesichts von nur sieben Punkten aus den ersten fünf Spielen vielleicht schon nicht mehr zu retten ist. Der 69-Jährige, der aktuell noch Trainer von Fenerbahce Istanbul ist, tritt Anfang Juni seine dritte Amtszeit als Bondscoch (zuvor von 1992 bis 1995 und von 2002 bis 2004) an.

Erstmals auf der Bank sitzen wird Advocaat am 9. Juni bei der Pflichtaufgabe gegen Luxemburg. Am 31. Mai und am 4. Juni, wenn die Niederlande in Marokko und gegen die Elfenbeinküste testet, steht dagegen noch Interimscoach Fred Grim in der Verantwortung, weil Advocaat dann noch in der türkischen Süper Lig ran muss.

Vertrag bis zum Ende der WM-Qualifikation

Advocaat, der auf Ruud Gullit als Assistent vertraut, erhielt zunächst nur einen Vertrag bis November, also bis zum Ende der WM-Qualifikation. Gelingt es der Elftal, das Ticket für Russland zu lösen, verlängert sich Advocaats Arbeitspapier bis zum Ende der WM 2018. Danach dürfte erneut ein neuer Trainer das Zepter übernehmen, den dann voraussichtlich Louis van Gaal auswählen soll. Der ehemalige Bondscoach soll zum starken Mann im niederländischen Verband KNVB werden und der Nationalmannschaft zu alter Stärke verhelfen.

Dass van Gaal dem Vernehmen nach lieber an Blind festgehalten hätte, passt indes zur verfahrenen Situation. Ebenso, dass andere niederländische Trainer wie Frank de Boer (zuletzt bei Inter Mailand) oder Ronald Koeman (FC Everton) kein Interesse am Nationaltrainer-Posten zeigten. Und auch weitere Kandidaten wie Fred Rutten und Henk ten Cate, die als Doppellösung vorgesehen waren, sagten ab.

Endspiel gegen Schweden?

Nach dem vermutlich relativ lockeren Auftakt gegen Luxemburg wird es für Advocaat und die Elftal zum Start in die neue Saison gleich richtig Ernst. Am 31. August steht das Gastspiel in Frankreich an, wo nur ein Sieg die letzte kleine Chance auf Gruppenplatz eins und die direkte Qualifikation für die WM wahren würde.

Ein realistischeres Ziel ist freilich der zweite Platz, um dann über die WM Quali Play-offs noch das Ticket zu lösen Dafür muss die Niederlande aber an Schweden, das drei Punkte mehr auf dem Konto hat, und an Bulgarien mit aktuell zwei Zählern mehr vorbeiziehen. Weder in Frankreich noch an den finalen drei Spieltagen gegen Bulgarien, in Weißrussland noch gegen Schweden darf sich die Elftal somit Ausrutscher erlauben. Denkbar, dass die Partie am 10. Oktober zu Hause gegen Schweden zu einem Endspiel im die Play-offs wird.

WM 2018 kostet mehr als geplant

Russland muss das Budget für die Weltmeisterschaft 2018 erhöhen. Rund 74 Millionen mehr werden aktuell benötigt, um das Turnier wie geplant abwickeln zu können. Die Ausrichtung des größten Fußballturniers der Welt lässt sich Russland einiges kosten, insgesamt beträgt das Gesamtbudget laut der Regierung des Gastgeberlandes 10,12 Millarden Euro. Experten gehen jedoch davon aus, dass dies nicht die letzte Erhöhung des Budgets war. Ebenfalls halten sich die Gerüchte, dass einige Kosten nicht offiziell werden. Das Maskottchen Zabivaka kennt diese Probleme nicht, denn es ist immer gut gelaunt:

Confed Cup als Generalprobe

Das Turnier in Russland wird in 12 Stadien ausgetragen, nicht alle wurden neugebaut, doch auch die Renovierungen können extrem hohe Beträge verschlingen. Am 14. Juni müssen alle WM Austragungsorte für 2018 fertig sein, denn dann beginnt die Weltmeisterschaft. Ein Jahr zuvor wird der Confederations Cup in Russland gespielt, quasi die Generalprobe für die WM. Die Mini-Weltmeisterschaft wird jedoch nur in 4 Stadien ausgetragen.

Die Weltmeisterschaft in Russland wird mit 32 Nationen stattfinden. Diese verteilen sich auf 8 Gruppen mit jeweils 4 Teams, wobei die besten zwei Mannschaften in die K.O.-Phase aufsteigen werden. Holt sich Deutschland erneut den Titel?

Deutschland: Max Kruse beim Confederations Cup dabei?

Drei Spieltage sind in der Bundesliga noch zu spielen und in vielen Bereichen der Tabelle ist es noch spannend. Der FC Bayern München steht zwar seit dem 6:0 am 31. Spieltag beim VfL Wolfsburg und dem 0:0 von RB Leipzig gegen den FC Ingolstadt schon wieder als Deutscher Meister fest, doch ansonsten sind noch keine Entscheidungen gefallen.

Während sich der SV Darmstadt 98 mit drei Siegen in Serie tapfer gegen den wohl dennoch nicht zu vermeidenden Abstieg wehrt, herrscht sowohl im Tabellenkeller als auch im Rennen um die internationalen Plätze Spannung. Vor allem auch letzteres wirft auch Bundestrainer Joachim Löw einen genaueren Blick, stammen doch von den um Europa spielenden Teams die meisten Nationalspieler. Und damit zugleich die meisten Kandidaten für den Confederations Cup 2017 (17. Juni bis 2. Juli) im Sommer in Russland, wo Löw auf einige hochbelastete Stammkräfte verzichten will.

Stammkräfte werden geschont

Kaum mit nach Russland fahren werden unter anderem Manuel Neuer, Toni Kroos, Sami Khedira und Mesut Özil, aber auch der eine oder andere Spieler des FC Bayern und von Borussia Dortmund könnte schon im Hinblick auf die Weltmeisterschaft 2018 ein Jahr später ebenfalls in Russland eine schöpferische Pause erhalten.

Götze erzielte den Siegtreffer im Testspiel gegen Chile

Wikimedia: Steindy (CC BY-SA 1.0)

Sicher nicht dem deutschen Kader angehören wird Mario Götze, den Löw aber dennoch weiterhin auf der Rechnung hat. Der entscheidende Torschütze im Finale der WM 2014 befindet sich seit Ende Februar wegen einer Stoffwechselstörung in Behandlung, macht laut dem Bundestrainer aber Fortschritte und soll dann zur neuen Saison wieder voll angreifen: “Er soll sich Zeit nehmen, die er braucht, um dann möglichst in der Vorbereitung wieder voll belastbar zu sein.“

Am Rande der Vorstellung des Kochbuchs „Erfolgsrezepte – meisterlich kochen mit Jogi Löw und Tim Mälzer“ äußerte sich Löw nicht nur zu Götze, sondern auch zu Max Kruse, den man derzeit mit Fug und Recht als Mann der Stunde bezeichnen darf.

13 Scorer-Punkte in sechs Spielen

Alleine im April erzielte Kruse acht Tore und hat damit wesentlichen Anteil am Höhenflug des SV Werder Bremen, der sich innerhalb weniger Wochen vom Abstiegskandidaten zu einem ganz heißen Anwärter auf einen Platz in der Europa League gemausert hat.

Zu Kruse acht Toren in den letzten sechs Spielen kommen noch fünf Vorlagen, die auch dem Bundestrainer nicht verborgen geblieben sind. „Ich habe nie gesagt, dass seine Karriere in der Nationalmannschaft zu Ende ist“, so Löw über Kruse, der aufgrund verschiedener privater Fehltritte “sicherlich mal einen Denkzettel erhalten“ habe. “Aber wenn man ihn jetzt sieht, freue ich mich über seine Leistung“, deutet Löw zumindest zwischen den Zeilen eine neue Chance für den 29-Jährigen an, der der Kadernominierung für den Confed Cup sicher gespannt entgegenblicken wird.

Videobeweis bei WM 2018

Gianni Infantino Bild

FIFA Präsident Gianni Infantino (Piotr Drabik – (CC BY 2.0)

FIFA Präsident Gianni Inbfantino befindet sich aktuell in Chile, um dort am 67. Kongress des südamerikanischen Fussballverbands teilzunehmen. Im Vorfeld dieser Veranstaltung sorgte der Nachfolger von Sepp Blatter mit einer interessanten Aussage für Aufsehen. Laut Infantino wird der Videobeweis bei der WM 2018 in Russland zum Einsatz kommen, da die bisherigen Tests zur vollsten Zufriedenheit verlaufen sind.

Bis zum Turnier in Russland (14. Juni bis 15. Juli 2018) ist noch genug Zeit, im März 2018 will die FIFA die konkreten Pläne zum Einsatz vorstellen. Vor kurzem wurde das System beim Freundschaftsspiel zwischen Frankreich und Spanien getestet, wobei der Videoschiedsrichter bei 2 Szenen Unterstützung lieferte. Zusätzlich wird der Videobeweis auch in einigen Ligen getestet, wobei noch viele Feldtests geplant sind.

Mehr Fairness durch Videobeweis?

Die Zuhilfenahme von technischen Hilfsmitteln im Fussball ist nicht unumstritten. In anderen Sportarten ist der Videobeweis seit Jahren ein wichtiger Bestandteil, wie etwa beim Tennis (Hawk-Eye) oder im Eishockey. Das Einsatzgebiet der Videounterstützung für die Unparteiischen bei einem Fussballspiel ist noch nicht 100% geklärt, aktuell kann der Videoschiedsrichter bei verschiedenen Szenarien (Tore, Karten, Elfmetern) zu Rate gezogen werden.

Torlinientechnologie funktioniert einwandfrei

Die Torlinientechnik feierte bei der WM 2014 in Brasilien seine Premiere, auch dieses Hilfsmittel wurde vorher ausgiebig getestet. In der englischen Premier League oder in der deutschen Bundesliga kommt das System aktuell zum Einsatz. Hier bekommt der Schiedsrichter ein Signal auf seine Uhr, wenn der Spielball die Torlinie zur Gänze überschritten hat. Auch für die WM Wettanbieter sind die Hilfsmittel von großer Bedeutung. Die Anzahl von Schiedsrichterfehlern würde etwas zurückgehen, wie etwa durch strittige Abseits- oder Elfmetertore.

WM-Quali: Trainerwechsel in Tunesien – Kasperczak muss gehen

Flagge TunesienVier Spieltage sind in der afrikanischen Qualifikation für die WM 2018 noch zu absolvieren und mancherorts liegen die Nerven schon jetzt blank. Obwohl die ersten beiden Spiele gewonnen wurden, hat sich Tunesien nun von Trainer Henryk Kasperczak getrennt. Dem 70 Jahre alten Polen, der schon von 1994 bis 1998 tunesischer Nationalcoach war und damals die Qualifikation für die Weltmeisterschaft 1998 in Frankreich schaffte, wurden nun ein enttäuschendes Abschneiden beim Afrika Cup sowie zwei Testspielniederlagen zum Verhängnis.

Drei Niederlagen in Folge

Nach einem 0:2 gegen den Senegal im ersten Gruppenspiel des Afrika Cups gelang Tunesien dank zweier Siege gegen Algerien (2:1) und Simbabwe (4:2) zwar noch der Sprung ins Viertelfinale, in dem dann aber Burkina Faso (0:2) Endstation war. Und zuletzt verlor Tunesien Ende März innerhalb von vier Tagen jeweils mit 0:1 gegen Kamerun und Marokko.

Weil die Verfassung der Mannschaft in den letzten Partien Anlass zur Sorge gab, entschied sich der tunesische Fußball-Verband FTF zur Trennung vom 70 Jahre alten Kasperczak, wie Verbandssprecher Kais Reuez bestätigte. Ein Nachfolger soll bis Ende April gefunden und installiert werden.

Entscheidende Duelle Ende August und Anfang September

Zeit genug bleibt, denn in der WM-Qualifikation 2018 geht es erst Ende August wieder wieder. Nach den beiden Auftaktsiegen gegen Guinea (2:0) und in Libyen (1:0) warten am 28. August und am 2. September die beiden wohl entscheidenden Duelle mit der Demokratischen Republik Kongo, die die beiden ersten Spiele ebenfalls gewinnen konnte und wegen der besseren Tordifferenz die Gruppe A aktuell anführt. Da sich nur der Gruppensieger für die WM 2018 qualifiziert, gilt alle Konzentration schon jetzt diesen beiden Begegnungen, die innerhalb von fünf Tagen zunächst vor eigenem Publikum und dann in der Demokratischen Republik Kongo stattfinden.

Einfach wird die Aufgabe zwar nicht, aber dennoch kann Tunesien den Sprung nach Russland schaffen. Allerdings mangels herausragender Einzelspieler nur dann, wenn es innerhalb der Mannschaft und auch im Umfeld stimmt. Sollte beides zuletzt nicht mehr der Fall gewesen sein, worüber sich freilich nur spekulieren lässt, wäre die Entscheidung für den Trainerwechsel sicherlich die richtige. Denn ohne mannschaftliche Geschlossenheit und die bedingungslose Überzeugung, gemeinsam Großes schaffen zu können, wird für Tunesien spätestens in Russland nach der Vorrunde Schluss sein.

Ziehen aber alle an einem Strang, könnte Tunesien mit dem beim FC Valencia mehr oder weniger ausgemusterten Abwehrchef Aymen Abdennour als prominentestem Spieler aber für eine Überraschung sorgen. Zunächst aber muss die Qualifikation gemeistert werden, wofür in einem ersten Schritt der passende Trainer gefunden werden sollte.

WM 2026 mit 16 europäischen Mannschaften?

Im Januar hat der Rat der FIFA trotz der Kritik vor allem aus Europa beschlossen, dass die Weltmeisterschaft ab dem Jahr 2026 mit 48 anstatt der bisherigen 32 Teilnehmer ausgetragen wid. Fest steht auch schon, dass es dann statt der bislang acht Gruppen mit jeweils vier Teams 16 Vorrundengruppen mit jeweils drei Mannschaften geben wird, aus denen sich die beiden Erstplatzierten für ein Sechzehntelfinale qualifizieren. Danach geht es dann im K.o.-System weiter.

Alle Verbände profitieren

Offen ist bisher noch, wie sich das Teilnehmerfeld an den WM-Endrunden ab 2026 zusammensetzen wird. Der FIFA-Ratsausschuss hat sich in den vergangenen Wochen diesem Thema aber angenommen und nun seinen Vorschlag bezüglich der Aufteilung der Startplätze offiziell vorgestellt. Demnach sollen künftig alle Konföderationen mehr Startplätze erhalten. Am meisten würden Asien und Afrika profitieren. So sind ab 2026 acht feste Teilnehmer aus Asien vorgesehen, nachdem der Verband AFC bisher nur 4,5 Startplätze hatte. Und aus Afrika würden statt der bisherigen fünf Teilnehmer neun Nationen direkt teilnehmen.

Auch der Verband CONCACAF, dem Nord- und Mittelamerika sowie die Karibik angehören, dürften sich über einen stattlichen Zuwachs von 3,5 auf sechs feste Plätze freuen. Vergleichsweise in geringem Umfang würde Südamerika mit sechs anstatt von 4,5 Startplätzen profitieren. Ein weiterer Gewinner wäre Ozeanien, das bisher keinen direkten Teilnehmer stellte und dessen Teams beinahe regelmäßig in den interkontinentalen Play-offs scheiterten. Ob 2026 würde sich ein Team aus Ozeanien aber direkt qualifizieren, was nahezu einer Wild-Card für Neuseeland entsprechen dürfte.

Auch Europa erhielte gemäß dem Vorschlag des FIFA-Ratsausschusses mehr Startplätze. 16 statt der bisherigen 13 Nationen des alten Kontinents wären ab 2026 dabei, womit ein Drittel des Teilnehmerfeldes von der UEFA gestellt würde.

Zwei Startplätze über Play-offs

Übrig bleiben bei dieser Rechnung zwei Startplätze, die die FIFA mittels Play-offs ausspielen möchte. An diesem Play-off-Turnier soll aus allen Konföderationen mit Ausnahme von Europa ein Team teilnehmen. Den sechsten Startplatz erhält eine Nation aus dem Verband des WM-Gastgeberlandes. In puncto Gastgeber ist auch noch interessant, dass dessen Startplatz dem jeweiligen Verband abgezogen wird. Findet die WM 2026 beispielsweise in den USA statt, dürfte der Verband CONCACAF neben der Auswahl der Vereinigten Staaten nur noch fünf weitere Startplätze über die Qualifikation ausspielen. Gibt es mehrere Gastgeber, entscheidet der FIFA-Rat darüber, wie viele Teams automatisch qualifiziert sind. Nicht ausgeschlossen, wenn auch ziemlich unwahrscheinlich ist damit eine WM ohne eine Mannschaft des Gastgebers.

Entschieden werden soll über den Vorschlag des Ausschusses am 9. Mai 2017. Zwei Tage danach startet der 67. FIFA-Kongress in Manama (Bahrain). Das nächste internationale Turnier, die Weltmeisterschaft 2018,  wird von 14. Juni bis 15. Juli in Russland über die Bühen gehen.

Argentinien: Lionel Messi kämpft gegen seine Sperre

Als aktueller Tabellenfünfter in der südamerikanischen WM-Qualifikation müsste Argentinien am Ende in die interkontinentalen Entscheidungsspiele gegen den Ozeanien-Vertreter, der vermutlich Neuseeland heißen wird und durchaus schlagbar sein sollte. Noch hat die Albiceleste, deren Bilanz nach 14 Spieltagen mit 22 Punkten (sechs Siege, vier Remis, vier Niederlagen) nicht wirklich berauschend daherkommt, aber noch nicht einmal diesen fünften Platz sicher. Vielmehr hat Ecuador als Sechster nur zwei Zähler Rückstand und auch Peru sowie Paraguay sind mit 18 Punkten noch im Rennen.

An den verbleibenden vier Spieltagen in Uruguay, gegen Venezuela, gegen Peru und in Ecuador sollte sich Argentinien besser keine Pleite mehr erlauben, nachdem es am 14. Spieltag ein mehr oder weniger peinliches 0:2 beim mit nur zehn Punkten abgeschlagen auf Rang neun liegenden Bolivien gab. Zuvor hatte Argentinien gegen Chile noch mit 1:0 gewonnen, allerdings auch für diesen spielerisch nicht wirklich guten Auftritt reichlich Kritik über sich ergehen lassen müssen.

Letztlich reichte es aber dank eines von Lionel Messi verwandelten Elfmeters zum ebenso knappen wie wichtigen Dreier. Dass Messi in Bolivien fehlte, sehen nicht wenige Experten als einen wesentlichen Grund für die Niederlage an, kann der Superstar doch selbst bei einer noch so schwachen Teamleistung mit einigen wenigen Aktionen dennoch den Unterschied ausmachen. Bei unseren geprüften WM Wettanbietern, könnt ihr auf die nächsten Spiele Argentiniens tippen.

Messi beleidigt den Linienrichter – 3 Spiele Sperre

Allerdings muss Argentinien nach jetzigem Stand noch drei weitere Mal auf Messi verzichten, der laut der Disziplinarkommission der FIFA im Spiel gegen Chile den brasilianischen Schiedsrichter-Assistenten Emerson Augusto do Carvalho beleidigt haben soll und mit vier Spielen Sperre bedacht wurde.

AFA protestiert – Maradona will helfen

Messi, der überdies eine Geldstrafe in Höhe von umgerechnet 9.400 Euro bezahlen muss, will den Vorwurf der Beleidigung indes nicht auf sich sitzen lassen und lässt nichts unversucht, damit die Sperre reduziert oder im Idealfall ganz aufgehoben wird. Wie die spanische Sporttageszeitung “Marca“ berichtet, soll sich Messi bereits vor dem Urteilsspruch per Brief an die FIFA gewandt und darin erklärt haben, dass seine Worte nicht gegen den Schiedsrichter-Assistenten gerichtet, sondern „in die Luft gesprochen“ waren. Ob die FIFA-Disziplinarkommission vor ihrem Urteil Kenntnis von dem Schreiben hatte ist ebenso unbekannt wie weitere Inhalte von Messis Äußerungen.

Ob Messi schon vor dem finalen Spieltag in Ecuador wieder eingreifen darf, ist offen. Noch ist nicht klar, ob der vom argentinischen Verband AFA eingereichte Protest gegen die Sperre Erfolg hat. Vermutlich eher wenig erfolgsversprechend dürfte die Ankündigung von Diego Maradona sein, in der Causa Messi das Gespräch mit FIFA-Präsident Gianni Infantino suchen zu wollen.

Freundschaftsspiele am 22. März 2017

Bevor wir endlich wieder Spiele der Qualifkation für die WM 2018 zu sehen bekommen, gibt es noch einen Spieltag für internationale Testspiele. Am 22. März 2017 gibt es auch Spiele mit europäischen Teams zu sehen, allen voran natürlich das Prestige-Duell zwischen Deutschland und England.

Das DFB Team trifft um 20:45 Uhr im Signal Iduna Park in Dortmund auf die „Three Lions“. Ein alter bekannter wird hier nicht mit dabei sein, Wayne Rooney wurde nicht in den Kader von Trainer Gareth Southgate beordert. Auch bei Deutschland kommt es zu einem wichtigen Ausfall, Manuel Neuer ist verletzungsbedint nicht mit von der Partie. Folgende Matches gibt es am 22. März zu sehen:

  • 12:00 Uhr – Vietnam vs. Taiwan
  • 12:00 Uhr – Jemen vs. Palästina
  • 12:30 Uhr – Kambodscha vs. Indien
  • 12:30 Uhr – Philippinen vs. Malaysia
  • 17:00 Uhr – Zypern vs. Kasachstan
  • 18:00 Uhr – Tschechien vs. Litauen
  • 20:45 Uhr – Deutschland vs. England
  • 20:45 Uhr – Schottland vs. Kanada

Den kompletten Kalender mit allen Testspielen haben wir natürlich auch für euch – klickt einfach auf die Liste mit internationalen Freundschaftsspielen hier oder im Menü.

Das Match der DFB-Elf ist natürlich das Spitzenspiel des Tages. Das letzte Duell der beiden Teams gab es rund vor einem Jahr, hier konnte sich England mit 2:3 durchsetzen. Alle Tore könnt ihr euch hier ansehen:

Das Team von Jogi Löw, welches in der Qualifikation für die WM 2018 in Russland extrem gut unterwegs ist, möchte sich natürlich gerne revanchieren und vor heimischen Publikum einen Sieg holen. Auch wenn das Match nur einen freundschaftlichen Charakter hat, dient es als Vorbereitung auf das nächste Quali-Match gegen Aserbaidschan am 26.3. in Baku. England trifft in Gruppe F auf Litauen,  die Three Lions sind wie der DFB noch ungeschlagen.

WM & Confed Cup: ID-Karten für Fans ein Muss

Es ist nur nur rund ein Vierteljahr, bis vom 17. Juni bis 2. Juli 2017 mit dem Confederations Cup in Russland die Generalprobe für die ein Jahr später stattfindende WM 2018 auf dem Programm steht. Die Vorbereitungen laufen längst auf Hochtouren. Die Infrastruktur ist bereits weit gediehen und alle vier Stadien für den Confed Cup sind bereits fertig oder werden rechtzeitig fertiggestellt.

So auch das neue Krestowskij-Stadion in St. Petersburg, in dem bei beiden Turnieren insgesamt elf Spiele ausgetragen werden sollen. Eigentlich sollte die Arena bereits 2009 fertiggestellt sein, doch wegen eines zwischenzeitlichen Baustopps war vor kurzem noch fraglich, ob es bis zum Confed Cup reichen würde. Nun überzeugte sich eine FIFA-Kommission vom Stand der Arbeiten vor Ort und zeigte sich sehr zufrieden. Es sind zwar noch einige Arbeiten zu erledigen, doch wird alles rechtzeitig bis zum Eröffnungsspiel des Confederations Cup am 17. Juni zwischen Gastgeber Russland und Neuseeland fertig. Hier findest du alle Spielstätten der WM 2018.

Hooligans kündigen Krawalle an

Sorgen macht man sich in der Fußballwelt mit Blick vor allem auf die WM 2018 aber dennoch. Insbesondere hinsichtlich der Sicherheit der anreisenden Fans. Denn erst vor kurzem haben russische Hooligans, die schon im vergangenen Sommer während der EM 2016 negativ aufgefallen sind, im Rahmen einer Dokumentation der BBC Krawalle für die Zeit während der Weltmeisterschaft angekündigt. Wie letzten Sommer in Marseille könnten erneut vor allem englische Fans, die sicherlich zahlreich nach Russland reisen werden, erneut zur Zielscheibe werden.

FIFA-Präsident Gianni Infantino hat diese Drohungen natürlich zur Kenntnis genommen, ist nach eigenen Angaben aber „überhaupt nicht besorgt“, sondern hat volles Vertrauen in die russischen Behörden, auf die objektiv betrachtet sicherlich eine Herkulesaufgabe wartet.

ID-Karten dienen als Visum-Ersatz

Die Behörden stehen aber natürlich in engem Austausch mit der FIFA. Und gemeinsam wurde nun eine Entscheidung getroffen, die den meisten Fans zwar aufgrund der damit verbundenen Umstände nicht gefallen dürfte, die aber die Sicherheit zumindest in den Stadien erhöhen soll. Wie die FIFA mitteilte, werden Besucher sowohl der WM als auch schon des Confed Cups einen speziellen personifizierten Ausweis benötigen, um ins Stadion zu gelangen.

Diese sogenannten ID-Karten sollen ein Foto und die Kontaktdaten des Besitzers enthalten und gleichzeitig auch als Visum-Ersatz für die Einreise nach Russland dienen, womit vielen Fans zumindest diese oft zeitraubende Formalität abgenommen würde.

FIFA-Funktionär Colin Smith sieht darin eine Maßnahme, die ein friedliches Fußballfest gewährleisten soll. Darüber hinaus werden aber sicherlich noch viele weitere Vorkehrungen nötig sein, um den Fans aus aller Herren Ländern ein Höchstmaß an Sicherheit bieten zu können.