WM & EM News

Die EM 2020 ist das nächste Fußball Großereignis, auf das sich die Fans freuen dürfen. Bis zur Endrunde ist es jedoch ein langer Weg, hier findet ihr News und aktuelle Berichte zum Turnier und der Qualifikation. Welche Teams schaffen den Sprung zur Europameisterschaft 2020?

Niederlande: Jean-Paul Boëtius träumt von der Nationalmannschaft

Als der 1. FSV Mainz 05 im Spätsommer 2018 rund 3,5 Millionen Euro an Feyenoord Rotterdam überwiesen hat, um sich die Dienste von Jean-Paul Boëtius zu sichern, war mit diesem Transfer eine gewisse Phantasie verbunden. Ein knappes Jahr später darf man konstatieren, dass den Verantwortlichen der Rheinhessen um Sportchef Rouven Schröder mit der Verpflichtung von Boëtius wieder einmal ein sehr guter Griff gelungen ist.

Der 25-Jährige, der im August noch in der Ehrendivision und in der Europa-League-Qualifikation für Feyenoord aufgelaufen ist, benötigte zwar etwas Anlaufzeit, stand dann aber am siebten Spieltag erstmals in der Startelf von Trainer Sandro Schwarz und ist seitdem weitgehend gesetzt. Von 25 Einsätzen bestritt Boëtius 20 von Anfang an und bringt es bislang auf zwei Tore und sechs Vorlagen.

Zunächst auch noch einige Male auf Linksaußen eingesetzt, hat Boëtius inzwischen seinen Platz im zentralen offensiven Mittelfeld gefunden und in dieser Rolle erst Anfang April seine bislang beste Partie im Mainzer Trikot absolviert. Beim 5:0-Kantersieg gegen den SC Freiburg traf Boëtius einmal selbst, bereitete zwei Tore direkt vor und leitete einen weiteren Treffer mit dem vorletzten Pass ein. Für die UEFA Nations League und die EM 2020 Qualifikation hat er noch keine Rolle gespielt.

Verbleib in Mainz nicht unwahrscheinlich

Obwohl es bei Mainz im Jahr 2019 abgesehen vom Erfolg über Freiburg und einem weiteren Sieg im Februar gegen den FC Schalke 04 (3:0) nicht wirklich rund läuft, konnte Boëtius dennoch auf sich aufmerksam machen. Längst wäre es keine Überraschung mehr, würden nach der Saison andere Vereine mit einem Angebot für den technisch beschlagenen Rechtsfuß vorstellig, wobei man in Mainz angesichts eines bis 2022 laufenden Vertrages am längeren Hebel sitzt und allenfalls bei einer sehr lukrativen Offerte ins Grübeln geraten würde.

Boëtius machte nun aber in “Bild“ deutlich, sich eine Zukunft in Mainz über diese Saison hinaus sehr gut vorstellen zu können: “Ich bin kein Reisender. Ich habe noch drei Jahre Vertrag und fühle mich richtig wohl. Es ist nicht so weit in die Heimat. In Mainz sind die Menschen freundlich und entspannt, meiner Freundin und mir gefällt es hier einfach gut.“

Einziges Länderspiel im Frühjahr 2014

In Mainz dürfte der in Rotterdam geborene Niederländer mit Wurzeln in Surinam, der auch schon für den KRC Genk in Belgien und den FC Basel in der Schweiz aktiv war, die Aussicht auf viel Spielzeit schätzen. Damit verbunden ist natürlich auch die Möglichkeit, sich für ein Comeback in der niederländischen Nationalmannschaft zu empfehlen, die von Boëtius‘ ehemaligem Trainer in Rotterdam, Ronald Koeman, gecoacht wird.

Gegenüber dem “Kicker“ verneinte Boëtius, der sein erstes und bislang einziges Länderspiel im März 2014 in Frankreich (0:2) bestritten hat, zwar aktuell einen Kontakt zu Koeman, ließ in “Bild“ nun aber durchblicken, die Elftal weiter im Hinterkopf zu haben: “Das ist kein Ziel, sondern ein Traum.“

Mit Leistungen wie in den vergangenen Wochen und Monaten könnte dieser Traum durchaus noch einmal wahr werden.

Julian Weigl: Nur über einen Vereinswechsel zurück in die Nationalmannschaft?

Am Samstagabend durfte Julian Weigl erst auf den Platz, als für Borussia Dortmund das Kind bereits in den Brunnen gefallen war. Der 23-Jährige kam beim Stand von 0:4 nach dem Seitenwechsel für den an diesem Tag völlig überforderten Dan-Axel Zagadou, der nicht beim fatalen Ballverlust vor dem zweiten Gegentreffer durch Robert Lewandowski eine schlechte Figur abgegeben hat, und half in der Innenverteidigung zumindest mit, die am Ende mit 0:5 ausgefallene Niederlage des BVB im Bundesliga-Spitzenspiel beim FC Bayern München noch halbwegs im Rahmen zu halten. Genau das könnte nun Auswirkungen auf die EM 2020 haben.

Zufrieden war Weigl, der zwischen 2010 und 2015 beim TSV 1860 München ausgebildet wurde, mit dem 45-minütigen Einsatz an alter Wirkungsstätte aber natürlich nicht. Weigl äußerte sich zwar weder zu seinem Bankplatz zu Spielbeginn noch zu seinem ordentlichen Auftritt, doch ist es ein offenes Geheimnis, dass der fünffache A-Nationalspieler mit seiner Rolle unter Trainer Lucien Favre nicht glücklich ist.

Paris St. Germain weiter interessiert

Bis zum 17. Spieltag, als Favre in Weigl einen exzellenten Not-Innenverteidiger entdeckte, standen für den gelernten Mittelfeldspieler lediglich drei Einsätze in der Bundesliga zu Buche. Kein Wunder, dass im Herbst die Spekulationen über einen Abgang des gebürtigen Oberbayern immer weiter aufflammten, zumal es ein offenes Geheimnis ist, dass Ex-BVB-Coach Thomas Tuchel seinen früheren Musterschüler liebend gerne zu Paris St. Germain lotsen würde.

Sowohl im vergangenen Sommer als auch im Winter schob der BVB einem Abgang Weigls indes einen Riegel vor. Das könnte nach dieser Saison anders aussehen. Paris ist nach wie vor stark interessiert und sucht mit Hochdruck Verstärkung für die Sechser-Position, während Weigls Perspektiven in Dortmund auf seiner Stammposition aufgrund der Konkurrenz durch Axel Witsel, Thomas Delaney oder Mo Dahoud überschaubar sind.

Letztmals im März 2017 in der Nationalmannschaft im Einsatz

Trotz eines bis 2021 laufenden Vertrages ist alles andere als unwahrscheinlich, dass Weigl Dortmund nach vier Jahren den Rücken kehren wird, um wieder regelmäßig auf höchstem Niveau und zugleich auf seiner Lieblingsposition spielen zu können.

Auf diese Weise will sich Weigl natürlich auch für eine Comeback in der Nationalmannschaft empfehlen, für das angesichts seines nach wie vor jungen Alters noch alle Optionen bestehen. Mittlerweile sind allerdings über zwei Jahre vergangen, seitdem Weigl im März 2017 beim 1:0-Sieg über England just in Dortmund letztmals mit dem Bundesadler auf der Brust auflaufen durfte. Danach fehlte der EM-Teilnehmer von 2016 (kein Einsatz) durchweg im Kader von Bundestrainer Joachim Löw, der sich im zentralen Mittelfeld zuletzt anderweitig orientiert hat. Ein formstarker Weigl mit regelmäßiger Spielpraxis muss sich vor der Konkurrenz aber sicherlich nicht verstecken und könnte auch in der laufenden Qualifikation für die EM 2020 noch ein Thema werden – vorausgesetzt, in der kommenden Saison läuft es deutlich besser.

Albanien trennt sich von Christian Panucci – Mit Interimsduo gegen Andorra

Nach dem ersten Spieltag der Qualifikation für die Europameisterschaft 2020 gibt es bereits eine erste Trainerentlassung. Kurz nach der 0:2-Heimniederlage am Freitagabend gegen die Türkei teilte der EM-Teilnehmer von 2016 die Trennung von Christian Panucci mit. Grund dafür war laut dem albanischen Verband FSHF nicht nur die Niederlage gegen die Türkei, sondern vor allem die Fortsetzung eines Negativtrends im vergangenen Jahr, der mit dem Abstieg aus der Division C der UEFA Nations League einen vorläufigen Tiefpunkt erreicht hatte.

Panucci hatte die albanische Mannschaft im Juli 2017 von seinem erfolgreichen Landsmann Gianni de Biasi übernommen, allerdings nur vier von 15 Spielen gewonnen bei zwei Unentschieden und inklusive dem 0:2 gegen die Türkei neun Niederlagen. Der italienische Ex-Profi, der 57 Mal für die Squadra Azzura aufgelaufen ist, hatte vor seinem Engagement in Albanien als Co-Trainer der russischen Nationalmannschaft sowie als Chefcoach in seiner Heimat bei AS Livorno und Ternana Calcio fungiert.

Drei richtungsweisende Spiele bis Juni

Wer die Nachfolge Panuccis als Nationaltrainer Albaniens antreten wird, ist noch offen. Am zweiten Spieltag der EM 2020 Qualifikation am Montagabend in Andorra wird die Mannschaft um Kapitän Elsaid Hysaj (SSC Neapel) interimsweise vom bisherigen Assistenztrainer Ervin Bulku sowie dem erfahrenen, zuletzt aber nur noch im Nachwuchsbereich tätigen Sulejman Mema betreut. Als Dauerlösung kommt das Duo aber sehr wahrscheinlich nicht in Frage.

Nach dem Spiel in Andorra hat der Verband indes einige Wochen Zeit, um die Nachfolge zu regeln, geht es doch erst am 8. Juni mit dem Auswärtsspiel in Island weiter. Drei Tage danach erwartet Albanien am 11. Juni Moldawien. Nach dem Fehlstart gegen die Türkei, die zusammen mit Island als größter Rivale um den zweiten Platz hinter Top-Favorit Frankreich gesehen wird, stehen die Adler in diesen beiden Spielen sowie auch schon in Andorra unter Druck. Gelingen keine drei Siege, wird es bereits schwierig, die zweite EM-Teilnahme in der Geschichte des Verbandes noch zu realisieren, können doch in den beiden Spielen gegen Frankreich sowie im Rückspiel in der Türkei nicht unbedingte jeweils drei Punkte eingeplant werden.

Personelle Änderungen bereits gegen Andorra denkbar

Abzuwarten bleibt, inwieweit die beiden Interimstrainer die Mannschaft im Vergleich zur Pleite gegen die Türkei verändern. Durchaus vorstellbar, dass es zu mehreren Umstellungen kommt. Insbesondere in der Offensive, die sich gegen die türkische Defensive nur wenig in Szene setzen konnte, ist frisches Personal denkbar. Armando Sadiku oder Eros Grezda wären zwei Kandidaten, die für Schwung sorgen könnten.

Österreich: Ohne David Alaba nach Israel

Die österreichische Nationalmannschaft hat den Start in die Qualifikation für die Europameisterschaft 2020 verpatzt. Im Duell der Gruppenfavoriten unterlag die Auswahl des ÖFB am Donnerstagabend Polen im Wiener Ernst-Happel-Stadion durch ein Tor von Krzysztof Piatek mit 0:1. Am zweiten Spieltag der Gruppe G steht Österreich nun schon unter Druck, wenn es am Sonntag (18 Uhr) in Haifa gegen Israel geht. Dass dort seit 1. August 2018 der 103-fache österreichische Nationalspieler Andreas Herzog, der sich schon mehrfach vergeblich Hoffnungen auf das Amt des ÖFB-Teamchefs machte, als Trainer fungiert, verleiht dieser Paarung zusätzliche Brisanz.

Verzichten muss Österreich in Israel auf David Alaba. Der Profi des FC Bayern München, der schon in den vergangenen Wochen immer wieder über Oberschenkelprobleme klagte und im Verein mehrfach geschont wurde, trat die Reise nach Israel nicht mit an, wie der österreichische Verband am Freitag mitteilte. Alaba, der gegen Polen noch die vollen 90 Minuten auf der linken Außenbahn absolviert hatte, stehe “wegen anhaltender muskulärer Probleme“ nicht zur Verfügung.

Entscheidung um Mitternacht

Wie Trainer Franco Foda vor der Abreise nach Israel verriet, war schon in der Pause der Partie gegen Polen fraglich, ob Alaba würde weitermachen können: „David hatte schon in der Halbzeit Probleme mit der Muskulatur. Er hat dann durchgespielt“, so Foda, der an der Entscheidung, in Israel auf Alaba zu verzichten, beteiligt war: “Wir haben uns dann um Mitternacht noch mit den Ärzten und Physiotherapeuten zusammengesetzt und beschlossen, dass er – auch nach seinen Aussagen – am Sonntag nicht in der Lage ist zu spielen.“

Zugleich machte Foda keinen Hehl daraus, dass der Ausfall des Leistungsträgers “sehr schmerzhaft“ sei. Allerdings betonte Foda auch, die Aufgabe in Israel auch ohne Alaba mit voller Entschlossenheit in Angriff nehmen zu wollen: „David hat ein sehr gutes Spiel gegen Polen gezeigt, ist ein Führungsspieler und wichtiger Bestandteil der Mannschaft. Aber er fällt aus und ich beschäftige mich nur mit den Spielern, die ich an Bord habe.“

Andreas Ulmer als möglicher Ersatz

Möglicherweise rückt nun Salzburgs Andreas Ulmer für Alaba auf die linke Außenbahn. Als Option gilt es aber auch, statt einer Dreier- eine Viererkette aufzubieten. Bei dieser Variante würde Maximilian Wöber, gegen Polen linkes Glied einer Dreierkette, als linker Außenverteidiger agieren. In einem 4-2-3-1 würde dann ein Platz im offensiven Mittelfeld frei, für den auf dem linken Flügel etwa Florian Kainz oder Karim Onisiwo in Frage kämen.

Der Ausfall von Alaba erweitert unterdessen das ohnehin stattliche Lazarett des ÖFB. So fallen in Israel auch die Angreifer Michael Gregoritsch (grippaler Infekt) und Guido Burgstaller (Zahn-OP), Mittelfeldallrounder Alessandro Schöpf (Knieverletzung) sowie die Youngsters Philipp Lienhart (Gehirnerschütterung) und Hannes Wolf (Sprunggelenksverletzung) weiterhin aus. Nichtsdestotrotz sollte sich Österreich nach der Heimpleite gegen Polen keine weitere Niederlage erlauben, um nicht schon frühzeitig komplett mit dem Rücken zur Wand zu stehen. Weitere interessante Infos:

Frankreich startet mit 23-Mann-Kader in die EM-Qualifikation – Kingsley Coman zurück

Auch für den Gewinner der WM 2018 in Russland, Frankreich, wird es wieder ernst. Die Equipe Tricolore startet am 25. März mit einem Heimspiel gegen Island in die Qualifikation für die EM 2020. Zur Vorbereitung auf die Neuauflage des EM-Viertelfinales von 2016 (5:2 für Frankreich) bestreitet die Mannschaft von Trainer Didier Deschamps drei Tage zuvor ein Testspiel in Moldawien. Für die beiden Begegnungen hat Deschamps nun einen 23 Akteure umfassenden Kader benannt.

https://twitter.com/equipedefrance/status/1106179505784266752

Dembele fällt verletzt aus

Mit Kingsley Coman, Samuel Umtiti, Paul Pogba und Anthony Martial kehren vier Spieler in den Kreis der Nationalmannschaft zurück, die im Herbst verletzungsbedingt den Abschluss der Nations League verpasst hatten. Für Coman ist es sogar das Comeback nach 16 Monaten Abwesenheit. Der 22 Jahre alte Flügelspieler ist gerade erst beim Achtelfinal-Aus des FC Bayern München in der Champions League gegen den FC Liverpool nach einer Muskelverletzung zurückgekehrt und hat direkt wieder angedeutet, in großen Spielen den Unterschied ausmachen zu können. Bei der Nationalmannschaft ist der schnelle Flügelspieler aber zunächst wohl nur als Ersatz eingeplant.

Durch den Ausfall von Ousmane Dembele, der beim 5:1-Sieg des FC Barcelona gegen Olympique Lyon nach seiner Einwechslung den Schlusspunkt setzte, sich in dieser Partie aber auch einen Riss des Bizepsmuskels im linken Oberschenkel zuzog, sind Comans Chancen auf Einsätze in Moldawien und gegen Island aber durchaus intakt.

Tolisso, Lucas Hernandez und Mendy in der Reha

Neben Dembele fällt auch Corentin Tolisso, der nach einem im September erlittenen Kreuzbandriss aber zeitnah ins Mannschaftstraining des FC Bayern München einsteigen soll, noch aus. Lucas Hernandez, der an einer Knieverletzung laboriert, soll unterdessen in gewohnter Umgebung bei Atletico Madrid an seinem Comeback arbeiten. Selbiges gilt für Benjamin Mendy, der seit einer im Herbst erlittenen Knieverletzung samt anschließender Operation nur im Ligapokal zu einem Kurzeinsatz gekommen ist.

Auf Adrien Rabiot, der bei Paris St. Germain aufgrund der geplatzten Vertragsgespräche keine Rolle mehr spielt, verzichtete Deschamps unterdessen aus freien Stücken.

Der französische Kader im Detail:

Torhüter: Alphonse Areola (Paris St. Germain), Hugo Lloris (Tottenham Hotspur), Steve Mandanda (Olympique Marseille)

Abwehr: Lucas Digne (FC Everton), Presnel Kimpembe (Paris St. Germain), Layvin Kurzawa (Paris St. Germain), Benjamin Pavard (VfB Stuttgart), Djibril Sidibé (AS Monaco), Raphael Varane (Real Madrid), Samuel Umtiti (FC Barcelona), Kurt Zouma (FC Everton)

Mittelfeld: N’Golo Kanté (FC Chelsea), Blaise Matuidi (Juventus Turin), Tanguy Ndombelé (Olympique Lyon), Paul Pogba (Manchester United), Moussa Sissoko (Tottenham Hotspur)

Sturm: Kingsley Coman (FC Bayern München), Nabil Fekir (Olympique Lyon), Olivier Giroud (FC Chelsea), Antoine Griezmann (Atletico Madrid), Anthony Martial (Manchester United), Kylian Mbappé (Paris St. Germain), Florian Thauvin (Olympique Marseille)

Österreich will unbedingt zur EM 2020 – Foda nominiert Kader

Am 21. März startet die österreichische Nationalmannschaft gleich mit dem Heimspiel gegen den vermutlich stärksten Gruppengegner Polen in die Qualifikation für die Europameisterschaft 2020. Drei Tage später ist die Auswahl des ÖFB dann in Israel gefordert, wo in Haifa einer der mutmaßlichen Konkurrenten um den zweiten Platz wartet.

Dass Österreich in Gruppe G, der außerdem noch Mazedonien, Lettland und Slowenien angehören, am Ende mindestens Zweiter werden will, unterstrich Verbandspräsident Leo Windtner im Rahmen der Bekanntgabe des ersten Kaders im neuen Jahr: „Am 30. November werden die Gruppen für die EURO 2020 ausgelost, da wollen wir dabei sein. Die Gruppe ist schwer, das wissen wir. Polen ist der Favorit, aber auch die Underdogs dürfen wir nicht unterschätzen“, warnte Windtner indes auch davor, die bevorstehenden Aufgaben zu unterschätzen.

Trainer Franco Foda berief für die Spiele gegen Polen und in Israel einen 24 Mann umfassenden Kader sowie 17 weitere Spieler auf Abruf. Eine Nachnominierung ist etwa dann möglich, sollte der zuletzt angeschlagene Valentino Lazaro wider Erwarten nicht fit werden oder Routinier Sebastian Prödl nach langer Zwangspause in Folge einer Muskelverletzung doch noch nicht bei 100 Prozent sein.

Aufgebot ohne Barnes und Schöpf, aber mit starkem deutschen Einfluss

Nicht dabei sind der verletzte Alessandro Schöpf und Ashley Barnes, dessen Einbürgerung vom österreichischen Innenministerium in letzter Konsequenz nach juristischen Prüfungen abgelehnt wurde. Der Angreifer des FC Burnley, der einst ein Junioren-Länderspiel für Österreich bestritten hat, kann der ÖFB-Elf also trotz einer aus der Alpenrepublik stammenden Großmutter nicht zu mehr Torgefahr verhelfen.

Nur auf Abruf nominiert ist unterdessen Louis Schaub, der nach einem Knochenödem in den vergangenen Wochen beim 1. FC Köln zunächst über Kurzeinsätze herangeführt wurde und während der Länderspielpause an seiner Fitness arbeiten soll.

Erstmals dabei ist unterdessen Stefan Posch, der sich bei der TSG 1899 Hoffenheim zunehmend in den Vordergrund gespielt hat und von Coach Foda auch wegen seiner Flexibilität im Defensivbereich geschätzt wird. Posch ist neben Torwart Cican Stankovic, Konrad Laimer und Hannes Wolf einer von vier Spielern ohne Länderspielerfahrung.

Unverkennbar ist derweil der Einfluss der deutschen Bundesliga. Gleich 14 der 24 nominierten Profis steht in Deutschland unter Vertrag. Prödl, Lindner und Arnautovic waren in der Vergangenheit für deutsche Klubs aktiv, während Youngster Wolf im Sommer nach Leipzig wechselt. Dort ist darüber hinaus auch Xaver Schlager im Gespräch.

Der österreichische Kader im Überblick:

Tor: Heinz Lindner (Grasshopper Club Zürich), Cican Stankovic (Red Bull Salzburg), Richard Strebinger (Rapid Wien)

Abwehr: David Alaba (FC Bayern München), Aleksandar Dragovic (Bayer Leverkusen), Martin Hinteregger (Eintracht Frankfurt), Stefan Lainer (Red Bull Salzburg), Philipp Lienhart (SC Freiburg), Stefan Posch (TSG 1899 Hoffenheim), Sebastian Prödl (FC Watford), Andreas Ulmer (Red Bull Salzburg)

Mittelfeld: Julian Baumgartlinger (Bayer Leverkusen), Florian Grillitsch (TSG 1899 Hoffenheim), Stefan Ilsanker (RB Leipzig), Florian Kainz (1. FC Köln), Konrad Laimer (RB Leipzig), Valentino Lazaro (Hertha BSC), Marcel Sabitzer (RB Leipzig), Xaver Schlager (Red Bull Salzburg), Hannes Wolf (Red Bull Salzburg), Peter Zulj (RSC Anderlecht)

Angriff: Marko Arnautovic (West Ham United), Guido Burgstaller (FC Schalke 04), Michael Gregoritsch (FC Augsburg)

Brasilien: Dani Alves kehrt zurück in die Nationalelf

Für die brasilianische Nationalmannschaft beginnt das Jahr 2019, das im Sommer (14. Juni bis 7. Juli) mit dem Gewinn der Copa America im eigenen Land gekrönt werden soll, Ende März mit zwei Testspielen. Zunächst trifft die Selecao am 23. März im Estadio do Dragão in Porto auf Panama und dann drei Tage später in Prag auf die Auswahl Tschechiens.

Trainer Tite hat nun seinen Kader für die ersten beiden Begegnungen des Jahres benannt und dabei vor allem mit zwei Personalien für Aufsehen gesorgt. Während Superstar Neymar aufgrund seiner im Januar wieder aufgebrochenen Mittelfußverletzung ausfällt, kehrt dessen Teamkollege bei Paris St. Germain, Dani Alves, nach über einem Jahr in die Selecao zurück. Der mittlerweile 35 Jahre Alves steht nun vor seinem 108. Länderspiel und ist damit der erfahrenste Akteur im aktuellen Kader.

Die WM 2018 hat er aufgrund eines Kreuzbandrisses verpasst. In diesem gibt es mit Felipe Anderson, der nach seinem Wechsel von Lazio Rom zu West Ham United inzwischen in der Premier League herausragt, einen weiteren Rückkehrer, allerdings mit weitaus weniger Erfahrung. Der 25-jährige Offensivmann bestritt sein erstes und zugleich einziges Länderspiel im Sommer 2015 gegen Mexiko. Über dreieinhalb Jahre später könnte nun die zweite Begegnung in nationalen Diensten hinzukommen.

Vinicius Junior als Versprechen für die Zukunft

Vor seinem Debüt steht unterdessen Vinicius Junior, der sich nach etwas Anlaufzeit mittlerweile Stammspieler bei Real Madrid nennen darf und als großes Versprechen für die Zukunft gilt. So lobte etwa Jordi Alba vom FC Barcelona den erst 18 Jahre alten Angreifer nach dem jüngsten Aufeinandertreffen in der Copa del Rey in der spanischen “As“ auf bemerkenswerte Art und Weise:
„Vinicius ist ein großartiger Spieler. Er gibt Real schon jetzt so viel, obwohl er noch so jung ist. Er kreiert Chancen und zählt in fast jedem Spiel zu den Besten. Das ist nicht einfach.“
Vinicius Junior, der in 29 Junioren-Länderspielen im Brasilien Trikot 23 Tore erzielt hat, wäre der erste Spieler des Jahrgangs 2000, der das Trikot der Selecao tragen darf. Über kurz oder lang wird erwartet, dass sich der Youngster, der bei Real Madrid Gareth Bale aus der Stammelf verdrängt hat, auch in der Nationalmannschaft etablieren wird. Dass der ansonsten links offensiv gesetzte Neymar fehlt, dürfte die Chancen von Vinicius Junior auf Einsätze gegen Panama und Tschechien auf seiner Lieblingsposition erhöhen.

Torhüter: Alisson (FC Liverpool), Ederson (Manchester City), Weverton (Palmeiras Sao Paulo)
Verteidigung: Dani Alves (Paris St. Germain), Danilo (Manchester City), Filipe Luis (Atletico Madrid), Alex Sandro (Juventus Turin), Eder Militao (FC Porto), Miranda (Inter Mailand), Thiago Silva (Paris St. Germain)
Mittelfeld: Casemiro (Real Madrid), Arthur (FC Barcelona), Fabinho (FC Liverpool), Allan (SSC Neapel), Coutinho (FC Barcelona), Felipe Anderson (West Ham United), Lucas Paqueta (AC Mailand), Everton (Gremio Porto Alegre)
Angriff: Roberto Firmino (FC Liverpool), Vinicius Junior (Real Madrid), Gabriel Jesus (Manchester City), Richarlison (FC Everton)

Matthias Ginter stellt in der Nationalmannschaft keine Ansprüche

In fünf der sechs Länderspiele im Herbst 2018 stand der bei verkorksten WM 2018 nicht eingesetzte Matthias Ginter in der Startelf der deutschen Nationalmannschaft. Nicht zufällig, hat sich der Abwehrspieler doch nach seinem Wechsel von Borussia Dortmund zu Borussia Mönchengladbach im Sommer 2017 zu einem Führungsspieler bei einem Top-Klub der Bundesliga entwickelt. Der 25-Jährige hat überdies noch viele Jahre vor sich, während sich Konkurrenten wie Jerome Boateng oder Mats Hummels schon eher im Herbst ihrer Karriere befinden.

Daran, dass Borussia Mönchengladbach auf die Rückkehr in die Champions League hoffen darf, hat Ginter definitiv seinen Anteil. Nach einer Ende November erlittenen schweren Gesichtsverletzung war der gebürtige Freiburger zwar vor Weihnachten wochenlang außer Gefecht gesetzt, doch inzwischen ist Ginter zurück und gewillt, der Mannschaft aus einem kleinen Formtief zu verhelfen. Bei den jüngsten drei sieglosen Partien mit nur einem Punkt war Ginter stets einer der besseren Gladbacher. “Ich glaube, dass ich mit meinen Leistungen auch im Jahr 2019 sehr zufrieden sein kann. Mir ist wichtig, dass ich eine ständige Entwicklung bei mir erkenne“, analysierte der bei der Borussia in der Innenverteidigung gesetzte Defensivmann die jüngsten Begegnungen aus persönlicher Sicht im “Kicker“ durchaus nachvollziehbar.

Ginter stellt keine Ansprüche

Klar dürfte sein, dass Ginter dem Kader von Bundestrainer Joachim Löw für die Länderspiele Ende März auf freundschaftlicher Ebene gegen Serbien (20. März) und zum Auftakt der EM-Qualifikation 2020 in den Niederlanden (24. März) angehören wird. Davon, Forderungen zu stellen, ist der Gladbacher indes weit entfernt: “Ich bin kein Mensch, der Ansprüche stellt, ich betrachte mich immer als Teil der Mannschaft. Aber natürlich: Die Führungsrolle in Gladbach hat auch Auswirkungen auf die Nationalmannschaft. Und ich bin sehr dankbar für das Vertrauen des Bundestrainers. Dieses Vertrauen möchte ich mit Leistung zurückzahlen und dazu beitragen, dass Deutschland wieder unter die Top-Nationen zurückkehrt.“

Nicht von Bedeutung ist es für Ginter überdies, ob ihn der Bundestrainer als Innenverteidiger, wie auch schon häufiger als rechter Verteidiger einer Viererkette oder als Teil einer Dreierkette nominiert: “Ich bin flexibel, was die Position angeht.“

Große Konkurrenz im Defensivbereich

Mit den Routiniers Hummels und Boateng sowie Niklas Süle, Antonio Rüdiger, Thilo Kehrer oder Jonathan Tah ist die Konkurrenz im Abwehrzentrum allerdings nicht gerade gering. Und die meisten Konkurrenten können sich anders als Ginter regelmäßig auch auf internationaler Bühne präsentieren.

Nichtsdestotrotz ist es für Ginter in Sachen Zukunftsplanung nicht entscheidend, ob Gladbach kommende Saison in der Königsklasse dabei ist. “Meine sportliche und persönliche Zufriedenheit hängt nicht alleine von einer Teilnahme an der Champions League ab. Klar will jeder international, und auch da auf höchstem Niveau, spielen. Doch es gibt viele andere Faktoren, die für mich eine Rolle spielen, ob ich mich irgendwo wohlfühle“, so Ginter, der keinen Zweifel daran lässt, dass letzteres in Mönchengladbach der Fall ist und sich deshalb auch keine Gedanken über das kolportierte Interesse von Klubs wie dem FC Arsenal oder Tottenham Hotspur machen will.

Reus bei EM-Quali dabei?

Dass die vergangenen Wochen für Borussia Dortmund nicht den erhofften Lauf genommen haben, führen viele Beobachter auf das Fehlen von Marco Reus zurück. Der Kapitän erzielte im Achtelfinale des DFB-Pokals gegen den SV Werder Bremen kurz vor der Pause per sehenswertem Freistoß noch den 1:1-Ausgleich, musste dann aber mit einer Muskelverletzung in der Kabine bleiben und konnte das Aus nach Elfmeterschießen ebenso nur als Zuschauer verfolgen die die 0:3-Hinspielpleite im Achtelfinale der Champions League bei Tottenham Hotspur und die Punktverluste in der Bundesliga gegen die TSG 1899 Hoffenheim (3:3) und beim 1. FC Nürnberg (0:0).

Und nun erfüllte sich auch die Hoffnung des BVB, im Top-Spiel gegen Bayer Leverkusen wieder auf Reus bauen zu können, nicht. Der 29-Jährige, der mit 17 Toren und zehn Vorlagen in 27 Pflichtspielen eine überragende Saison spielt, ist nach wie vor nicht voll belastbar. Wie lange Reus für sein Comeback noch benötigt, lässt sich derzeit schwer prognostizieren, zumal sich sich der BVB nur sehr zurückhaltend zum Gesundheitszustand des Offensivmannes äußert.

Länderspiel-Auftakt in drei Wochen

Mit Interesse und durchaus auch mit Sorge dürfte man derweil auch beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) verfolgen, wie es mit Reus weitergeht. Schließlich stehen in nicht mehr allzu ferner Zukunft die ersten Länderspiele im Jahr 2019 auf dem Programm. Und ob Reus am 20. März im Testspiel in Wolfsburg gegen Serbien bei 100 Prozent sein wird, ist im Moment zumindest fraglich. Diese Begegnung dürfte Bundestrainer Joachim Löw auch als Testlauf für den Start in die Qualifikation für die Europameisterschaft 2020 sehen, die direkt mit der schwierigsten Aufgabe in den Niederlanden beginnt.

Der bislang fraglos unglücklichen Länderspiel-Karriere von Reus (bisher 37 Spiele im Deutschland Trikot) droht also ein weiteres Kapitel, wenn auch nur ein kurzes. Allerdings ist nicht unwahrscheinlich, dass Bundestrainer Löw schon Ende März weiter an einer funktionierenden Stammelf feilen wird, die sich freilich bereits im Herbst zumindest teilweise herauskristallisiert hat.

Große Konkurrenz im Offensivbereich

Dass der im Herbst mit Knieproblemen angeschlagene Reus in den letzten drei Länderspielen im Jahr 2018, als Löw den zuvor nur langsam vorangetriebenen Umbruch deutlich beschleunigt hat, lediglich beim 2:2 gegen die Niederlande zu einem 27-minütigen Kurzeinsatz kam, war im Kampf um die Plätze bereits ein Handicap. Auch, weil die neu installierte Dreier-Offensive mit Serge Gnabry, Timo Werner und Leroy Sane hervorragend funktioniert hat. Und weil sich Kai Havertz als Kandidat für die Zehner-Position, die für Reus auch im DFB-Team prädestiniert wäre, empfehlen konnte.

Es wäre also nicht nur für den BVB, sondern auch für Reus selbst enorm wichtig, möglichst bald auf den Platz zurückzukehren – idealerweise bereits am Freitagabend beim FC Augsburg. Deutschland gehört übrigens trotz der verkorksten WM 2018 in Russland natürlich auch zu den EM 2020 Quali Favoriten.

Paraguay: Juan Carlos Osorio folgt auf Eduardo Berizzo

Nach nur einem Spiel unter Juan Carlos Osorio hat die Nationalmannschaft Paraguays bereits wieder einen neuen Trainer. Nachdem Osorio überraschend seinen Rücktritt erklärt hatte, hab der paraguayische Fußballverband AFB die Verpflichtung von Eduardo Berizzo als Nachfolger bekannt, der Ende März bei den Freundschaftsspielen gegen Peru (23. März) und Mexiko (26. März) erstmals auf der Bank Platz nehmen wird.

Osorio, der noch bei der WM 2018 mit der mexikanischen Auswahl ins Achtelfinale eingezogen war und erst im September sein Amt angetreten hatte, nannte für seinen unerwartet Rückzug familiäre Gründe. Der 57 Jahre alte Kolumbianer stand somit lediglich im Testspiel im November in Südafrika, das 1:1 endete, in der Verantwortung und wird als Kurzzeittrainer in die Geschichte des paraguayischen Fußballs eingehen.

Berizzo zuletzt zweimal nach kurzer Zeit entlassen

Für Berizzo bietet der Nationaltrainerposten in Paraguay nun die Chance, seine zwei jüngsten, wenig erfolgreichen Stationen vergessen zu lassen. Nach drei überwiegend erfolgreichen Jahren bei Celta de Vigo war der Argentinier im Sommer 2017 zum FC Sevilla gewechselt, um die Nachfolge seines Landsmannes Jorge Sampaoli anzutreten. Die Zeit Berizzos in Sevilla stand allerdings unter einem alles andere als guten Stern. Kurz vor Weihnachten 2017 musste Berizzo bereits wieder seinen Hut nehmen und das wenige Wochen nach Bekanntwerden einer Prostatakrebs-Erkrankung, die ihn allerdings nur kurze Zeit von seiner Arbeit abhielt. Doch kurz nach seiner Rückkehr auf die Trainerbank musste Berizzo trotz des Einzugs ins Achtelfinale der Champions League mangels sportlichem Erfolg auf nationaler Ebene gehen.

Anschließend war der 49 Jahre alte Fußball-Lehrer ein halbes Jahr ohne Job, ehe ihn im Sommer 2018 der Ruf von Athletic Bilbao ereilte. Aber auch beim baskischen Traditionsklub erlebte Berizzo das Weihnachtsfest nicht mehr im Amt. Nach nur einem Sieg aus 14 Spielen und in Abstiegsgefahr schwebend zog Bilbao die Reißleine und trennte sich von Berizzo, der aber nun nicht lange arbeitslos war.

Copa America und WM-Qualifikation als große Ziele

Die Spiele Ende März gegen Peru und Mexiko bedeuten für Paraguay und Berizzo den Start in ein Jahr, in dem die Copa America 2019 in Brasilien im Vordergrund steht. Bei der südamerikanischen Kontinentalmeisterschaft bekommt es Paraguay bereits in der Vorrunde mit zwei dicken Brocken zu tun. Neben dem als Gastnation teilnehmenden Asienmeister Katar sind Kolumbien und Berizzos Heimatland Argentinien die Gegner.

Noch wichtiger als die Copa America ist für Paraguay, das bei den Weltmeisterschaften 2014 und 2018 fehlte, die Qualifikation für die WM 2022 in Katar. Die Südamerika-Qualifikation startet im März 2020. Dabei spielen wie gehabt alle zehn Teams an 18 Spieltagen in Hin- und Rückspiel zweimal gegeneinander.