WM 2018 News

Die Fußball Weltmeisterschaft, die im Sommer 2018 in Russland ausgetragen wird, ist nach der EM 2016 das nächste große internationale Fußballturnier. Bei uns bekommt ihr alle News zur Endrunde sowie zur Qualifikation. Wir informieren euch über die Teams, Spieler und Trainer und erzählen euch wirklich alles, was ihr wissen müsst. Weiters könnt ihr alles über das Austragungsland in Erfahrung bringen. Unsere WM 2018 News liefern euch alle wichtigen Infos!

WM 2018: Timo Horn hofft auf einen Platz im deutschen Kader

Deutschland FlaggeIn Abwesenheit des verletzten Manuel Neuer, der nach einer intensiven Saison aber ohnehin die Beine hätte hochlegen dürften, hat sich Marc-Andre ter Stegen beim Confederations Cup zur Nummer zwei in der deutschen Nationalmannschaft aufgeschwungen. Der Schlussmann des FC Barcelona agierte zwar nicht fehlerfrei, erwies sich aber dennoch als Rückhalt und überzeugte vor allem mit seinem Passspiel, das ihn bei Ballbesitz zum elften Feldspieler macht. Auch bei seinem Verein scheint Ter Stegen für die neue Saison gesetzt zu sein.

Ter Stegen wird zur Nummer zwei

Nachdem vor Turnierbeginn die Reihenfolge hinter Neuer noch völlig offen war, hat ter Stegen mit Bernd Leno und Kevin Trapp zwei Konkurrenten abgehängt. Trapp machte seine Sache im Testspiel Anfang Juni in Dänemark (1:1) zwar ordentlich, erhielt aber keine weitere Bewährungschance mehr. Leno durfte derweil zum Auftakt des Confed Cups gegen Australien ran (3:2), erwischte aber einen gebrauchten Tag und war an beiden Gegentreffern maßgeblich beteiligt.

Als im Anschluss an das 1:1 gegen Chile im zweiten Gruppenspiel, bei dem ter Stegen im Tor stand, im finalen Vorrundenmatch wieder mit Trapp gerechnet wurde, sorgte Bundestrainer Joachim Löw für klare Verhältnisse, indem er ter Stegen für den Rest des Confed Cups zur Nummer eins ernannten. Diese Entscheidung dürfte gleichbedeutend damit sein, dass der ehemalige Gladbacher nun in der Hierarchie hinter Neuer kommt und im Kader für die WM 2018 letztlich nur noch ein Platz zu vergeben ist.

Zieler mit neuem Verein

Ron-Robert Zieler, der bei der WM 2014 hinter Neuer und Roman Weidenfeller als Nummer drei am Titelgewinn beteiligt war und von den Verantwortlichen für sein trotz der kaum vorhandenen Aussicht auf Einsätze hervorragendes Verhalten während der Zeit in Brasilien gelobt wurde, hat mit seinem Wechsel zum VfB Stuttgart ein Ausrufezeichen gesetzt. Zwar konnte Zieler seine Karten mit awinwm Vereinswechsel wieder verbessern, doch Leno und Trapp sind auf jeden Fall zwei Keeper, die die Nase vor dem ehemaligen Hannoveraner haben. Und es gibt in der Bundesliga noch einige weitere Kandidaten, die aufgrund ihrer sehr guten Leistungen im Verein einen Platz im WM-Kader verdient hätten.

Horn meldet Ansprüche an

Das gilt vor allem für Timo Horn, der wesentlichen Anteil daran hatte, dass der 1. FC Köln Fünfter wurde und damit nach 25 Jahren wieder auf die internationale Bühne zurückgekehrt ist. Horn, der bei den Olympischen Spielen 2016 im deutschen Tor stand und vollends überzeugen konnte, meldete nun gegenüber der “dpa“ durchaus Ansprüche an: “Ich glaube, ter Stegen hat sich erstmal als Nummer zwei festgespielt. Aber der Kampf hinter Neuer ist ausgeglichen, da sehe ich mich nicht chancenlos und muss mich nicht verstecken.“

Dass seitens Torwarttrainer Andreas Köpke in den letzten Jahren in puncto Horn öfter die fehlende internationale Erfahrung angeführt wurde, ist nun überholt. Und Horn will nun auch in der Europa League seine Klasse zeigen und sich im Hinblick auf die Nationalmannschaft noch weiter in den Fokus bringen: “Nun habe ich die Gelegenheit, international zu spielen. Die will ich nutzen, um mich zu empfehlen und Druck zu machen.“

Bleibt abzuwarten, ob man beim DFB noch einen weiteren Keeper ins Rennen um die Plätze für die Fussball Endrunde 2018 aufnimmt oder es beim bekannten Kreis bleibt. Dass Horn längst eine Nominierung verdient hätte, steht indes außer Frage.

EM 2024 in Deutschland? 14 Bewerber für zehn Spielorte

18 Jahre nach der WM 2006, die als Sommermärchen nicht nur in die Fußball-Geschichtsbücher eingegangen ist, könnte wieder ein großes Turnier in Deutschland stattfinden. Für die Ausrichtung der EM 2024 gibt es nach jetzigem Stand mit der Türkei und eben Deutschland nur zwei Bewerber und es sieht momentan nicht danach aus, als kämen bis zum Ende der Bewerbungsfrist bei der UEFA am 27. April 2018 weitere Kandidaten hinzu.

Im Vergleich mit der Türkei hat Deutschland dann schon alleine wegen der politisch instabilen Lage am Bosporus alle Trümpfe in der Hand und es wäre derzeit überraschend, würde die EM 2024 nicht in der Bundesrepublik stattfinden, die 1988 bereits Gastgeber der Europameisterschaft war. Bei einer Heim Euro wäre Deutschland bei den Buchmachern auf jeden Fall der große Favorit.

Entscheidung bis 15. September

Im Rahmen des Bewerbungsverfahren wartet auf den Deutschen Fußball-Bund (DFB) allerdings noch eine knifflige Aufgabe. Denn bis zum 15. September will der DFB darüber entscheiden, mit welchen zehn Städten bzw. Stadien die Bewerbung für die EURO 2024 erfolgen soll. 14 Stadien stehen zur Auswahl, womit klar ist, dass vier durch den Rost fallen werden. Ab Ende Juli wird sich das Bewerbungskomitee jeweils vor Ort umsehen und ein Ranking der 14 Stadien erstellen, das mehr als nur eine Empfehlung darstellen und schwer gewichtet werden dürfte.

Gesetzt sein dürften alleine wegen ihrer Größe das Berliner Olympiastadion, die Allianz Arena in München, Der Signal Iduna Park in Dortmund sowie aus regionalen Gesichtspunkten die Red Bull Arena in Leipzig, das Volksparkstadion in Hamburg sowie die Commerzbank-Arena in Frankfurt.

Bleiben nur noch vier Plätze für acht Bewerber. Für das Bremer Weserstadion und das Max-Morlock-Stadion in Nürnberg dürfte es schon wegen der jeweils eher geringen Kapazität eng werden, wohingegen die Mercedes-Benz-Arena in Stuttgart sowohl aus regionalen Gründen als auch wegen der vielen Plätze gute Chancen haben dürfte. Der letztgenannte Punkt ist auch ein Argument, das für die Veltins-Arena in Gelsenkirchen spricht.

Dreikampf am Rhein

Angenommen Nürnberg und Bremen erhalten eine Absage, während Stuttgart und Gelsenkirchen zur Ausrichterstadt werden, müssen noch zwei weitere Stadien gestrichen werden. Als Wackelkandidaten gelten die HDI Arena in Hannover sowie die Esprit-Arena in Düsseldorf, der Borussia Park in Mönchengladbach und das RheinEnergieStadion in Köln. Dass in Düsseldorf, Mönchengladbach und Köln gespielt wird, gilt als ausgeschlossen, da die drei Stadien zu nahe beieinander sind. Mönchengladbach und Düsseldorf dürften derweil für sich reklamieren, dass Köln Austragungsstadt bei der WM 2006 war.

Eine Prognose fällt im Moment noch schwer, doch müssten wir uns festlegen, dann würden wir vermuten, dass in Nürnberg, Bremen, Hannover und Düsseldorf keine Spiele der EM 2024 stattfinden werden. Sollte es neue Infos geben, könnt ihr bei unseren WM & EM News alles darüber in Erfahrung bringen.

 

Lacazette über Arsenal zur WM 2018?

Frankreich FlaggeSatte 53 Millionen Euro bezahlt der FC Arsenal für die Dienste von Alexandre Lacazette an Olympique Lyon, womit der 26 Jahre alte Angreifer zum teuersten Einkauf in der Geschichte der Gunners avanciert. Bislang war der im Sommer 2013 für umgerechnet rund 50 Millionen Euro von Real Madrid losgeeiste Mesut Özil Arsenals Rekordtransfers, der nun Lacazette mit Vorlagen füttern soll.

Lacazette, der vermutlich in die Fußstapfen der wechselwilligen Alexis Sanchez und Oliver Giroud tritt, kommt mit der Referenz von 37 Toren in 45 Pflichtspielen der Saison 2016/17 nach London und will es dort einem berühmten Landsmann gleichtun. „Ich bin sehr stolz darauf, weil Arsenal ein legendärer Klub ist. In meiner Kindheit habe ich – auch dank Thierry Henry und den anderen französischen Spielern – immer davon geträumt, bei diesem Verein zu spielen. Dieser Traum ist nun endlich wahr geworden“, wird der Neuzugang auf der vereinseigenen Webseite zitiert.

Mit seinem Wechsel in die Premier League dürfte Lacazette, der zuvor auch mit Atletico Madrid und Borussia Dortmund in Verbindung gebracht worden war, auch die Hoffnung auf bessere Chancen in der französischen Nationalelf verbinden. Bislang stehen für den 1,75 Meter großen Stürmer seit seinem Debüt im Sommer 2013 lediglich elf Einsätze und ein Tor zu Buche. Natürlich nicht ohne Grund, denn die Konkurrenz in der Offensive der Equipe Tricolore ist riesig. So groß, dass ein Spieler wie Anthony Modeste, der in der vergangenen Saison 25 Bundesliga-Tore für den 1. FC Köln erzielte, in den Überlegungen von Trainer Didier Deschamps erst gar keine Rolle spielt.

Riesiges Offensivpotential

Problematisch ist für Mittelstürmer wie Modeste und Lacazette, obwohl letzterer durchaus auch über Außen oder zurückhängend agieren kann, dass Frankreich auch über eine Reihe an hochkarätigen offensiven Mittelfeldspielern verfügt. Gesetzt ist dabei als zweite Spitze bzw. verkappter Zehner Antoine Griezmann, der spätestens als Torschützenkönig der EM 2016 zum Superstar aufgestiegen ist. Dimitri Payet, Kylian Mbappe und Ousmane Dembele sind dann drei weitere namhafte Anwärter für nur zwei Plätze in der offensiven Dreierreihe neben Griezmann, für die freilich auch Kingsley Coman, Thomas Lemar, Florian Thauvin, Anthony Martial, Moussa Sissoko oder Nabil Fekir in Frage kommen.

In der Spitze bewerben sich derweil neben Lacazette mit Giroud und Kevin Gameiro zwei weitere Hochkaräter um nur einen Platz, für den auch Shooting-Star Mbappe vorstellbar ist. Frankreich gilt nach den starken Euro Leistungen auch als Favorit bei den Wettanbietern auf den WM Titel. Hier findet ihr alle Wetten zur Weltmeisterschaft 2018.

In Bezug auf die französische Offensive darf man angesichts dieser Vielzahl an überragenden Fußballern getrost von der Qual der Wahl sprechen, die Coach Deschamps bei der Nominierung seines WM-Kaders hat, zumal nicht auszuschließen ist, dass sich in der neuen Saison weitere Akteure wie zuletzt Lemar, Mbappe oder Dembele in den Vordergrund spielen.

Matthias Ginter – über Mönchengladbach in den WM-Kader?

Schon vor dem Confederations Cup stand ein Vereinswechsel von Matthias Ginter im Raum, der indes stets betont hatte, zunächst das Turnier in Russland spielen und sich erst dann mit seiner Zukunft befassen zu wollen. Nach dem Triumph im Finale gegen Chile (1:0) hat sich Ginter nun aber rasch entschieden, Borussia Dortmund zu verlassen und sein Glück bei Borussia Mönchengladbach zu versuchen.

Bis zu 20 Millionen Euro Ablöse

Zwei Tage nach dem Finale von St. Petersburg gaben beide Vereine die Einigung über den Wechsel des Weltmeisters bekannt. Drei Jahre nach seiner zehn Millionen Euro teuren Verpflichtung vom SC Freiburg bringt Ginter dem BVB nun eine Ablöse von 17 Millionen Euro ein, die durch erfolgsabhängige Bonuszahlungen sogar noch auf bis zu 20 Millionen Euro steigen kann. Ein gutes Geschäft für den BVB, zumal Ginter in seinen drei Spielzeiten bei der Borussia den ganz großen Durchbruch nicht geschafft hat und mit Ömer Toprak sowie Dan-Axel Zagadou bereits zwei neue Innenverteidiger verpflichtet worden sind.

Anders als in Dortmund, wo Ginter zwischen Abwehrzentrum, rechter Abwehrseite und defensivem Mittelfeld hin und hergeschoben wurde, wenn er überhaupt spielen durfte, plant man in Mönchengladbach fest mit dem 23-Jährigen in der Innenverteidigung als Partner von Jannik Vestergaard, dessen bisheriger Nebenmann Andreas Christensen nach zweijähriger Ausleihe zum FC Chelsea zurückgekehrt ist.

Ginter, der auch bei der TSG 1899 Hoffenheim sowie mehreren englischen Vereinen (u.a. Tottenham Hotspur) ein Thema war, unterschrieb in Mönchengladbach einen Vertrag bis 2021. Nachdem die Borussia bereits vor drei Jahren und auch im letzten Sommer vergeblich um den 14-fachen Nationalspieler geworben hatte, klappte es nun im dritten Anlauf und es soll für alle Beteiligten eine Erfolgsgeschichte werden.

Heißer Kampf um die Plätze im WM-Kader

Vor allem natürlich auch für Ginter, der mit regelmäßigen Einsätzen in Gladbach auch verbesserte Chancen in der Nationalelf und konkret auf einen Platz im Kader für die WM 2018 sehen dürfte. Beim Confederations Cup hat Ginter zwar mit starken Leistungen Werbung in eigener Sache betreiben können, doch ohne einen Stammplatz im Klub würde es mit Blick auf den WM-Kader aufgrund der sehr starken Konkurrenz wohl richtig eng.

Mit Jerome Boateng und Mats Hummels haben zwei Innenverteidiger ihren Platz sicher und auch auf Benedikt Höwedes dürfte Bundestrainer Joachim Löw kaum verzichten. Dahinter hoffen neben Ginter mit Antonio Rüdiger, Niklas Süle und Shkodran Mustafi drei weitere Innenverteidiger auf eine Nominierung, die allesamt ihre Qualitäten schon hinreichend unter Beweis gestellt und beim Confed Cup ebenfalls überzeugen konnten.

Im September geht die WM Qualifikation für 2018 dann in die nächste Runde. Deutschland trifft in Prag auf Tschechien. Die DFB Elf ist nach sechs Spieltagen noch immer ohne Punkteverlust, die Tschechen bräuchten einen Sieg, um noch in Reichweite von Platz 2 in Gruppe C zu bleiben. Drei Tage später spielt man in Stuttgart gegen Norwegen – die Kaderbekanntgabe für dieses WM-Quali Doppel wird mit Sicherheit erste Aufschlüsse über den WM-Kader bringen.

Deutschland: Welcher Confed-Cup-Gewinner fährt zur WM 2018?

Ein Jahr vor der Weltmeisterschaft in Russland hat die deutsche Nationalmannschaft ihre Stellung als Nummer eins der Welt mit dem Gewinn des Confederations Cups untermauert. Und das, obwohl Bundestrainer Joachim Löw bei der Nominierung seines Kaders auf beinahe alle Stammkräfte verzichtet und eine sehr junge bzw. unerfahrene Mannschaft zusammengestellt hat.

Die insgesamt 21 Akteure, die in Abwesenheit der nominierten, aber verletzungsbedingt nicht mitgereisten Leroy Sane und Diego Demme in Russland dabei waren, haben die vergangenen Wochen definitiv zur Eigenwerbung genutzt. Und nachdem parallel dazu auch noch die deutsche U21 die Europameisterschaft in Polen gewonnen hat, steht Löw bei der Nominierung seines WM-Kaders vor zahlreichen Luxusproblemen. Bei den WM 2018 Wetten ist Deutschland nun auch der Top-Kaniddat auf den Titel.

Draxler als Bester Spieler des Turniers ausgezeichnet

Ein Großteil des Aufgebots ist allerdings sicherlich reserviert für langjährige Leistungsträger wie Manuel Neuer, Mats Hummels, Jerome Boateng, Toni Kroos, Mesut Özil Sami Khedira oder Thomas Müller, die beim Confed Cup alle fehlten und einen ungewohnt langen Sommerurlaub verbringen konnten.

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Nüchtern betrachtet bleiben für die Helden des Confed Cups nicht allzu viele Plätze. Die Außenverteidiger Jonas Hector und Joshua Kimmich, die ohnehin zum Stamm gehören, dürften im Sommer 2018 in Russland ebenso dabei sein wie Julian Draxler, der sich als Übergangskapitän zu einem Führungsspieler aufschwang und nicht unverdient als Bester Spieler des Turniers ausgezeichnet wurde. Marc-Andre ter Stegen hat derweil trotz einiger Wacker wohl die Stellung als Nummer zwei hinter Neuer erobert, während Bernd Leno und Kevin Trapp mit Herausforderern wie Timo Horn oder vielleicht auch Oliver Baumann um die Rolle als dritter Keeper kämpfen müssen.

Goretzka einer der großen Gewinner

Einer der größten Gewinner des Confed Cups unter vielen Gewinnern ist Leon Goretzka, der sich mit herausragenden Leistungen im zentralen Mittelfeld zu einem starken Konkurrenten für die bislang gesetzten Kroos, Khedira und Özil gemausert hat. Auch Timo Werner und Lars Stindl, die jeweils drei Treffer erzielten, gehören zu den Spielern, die beim Confed Cup besonders viel Eigenwerbung betreiben konnten. Werner dürfte gerade im Vergleich mit Sandro Wagner, der am Ende nicht mehr zum Zuge kam, Pluspunkte gesammelt haben und könnte durchaus auch gegenüber Mario Gomez die Nase vorne haben.

Shkodran Mustafi, neben Draxler und Matthias Ginter einer von nur drei Weltmeistern im Confed-Cup-Kader, besitzt auch gute WM-Chancen. Ebenso Antonio Rüdiger, der die EM 2016 nur wegen eines kurz zuvor erlittenen Kreuzbandrisses verpasste.

Aber auch Spieler wie Sebastian Rudy, Kerem Demirbay oder Amin Younes konnten sich empfehlen. Selbiges gilt freilich auch für einige Akteure der U21 wie Serge Gnabry, die zum Teil schon bei der A-Elf dabei waren. Insgesamt kann Löw wohl aus 40 bis 50 Spielern auswählen, wobei es im Wesentlichen vermutlich nur um vier bis sechs freie Plätze geht und der Rest schon so gut wie vergeben ist.

DFB Elf: Leon Goretzka auf dem Weg zur festen Größe?

Mit den Teams, die beim Confederations Cup und bei der U21-Europameisterschaft für Furore gesorgt haben sowie den vielen geschonten Leistungsträgern verfügt Bundestrainer Joachim Löw über ein Reservoir von rund 50 Spielern, die mehr oder weniger für den Kader bei der WM 2018 in Frage kommen.

Der Großteil der Plätze ist natürlich an die bewährten Kräfte vergeben, die 2014 Weltmeister wurden und 2016 erst im Halbfinale der EM 2016 unglücklich an Frankreich gescheitert sind, doch einige Planstellen sind auch noch offen.

Goretzka macht Druck auf Khedira und Co.

Den Sommer 2017 haben aber sicherlich einige Akteure, die bislang noch nicht zum ganz engen Kreis gehörten, zur Eigenwerbung genutzt. Timo Werner etwa hat sich als schneller und beweglicher Mittelstürmer mit Zug zum Tor angeboten und vor allem ist Leon Goretzka nicht nur zu einem heißen Kandidaten für den Kader geworden, sondern mittlerweile sogar als Konkurrent für die im zentralen Mittelfeld etablierten Weltmeister Toni Kroos, Sami Khedira und Mesut Özil zu sehen. Dieses Trio hat zwar über Jahre herausragende Leistungen gebracht, doch die Torgefahr hält sich in Grenzen. Goretzka, der beim Confed Cup vor allem im Halbfinale gegen Mexiko (4:1) mit einem Doppelpack brillierte, hatte im Trikot des FC Schalke 04 in dieser Hinsicht zwar auch noch Nachholbedarf, entwickelt aber immer mehr Gefahr und wird von Experten wie Olaf Thon nicht von ungefähr mit Andreas Möller verglichen, der als Mittelfeldspieler stets auch viele Treffer markierte. Die Trikots der aufstrebenden Kicker gibt es bei unseren Trikots der DFB Elf.

Der 22-Jährige, der schon mit 18 Jahren beim VfL Bochum in der 2. Bundesliga gesetzt war und sich auf Schalke in jüngerer Vergangenheit nochmal enorm weiterentwickelt hat, steht vor einer richtungsweisenden Zukunftsentscheidung. Der Vertrag Goretzkas auf Schalke läuft noch bis 2018 und obwohl der neue Trainer Domenico Tedesco in seinen ersten Interviews stets betonte, fest mit dem Mittelfeldmotor zu planen, ist ein Wechsel noch in diesem Sommer nicht ausgeschlossen. Insbesondere auch deshalb, weil Goretzka beim Confed Cup nochmals auf sich aufmerksam machen konnte und dadurch sicherlich bei anderen Klubs zunehmend Interesse geweckt hat.

2018 zum FC Bayern? Oder doch schon in diesem Jahr?

Hinter vorgehaltener Hand heißt es zwar schon seit Monaten, dass Goretzkas Wechsel zum FC Bayern München ab der Saison 2018/19 beschlossene Sache sein soll, doch in München zieht man nun offenbar doch eine sofortige Verpflichtung in Erwägung. Wohl vor allem deshalb, weil man sich beim deutschen Rekordmeister Sorgen macht, dass andere Vereine wie Juventus Turin oder vielleicht auch die spanischen Großmächte aus Madrid und Barcelona dazwischen spritzen könnten.

Letztlich sitzt zwar auf jeden Fall der FC Schalke am längeren Hebel, doch weil sich die Hoffnung bei den Königsblauen, Goretzka könnte seinen Vertrag langfristig verlängern, kaum erfüllen dürfte, gilt es genau abzuwägen, ob eine hohe Ablöse jenseits der 20 Millionen Euro in diesem Sommer nicht einem letzten Jahr mit Goretzka vorzuziehen wäre. Aktuell scheint die Entscheidung völlig offen.

Chile im Confedcup Finale

Der erste Finalist für das Finale des Confederations Cup 2017 steht fest. Chile bezwingt Europameister im Elfemterschießen, in dem der Tormann der Südamerikaner zum Helden wurde. Claudio Bravo, der in der Premier League bei Manchester City unter Vertrag steht, hielt alle 3 Elfmeter der Portugiesen, Superstar Cristiano Ronaldo kam nicht mehr an die Reihe, denn nach 3 Schützen (Quaresma, Moutinho, Nani) war das Elfern bereits wieder vobei. Auf der anderen Seite beförderten Vidal, Aarganuiz und Sanchez den Ball ins Netz.

Spannende 120 Minuten

Ein enges bzw. torarmes Spiel wurde vor dem Anpfiff prognostiziert, beide Teams präsentierten sich jedoch offensiv. Es gab eine Reihe guter Möglichkeiten auf beiden Seiten, Chile zeigte sich wie gewohnt zweikampfstark und gab den Portugiesen wenig Raum. Nach 90 Minuten stand es noch immer 0:0, somit ging das Halbfinale des Konföderationenpokals 2017 in die Verlängerung.

Superstar Alexis Sanchez vergab zu Beginn der Verlängerung die beste Chance auf einen Treffer für Chile. Danach wurde Chile noch ein Elfmeter vorenthalten, zudem trafen Vidal und Rodriguez in der Verlängerung in der selben Aktion noch das Torgebälk.

Im Elfmeterschießen war dann Claudio Bravo der herausragende Akteur, mit seinen drei Paraden brachte er Chile fast im Alleingang ins Semifinale des Confederations Cup. Dort trifft Chile entweder erneut auf Deutschland (wie bereits im zweiten Gruppenspiel, wo man sich 1:1 trennte) oder auf Mexiko. Das zweite Semifinale wird heute in Kasan ausgetragen, die DFB-Elf ist wohl der Favorit.

Probelauf für WM nächstes Jahr geglückt?

Bisher kann man ein positives Fazit über die Infrastruktur in Russland ziehen, die Stadien wirken fertig, es sind wohl nur noch Kleinigkeiten bis zum nächsten Jahr zu erledigen. Die große Frage ist wohl, wie es mit dem Videobeweis weitergeht. Die Video-Referees haben beim Confed Cup für die meiste Diskussion gesorgt, viele Entscheidungen wirken undurchsichtig bzw. dauern sehr lange. Ob das System auch bei der Weltmeisterschaft 2018 zum Einsatz kommen wird, ist aktuell noch nicht geklärt. FIFA-Präsident Infantino ist von der Technik begeistert, lediglich die Feinabstimmung fehle noch.

 

Niederlande: Mit Dick Advocaat doch noch zur WM 2018?

Die Niederlande ist der große Favorit der EM Quali Gruppe AZur Halbzeit der Qualifikation für die WM 2018 in Russland befanden sich die Niederlande in Gruppe A nur auf einem völlig enttäuschenden vierten Platz wider. Spitzenreiter und Gruppenfavorit Frankreich war mit 13 Punkten bereits enteilt und auch Schweden (zehn Punkte) sowie Bulgarien (neun) hatten im Vergleich zur Elftal, die es bisher lediglich auf sieben Zähler brachte, die besseren Karten.

Nach dem souveränen 5:0 Sieg gegen Luxemburg ist man aber wieder auf den dritten Tabellenplatz vorgerückt. Durch den 2:1 Sieg der Schweden gegen Frankreich ist der Kampf um Platz 1 der Gruppe wieder vollkommen offen. Die Suche nach einem fixen Trainer gestaltet sich noch immer schwierig – bleibt Dick Advocaat auf der Betreuerbank?

Zwei erfolgreiche Testspiele

Die Voraussetzungen scheinen geschaffen, denn die Testspiele in Marokko (2:1) und gegen die Elfenbeinküste (5:0) verliefen in den vergangenen Tagen bereits vielversprechend. Beide Male saß Fred Grim als Interimstrainer auf der Bank, der nun aber vor dem Spiel gegen Luxemburg von Dick Advocaat ersetzt wird. Der als Nachfolger des entlassenen Danny Blind auserkorene Advocaat brachte am vergangenen Wochenende mit Fenerbahce Istanbul noch die Saison in der türkischen Süper Lig zu Ende und ist nun bereit für die Mission WM-Qualifikation.

Der 69-Jährige, der bereits zwischen 1993 und 1995 sowie zwischen 2002 und 2004 als Bondscoach fungierte, ist sich zwar der Schwere der Aufgabe bewusst, war bei seiner Einstandspressekonferenz aber auch direkt darum bemüht, Zuversicht zu verbreiten: “Alles ist noch möglich“, so Advocaat, der mit dem ehemaligen KNVB-Kapitän und Europameister von 1988, Ruud Gullit, einen namhaften Assistenten erhält.

Sneijder neuer Rekordnationalspieler

Viel abhängen wird in den kommenden Monaten natürlich von Superstar Robben, der gegen die Elfenbeinküste nicht nur wegen seines Elfmetertores zum 2:0 überzeugte. Wesley Sneijder, der sein 130. Länderspiel bestritten und damit mit Rekordnationalspieler Edwin van der Sar gleichgezogen hat, ist dagegen keine Stammkraft mehr und erlangte den Rekord auch nur als Einwechselspieler.

Die übrigen Treffer gegen die Elfenbeinküste erzielten Rechtsverteidiger Joel Veltman, Davy Klaassen und Vincent Janssen. Klaassen und Janssen bilden aktuell zusammen mit Robben und Memphis Depay die Oranje-Offensive, die zwar nicht an die Qualität vergangener Sturmreihen etwa mit Marco van Basten, Dennis Bergkamp, Patrick Kluivert oder Robin van Persie heranreicht, aber sich in Europa auch nicht vor vielen Konkurrenten verstecken muss.

Confed Cup – GER-CHI 1:1

Deutschland und Chile trennen sich am zweiten Spieltag des Confederations Cup in Russland mit 1:1. Beide Treffer fielen bereits in Halbzeit 1, Alexis Sanchez und Lars Stindl konnten sich in die Torschützenliste eintragne. In der zweiten Hälfte schalteten beide Teams ein wenig zurück, Chancen waren Mangelware.

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Nach zwei spielen hält das DFB Team beim Confed Cup 2017 nun bei 4 Punkten. Im letzte Grupepnmatch gegen Kamerun entscheidet sich also, ob man den Aufstieg ins Halbfinale aufsteigt oder nach hause fahren darf. Chile braucht gegen Neuseeland ebenfalls mindestens ein Unentschieden, um weiter um den Titel zu spielen.

Aufklärung zum Kader

Die deutsche Nationalmannschaft spielt beim Confederations Cup nur mit einem Kader von 21 Spielern. Nachdem Bundestrainer Joachim Löw bereits Ende Mai darauf verzichtet hat, für den eigentlich nominierten, dann aber an der Nase operierten Leroy Sane einen Ersatz zu berufen, fällt nun auch Diego Demme aus, für den es ebenfalls keinen Nachrücker gibt.

Demme reist nicht mit nach Sotschi

Wie der DFB mitteilte, laboriert der Mittelfeldspieler von RB Leipzig an Rückenproblemen und wird die Reise nach Russland deshalb nicht mit antreten. Bis Ende der Woche soll Demme noch im Mannschaftsquartier von den DFB-Ärzten behandelt werden, allerdings nicht mit nach Sotschi fliegen, wo der DFB-Tross den Großteil des Confed Cups verbringen wird.

„Wir haben auch eine Verantwortung gegenüber dem Verein und dem Spieler“, begründete Teammanager Oliver Bierhoff den Verzicht auf Demme damit, dass sich der 25-Jährige in den kommenden Wochen komplett auskurieren soll, um dann in der neuen Saison wieder fit zu sein. Für Demme ist die Verletzung natürlich bitter, hatte der Deutsch-Italiener doch erst am Samstag beim 7:0 im WM-Qualifikationsspiel gegen San Marino sein kurzes Länderspieldebüt gefeiert und durchaus die Hoffnung gehegt, sich in Russland für weitere Nominierungen empfehlen zu können.

Die Entscheidung, erneut keinen Spieler nachzunominieren, ist aus Sicht von Bierhoff derweil gleich aus zwei Gründen folgerichtig: „Wir haben noch Puffer, machen uns auf der Position keine Sorgen“, so der Teammanager, der überdies keinen Sinn darin sieht, “einen Spieler jetzt aus dem Urlaub zu holen.“ Und einen Akteur von der U21, die sich derzeit auf die EM in Polen vorbereitet, nach oben zu ziehen, kommt erst recht nicht in Frage, würde dadurch doch die Vorbereitung des Nachwuchsmannschaft torpediert.

Noch genügend Alternativen vorhanden

Auf Demmes Position im zentralen Mittelfeld dürften Sebastian Rudy und Leon Goretzka gesetzt sein. Emre Can hat bei drei Akteuren im Zentrum ebenfalls gute Einsatzchancen und dahinter stehen mit Kerem Demirbay, Matthias Ginter und auch Lars Stindl sowie Joshua Kimmich weitere Akteure zur Verfügung, die zentral im Mittelfeld agieren können.

Bei der WM im kommenden Jahr sind auf dieser Position freilich Toni Kroos und Sami Khedira gesetzt, sofern bis dahin nichts Außergewöhnliches passiert. Gerade Goretzka trauen viele Experten aber zu, sich mittelfristig einen Stammplatz zu sichern.

Demme müsste wohl schon eine sehr überzeugende Saison 2017/18 spielen und auch in der Champions League starke Leistungen abliefern, um ernsthaft auf einen Platz im WM-Kader hoffen zu dürfen.

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WM-Qualifikation: Iran ist durch – Südkorea entlässt Uli Stielike

Iran FlaggeNach Gastgeber Russland und Rekord-Gewinner Brasilien steht mit dem Iran der dritte Teilnehmer an der Weltmeisterschaft 2018 fest. Mit einem 2:0-Sieg über Usbekistan durch Tore von Sardar Azmoun (23.) und Mehdi Taremi (88.) führt der Iran nun mit 20 Punkten aus acht Partien die Tabelle der Qualifikationsgruppe A an und ist an den verbleibenden beiden Spieltagen nicht mehr vom ersten Platz zu verdrängen.

Für den Iran ist es nach 1978, 1998, 2006 und 2014 die fünfte Teilnahme an einer WM-Endrunde. Bislang setzte es stets nach der Vorrunde das Aus, doch die souveränen Auftritte im Rahmen der Qualifikation und insbesondere die mit einer Tordifferenz von 8:0 extrem stabile Defensive macht Hoffnung, dass es in Russland 2018 erstmals zum Sprung in die K.o.-Phase reichen könnte.

Bangen muss nach einer überraschenden 2:3-Niederlage in Katar hingegen Südkorea. Der WM-Gastgeber und -Halbfinalist von 2002 belegt zwar mit 13 Punkten noch den zweiten Platz, allerdings nur mit einem Zähler Vorsprung vor Usbekistan. Platz drei würde schon nicht mehr für die direkte WM-Qualifikation reichen, sondern hätte zwei Ausscheidungsspiele zur Folge. Zunächst muss der Dritte gegen den Dritten der Gruppe B antreten und der Sieger spielt dann in interkontinentalen Play-offs gegen den Vierten der Qualifikationsgruppe von Nord-/ und Mittelamerika sowie der Karibik.

Weil die WM-Teilnahme in Gefahr geraten ist, hat sich der südkoranische Verband nun dazu entschieden, Trainer Uli Stielike zu entlassen. Der 62-Jährige, der das Amt des Nationaltrainers nach der WM 2014 übernommen hatte, stand  bereits seit der überraschenden 0:1-Niederlage gegen China im März unter Druck und erhielt nun seine Papiere. Die Nachfolge ist bislang noch nicht geregelt.

WM 2030 in vier Ländern?

Während für Stielike relativ kurzfristig ein neuer Trainer das Kommando übernehmen dürfte, plant man in Südkorea auch langfristig und zwar die zweite Ausrichtung einer Weltmeisterschaft.

Wie bekannt gegeben wurde, plant Südkorea eine gemeinsame Bewerbung als Ausrichter der WM 2030 mit Japan, China und Nordkorea. Gerade dass auch Nordkorea involviert sein soll, erstaunt, gelten Süd- und Nordkorea doch als verfeindet.

Südkorea scheint es aber durchaus Ernst zu meinen, denn der neue Staatspräsident Moon Jae-in sprach bereits mit FIFA-Boss Gianni Infantino über das Vorhaben, erstmals eine WM in vier Ländern stattfinden zu lassen. Weil wie schon 2026 auch 2030 48 Nationen an der Endrunde teilnehmen werden, ist es für kleinere Länder schwierig, eine WM auszurichten.

Noch stecken die Überlegungen aber in den Kinderschuhen und Südkorea hat offenbar auch noch nicht mit den potentiellen Co-Gastgebern gesprochen. Nicht uninteressant ist in diesem Zusammenhang, dass seitens China auch eine alleinige Bewerbung möglich scheint.