WM & EM News

Die EM 2020 ist das nächste Fußball Großereignis, auf das sich die Fans freuen dürfen. Bis zur Endrunde ist es jedoch ein langer Weg, hier findet ihr News und aktuelle Berichte zum Turnier und der Qualifikation. Welche Teams schaffen den Sprung zur Europameisterschaft 2020?

Afrika-Cup 2021 wieder im Winter – Jürgen Klopp verärgert

Nachdem die 32. Auflage des Afrika-Cups, bei der sich Algerien am 19. Juli im Finale in Kairo gegen den Senegal (aktuell bestes afrikanisches Team laut FIFA Weltrangliste) durch einen 1:0-Erfolg den zweiten Titel seiner Geschichte holte, erstmals im Sommer ausgetragen wurde, erfolgt beim nächsten Mal die Rolle rückwärts. So wird der Afrika-Cup 2021 wieder zu Jahresbeginn ausgetragen.

Gespielt werden soll demnach vom 9. Januar bis zum 6. Februar 2021. Ausrichter Kamerun begründete die Rückverlegung des Turniers mit den besseren Witterungsbedingungen. Vermieden werden soll, dass die Spieler bei extrem hohen Temperaturen ran müssen. Hinter vorgehaltener Hand wird allerdings auch gemunkelt, dass die Verlegung des Afrika-Cups in den Winter in Zusammenhang mit der neuen Klub-WM steht, deren Erstauflage von der FIFA für den Sommer 2021 in China geplant ist. Die daran beteiligten Top-Klubs sollen natürlich möglichst in Bestbesetzung antreten und nicht aufgrund einer Kontinentalmeisterschaft auf mehrere Leistungsträger verzichten müssen.

Liverpool Anfang 2021 ohne ein Trio?

Genau das droht nun aber etwa dem FC Liverpool Anfang 2021, sollten der Ägypter Mohamed Salah, der Senegalese Sadio Mane und der Guineer Naby Keita mit ihren Nationen an der Afrikameisterschaft, wovon nicht zuletzt deshalb auszugehen ist, weil das Turnier zuletzt analog zur Europameisterschaft von 16 auf 24 Teilnehmer erweitert wurde.

Liverpools Trainer Jürgen Klopp machte aus seinem Ärger über die Entscheidung im Rahmen einer Pressekonferenz keinen Hehl. „Das hilft afrikanischen Spielern ganz sicher nicht“, sieht es Klopp als alles andere als optimal an, dass seine Profis just nach der ohnehin in England extrem intensiven Phase nach Weihnachten ein Turnier spielen wollen und dann zurückkehren, wenn es im Verein mit der K.o.-Phase in den internationalen Wettbewerben richtig in die Vollen geht.

Als Konsequenz daraus deutete Klopp an, künftig möglicherweise auf die Verpflichtung afrikanischer Spieler zu verzichten: “Wir werden jetzt nicht Sadio, Mo und Naby verkaufen – natürlich nicht. Aber wenn man eine Entscheidung darüber treffen muss, ob man einen Spieler holt, ist das massiv. Der Spieler ist dann vier Wochen weg. Als Klub muss man das berücksichtigen.“

Klopp fordert einen runden Tisch

Klopp, der die Verlegung auf den Winter kurz und bündig als “Katastrophe“ bezeichnete, sieht über den Afrika-Cup, der das nächste Großereignis nach der Euro 2020 ist (hier die aktuellen Euro 2020 Wettquoten), hinausgehend ein generelles Problem. “Diese Entscheidungen werden getroffen, ohne Spieler oder Trainer zu fragen“, so der Erfolgscoach, der sich Sorgen um eine zu hohe und mit neuen bzw. erweiterten Wettbewerben wie der Klub-WM weiter wachsende Belastung der Spitzenspieler macht. So untermauerte Klopp seine schon vor längerer Zeit geäußerte Forderung nach einem runden Tisch, um Möglichkeiten zu diskutieren, wie für Top-Spieler künftig mehr anstatt immer weniger Zeit zur Regeneration geschaffen werden kann.

Top-Talent Eduardo Camavinga bald in Frankreich-Aufgebot?

Den 106 Jahre alten Rekord von Maurice Gastiger, der am 8. Februar 1914 im Alter von 17 Jahren, vier Monaten und fünf Tagen bei der 4:5-Niederlage in Luxemburg als nach wie vor jüngster Spieler in der Geschichte der französischen Nationalmannschaft auf dem Platz stand, kann Eduardo Camavinga nicht mehr knacken. Doch Platz zwei in diesem Ranking ist für den im November 17 Jahre alt gewordenen Shooting-Star von Stade Rennes noch drin.

Seit November eingebürgert

So gilt es als nicht unwahrscheinlich, dass Nationaltrainer Didier Deschamps Camavinga bereits im März für die Freundschaftsspiele gegen die Ukraine (27. März) und Finnland (31. März) erstmals für die Equipe Tricolore nominiert. Die Voraussetzungen dafür wurden in den vergangenen Monaten auf jeden Fall geschaffen. Seit dem 5. November ist der in Angola geborene Mittelfeldspieler, der schon mit zwei Jahren zusammen mit seiner Familie nach Frankreich gekommen ist, in Besitz der französischen Staatsbürgerschaft.

Offiziell überreicht erhielt der Youngster seinen neuen Pass am 20. Dezember. Ein besonderer Moment für Camavinga, der im “Kicker“ kein Geheimnis daraus macht, sich als Franzose zu fühlen: „Selbst wenn ich in Angola geboren bin, ist Frankreich das Land meiner Kindheit. Als Kind habe ich immer die Videos von der WM 1998 geschaut. Und ich habe davon geträumt, dieses Trikot zu tragen.“

Zumindest in der U21 wurde Camavinga dieser Traum kurz nach der Einbürgerung bereits erfüllt. Im November stand der für sein Alter bemerkenswert abgeklärt agierende Linksfuß beim 3:2-Sieg über Georgien in der U21-EM-Qualifikation über 90 Minuten im Frankreich-Trikot auf dem Feld, musste dann aber vier Tage später in der Schweiz aufgrund von muskulären Problemen passen.

Bereits im Fokus von Real Madrid

Gut möglich nun, dass sich U21-Coach Sylvain Ripoll nicht mehr allzu oft an Camavinga erfreuen darf, der ähnlich wie in jüngerer Vergangenheit Kylian Mbappe mehrere Karrierestufen auf einmal nehmen könnte. Denn seit seinem Debüt am 6. April 2019 ist Camavinga bei Stade Rennes eine feste Größe und hat mit seinen Leistungen längst über die französische Landesgrenze hinaus Aufmerksamkeit erregt.

Nicht zuletzt Real Madrid hat Camavinga bereits mehrfach beobachtet. Und die Königlichen sollen danach überaus sowohl von der Technik als auch von der körperlichen Präsenz Camavingas angetan gewesen sein. Gerüchten zufolge soll Real sogar dazu bereit sein, eine Ablöse von 100 Millionen Euro auf den Tisch zu legen.

Über kurz oder lang wird man sich in Rennes mit einem Verkauf des Top-Talents beschäftigen müssen. Schließlich dürften die Bretonen kein Interesse daran haben, Camavinga mit Vertragsende im Sommer 2022 ablösefrei zu verlieren. Einsätze in der französischen Nationalmannschaft würden derweil sicherlich dazu beitragen, den Marktwert des Franko-Angolaners noch weiter zu erhöhen.

Frankreich bekommt es in der Gruppe F der EURO mit Deutschland, Portugal und den Sieger von Nations League Playoff A zu tun.

>> Hier alle EM 2020 Gruppen

Slowakei: Robert Bozenik als neuer Hoffnungsträger

Die Slowakei hat die Qualifikation für die EM 2020 auf direktem Weg verpasst. Bei der Europameisterschaft 2016 noch ins Achtelfinale eingezogen und erst dort an Deutschland gescheitert, reichte es für die slowakische Auswahl in Qualifikationsgruppe E nur zum dritten Platz hinter Kroatien und Wales. Letztlich entscheidend war die 1:3-Niederlage Mitte November im “Endspiel“ in Kroatien. Zuvor hatten aber auch das 0:4 im Hinspiel gegen den Vize-Weltmeister, eine 0:1-Pleite in Wales und ein 1:1 gegen Ungarn wichtige Punkte gekostet.

Über die Play-offs der besten noch nicht für die Endrunde qualifizierten Nations-League-Teilnehmer erhält die Slowakei Ende März aber eine zweite Chance. Im Halbfinale geht es dann zunächst gegen Irland, ehe dann im Falle eines Sieges der Gewinner der Partie zwischen Bosnien-Herzegowina und Nordirland im Finale wartet. Gelingt der Sprung zur EURO noch, träfe die Slowakei in der Endrunde im Sommer in Gruppe E auf das in den EM Wettquoten hochgehandelte Spanien sowie Schweden und Polen.

Bozenik trifft in den letzten drei Länderspielen

In den vergangenen Monaten hat sich in der Slowakei ein neuer Hoffnungsträger im Hinblick auf die EM 2020 und generell auf die Zukunft herauskristallisiert. Robert Bozenik, der erst im Juni sein Debüt feierte, bestritt mittlerweile acht Länderspiele und erzielte dabei beachtliche vier Tore. Der 20 Jahre alte Angreifer scheint dazu in der Lage, die slowakische Offensive perspektivisch auf in neues Niveau zu hieven.

Während in der Defensive mit Milan Skriniar sowie im Mittelfeld mit Marek Hamsik, Stanislav Lobotka und Juraj Kucka Akteure von nachgewiesener internationaler Klasse vorhanden sind, fehlte es der Slowakei in den vergangenen Jahren an einem entsprechenden Stürmer. Bozenik hat nun in den letzten drei Länderspielen immer getroffen und einige Hoffnungen geweckt. Zunächst war der 1,88 Meter große Stürmer im Oktober im Testspiel gegen Paraguay (1:1) erfolgreich und dann traf Bozenik auch beim 1:3 in Kroatien sowie beim 2:0-Heimsieg zum Jahresabschluss gegen Aserbaidschan.

Bozenik im Verein mit ausbaufähiger Quote

Beim MSK Zilina liest sich Bozeniks aktuelle Quote mit drei Toren und vier Vorlagen in 16 Partien der Fortuna Liga zwar eher durchwachsen, aber dennoch bescheinigen viele Experten dem Angreifer das Potential für eine erfolgreiche Karriere auch fern der Heimat. So machen aktuell auch schon Spekulationen über Interessenten aus den großen Ligen Europas die Runde.

Neben Vereinen aus England, Frankreich, Italien und den Niederlanden soll vor allem der Hamburger SV, der gerade den zweiten Anlauf nimmt, in die Bundesliga zurückzukehren, seine Fühler ausgestreckt haben. Gespräche mit dem HSV soll Bozeniks Berater bereits geführt haben. Noch steht aber ein Treffen mit Trainer Dieter Hecking aus, bevor eventuell weitere Schritte in die Wege geleitet werden. Eine im Raum stehende Ablöseforderung Zilinas im Bereich von drei Millionen Euro ist für den noch bis 2022 gebundenen Bozenik marktgerecht, könnte einem Wechsel nach Hamburg indes im Wege stehen. Dass Bozenik 2022, zum Zeitpunkt der WM in Katar, tatsächlich noch für den MSK Zilina spielt, ist aber eher unwahrscheinlich.

Marc-Andre ter Stegen fehlt zum Jahresauftakt

Während die meisten Bundesligisten der kalten Witterung in der Heimat entfliehen und in der Vorbereitung auf den Rückrundenstart am dritten Januar-Wochenende gen Süden ins Trainingslager fliegen, geht es nach zweiwöchiger Weihnachtspause in der spanischen Primera Division schon wieder los. Direkt zum Jahresauftakt steigt in Katalonien das stets brisante Stadtduell zwischen Espanyol Barcelona und dem FC Barcelona, das in diesem Jahr gleichzeitig das Aufeinandertreffen des Schlusslichts mit dem Tabellenführer darstellt.

Natürlich ist Barca beim kleinen Stadtrivalen favorisiert, trifft allerdings ein Stück weit auf eine Wundertüte, hat Espanyol doch die kurze weihnachtliche Unterbrechung dazu genutzt, um mit Abelardo Fernandez just einen langjährigen Barca-Profi als bereits dritten Cheftrainer der Saison zu installieren. Die dadurch sicher nicht einfacher gewordene Vorbereitung auf das Stadtduell ist indes nicht das einzige Handicap, mit dem Barca leben muss. So kann Trainer Ernesto Valverde im ersten Spiel im Jahr 2020 nicht auf Torhüter Marc-Andre ter Stegen zurückgreifen, der den Katalanen im bisherigen Saisonverlauf schon so manchen Punkt gesichert hat.

Zeitpunkt der Rückkehr offen

Wie der FC Barcelona noch vor dem Jahreswechsel bekannt gab, wird ter Stegen derzeit wegen eines „Sehnenproblems im rechten Knie“ behandelt. Wie lange der 27-Jährige damit nicht zur Verfügung steht, teilte der Spitzenreiter und Champions-League-Achtelfinalist nicht mit. Vielmehr sei der Zeitpunkt der Rückkehr davon abhängig, wie die Behandlungen anschlagen und wie der Genesungsprozess verläuft.

https://twitter.com/FCBarcelona/status/1211631924130779137

Neben dem Stadtduell droht der Keeper so auch den spanischen Supercup zu verpassen, der nach einer Reform mit vier Mannschaften ausgetragen wird und kommende Woche in Saudi Arabien stattfindet. Dabei trifft Barca zunächst im Halbfinale auf Atletico Madrid und dann gegebenenfalls im Endspiel auf den Sieger der Paarung Real Madrid gegen FC Valencia.

OP nach Saisonende würde die EM-Teilnahme gefährden

Nach Informationen der “Bild“ soll sich ter Stegen, der in der laufenden Saison in der Primera Division keine Minute verpasst hat und auch in der Champions League nur im abschließenden, weitgehend unbedeutenden Gruppenspiel bei Inter Mailand (2:1) geschont wurde, schon seit längerem mit Knieproblemen herumplagen.

Von Vereinsseite war offenbar angedacht, dass sich ter Stegen deshalb unmittelbar nach Saisonende einem operativen Eingriff unterziehen soll. Frühestens möglich wäre eine OP in diesem Fall allerdings erst nach der Partie am 24. Mai bei Deportivo Alavés. Anschließend freilich ist nicht ausgeschlossen, dass Barca noch im Endspiel der Champions League am 30. Mai vertreten ist.

Danach blieben nur noch knapp zwei Wochen bis zum Start der Europameisterschaft 2020. Weil eine OP aber mit einer Pause von wohl mindestens vier Wochen verbunden wäre, lehnt ter Stegen generell einen Eingriff nach Saisonende ab. Stattdessen soll der 24-fache A-Nationalspieler im DFB-Trikot, der bei der EURO nach jetzigem Stand die Nummer zwei hinter Manuel Neuer sein wird, eine OP nach dem Kontinentalturnier favorisieren – damit freilich würden zumindest Teile der Vorbereitung auf die Saison 2020/21 ohne ter Stegen stattfinden.

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Frankreichs Marcus Thuram träumt von der Equipe Tricolore

Kaum eine andere Nation ist offensiv so mit überragenden Fußballern gesegnet wie Frankreich. Der Weltmeister verfügt mit Kylian Mbappe und Antoine Griezmann über zwei der anerkannt weltbesten Stürmer, hat darüber hinaus aber auch noch eine Vielzahl an Angreifern zur Auswahl, die ihre Klasse auf Top-Niveau ebenfalls schon bewiesen haben.

Der mittlerweile 33 Jahre alte Olivier Giroud ist zwar beim FC Chelsea keine Stammkraft mehr und steht dem Vernehmen nach vor einem Wechsel in der Winterpause, doch im für die Equipe Tricolore hat der Routinier nicht zuletzt wegen seiner mannschaftsdienlichen Spielweise nach wie vor eine enorme Bedeutung.

Wissam Ben Yedder, der nach seinem Wechsel vom FC Sevilla zum AS Monaco in der heimischen Ligue 1 richtig aufgeblüht ist und aktuell die Torschützenliste anführt, hat sich zuletzt in den Kreis der Equipe Tricolore gespielt, dem auch Alassane Plea von Borussia Mönchengladbach angehört. Und es befinden sich weitere Stürmer in Lauerstellung. Neben Moussa Dembele von Olympique Lyon vor allem auch Marcus Thuram, der als Teamkollege von Plea keinen geringen Anteil daran hat, dass Gladbach aktuell die Tabelle der Bundesliga anführt.

Elf Scorerpunkte in 14 Bundesliga-Spielen

Am Samstag war es Thuram, der im Spiel gegen den FC Bayern München beim Stand von 1:1 kurz vor dem Ende von Javi Martinez nur regelwidrig gestoppt werden konnte. Weil Ramy Bensebaini den fälligen Strafstoß zum 2:1-Siegtreffer verwandelte, behauptete die Borussia die Tabellenführung und Thuram konnte im 14. Bundesliga-Einsatz seinen bereits elften Scorerpunkt verbuchen.

Neben sechs Toren leistete der 22-Jährige zu fünf Treffern die Vorarbeit. Darüber hinaus stehen für Plea im DFB-Pokal noch zwei Tore und in der Europa League jeweils ein Treffer und ein Assist zu Buche. Die 9,5 Millionen Euro, die Mönchengladbach im Sommer an EA Guingamp überwiesen hat, haben sich damit bereits als bestens angelegtes Geld erwiesen. Auch deshalb, weil sich Thuram mit seinen Leistungen schon ins Blickfeld absoluter Top-Klubs gespielt hat und Gladbach aktuell davon ausgehen kann, den Angreifer eines Tages für ein Vielfaches der selbst bezahlten Ablöse weiterverkaufen zu können.

Noch einmal einen Sprung würde Thurams Marktwert durch die erstmalige Nominierung für die A-Nationalmannschaft machen. Und daraus, zumindest mit einem Auge auf die Equipe Tricolore zu schielen, machte der wuchtige und zugleich technisch starke Offensivmann gegenüber “Sport 1“ nun kein Geheimnis: „Die französische Nationalmannschaft ist für jeden französischen Spieler ein Traum und wäre eine Riesenehre für mich.“

Im Sommer noch bei der U21

Im Sommer 2019 noch mit überschaubarem Erfolg bei der U21-Europameisterschaft im Einsatz scheint eine Nominierung durch Nationaltrainer Didier Deschamps bei gleichbleibenden Leistungen nur eine Frage der Zeit. Thuram würde dann in die Fußstapfen seines Vaters Lilian treten, der 140 Länderspiele im Frankreich-Trikot bestritten hat und 1998 Welt- sowie 2000 Europameister wurde – allerdings als Rechtsverteidiger.

Schnelligkeit und Dynamik hat Thuram junior aber sicherlich von seinem Vater geerbt, der im Laufe seiner Karriere auch auf Vereinsebene beim AS Monaco, beim AC Parma, bei Juventus Turin und am Ende beim FC Barcelona große Erfolge feierte. Bis dahin hat Marcus Thuram noch einen weiten Weg vor sich, doch mit dem vorhandenen Potential ist nicht ausgeschlossen, dass der Youngster diesen gehen wird – vielleicht ja auch schon als französisches Kadermitglied bei der Fußball EM 2020.

Niklas Süle hat die EM 2020 noch nicht abgehakt

Seit Samstagabend weiß die deutsche Nationalmannschaft, dass schon die Vorrunde der Europameisterschaft 2020 trotz des Vorteils, alle drei Gruppenspiele vor heimischem Publikum in der Allianz Arena in München austragen zu dürfen, kein Spaziergang wird. Mit Frankreich und Portugal finden sich nebst einem dritten, noch in den Nations-League-Playoffs zu ermittelnden Gegner gleich zwei Schwergewichte in der deutschen Gruppe F.

Um diese Gruppe zu meistern, wäre es natürlich hilfreich, könnte Bundestrainer Joachim Löw auch mit seiner besten Elf antreten. Während man in dieser Hinsicht beim seit August verletzten Leroy Sane, dessen Comeback nach Weihnachten erwartet wird, zuversichtlich sein darf, stehen die Chancen auf einen EM-Einsatz von Niklas Süle im Deutschland-Trikot nach allgemeiner Einschätzung eher schlecht.

Süle mit dem Heilungsverlauf zufrieden

Der 24-Jährige selbst, der sich am 19. Oktober im Auswärtsspiel des FC Bayern München beim FC Augsburg (2:2) einen Kreuzbandriss im linken Knie zugezogen hat, will die Hoffnung auf seine EM-Teilnahme zum jetzigen Zeitpunkt aber noch lange nicht aufgeben. Vielmehr zeigte sich Süle im Rahmen seines Weihnachtsbesuchs beim Bayern-Fanklub Rollwagerl 93 sogar bemerkenswert zuversichtlich.

„Ich weiß, was kommen wird und ich weiß, dass ich es schaffen werde“, so der von Bundestrainer Joachim Löw eigentlich als Abwehrchef auserkorene Innenverteidiger, der nach eigener Aussage „sehr glücklich mit meinem Knie und dem Heilungsverlauf“ ist.

Seine Zuversicht begründet Süle auch mit der Erfahrung im Umgang mit einem Kreuzbandriss, der nicht immer einfach ist. „Ich weiß, was auf mich zukommt und was für ein langer und harter Weg das ist. Es gibt Tage, da denkst du: Warum machst du den ganzen Scheiß?“ Nach diesen Zweifeln aber kommen schnell wieder die Gedanken an das große Ziel: „Ich arbeite jeden Tag dafür, dass ich der Mannschaft wieder helfen kann, und dass ich hoffentlich so ein geiles Erlebnis wie die EM erleben darf und werde.“

https://twitter.com/fifaworldcup_de/status/1201482395582550016

Skeptiker als Motivation, Khedira als Mutmacher

Bereits in der Saison 2014/15 erwischte es den Defensivmann damals noch im Trikot der TSG 1899 Hoffenheim mit der gleichen, von Fußballern gemeinhin als schlimmstmöglichen Verletzung bezeichneten Knieblessur. Damals aber kam Süle sogar noch stärker zurück und will selbiges erneut schaffen. Von vielen für die EM schon abgeschrieben worden zu sein, dient Süle dabei als zusätzliche Motivation. So gebe es laut dem 24-fachen Nationalspieler nichts “Geileres“, als es “allen anderen zu zeigen, die sagen: ‚Der schafft es eh nicht zur EM'“.

Als Mutmacher für Süle dürfte auch die Geschichte von Sami Khedira dienen, der vor der WM 2014 sogar erst Mitte November ebenfalls einen Kreuzbandriss erlitt, es aber dennoch nicht nur zur Weltmeisterschaft nach Brasilien schaffte, sondern bereits zuvor im Champions-League-Finale für Real Madrid wieder auf dem Platz stand.

Bleibt Foda über die EM 2020 hinaus ÖFB-Teamchef?

Nach der WM 1998 konnte sich die österreichische Nationalmannschaft 18 Jahre lang nicht auf sportlichem Weg für ein großes Turnier qualifizieren. Lediglich bei der Europameisterschaft 2008 im eigenen Land sowie in der Schweiz war die Auswahl des ÖFB vertreten, scheiterte aber bereits in der Vorrunde.

Ebenso wie bei der EURO 2016 in Frankreich, wohin Österreich sogar als Geheimtipp gereist war. Doch David Alaba und Co. konnten die Erwartungen im ÖFB-Trikot nicht erfüllen und verpassten anschließend auch die Qualifikation für die WM 2018 in Russland, womit die lange Zeit erfolgreiche und immerhin sechs Jahre währende Ära von Marcel Koller als Nationaltrainer beendet war.

Foda mit der besten Bilanz aller österreichischen Nationaltrainer

Dass Kollers Vertrag nach der geglückten Qualifikation für die EM-Endrunde vorzeitig verlängert wurde, sieht man in der Nachbetrachtung beim ÖFB zwar nicht als gravierenden Fehler an, doch die Erinnerung an den Abwärtstrend nach dem Erfolg führt nun zur Vorsicht beim Umgang mit Kollers Nachfolger. Die Zukunft von Franco Foda, der mit dem 2:1-Sieg über Nordmazedonien bereits am vorletzten Spieltag das Ticket für die EM 2020 gelöst hat, ist vorerst nur bis zum nächsten Sommer geklärt.

Mit der erfolgreichen EM-Qualifikation 2020 hat sich Fodas Vertrag bis zur EM-Endrunde verlängert, doch ob der mit einem Schnitt von 2,1 Punkten pro Spiel beste Teamchef in der österreichischen Verbandsgeschichte noch vor dem Turnier ein neues Arbeitspapier erhält, ist fraglich.

Verbandschef Leo Windtner kündigte für die Zeit nach der erfolgreichen Qualifikation an, sich mit Foda zusammenzusetzen und die Situation analysieren zu wollen. Einen neuen Stand gibt es bislang nicht. Nach dem finalen Qualifikationsspiel am Dienstagabend in Lettland, wo Foda aus Gründen der Belastungssteuerung auf sechs vorzeitig zu ihren Vereinen zurückgekehrten Stammkräfte (David Alaba, Marko Arnautovic, Marcel Sabitzer, Martin Hinteregger, Konrad Laimer und Stefan Lainer) verzichtet, sollten die Gespräche aber zeitnah geführt werden, um zumindest eine gemeinsame Sprachregelung zu finden.

Grundsatzentscheidung zwischen Verein und Nationalmannschaft?

Foda hatte vor dem Spiel gegen Nordmazedonien gegenüber der Presseagentur APA noch durchklingen lassen, sich eine längerfristige Entscheidung zu wünschen: „Wenn man von einem Trainer überzeugt ist und der Trainer will, dann sollte man Nägel mit Köpfen machen. Wenn man nicht von einem Trainer überzeugt ist, sollte man das sagen. Ich bin immer für klare Kante.“

Nach der erfolgreichen EM-Qualifikation äußerte sich der 53-Jährige dann im “Kicker“ eher zurückhaltend und ließ seine Zukunft grundsätzlich offen: „Mein Vertrag hat sich jetzt mit der Qualifikation automatisch bis zum Ende der EM verlängert. Danach wird man sehen… Wenn der ÖFB das Gefühl hat, mit mir verlängern zu wollen, wird er auf mich zukommen. Bis dahin werde auch ich mir Gedanken machen, ob ich weiter als Nationaltrainer oder wieder als Vereinscoach arbeiten möchte.“

Man darf auf jeden Fall gespannt sein, wie es in dieser Personalie weiter geht. Klar scheint indes, dass eine Diskussion um einen auslaufenden Trainervertrag im Vorfeld der EURO ohne eine klare Vereinbarung zwischen allen Beteiligten kein geringes Unruhepotential in sich birgt.

Bei der EM Auslosung 2020 wird Österreich in Topf 3 gesetzt sein.

Niederlande-Kader für EM-Quali Abschluss mit 2 Neulingen

Die niederländische Nationalmannschaft ist noch einen kleinen Schritt von der Teilnahme an der Europameisterschaft 2020 entfernt. Nachdem die Elftal sowohl die EURO 2016 als auch die WM 2018 verpasst hat, würde am Samstag in Nordirland schon ein Punkt genügen, um endgültig das EM-Ticket zu lösen. Nordirland könnte zwar im Falle eines Unentschiedens am letzten Spieltag theoretisch noch nach Punkten aufschließen, hätte aber nach dem niederländischen 3:1-Erfolg im Hinspiel in Rotterdam im Oktober den direkten Vergleich verloren.

Sofern es in Nordirland eine Niederlage setzen sollte, bliebe der Niederlande drei Tage später mit dem Heimspiel gegen Estland noch eine weitere Chance, alles klar zu machen. Weil sich dann im Parallelspiel Deutschland und Nordirland gegenseitig die Punkte wegnehmen und die Niederlande auch den direkten Vergleich mit Deutschland gewonnen hat, könnte das Team von Trainer Ronald Koeman gegebenenfalls auch mit einem Heimsieg gegen Estland aus eigener Kraft die Reise zur EM buchen. Natürlich bliebe ansonsten auch noch das EM 2020 Play Off.

Depay und de Ligt fraglich

Koeman muss vor den beiden letzten EM-Qualifikationsspielen indes um mehrere Leistungsträger bangen. Während Shooting-Star Donyell Malen ebenso sicher ausfällt wie Flügelspieler Steven Bergwijn, stehen dicke Fragezeichen hinter den angeschlagenen Memphis Depay und Matthijs de Ligt.

Weil mit Malen und Bergwijn zwei Offensivkräfte sicher und mit Depay ein weiterer wahrscheinlich fehlen wird, hat Koeman für die vorderen Reihen im Vergleich zum Oktober gleich drei Akteure neu berufen. Wout Weghorst, der seit knapp eineinhalb Jahren als regelmäßiger Torschütze des VfL Wolfsburg glänzt und in den vergangenen Monaten vergeblich auf einen Anruf Koemans gehofft hatte, könnte erstmals seit Juni 2018 wieder für die Elftal auflaufen und zu seinem insgesamt vierten Länderspiel kommen.

Erstmals nominiert wurden derweil Myron Boadu und Calvin Stengs, die in den letzten Wochen im Trikot von AZ Alkmaar für mächtig Furore gesorgt haben. Der erst 18 Jahre alte Boadu gilt als große Mittelstürmerhoffnung, während der auch nur zwei Jahre ältere Stengs auf dem rechten Flügel zu Hause ist.

In der Fußball Weltrangliste der FIFA liegt die Niederlande auf dem 13. Platz.

Der niederländische Kader im Überblick

Tor: Jasper Cillessen (FC Valencia), Kenneth Vermeer (Feyenoord Rotterdam), Jeroen Zoet (PSV Eindhoven)

Abwehr: Patrick van Aanholt (Crystal Palace), Nathan Ake (AFC Bournemouth), Daley Blind (Ajax Amsterdam), Virgil van Dijk (FC Liverpool), Denzel Dumfries (PSV Eindhoven), Matthijs de Ligt (Juventus Turin), Joel Veltman (Ajax Amsterdam), Stefan de Vrij (Inter Mailand)

Mittelfeld: Donny van de Beek (Ajax Amsterdam), Frenkie de Jong (FC Barcelona), Davy Pröpper (Brighton & Hove Albion), Marten de Roon (Atalanta Bergamo), Kevin Strootman (Olympique Marseille), Georginio Wijnaldum (FC Liverpool)

Angriff: Ryan Babel (Galatasaray Istanbul), Steven Berghuis (Feyenoord Rotterdam), Myron Boadu (AZ Alkmaar), Luuk de Jong (FC Sevilla), Memphis Depay (Olympique Lyon), Quincy Promes (Ajax Amsterdam), Calvin Stengs (AZ Alkmaar), Wout Weghorst (VfL Wolfsburg)

Vasiliadis vor Debüt in der griechischen Nationalmannschaft

Die Hoffnung des SC Paderborn, dem ersten Saisonsieg gegen Fortuna Düsseldorf (2:0) weitere Erfolge folgen lassen zu können, hat sich nicht erfüllt. Stattdessen scheiterten die Ostwestfalen unter der Woche in der zweiten Runde des DFB-Pokals bei Bayer Leverkusen (0:1) und kassierten nun am Freitagabend bei der TSG 1899 Hoffenheim eine 0:3-Niederlage, die durchaus auch noch deutlicher hätte ausfallen können.

Bereits nach 26 Minuten lag der SCP in Sinsheim mit 0:3 zurück und schien einem Debakel entgegen zu steuern, ehe die Mannschaft von Trainer Steffen Baumgart halbwegs die Kurve bekam und mit einer Steigerung im zweiten Durchgang zumindest weitere Gegentore verhindert. An der achten Niederlage im zehnten Saisonspiel änderte der verbesserte Auftritt nach dem Seitenwechsel indes nichts mehr.

Vasiliadis macht auf sich aufmerksam

Auch Sebastian Vasiliadis war gegen die spielerische Überlegenheit Hoffenheims im Mittelfeld letztlich machtlos. Der 22-Jährige agierte zwar gewohnt fleißig und brachte es auf bemerkenswerte 12,64 Kilometer in den 90 Minuten, konnte aber gerade im Spiel nach vorne auch kaum Impulse setzen.

Nichtsdestotrotz ist Vasiliadis eine der wenigen positiven Erscheinungen in einer aus Paderborner Sicht bisher verkorksten Saison. Der zentrale Mittelfeldspieler, der nach seiner Verpflichtung vom VfR Aalen im Sommer 2018 bereits in der Zweitliga-Saison zu Shooting-Star avanciert ist und wesentlichen Anteil am Aufstieg hatte, ist längst ins Blickfeld anderer Vereine gerückt.

Borussia Mönchengladbach wird schon seit geraumer Zeit Interesse nachgesagt, aber auch weitere Bundesligisten dürften den 1,77 Meter großen Rechtsfuß auf dem Zettel haben. Weil Vasiliadis‘ Vertrag beim SCP nur noch bis 2021 läuft, wird sich wohl schon nach dieser Saison die Zukunftsfrage stellen. Denn dass Paderborn den Rotschopf ein Jahr später ablösefrei ziehen lässt, ist nicht zu erwarten.

Stattdessen darf man beim SCP auf eine satte Transfereinnahme hoffen. Auch deshalb, weil sich der Marktwert von Vasiliadis wohl zeitnah nochmals vergrößern wird. Denn der im baden-württembergischen Auenwald geborene Sohn eines Griechen und einer Deutschen steht vor seinem Länderspieldebüt – für Griechenland.

Debüt wohl schon im November

Vasiliadis, der auch für Deutschland spielen könnte, hat sich laut “Kicker“ bereits für die griechische Nationalmannschaft entschieden, die im Hinblick auf die WM 2022 vor einem Neuaufbau steht. Und dabei spielt Vasiliadis in den Plänen des niederländischen Nationaltrainers John van’t Schip und des als Spieler in der Bundesliga aktiven Technischen Direktors Kostas Kontantinidis (Hertha BSC, 1. FC Köln, Hannover 96) offenbar eine große Rolle.

Sofern bis dahin alle Formalitäten erledigt sind, wird Vasiliadis wohl schon im griechischen Kader für die letzten Spiele in der EM 2020 Qualifikation Mitte November in Armenien und gegen Finnland stehen. Dabei freilich handelt es sich aus griechischer Sicht nur noch um bessere Freundschaftsspiele, ist die Quali für die Fußball EURO 2020 doch angesichts von sieben Punkten Rückstand auf Rang zwei nicht mehr möglich.

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Bulgariens Nationaltrainer Balakov zurückgetreten

Die 0:6-Niederlage der bulgarischen Nationalmannschaft in der Qualifikation zur EM 2020 gegen England und ihre Begleiterscheinungen haben weitreichende Folgen. Nachdem nur drei Punkte aus den ersten sechs Qualifikationsspielen die EM 2020 Teilnahme schon vor dem Heimspiel gegen die Three Lions unmöglich gemacht hatten, hat die Begegnung vom vergangenen Montag in Sofia nun gleich mehrfache personelle Konsequenzen gezeitigt.

Zunächst gab Ex-Nationaltorwart Borislav Mihaylov auch auf Druck der bulgarischen Regierung seinen Rücktritt als Präsident des Fußballverbandes, der von der Politik für die rassistischen Vorfälle am Rande der Begegnung gegen England verantwortlich gemacht wurde, bekannt.

https://twitter.com/SportingLifeFC/status/1185445725896753153

Balakov mit desaströser Bilanz

Die Ereignisse, die europaweit für Entrüstung sorgten, bewogen nun mit etwas Verspätung auch noch weitere Mitglieder der Verbandsführung, ihre Ämter niederzulegen. Das freilich ging etwas unter, denn nahezu zeitgleich erklärte auch Trainer Krassimir Balakov seinen Rücktritt. Der frühere Mittelfeldstar, der lange Jahre auch für den VfB Stuttgart aktiv und Teil des Magischen Dreiecks mit Giovane Elber und Fredi Bobic war, hatte im Nachgang des Spiels gegen England kein glückliches Bild abgegeben.

Obwohl die Begegnung wegen rassistischer Beleidigungen gegen dunkelhäutige englische Profis in der ersten Halbzeit zwei Mal unterbrochen wurde und kurz vor dem Abbruch stand, erklärte Balakov im Anschluss an die Partie, nichts von rassistischen Vorfällen mitbekommen zu haben. Balakov sah sich daraufhin öffentlich in den vergangenen Tagen heftiger Kritik ausgesetzt. Ob der 53 Jahre alte Fußball-Lehrer, der sich mit etwas Verspätung dann doch noch per E-Mail bei der englischen Mannschaft entschuldigte, wegen des gewachsenen öffentliches Drucks die Brocken hingeworfen hat oder aber wegen der enttäuschenden sportlichen Entwicklung, ist offen.

Offiziell begründete der bulgarische Verband die Trennung von Balakov mit den “enttäuschenden Leistungen“ der Nationalelf in den letzten Monaten. Balakov hatte erst im Mai die Nachfolge seines ehemaligen Teamkollegen Petar Hubtchev angetreten, es aber nicht geschafft, der Mannschaft in die Erfolgsspur zu verhelfen. Stattdessen liest sich die Bilanz der kurzen Amtszeit Balakovs desaströs. Von fünf Spielen verlor Balakov vier und kam lediglich in Montenegro zu einem torlosen Unentschieden. Über die EM-Quali wird es also mit einer Endrundenteilnahme nicht mehr klappen, dafür wären die Bulgaren aber nach aktuellem Stand in den EM Playoffs 2020 spielberechtigt.

Zuschauerausschluss droht

Vor allem die Art und Weise der Niederlage gegen England dürfte sowohl Balakov als auch den Verantwortlichen zu denken gegeben haben. Wer nun im November im abschließenden Qualifikationsspiel zu Hause gegen Tschechien auf der Bank Platz nehmen wird, ist offen. Sehr wahrscheinlich ist indes, dass die Begegnung nach den Vorfällen der vergangenen Woche unter Ausschluss der Öffentlichkeit ausgetragen werden muss.

Die UEFA hat in jedem Fall Ermittlungen gegen den bulgarischen Verband eingeleitet, dem analog zu ähnlichen Vorfällen in anderen Ländern wie unter anderem der Slowakei neben einer Geldstrafe auch ein Zuschauerausschluss droht. Die Bedingungen für einen Neustart, unter welchem Trainer auch immer, könnten jedenfalls definitiv deutlich besser sein.

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