WM & EM News

Die EM 2020 ist das nächste Fußball Großereignis, auf das sich die Fans freuen dürfen. Bis zur Endrunde ist es jedoch ein langer Weg, hier findet ihr News und aktuelle Berichte zum Turnier und der Qualifikation. Welche Teams schaffen den Sprung zur Europameisterschaft 2020?

Salif Sane der einzige Schalker beim Afrika Cup

Am 1. Juli bittet David Wagner zu seiner ersten Übungseinheit als Trainer des FC Schalke 04. Der neue Coach der Königsblauen, der nach einer völlig enttäuschenden Saison mit einem langen Zittern um den Klassenerhalt wieder für einen Aufschwung sorgen soll, muss dann aber mit Salif Sane auf einen Eckpfeiler verzichten.

Verpasst Sane sogar den Bundesliga-Start?

Denn der 28 Jahre alte Innenverteidiger wurde in den Kader des Senegal für den Afrika-Cup in Ägypten berufen. Ab dem 21. Juni wird Sane als Teil der zum Favoritenkreis zählenden Auswahl von Trainer Aliou Diarra versuchen, zum ersten Mal überhaupt den Titel ins Land zu holen. Sane zählt zu den erfahrensten Akteuren und wird voraussichtlich mit Kalidou Koulibaly vom SSC Neapel die Innenverteidigung bilden. In der FIFA-Weltrangliste liegt der Senegal aktuell auf dem 22. Rang.

Sofern die Löwen von Teranga die Vorrunde überstehen und bis zum Ende um die Afrikameisterschaft kämpfen, wird Sane die Vorbereitung nahezu komplett verpassen. Das Endspiel in Kairo findet am 19. Juli statt und damit drei Wochen vor der ersten Runde im DFB-Pokal, dem ersten Pflichtspiel des FC Schalke 04.

Weil alle Nationalspieler in der Regel nach dem Tag des Ausscheidens noch drei Wochen Urlaub erhalten, droht Sane im Falle eines erfolgreichen Afrika-Cups sogar den eine Woche nach der ersten Pokalrunde angesetzten Bundesliga-Auftakt zu verpassen.

Bentaleb, Harit und Mendyl nicht nominiert

Anders als Sane fahren mit dem Algerier Nabil Bentaleb sowie den beiden Marokkanern Amine Harit und Hamza Mendyl drei weitere Akteure nicht mit ihren Nationen zur afrikanischen Kontinentalmeisterschaft. Das Trio wurde aus unterschiedlichen Gründen nicht berufen.

Während Bentaleb aufgrund einer Adduktoren-OP nicht einsatzfähig wäre, aber ohnehin mit seinen Leistungen im Trikot des FC Schalke 04 kaum Eigenwerbung betreiben konnte, verzichtete Marokkos Coach Herve Renard aus freien Stücken auf Harit und Mendyl.

Beide haben eine schwache Saison hinter sich und zählen ebenso wie Bentaleb zu den Verkaufskandidaten auf Schalke. Die Hoffnung der Verantwortlichen in Gelsenkirchen, dass sich Kreativkraft Harit und Außenverteidiger Mendyl in Marokko ins Blickfeld anderer Vereine spielen können, erfüllt sich nun allerdings nicht.

Stattdessen wird es kaum einfacher, für das Duo zahlungskräftige Abnehmer zu finden, zumal Schalke beim 2017 für acht Millionen Euro vom FC Nantes gekommenen Harit und beim erst 2018 für sechs Millionen Euro aus Lille geholten Mendyl ein größeres Verlustgeschäft vermeiden will.

Immerhin sind beide wie nach jetzigem Stand auch Bentaleb aber dabei, wenn sich David Wagner in den ersten Trainingseinheiten ein Bild von jedem einzelnen Spieler machen wird. Dann bietet sich allen die Gelegenheit, sich für eine Weiterbeschäftigung und mehr Einsatzzeiten als im vergangenen Spieljahr zu empfehlen.

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Deutscher U21 EM-Kader komplett

Zehn Tage vor dem ersten Gruppenspiel bei der U-21-Europameisterschaft in Italien und San Marino hat der DFB den offiziellen Kader der deutschen Mannschaft bekannt gegeben. Aus dem bisherigen, 27 Mann umfassenden Aufgebot musste Trainer Stefan Kuntz noch vier Akteure streichen, um auf die vorgeschrieben Anzahl von 23 Spielern zu kommen.

Den Sprung in den endgültigen Kader nicht geschafft haben Innenverteidiger Jordan Torunarigha und Rechtsverteidiger Lukas Klünter (beide Hertha BSC) sowie etwas überraschend die beiden Angreifer Cedric Teuchert (FC Schalke 04) und Janni Serra (Holstein Kiel). Zum einen überrascht, dass Kuntz damit nur drei Stürmer – Johannes Eggestein, Lukas Nmecha und Luca Waldschmidt – zur Endrunde mitnimmt und zum anderen, dass sich darunter kein echter Mittelstürmer befindet, den insbesondere Serra verkörpert hätte.

Teuchert wurde derweil eine enttäuschende Saison beim FC Schalke 04 mit nur fünf Einsätzen zu Verhängnis. Dass der schnelle Stürmer in acht U21-Länderspielen acht Tore erzielt hat, verhinderte das Aus kurz vor der EURO dagegen nicht.

Maier und Amiri sind dabei

Während das Quartett die Kunde von Trainer Kuntz sicherlich enttäuscht aufgenommen hat, ist die Freude bei Arne Maier und Nadiem Amiri umso größer. Beide verpassten den Endspurt in der Bundesliga verletzungsbedingt und galten lange als Wackelkandidaten. Während des Trainingslagers konnten die beiden Mittelfeldspieler aber offenbar in einem Maße überzeugen, dass Kuntz nicht auf sie verzichten möchte.

Ob es für beide schon gegen Dänemark reicht, um von Anfang an im DFB-Trikot aufzulaufen, bleibt freilich abzuwarten. Klar ist aber, dass Maier und Amiri im Laufe des aus deutscher Sicht hoffentlich langen Turnieres noch eine wichtige Rolle spielen sollen.

Für Teuchert, Torunarigha, Klünter und Serra ist das Trainingslager in Südtirol indes noch nicht beendet. Bis zur Abreise zum Turnier bleiben die vier Akteure bei der Mannschaft. Sollte sich ein anderer Spieler verletzen, könnte auch für dieses Quartett der EM-Traum noch wahr werden.

Und der eine oder andere Spieler des deutschen Junioren-Aufgebots wird es auch sicherlich zur EURO 2020 schaffen (hier alle EM 2020 Austragungsorte im Überblick).

Das endgültige Aufgebot der deutschen U21:

Tor: Florian Müller (1. FSV Mainz 05), Alexander Nübel (FC Schalke 04), Markus Schubert (Dynamo Dresden)

Abwehr: Waldemar Anton (Hannover 96), Timo Baumgartl (VfB Stuttgart), Benjamin Henrichs (AS Monaco), Lukas Klostermann (RB Leipzig), Maximilian Mittelstädt (Hertha BSC), Jonathan Tah (Bayer 04 Leverkusen), Felix Uduokhai (VfL Wolfsburg)

Mittelfeld: Nadiem Amiri (TSG Hoffenheim), Mahmoud Dahoud (Borussia Dortmund), Maximilian Eggestein (SV Werder Bremen), Robin Koch (SC Freiburg), Eduard Löwen (1. FC Nürnberg), Arne Maier (Hertha BSC), Florian Neuhaus (Borussia Mönchengladbach), Levin Öztunali (1. FSV Mainz 05), Marco Richter (FC Augsburg), Suat Serdar (FC Schalke 04)

Angriff: Johannes Eggestein (SV Werder Bremen), Lukas Nmecha (Preston North End), Luca Waldschmidt (SC Freiburg)

Tür für Mario Götze im DFB-Team weiterhin offen

Für die beiden letzten Länderspiele der Saison im Rahmen der Fußball EM 2020 Quali in Weißrussland (8. Juni) und gegen Estland (11. Juni) hat Bundestrainer Joachim Löw mit Julian Draxler (Paris Saint-Germain), Jonas Hector (1. FC Köln) und Bernd Leno (FC Arsenal) drei Akteure zurückgeholt, die im März gegen Serbien (1:1) und in den Niederlanden (3:2) nicht dabei waren und die zumindest so manchen Mutmaßungen zufolge als Kandidaten galten, die dauerhaft durchs Rost fallen könnten.

Nun aber ist das Trio wieder dabei und spielt somit augenscheinlich weiterhin eine Rolle in Löws Planungen. Das gilt auch für Mario Götze, obwohl der Finalheld der WM 2014 trotz einer starken Rückrunde im Trikot von Borussia Dortmund abermals nicht nominiert wurde. Gleichwohl ist die Tür für Götze im Deutschland-Trikot weiterhin offen, wie der Bundestrainer am Rande des DFB-Pokal-Finale zwischen dem FC Bayern München und RB Leipzig am Samstag in Berlin betonte. 

Löw stellt Götzes Comeback in Aussicht

Löw verwies im Interview mit der ARD zwar darauf, mit Marco Reus, Serge Gnabry, Leroy Sané, Timo Werner, Julian Draxler und Julian Brandt im offensiven Mittelfeld über “genug Möglichkeiten“ zu verfügen, machte aber auch deutlich, Götzes positive Entwicklung verfolgt zu haben und sich deshalb nach einer schwierigen Zeit“ wahnsinnig für den Mario“ zu freuen.

„In den letzten zwei, drei, vier Monaten hat man ihm angemerkt, dass er wieder sehr dynamisch und austrainiert wirkt“, so Löw, der Götze überdies „sehr gute Spiele“ attestierte und ein Comeback in der Nationalmannschaft in Aussicht stellte: „Wenn Mario so weitermacht, wird er auch zurückkommen.“

Elf Torbeteiligungen in der Rückrunde

Sein 63. und bislang letztes Länderspiel (17 Tore) bestritt Götze im November 2017, als er für die Schlussphase eingewechselt wurde und kurz vor Schluss den Ausgleich zum 2:2 durch Lars Stindl vorbereitete. Rund um diese Partie gegen Frankreich konnte Götze beim BVB indes nur bedingt überzeugen, woran sich auch im Jahr 2018 zunächst wenig änderte.

Erst im Herbst wurde der inzwischen 26-Jährige zunehmend stärker und war dann nach der Winterpause praktisch in der Startelf von Trainer Lucien Favre gesetzt. Sowohl als Mittelstürmer als auch in Vertretung des mehrfach gesperrten bzw. verletzten Marco Reus in der Rolle dahinter lieferte Götze gute Leistungen ab und kam in seinen 16 Bundesliga-Einsätzen anno 2019 auf sechs Tore und fünf Vorlagen.

In der neuen Saison machen Götze mit Julian Brandt, der bislang nur in der Nationalmannschaft ein Konkurrent war, sowie mit Thorgan Hazard indes zwei neue, hochkarätige Offensivkräfte den Platz streitig. Zudem könnte der BVB auch noch einen zusätzlichen Mittelstürmer verpflichten, womit es in den vorderen Reihen noch enger würde. Ob Götze auf die Fußball EM 2020 hoffen darf, wird folglich auch davon abhängen, ob es dem Weltmeister gelingt, sich in Dortmund durchzusetzen.

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Frankreich nach eineinhalb Jahren wieder mit Kingsley Coman

Die französische Nationalmannschaft bestreitet nach dem Ende der Saison noch drei Partien. Bevor es in der EM 2020 Qualifikation am 8. Juni in der Türkei und drei Tage später in Andorra wieder um Punkte geht, absolviert die Equipe Tricolore am 2. Juni im Stade de La Beaujoire – Louis Fonteneau in Nantes noch ein Testspiel gegen Bolivien.

Auch deshalb und weil mit Hugo Lloris sowie Moussa Sissoko (beide Tottenham Hotspur) noch zwei Akteure am 1. Juni das Finale der Champions League gegen den FC Liverpool in Madrid bestreiten, nominierte Trainer Didier Deschamps einen recht großen Kader mit 24 Akteuren für das Saisonfinale.

Coman letztmals im November 2017 im Einsatz

Erstmals seit dem 10. November 2017 und dem damaligen 2:0-Sieg gegen Wales könnte gegen Bolivien Kingsley Coman wieder für Frankreich auflaufen. Der 22 Jahre alte Flügelstürmer des FC Bayern München hatte nicht nur die WM 2018 in Russland verletzungsbedingt verpasst, sondern war auch im Herbst lange ausgefallen. Nun aber ist Coman wieder fit und brennt darauf, sich nach bislang 15 Länderspielen im Frankreich-Trikot und einem Tor auch in der Nationalmannschaft einen Stammplatz zu sichern.

Das freilich wird aufgrund der nach wie vor großen Konkurrenz im Offensivbereich sicher nicht einfach. Wie beim Gewinn der WM setzte Deschamps beim 4:0-Sieg Ende März in der EM-Qualifikation auf ein Offensivquartett bestehend aus Blaise Matuidi, Olivier Giroud, Antoine Griezmann und Kylian Mbappé, das auch weiterhin erste Wahl sein dürfte. Für Alexandre Lacazette, der den FC Arsenal mit drei Toren in den Halbfinals gegen den FC Valencia ins Endspiel der Europa League geschossen hat, ist unterdessen nicht einmal Platz im Aufgebot.

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In den drei Spielen, insbesondere gegen Bolivien und in Andorra wird sich aber sicherlich die Gelegenheit bieten, Dinge auszuprobieren. So dürfen mit Torwart Mike Maignan, Clement Lenglet und Leo Dubois drei Akteure auf ihr Debüt im Trikot des Weltmeisters hoffen.

Frankreich zählt natürlich zu den EM-Quali Favoriten und sollte sich ohne Probleme für die EM 2020 qualifizieren. In der Fußball Weltrangliste ist die Equipe Tricolore derzeit auf dem zweiten Platz zu finden.

Der Kader Frankreichs im Überblick:

Tor: Alphonse Areola (Paris St. Germain), Benjamin Lecomte (Montpellier), Hugo Lloris (Tottenham Hotspur), Mike Maignan (OSC Lille)

Abwehr: Lucas Digne (FC Everton), Leo Dubois ( Olympique Lyon), Clément Lenglet (FC Barcelona), Ferland Mendy (Olympique Lyon), Benjamin Pavard (VfB Stuttgart), Samuel Umtiti (FC Barcelona), Raphaël Varane (Real Madrid), Kurt Zouma (FC Everton)

Mittelfeld: N’Golo Kanté (FC Chelsea), Blaise Matuidi (Juventus Turin), Tanguy Ndombele (Olympique Lyon), Paul Pogba (Manchester United), Moussa Sissoko (Tottenham Hotspur)

Angriff: Wissam Ben Yedder (FC Sevilla), Kingsley Coman (FC Bayern München), Olivier Giroud (FC Chelsea), Antoine Griezmann (Atletico Madrid), Thomas Lemar (Atletico Madrid), Kylian Mbappé (Paris St. Germain), Florian Thauvin (Olympique Marseille)

Peru: Mit Paolo Guerrero zur Copa America?

Einen knappen Monat vor Beginn der Copa America in Brasilien (14. Juni bis 7. Juli) hat der peruanische Nationaltrainer Ricardo Gareca einen vorläufiger Kader mit 40 Akteuren bekannt gegeben, der noch auf 23 Spieler reduziert werden muss. Mit dabei im nun benannten Kreis der potentiellen Turnierspieler ist auch Paolo Guerrero, der nach verbüßter Dopingsperre in den vergangenen Wochen mächtig Eigenwerbung betrieben hat.

Der 35 Jahre alte Angreifer, der zwar seit August 2018 bei Internacional Porto Alegre unter Vertrag steht, aufgrund seiner Sperre aber erste seit Anfang April eingesetzt werden darf, erzielte in fünf Pflichtspielen für den brasilianischen Klub vier Tore. Direkt bei seinem Comeback am 10. April steuerte Guerrero zwei Treffer zum 3:2-Sieg im Vorrundenspiel der Copa Libertadores gegen CD Palestino aus Chile bei, blieb dann aber in seinem 45-minütigen Einsatz beim 1:0-Erfolg bei Alianza Lima in der peruanischen Heimat ohne Treffer. Peru war ja auch bei der WM 2018 in Russland im Einsatz.

Guerrero seit seinem Comeback mit vier Toren in fünf Spielen

Nachdem Guerrero anschließend den Saisonstart in Brasilien wegen Sprunggelenksproblemen verpasste, markierte der ehemalige Bundesliga-Profi (FC Bayern München, Hamburger SV) am zweiten Spieltag im Duell mit seinem Ex-Verein beim 2:1-Sieg den Führungstreffer. Und nach einem durchwachsenen Auftritt bei der 0:1-Niederlage bei Palmeiras Sao Paulo erzielte Guerrero am vergangenen Wochenende auch einen Treffer beim 3:1-Sieg über Cruzeiro Belo Horizonte.

Trotz wenig Spielpraxis scheint der 91-fache Nationalspieler, der bislang 36 Tore für Peru erzielt hat, in so guter Verfassung, dass an einer Nominierung für die Copa America kein Weg vorbei führt.

Neun Angreifer im vorläufigen Aufgebot

Neben Andre Carrillo (Al Hilal), Gabriel Costa (Colo Colo), Luiz Da Silva (Lobos BUAP), Jefferson Farfan (Lokomotive Moskau), Andy Polo (Portland Timbers), Kevin Quevedo (Alianza Lima), Yordy Reyna (Vancouver Whitecaps) und Raul Ruidiaz (Seattle Sounders) ist Guerrero einer von neun Stürmern im vorläufigen Aufgebot Perus, das in der Vorrunde der Copa America auf Venezuela (15. Juni), Bolivien (18. Juni) und Gastgeber Brasilien (22. Juni) trifft.

Obwohl eine Formation mit einem Mittelstürmer sowie zwei Außen nicht unwahrscheinlich ist, dürfte Coach Gareca kaum mehr als sieben Angreifer in seinen endgültigen Kader berufen. Mindestens zwei der genannten Offensivspieler müssen folglich noch bangen, wobei ein fitter Guerrero kaum gestrichen werden dürfte. Mit seiner Erfahrung auf höchstem Niveau, seiner Eigenschaft als Leader und seinem erst in den letzten Wochen wieder eindrucksvoll unter Beweis gestellten Torriecher kann Guerrero nicht nur in der Startelf, sondern gegebenenfalls auch als Joker eine wichtige Rolle einnehmen.

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Maximilian Mittelstädt noch als Hertha-Profi zur U21-Europameisterschaft?

Mit Niklas Stark und Mitchell Weiser waren zwei Akteure von Hertha BSC maßgeblich am Gewinn der U21-Europameisterschaft 2017 in Polen beteiligt. Während Stark in der deutschen Hintermannschaft für Ordnung sorgte, traf Weiser im Finale zum goldenen 1:0-Erfolg über Spanien. Der inzwischen in die A-Nationalmannschaft aufgestiegene Stark, wo er auch das Deutschland Trikot tragen darf, der dem Vernehmen nach von diversen Top-Klubs umworben wird, und der seit 2018 für Bayer Leverkusen aktive Weiser werden bei der anstehenden Mission Titelverteidigung altersbedingt nicht mehr dabei sein.

Wenn die von Stefan Kuntz trainierte Mannschaft bei der U21 EM 2019 vom 16. bis 30. Juni  in Italien und San Marino versucht, den 2017 errungenen Triumph zu wiederholen, sind dafür aber einige andere Akteure der Berliner Hertha dabei. Innenverteidiger Jordan Torunarigha, die beiden Außenverteidiger Lukas Klünter und Maximilian Mittelstädt sowie der zentrale Mittelfeldmann Arne Meier zählten in den vergangenen Monaten zum Kader von Trainer Kuntz. Vor allem Meier, der an einer Innenbandverletzung laboriert, droht das Turnier allerdings zu verpassen. Und auch Torunarigha hatte im Laufe der Saison immer wieder mit Blessuren, zuletzt am Sprunggelenk, zu kämpfen.

Mittelstädt debütiert im Oktober

Und Klünter, der bereits 2017, damals aber noch als Spieler des 1. FC Köln, in Polen dabei war, gilt eher als Ergänzungsspieler. Anders als Mittelstädt, der sich seit seinem Debüt im Oktober etabliert hat und auch von seiner Flexibilität profitieren könnte. Der 22-Jährige ist nicht nur als linker Verteidiger eine Option, sondern kann auch links offensiv agieren und kam bei Hertha BSC zuletzt sogar im zentralen Mittelfeld zum Zug.

Für Mittelstädt, der im März beim 2:2 gegen Frankreich sein erstes Tor für die U21 erzielte und in dieser Partie sowie danach beim 2:1-Erfolg in England jeweils in der Startelf stand, bietet die U21-Europameisterschaft auch eine Bühne, um sich zu präsentieren. Denn der Vertrag des gebürtigen Berliners bei der Hertha läuft im Sommer 2020 aus. Weil der Hauptstadtklub den 2012 von Hertha 03 Zehlendorf gekommenen Youngster dann keinesfalls ablösefrei verlieren möchte, laufen seit längerem Gespräche über eine Verlängerung.

Kein Bekenntnis zur Hertha

Gegenüber dem “Berliner Kurier“ äußerte sich Mittelstädt zu deren Stand nun recht zurückhaltend:“Noch ist nichts spruchreif. Die Rahmenbedingungen müssen stimmen.“ Zugleich schloss der Linksfuß auch nichts aus: “Ich kann nicht sagen, dass ich zu einhundert Prozent bleibe. Dazu ist das Geschäft zu schnelllebig.“

Mittelstädt hat sich zwar auch noch nicht mit anderen Angeboten beschäftigt, doch dass andernorts Interesse vorhanden ist, gilt als sicher. Möglich, dass die Personalie in den kommenden Tagen Fahrt aufnimmt, wobei nicht wirklich seriös zu prognostizieren ist, in welche Richtung. Aktuell ist zwar wahrscheinlich, dass Mittelstädt als Hertha-Profi zur U21-EM reisen wird, doch darauf wetten sollte man besser nicht. Ende Juni findet dann auch noch das Final Four der UEFA Nations League statt.

Tschechien: Soucek als Bundesliga-Profi zur EM 2020?

Mit der 0:5-Niederlage in Wembley gegen England hat die Qualifikation zur Europameisterschaft 2020 aus Sicht der tschechischen Nationalmannschaft natürlich alles andere als gut begonnen. Dass man mit dem Gastspiel bei den Three Lions das schwerste Spiel in Gruppe A bereits hinter sich hat, ist natürlich nur ein schwacher Trost, doch weil auch der zweite Platz für die Direktqualifikation reicht und auch die Gruppenkonkurrenz in England vermutlich nicht viel holen wird, ist für Tschechien noch alles drin.

Der ordentliche Auftritt bei der 1:3-Testspielniederlage gegen Brasilien vier Tage nach der Klatsche von London macht mit Blick auf die anstehenden Aufgaben auf jeden Fall Hoffnung. Weiter geht es für die tschechische Auswahl im Juni mit zwei enorm wichtigen Heimspielen gegen Bulgarien (7. Juni) und Montenegro (10. Juni), den beiden vielleicht stärksten Rivalen der Gruppe, der außerdem die nicht zu unterschätzende Auswahl des Kosovo angehört.

Soucek sorgt mit Slavia Prag international für Furore

Gesetzt ist nach jetzigem Stand für die beiden Schlüsselspiele Tomas Soucek, der sich in den vergangenen Monaten zur unumstrittenen Stammkraft im zentralen Mittelfeld aufgeschwungen hat. Der 24-Jährige hat zuletzt mit Slavia Prag auch international für Furore gesorgt und wurde erst im Viertelfinale der Europa League vom FC Chelsea gestoppt. Nach einer 0:1-Hinspielniederlage vor eigenem Publikum bereitete Slavia den Blues aber auch an der Stamford Bridge Probleme. Wesentlichen Anteil daran hatte Soucek, der nach einem schnellen und scheinbar aussichtslosen 0:3-Rückstand per Kopf auf 1:3 verkürzte und so eine Aufholjagd einleitete, die zwar angesichts einer 3:4-Niederlage nicht von Erfolg gekrönt war, Slavia aber europaweit Respekt einbrachte.

Dass Soucek als Torschütze zur Stelle war, ist trotz dessen Position im defensiven Mittelfeld kein Zufall. In der Europa League traf der 1,92 Meter große Sechser zweimal und bereitete drei Treffer vor. In der heimischen Fortuna Liga steht Soucek nach 28 Saisonspielen sogar bei bemerkenswerten zehn Toren, fünf davon per Kopf und lediglich zwei per Elfmeter erzielt.

Wechselzusage für den Sommer 2019?

Mit diesen Leistungen im Trikot des aktuellen Spitzenreiters der Fortuna Liga, dem beste Chancen auf die Meisterschaft eingeräumt werden, sowie als Stammspieler in der Nationalmannschaft hat Soucek natürlich auch außerhalb von Prag und Tschechien auf sich aufmerksam gemacht. So waren bereits im vergangenen Jahr mehrere Vereine aus Italien, unter anderem der AC Florenz und Atalanta Bergamo, interessiert. Slavia ließ seinen Führungsspieler damals aber nicht gehen, wohl aber verbunden mit der Zusage, im Sommer 2019 und damit ein Jahr vor Vertragsende wechseln zu dürfen, wenn die Ablöse stimmt. Konkret schweben Slavia umgerechnet rund zehn Millionen Euro Ablöse vor, die für die meisten Klubs aus den großen Ligen Europas zu stemmen wären.

Möglicherweise auch für den 1. FC Köln, dem laut tschechischen Medienberichten Interesse nachgesagt wird. Die Geißböcke haben den Aufstieg zwar noch nicht sicher, aber im Rennen um die Bundesliga eine hervorragende Ausgangsposition. Klar ist freilich, dass die Kölner Defensive angesichts von bereits 39 Gegentore in 30 Zweitliga-Spielen dringend verstärkt werden muss. Auch ein neuer Sechser, der im Idealfall Zweikampf- und Kopfballstärke sowie eine gewisse Grundschnelligkeit und Qualitäten im Aufbauspiel mitbringen soll, wird gesucht. Soucek würde definitiv ins Profil passen, wird aber voraussichtlich unter mehreren Offerten auswählen können. Ob die Wahl dann auf einen Bundesliga-Aufsteiger, für den es zuvorderst nur um den Klassenerhalt gehen dürfte, fallen wird, scheint fraglich. Insbesondere auch deshalb, weil Soucek sicherlich an den internationalen Auftritten mit Slavia Gefallen gefunden hat.

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Niederlande: Jean-Paul Boëtius träumt von der Nationalmannschaft

Als der 1. FSV Mainz 05 im Spätsommer 2018 rund 3,5 Millionen Euro an Feyenoord Rotterdam überwiesen hat, um sich die Dienste von Jean-Paul Boëtius zu sichern, war mit diesem Transfer eine gewisse Phantasie verbunden. Ein knappes Jahr später darf man konstatieren, dass den Verantwortlichen der Rheinhessen um Sportchef Rouven Schröder mit der Verpflichtung von Boëtius wieder einmal ein sehr guter Griff gelungen ist.

Der 25-Jährige, der im August noch in der Ehrendivision und in der Europa-League-Qualifikation für Feyenoord aufgelaufen ist, benötigte zwar etwas Anlaufzeit, stand dann aber am siebten Spieltag erstmals in der Startelf von Trainer Sandro Schwarz und ist seitdem weitgehend gesetzt. Von 25 Einsätzen bestritt Boëtius 20 von Anfang an und bringt es bislang auf zwei Tore und sechs Vorlagen.

Zunächst auch noch einige Male auf Linksaußen eingesetzt, hat Boëtius inzwischen seinen Platz im zentralen offensiven Mittelfeld gefunden und in dieser Rolle erst Anfang April seine bislang beste Partie im Mainzer Trikot absolviert. Beim 5:0-Kantersieg gegen den SC Freiburg traf Boëtius einmal selbst, bereitete zwei Tore direkt vor und leitete einen weiteren Treffer mit dem vorletzten Pass ein. Für die UEFA Nations League und die EM 2020 Qualifikation hat er noch keine Rolle gespielt.

Verbleib in Mainz nicht unwahrscheinlich

Obwohl es bei Mainz im Jahr 2019 abgesehen vom Erfolg über Freiburg und einem weiteren Sieg im Februar gegen den FC Schalke 04 (3:0) nicht wirklich rund läuft, konnte Boëtius dennoch auf sich aufmerksam machen. Längst wäre es keine Überraschung mehr, würden nach der Saison andere Vereine mit einem Angebot für den technisch beschlagenen Rechtsfuß vorstellig, wobei man in Mainz angesichts eines bis 2022 laufenden Vertrages am längeren Hebel sitzt und allenfalls bei einer sehr lukrativen Offerte ins Grübeln geraten würde.

Boëtius machte nun aber in “Bild“ deutlich, sich eine Zukunft in Mainz über diese Saison hinaus sehr gut vorstellen zu können: “Ich bin kein Reisender. Ich habe noch drei Jahre Vertrag und fühle mich richtig wohl. Es ist nicht so weit in die Heimat. In Mainz sind die Menschen freundlich und entspannt, meiner Freundin und mir gefällt es hier einfach gut.“

Einziges Länderspiel im Frühjahr 2014

In Mainz dürfte der in Rotterdam geborene Niederländer mit Wurzeln in Surinam, der auch schon für den KRC Genk in Belgien und den FC Basel in der Schweiz aktiv war, die Aussicht auf viel Spielzeit schätzen. Damit verbunden ist natürlich auch die Möglichkeit, sich für ein Comeback in der niederländischen Nationalmannschaft zu empfehlen, die von Boëtius‘ ehemaligem Trainer in Rotterdam, Ronald Koeman, gecoacht wird.

Gegenüber dem “Kicker“ verneinte Boëtius, der sein erstes und bislang einziges Länderspiel im März 2014 in Frankreich (0:2) bestritten hat, zwar aktuell einen Kontakt zu Koeman, ließ in “Bild“ nun aber durchblicken, die Elftal weiter im Hinterkopf zu haben: “Das ist kein Ziel, sondern ein Traum.“

Mit Leistungen wie in den vergangenen Wochen und Monaten könnte dieser Traum durchaus noch einmal wahr werden.

Julian Weigl: Nur über einen Vereinswechsel zurück in die Nationalmannschaft?

Am Samstagabend durfte Julian Weigl erst auf den Platz, als für Borussia Dortmund das Kind bereits in den Brunnen gefallen war. Der 23-Jährige kam beim Stand von 0:4 nach dem Seitenwechsel für den an diesem Tag völlig überforderten Dan-Axel Zagadou, der nicht beim fatalen Ballverlust vor dem zweiten Gegentreffer durch Robert Lewandowski eine schlechte Figur abgegeben hat, und half in der Innenverteidigung zumindest mit, die am Ende mit 0:5 ausgefallene Niederlage des BVB im Bundesliga-Spitzenspiel beim FC Bayern München noch halbwegs im Rahmen zu halten. Genau das könnte nun Auswirkungen auf die EM 2020 haben.

https://twitter.com/JuWeigl/status/1107005683281596418

Zufrieden war Weigl, der zwischen 2010 und 2015 beim TSV 1860 München ausgebildet wurde, mit dem 45-minütigen Einsatz an alter Wirkungsstätte aber natürlich nicht. Weigl äußerte sich zwar weder zu seinem Bankplatz zu Spielbeginn noch zu seinem ordentlichen Auftritt, doch ist es ein offenes Geheimnis, dass der fünffache A-Nationalspieler mit seiner Rolle unter Trainer Lucien Favre nicht glücklich ist.

Paris St. Germain weiter interessiert

Bis zum 17. Spieltag, als Favre in Weigl einen exzellenten Not-Innenverteidiger entdeckte, standen für den gelernten Mittelfeldspieler lediglich drei Einsätze in der Bundesliga zu Buche. Kein Wunder, dass im Herbst die Spekulationen über einen Abgang des gebürtigen Oberbayern immer weiter aufflammten, zumal es ein offenes Geheimnis ist, dass Ex-BVB-Coach Thomas Tuchel seinen früheren Musterschüler liebend gerne zu Paris St. Germain lotsen würde.

Sowohl im vergangenen Sommer als auch im Winter schob der BVB einem Abgang Weigls indes einen Riegel vor. Das könnte nach dieser Saison anders aussehen. Paris ist nach wie vor stark interessiert und sucht mit Hochdruck Verstärkung für die Sechser-Position, während Weigls Perspektiven in Dortmund auf seiner Stammposition aufgrund der Konkurrenz durch Axel Witsel, Thomas Delaney oder Mo Dahoud überschaubar sind.

Letztmals im März 2017 in der Nationalmannschaft im Einsatz

Trotz eines bis 2021 laufenden Vertrages ist alles andere als unwahrscheinlich, dass Weigl Dortmund nach vier Jahren den Rücken kehren wird, um wieder regelmäßig auf höchstem Niveau und zugleich auf seiner Lieblingsposition spielen zu können.

Auf diese Weise will sich Weigl natürlich auch für eine Comeback in der Nationalmannschaft empfehlen, für das angesichts seines nach wie vor jungen Alters noch alle Optionen bestehen. Mittlerweile sind allerdings über zwei Jahre vergangen, seitdem Weigl im März 2017 beim 1:0-Sieg über England just in Dortmund letztmals mit dem Bundesadler auf der Brust auflaufen durfte. Danach fehlte der EM-Teilnehmer von 2016 (kein Einsatz) durchweg im Kader von Bundestrainer Joachim Löw, der sich im zentralen Mittelfeld zuletzt anderweitig orientiert hat. Ein formstarker Weigl mit regelmäßiger Spielpraxis muss sich vor der Konkurrenz aber sicherlich nicht verstecken und könnte auch in der laufenden Qualifikation für die EM 2020 noch ein Thema werden – vorausgesetzt, in der kommenden Saison läuft es deutlich besser.

Albanien trennt sich von Christian Panucci – Mit Interimsduo gegen Andorra

Nach dem ersten Spieltag der Qualifikation für die Europameisterschaft 2020 gibt es bereits eine erste Trainerentlassung. Kurz nach der 0:2-Heimniederlage am Freitagabend gegen die Türkei teilte der EM-Teilnehmer von 2016 die Trennung von Christian Panucci mit. Grund dafür war laut dem albanischen Verband FSHF nicht nur die Niederlage gegen die Türkei, sondern vor allem die Fortsetzung eines Negativtrends im vergangenen Jahr, der mit dem Abstieg aus der Division C der UEFA Nations League einen vorläufigen Tiefpunkt erreicht hatte.

https://twitter.com/Albanian_Soccer/status/1109977160654168065

Panucci hatte die albanische Mannschaft im Juli 2017 von seinem erfolgreichen Landsmann Gianni de Biasi übernommen, allerdings nur vier von 15 Spielen gewonnen bei zwei Unentschieden und inklusive dem 0:2 gegen die Türkei neun Niederlagen. Der italienische Ex-Profi, der 57 Mal für die Squadra Azzura aufgelaufen ist, hatte vor seinem Engagement in Albanien als Co-Trainer der russischen Nationalmannschaft sowie als Chefcoach in seiner Heimat bei AS Livorno und Ternana Calcio fungiert.

Drei richtungsweisende Spiele bis Juni

Wer die Nachfolge Panuccis als Nationaltrainer Albaniens antreten wird, ist noch offen. Am zweiten Spieltag der EM 2020 Qualifikation am Montagabend in Andorra wird die Mannschaft um Kapitän Elsaid Hysaj (SSC Neapel) interimsweise vom bisherigen Assistenztrainer Ervin Bulku sowie dem erfahrenen, zuletzt aber nur noch im Nachwuchsbereich tätigen Sulejman Mema betreut. Als Dauerlösung kommt das Duo aber sehr wahrscheinlich nicht in Frage.

Nach dem Spiel in Andorra hat der Verband indes einige Wochen Zeit, um die Nachfolge zu regeln, geht es doch erst am 8. Juni mit dem Auswärtsspiel in Island weiter. Drei Tage danach erwartet Albanien am 11. Juni Moldawien. Nach dem Fehlstart gegen die Türkei, die zusammen mit Island als größter Rivale um den zweiten Platz hinter Top-Favorit Frankreich gesehen wird, stehen die Adler in diesen beiden Spielen sowie auch schon in Andorra unter Druck. Gelingen keine drei Siege, wird es bereits schwierig, die zweite EM-Teilnahme in der Geschichte des Verbandes noch zu realisieren, können doch in den beiden Spielen gegen Frankreich sowie im Rückspiel in der Türkei nicht unbedingte jeweils drei Punkte eingeplant werden.

Personelle Änderungen bereits gegen Andorra denkbar

Abzuwarten bleibt, inwieweit die beiden Interimstrainer die Mannschaft im Vergleich zur Pleite gegen die Türkei verändern. Durchaus vorstellbar, dass es zu mehreren Umstellungen kommt. Insbesondere in der Offensive, die sich gegen die türkische Defensive nur wenig in Szene setzen konnte, ist frisches Personal denkbar. Armando Sadiku oder Eros Grezda wären zwei Kandidaten, die für Schwung sorgen könnten.