WM & EM News

Die EM 2020 ist das nächste Fußball Großereignis, auf das sich die Fans freuen dürfen. Bis zur Endrunde ist es jedoch ein langer Weg, hier findet ihr News und aktuelle Berichte zum Turnier und der Qualifikation. Welche Teams schaffen den Sprung zur Europameisterschaft 2020?

Matthias Ginter stellt in der Nationalmannschaft keine Ansprüche

In fünf der sechs Länderspiele im Herbst 2018 stand der bei verkorksten WM 2018 nicht eingesetzte Matthias Ginter in der Startelf der deutschen Nationalmannschaft. Nicht zufällig, hat sich der Abwehrspieler doch nach seinem Wechsel von Borussia Dortmund zu Borussia Mönchengladbach im Sommer 2017 zu einem Führungsspieler bei einem Top-Klub der Bundesliga entwickelt. Der 25-Jährige hat überdies noch viele Jahre vor sich, während sich Konkurrenten wie Jerome Boateng oder Mats Hummels schon eher im Herbst ihrer Karriere befinden.

Daran, dass Borussia Mönchengladbach auf die Rückkehr in die Champions League hoffen darf, hat Ginter definitiv seinen Anteil. Nach einer Ende November erlittenen schweren Gesichtsverletzung war der gebürtige Freiburger zwar vor Weihnachten wochenlang außer Gefecht gesetzt, doch inzwischen ist Ginter zurück und gewillt, der Mannschaft aus einem kleinen Formtief zu verhelfen. Bei den jüngsten drei sieglosen Partien mit nur einem Punkt war Ginter stets einer der besseren Gladbacher. “Ich glaube, dass ich mit meinen Leistungen auch im Jahr 2019 sehr zufrieden sein kann. Mir ist wichtig, dass ich eine ständige Entwicklung bei mir erkenne“, analysierte der bei der Borussia in der Innenverteidigung gesetzte Defensivmann die jüngsten Begegnungen aus persönlicher Sicht im “Kicker“ durchaus nachvollziehbar.

Ginter stellt keine Ansprüche

Klar dürfte sein, dass Ginter dem Kader von Bundestrainer Joachim Löw für die Länderspiele Ende März auf freundschaftlicher Ebene gegen Serbien (20. März) und zum Auftakt der EM-Qualifikation 2020 in den Niederlanden (24. März) angehören wird. Davon, Forderungen zu stellen, ist der Gladbacher indes weit entfernt: “Ich bin kein Mensch, der Ansprüche stellt, ich betrachte mich immer als Teil der Mannschaft. Aber natürlich: Die Führungsrolle in Gladbach hat auch Auswirkungen auf die Nationalmannschaft. Und ich bin sehr dankbar für das Vertrauen des Bundestrainers. Dieses Vertrauen möchte ich mit Leistung zurückzahlen und dazu beitragen, dass Deutschland wieder unter die Top-Nationen zurückkehrt.“

Nicht von Bedeutung ist es für Ginter überdies, ob ihn der Bundestrainer als Innenverteidiger, wie auch schon häufiger als rechter Verteidiger einer Viererkette oder als Teil einer Dreierkette nominiert: “Ich bin flexibel, was die Position angeht.“

Große Konkurrenz im Defensivbereich

Mit den Routiniers Hummels und Boateng sowie Niklas Süle, Antonio Rüdiger, Thilo Kehrer oder Jonathan Tah ist die Konkurrenz im Abwehrzentrum allerdings nicht gerade gering. Und die meisten Konkurrenten können sich anders als Ginter regelmäßig auch auf internationaler Bühne präsentieren.

Nichtsdestotrotz ist es für Ginter in Sachen Zukunftsplanung nicht entscheidend, ob Gladbach kommende Saison in der Königsklasse dabei ist. “Meine sportliche und persönliche Zufriedenheit hängt nicht alleine von einer Teilnahme an der Champions League ab. Klar will jeder international, und auch da auf höchstem Niveau, spielen. Doch es gibt viele andere Faktoren, die für mich eine Rolle spielen, ob ich mich irgendwo wohlfühle“, so Ginter, der keinen Zweifel daran lässt, dass letzteres in Mönchengladbach der Fall ist und sich deshalb auch keine Gedanken über das kolportierte Interesse von Klubs wie dem FC Arsenal oder Tottenham Hotspur machen will.

Reus bei EM-Quali dabei?

Dass die vergangenen Wochen für Borussia Dortmund nicht den erhofften Lauf genommen haben, führen viele Beobachter auf das Fehlen von Marco Reus zurück. Der Kapitän erzielte im Achtelfinale des DFB-Pokals gegen den SV Werder Bremen kurz vor der Pause per sehenswertem Freistoß noch den 1:1-Ausgleich, musste dann aber mit einer Muskelverletzung in der Kabine bleiben und konnte das Aus nach Elfmeterschießen ebenso nur als Zuschauer verfolgen die die 0:3-Hinspielpleite im Achtelfinale der Champions League bei Tottenham Hotspur und die Punktverluste in der Bundesliga gegen die TSG 1899 Hoffenheim (3:3) und beim 1. FC Nürnberg (0:0).

Und nun erfüllte sich auch die Hoffnung des BVB, im Top-Spiel gegen Bayer Leverkusen wieder auf Reus bauen zu können, nicht. Der 29-Jährige, der mit 17 Toren und zehn Vorlagen in 27 Pflichtspielen eine überragende Saison spielt, ist nach wie vor nicht voll belastbar. Wie lange Reus für sein Comeback noch benötigt, lässt sich derzeit schwer prognostizieren, zumal sich sich der BVB nur sehr zurückhaltend zum Gesundheitszustand des Offensivmannes äußert.

Länderspiel-Auftakt in drei Wochen

Mit Interesse und durchaus auch mit Sorge dürfte man derweil auch beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) verfolgen, wie es mit Reus weitergeht. Schließlich stehen in nicht mehr allzu ferner Zukunft die ersten Länderspiele im Jahr 2019 auf dem Programm. Und ob Reus am 20. März im Testspiel in Wolfsburg gegen Serbien bei 100 Prozent sein wird, ist im Moment zumindest fraglich. Diese Begegnung dürfte Bundestrainer Joachim Löw auch als Testlauf für den Start in die Qualifikation für die Europameisterschaft 2020 sehen, die direkt mit der schwierigsten Aufgabe in den Niederlanden beginnt.

Der bislang fraglos unglücklichen Länderspiel-Karriere von Reus (bisher 37 Spiele im Deutschland Trikot) droht also ein weiteres Kapitel, wenn auch nur ein kurzes. Allerdings ist nicht unwahrscheinlich, dass Bundestrainer Löw schon Ende März weiter an einer funktionierenden Stammelf feilen wird, die sich freilich bereits im Herbst zumindest teilweise herauskristallisiert hat.

Große Konkurrenz im Offensivbereich

Dass der im Herbst mit Knieproblemen angeschlagene Reus in den letzten drei Länderspielen im Jahr 2018, als Löw den zuvor nur langsam vorangetriebenen Umbruch deutlich beschleunigt hat, lediglich beim 2:2 gegen die Niederlande zu einem 27-minütigen Kurzeinsatz kam, war im Kampf um die Plätze bereits ein Handicap. Auch, weil die neu installierte Dreier-Offensive mit Serge Gnabry, Timo Werner und Leroy Sane hervorragend funktioniert hat. Und weil sich Kai Havertz als Kandidat für die Zehner-Position, die für Reus auch im DFB-Team prädestiniert wäre, empfehlen konnte.

Es wäre also nicht nur für den BVB, sondern auch für Reus selbst enorm wichtig, möglichst bald auf den Platz zurückzukehren – idealerweise bereits am Freitagabend beim FC Augsburg. Deutschland gehört übrigens trotz der verkorksten WM 2018 in Russland natürlich auch zu den EM 2020 Quali Favoriten.

Paraguay: Juan Carlos Osorio folgt auf Eduardo Berizzo

Nach nur einem Spiel unter Juan Carlos Osorio hat die Nationalmannschaft Paraguays bereits wieder einen neuen Trainer. Nachdem Osorio überraschend seinen Rücktritt erklärt hatte, hab der paraguayische Fußballverband AFB die Verpflichtung von Eduardo Berizzo als Nachfolger bekannt, der Ende März bei den Freundschaftsspielen gegen Peru (23. März) und Mexiko (26. März) erstmals auf der Bank Platz nehmen wird.

Osorio, der noch bei der WM 2018 mit der mexikanischen Auswahl ins Achtelfinale eingezogen war und erst im September sein Amt angetreten hatte, nannte für seinen unerwartet Rückzug familiäre Gründe. Der 57 Jahre alte Kolumbianer stand somit lediglich im Testspiel im November in Südafrika, das 1:1 endete, in der Verantwortung und wird als Kurzzeittrainer in die Geschichte des paraguayischen Fußballs eingehen.

Berizzo zuletzt zweimal nach kurzer Zeit entlassen

Für Berizzo bietet der Nationaltrainerposten in Paraguay nun die Chance, seine zwei jüngsten, wenig erfolgreichen Stationen vergessen zu lassen. Nach drei überwiegend erfolgreichen Jahren bei Celta de Vigo war der Argentinier im Sommer 2017 zum FC Sevilla gewechselt, um die Nachfolge seines Landsmannes Jorge Sampaoli anzutreten. Die Zeit Berizzos in Sevilla stand allerdings unter einem alles andere als guten Stern. Kurz vor Weihnachten 2017 musste Berizzo bereits wieder seinen Hut nehmen und das wenige Wochen nach Bekanntwerden einer Prostatakrebs-Erkrankung, die ihn allerdings nur kurze Zeit von seiner Arbeit abhielt. Doch kurz nach seiner Rückkehr auf die Trainerbank musste Berizzo trotz des Einzugs ins Achtelfinale der Champions League mangels sportlichem Erfolg auf nationaler Ebene gehen.

Anschließend war der 49 Jahre alte Fußball-Lehrer ein halbes Jahr ohne Job, ehe ihn im Sommer 2018 der Ruf von Athletic Bilbao ereilte. Aber auch beim baskischen Traditionsklub erlebte Berizzo das Weihnachtsfest nicht mehr im Amt. Nach nur einem Sieg aus 14 Spielen und in Abstiegsgefahr schwebend zog Bilbao die Reißleine und trennte sich von Berizzo, der aber nun nicht lange arbeitslos war.

Copa America und WM-Qualifikation als große Ziele

Die Spiele Ende März gegen Peru und Mexiko bedeuten für Paraguay und Berizzo den Start in ein Jahr, in dem die Copa America 2019 in Brasilien im Vordergrund steht. Bei der südamerikanischen Kontinentalmeisterschaft bekommt es Paraguay bereits in der Vorrunde mit zwei dicken Brocken zu tun. Neben dem als Gastnation teilnehmenden Asienmeister Katar sind Kolumbien und Berizzos Heimatland Argentinien die Gegner.

Noch wichtiger als die Copa America ist für Paraguay, das bei den Weltmeisterschaften 2014 und 2018 fehlte, die Qualifikation für die WM 2022 in Katar. Die Südamerika-Qualifikation startet im März 2020. Dabei spielen wie gehabt alle zehn Teams an 18 Spieltagen in Hin- und Rückspiel zweimal gegeneinander.

Havertz & Werner gemeinsam für Bayern München?

Die deutsche Nationalmannschaft ist ohne Achse des FC Bayern München kaum vorstellbar. Aktuell ist allerdings auch unverkennbar, dass der Zahn der Zeit an langjährigen Nationalspielern des FCB nagt. Jerome Boateng, Mats Hummels oder Thomas Müller sind im Deutschland Trikot längst nicht mehr unumstritten und mit dem mittlerweile 32 Jahre alten Manuel Neuer gehört noch ein weiterer Weltmeister von 2014, der seit langem ein Eckpfeiler der deutschen Mannschaft ist, nicht mehr zu den ganz jungen Akteuren. Das war schon auch in der Nations League Deutschland Gruppe zu sehen.

Mit Niklas Süle, Leon Goretzka, Joshua Kimmich und Serge Gnabry haben sich die Bayern allerdings in den vergangenen Jahren bereits die Dienste von einigen jungen Spielern gesichert, die auf Jahre hinaus das Gesicht der DFB-Auswahl prägen und in die Fußstapfen von Hummels, Müller und Co. treten könnten. Gemäß der Philosophie des FC Bayern, dass nach Möglichkeit die besten deutschen Spieler in München ihr Geld verdienen sollen, ist aber gut vorstellbar, dass der Rekordmeister seine Fühler noch nach weiteren Akteuren ausstreckt, die in Deutschland am meisten versprechen.

Kovac äußerst sich zurückhaltend

Leroy Sane, den sich längst Manchester City gesichert hat, dürfte für den FC Bayern zwar nicht mehr erreichbar sein, doch dafür ist davon auszugehen, dass Timo Werner und Kai Havertz in den Fokus rücken. Schon seit längerem machen an der Säbener Straße Gerüchte die Runde, dass die Bayern sowohl Angreifer Werner von RB Leipzig als auch Spielmacher Havertz von Bayer Leverkusen loseisen wollen. Trainer Niko Kovac hat sich nun allerdings vom “Kicker“ auf die Spekulationen angesprochen recht zurückhaltend geäußert: „Beide sind sehr gute Spieler. Aber es können nicht alle guten Spieler dieser Welt in München spielen, weil es dann ein Hauen und Stechen gibt.“

Allerdings wollte Kovac generell keinen Einblick in die Personalplanungen der Bayern geben, die im kommenden Sommer aller Voraussicht nach mit vollen Taschen auf Einkaufstour gehen und den auch wegen des bevorstehenden Abschieds von Arjen Robben und Franck Ribery unvermeidlichen Umbruch vorantreiben wollen.

Und es wäre überraschend, würden die Münchner bei Werner und Havertz nicht ihren Hut in den Ring werfen, zumal beide auch bei der ganz großen internationalen Konkurrenz aus England und Spanien hoch im Kurs stehen sollen. Insbesondere bei Werner ist ein Wechsel nach dieser Saison alles andere als ausgeschlossen, da der Vertrag des 22-Jährigen in Leipzig nur noch bis 2020 läuft und die Roten Bullen noch eine (hohe) Ablöse kassieren wollen. Noch hat man in Leipzig die Hoffnung auf einen langfristigen Verbleib Werners nicht aufgegeben, doch ob der schnelle Angreifer einem wahrscheinlichen Lockruf aus München widerstehen kann, ist fraglich.

Havertz konzentriert sich auf Leverkusen

Etwas anders gelagert ist der Fall Havertz. Leverkusens Sportvorstand Rudi Völler betonte nach dem 2:0-Sieg am Sonntag gegen Fortuna Düsseldorf bei “Sky“ unter Verweis auf die vorhandenen Verträge einmal mehr, die neue Saison fest mit dem 19-Jährigen zu planen. “Wir haben ihn bis 2022 unter Vertrag. Deswegen können wir sehr ruhig schlafen. Kai wird im Sommer definitiv bleiben. Ganz sicher. Er fühlt sich hier wohl. Wir haben noch viel vor mit ihm“, so Völler, der zumindest zwischen den Zeilen auch eine Ausstiegsklausel verneinte.

Früher oder später, das weiß auch Völler, wird aber der Zeitpunkt kommen, an dem Havertz nicht mehr zu halten sein wird. Erst recht dann, wenn der Youngster in der anstehenden Qualifikation für die EM 2020 und dann bei der Endrunde selbst auf ganz großer Bühne überzeugen sollte. Soweit ist es im Moment aber noch nicht. Vielmehr dürfte man in Leverkusen die jüngsten Aussagen von Havertz gerne vernehmen: „Es ist natürlich eine Form der Anerkennung, wenn man vom Interesse großer Vereine hört. Aber ich kann das alles sehr gut ausblenden. Ich konzentriere mich nur auf Leverkusen. Bei Bayer fühle ich mich sehr wohl und will noch eine Menge mit der Mannschaft erreichen.“

Und zumindest mit Blick auf die Nationalmannschaft, in der Havertz nach vielversprechenden Auftritten im Herbst auch künftig fester Bestandteil sein wird, ist regelmäßige Spielpraxis bei Bayer sicher nicht das schlechteste.

Ärger um Yuya Osako – Werder sauer auf japanischen Verband

Viermal kam Yuya Osako bei der Asienmeisterschaft in den Vereinigten Arabischen Emiraten zum Einsatz und war mit vier Treffern sowie einer Vorlage einer der herausragenden Akteure im Aufgebot Japans. Direkt zum Auftakt zeichnete Osako mit zwei Treffern maßgeblich verantwortlich für den 3:2-Sieg gegen Turkmenistan, musste dann allerdings die letzten beiden Vorrundenspiele und im Achtelfinale pausieren.

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Erst in der Endphase des Viertelfinales gegen Vietnam (1:0) meldete sich Osako als Joker zurück, um dann im Halbfinale mit zwei Toren beim 3:0 gegen den Iran abermals zum Matchwinner zu avancieren. Auch im Endspiel gegen Katar stand der 28-Jährige in der Startelf, konnte aber trotz der Vorlage zum Anschlusstreffer durch Takumi Minamino die 1:3-Pleite Japans nicht verhindern. Bei der WM 2018 in Russland ist Japan noch in die K.o.-Phase aufgestiegen.

Kohfeldt lässt Verärgerung durchklingen

Nachdem Osako im Finale 90 Minuten lang mitgewirkt hatte, ging man beim SV Werder Bremen nachvollziehbarerweise davon aus, dass der Angreifer wenige Tage später in guter Verfassung zurückkehren und direkt wieder eine Alternative darstellen würde. Doch Werder erlebte eine böse Überraschung, kam Osako doch mit einer Sehnenreizung im Rücken und damit in nicht spielfähigem Zustand in Bremen an.
Dabei war man beim SV Werder davon ausgegangen, dass die Rückenblessur, wegen der Osako bereits drei Partien beim Asien-Cup verpasst hatte, keine Probleme mehr bereitet. “Wir hören von einer Verletzung. Er setzt ein bisschen aus. Wir kriegen die Info, dass alles okay ist. Dann spielt er wieder, und es passiert nichts Neues. Dann gehst du doch davon aus, dass du einen gesunden Spieler wieder bekommst“, gab Trainer Florian Kohfeldt nun einen Einblick in seine Gedankengänge und ließ zumindest zwischen den Zeilen erkennen, sauer auf den japanischen Verband zu sein.

Verletzung immerhin nicht schwerwiegend

“Wir waren schon etwas überrascht, dass er wiederkommt und nicht spielfähig ist. Fakt ist, dass er nicht verletzt zur Nationalmannschaft gefahren ist“, so Kohfeldt, der auch durchklingen lässt, dass aus seiner Sicht die Einsätze Osakos im Halbfinale und Finale des Asien-Cups nicht vertretbar waren, wenn der Offensivmann nur für Werder ausfällt: “Entweder er spielt da nicht oder er spielt dort und hier!“
Kohfeldt kündigte zudem an, die Geschehnisse aufarbeiten und das Gespräch mit den Verantwortlichen in Japan suchen zu wollen. Vor allem aber hofft der Werder-Coach, bald wieder auf Osako bauen zu können. Immerhin stehen die Chancen auf baldige Einsätze des 41-fachen Nationalspielers nicht schlecht. Die Rückenblessur soll nicht schwerwiegend sein, hindert Osako laut Kohfeldt aber derzeit “daran, schmerzfrei Fußball zu spielen.“ Ob es bis zum Spiel am Samstag bei Hertha BSC reicht, ist offen.

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Katar auf einem vielversprechenden Weg

Der Asien-Cup in den Vereinigten Arabischen Emiraten ist mit einer großen Überraschung zu Ende gegangen. Keines der hoch gehandelten Top-Teams aus Japan, Südkorea, dem Iran oder Australien gewann die asiatische Kontinentalmeisterschaft (oder natürlich die WM 2018 in Russland), sondern zum ersten Mal überhaupt holte Katar den Pokal. Und das keineswegs zufällig, sondern vom ersten bis zum letzten Spiel überzeugender Auftritt völlig verdient.

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Durch die Vorrunde marschierte der WM-Gastgeber von 2022 mit drei klaren Siegen gegen den Libanon (2:0), Nordkorea (6:0) und das stark eingeschätzte Saudi-Arabien (2:0) und blieb auch in den folgenden drei K.o.-Spielen ohne Gegentor. Nach einem 1:0 im Achtelfinale gegen den Irak warf Katar im Viertelfinale mit Südkorea (1:0) einen nächsten Mitfavoriten aus dem Wettbewerb und landete dann im Halbfinale gegen den Gastgeber aus den Vereinigten Arabischen Emiraten sogar einen deutlichen 4:0-Erfolg, der aufgrund der politischen Spannungen zwischen beiden Ländern von Ausschreitungen überschattet wurde.

Torjäger Almoez Ali mit neuem Asien-Cup-Rekord

Die Begegnung hatte dann auch noch ein Nachspiel, legten die VAE doch Protest gegen die Wertung des Spiels ein und warfen Katar vor, mit Almoez Ali und Bassam Al-Rawi zwei nicht spielberichtigte Akteure eingesetzt zu haben. Der asiatische Verband AFC lehnte den Protest aber ab und folgte der Ansicht Katars, das darauf verwies, dass die Mütter des im Sudan geborenen Ali und des aus dem Irak stammenden Al-Rawi in Katar geboren seien. Beide Akteure nahmen im Turnier eine Schlüsselrolle ein. Während der erst 21 Jahre alte Innenverteidiger Al-Rawi Bestandteil des enorm stabilen Defensive war, egalisierte der auch nur ein Jahr ältere Ali im Halbfinale mit seinem achten Turniertreffer den Asien-Cup-Rekord von Ali Daei aus dem Jahr 1996.

Und im Endspiel schnappte sich Ali dann sogar den alleinigen Rekord. Wie schon gegen Südkorea ging Katar gegen Japan als klarer Außenseiter ins Spiel, ging dann aber bereits nach zwölf Minuten eben durch Ali in Führung. Abdulaziz Hatem (27.) legte nach und Akram Afif machte die mit dem Anschlusstreffer durch Takumi Minamino (69.) aufgekeimten Hoffnungen Japans in der 83. Minute einem verwandelten Handelfmeter zum 3:1-Endstand endgültig zunichte.

Knapp vier Jahre vor der WM im eigenen Land hat Katar eine erste Duftmarke im Weltfußball gesetzt. Der Titelgewinn war zwar nicht wirklich zu erwarten, ist aber das Ergebnis einer langjährigen Aufbauarbeit unter Zuhilfenahme von Experten vor allem aus Spanien wie Nationaltrainer Trainer Félix Sánchez sowie diversen Kooperationen unter anderem mit dem belgischen Erstligisten KAS Eupen, der als Ausbildungsklub dient.

Ein Team mit Perspektive – Im Sommer bei der Copa America im Einsatz

Darüber hinaus besitzen die Talente im Land beste Bedingungen und werden vor allem in der längst über die Grenzen des kleinen Landes hinaus bekannte und zum Trainingslager gerne auch von Vereinen wie dem FC Bayern München oder Paris St. Germain genutzten Aspire Academy optimal ausgebildet. Dank der praktisch unbegrenzten finanziellen Mittel im Land, sind die Rahmenbedingungen exzellent und mit der aktuellen Nationalmannschaft ist bereits eine interessante Basis vorhanden. So sind 14 der 23 Spieler des Asien-Cup-Kaders maximal 25 Jahre alt. Und fünf der Akteure, die im Finale der Startelf angehörten, sind 22 Jahre oder jünger.

Gespannt darf man aber dennoch sein, ob Katar den aktuellen Erfolg bestätigen kann. Schon im Sommer wartet ein echter Prüfstein auf das Team, das als Gastnation bei der Copa America dabei ist und es bereits in der Vorrunde mit den Schwergewichten Argentinien und Kolumbien sowie Paraguay zu tun bekommt. Gerne möchten wir zum Abschluss noch auf die EM 2020 Sticker hinweisen. Diese gibt es bald zu kaufen.

Iran: Wer folgt auf Carlos Queiroz?

Mit sieben Punkten und 7:0-Toren aus den Vorrundenspielen gegen den Irak (0:0), Vietnam (2:0) und den Jemen (5:0) sowie sowie dem ungefährdeten 2:0 über den Oman im Achtelfinale und einem noch deutlicheren 3:0 über China im Viertelfinale galt der Iran vor den Halbfinal-Spielen der Asienmeisterschaft in den Vereinigten Arabischen Emiraten als heißester Titelkandidat.

Dann aber zogen die Perser im wohl vorweggenommenen Endspiel gegen zuvor nur bedingt überzeugende Japaner überraschend klar mit 0:3 den Kürzeren. Eine Niederlage, die zugleich die achtjährige Amtszeit von Trainer Carlos Queiroz beendet hat. Bei der WM 2018 in Russland war der Iran bereits nach der Gruppenphase ausgeschieden.

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Zunächst war nach der Pleite gegen Japan noch offen, ob Queiroz seine im April 2011 begonnene Tätigkeit fortsetzen würde. Dem Vernehmen nach soll der iranische Verband FFI durchaus großes Interesse daran gehabt haben, den 65 Jahre alten Portugiesen zu halten, allerdings nicht die finanziellen Mittel für eine weitere Zusammenarbeit.

Queiroz verlässt den Iran

Medienberichten zufolge soll der iranische Verband in wirtschaftlichen Schwierigkeiten stecken und unter anderem auch Queiroz sowie dessen Assistenten noch Gehälter schulden. Deshalb hieß es zuerst, der erfahrene Fußball-Lehrer würde so lange im Iran bleiben bis er und seine Mitarbeiter die vollständigen Zahlungen erhalten haben.

Laut der Nachrichtenagentur Isna soll Queiroz am Donnerstagmorgen das Land nun aber doch schon vorzeitig verlassen haben. Dem Bericht zufolge ist der frühere Assistent von Sir Alex Ferguson aus Teheran nach Lissabon geflogen. Die Ausreise erfolgte indes offenbar erst, nachdem Queiroz von Seiten des Verbandes die Bezahlung des ausstehenden Gehälter zugesichert worden ist.

Queiroz, der den Iran in seiner Amtszeit zu den Weltmeisterschaften 2014 und 2018 geführt hatte, aber jeweils nicht über die Vorrunde hinausgekommen sind, wurde bereits mit einem Engagement als Nationaltrainer Kolumbiens in Verbindung gebracht. Ob der Portugiese aber kurzfristig eine neue Herausforderung annehmen wird, ist noch offen, zumal die Trennung vom iranischen Verband bislang noch gar nicht offiziell bestätigt worden ist.

Große Namen in der Diskussion

Allerdings haben bereits die Spekulationen darüber begonnen, wer die Nachfolge von Queiroz antreten könnte. Dabei machen einige große Namen von Jürgen Klinsmann über Zinedine Zidane und Laurent Blanc bis hin zu Jose Mourinho die Runde, die vom iranischen Sportministerium sogar öffentlich als Kandidaten genannt wurden.

Realistisch ist es aktuell aber kaum, dass ein renommierter Coach aus dieser Kategorie den Job beim 30. der aktuellen Weltrangliste der FIFA übernehmen wird. Schon alleine aufgrund der finanziellen Schwierigkeiten, die im Zusammenhang mit den US-Sanktionen gegen den Iran stehen. Ein großes Problem stellt mit Blick auf die genannten Kandidaten auch dar, dass im Moment internationale Banken nicht mit dem Iran zusammenarbeiten dürfen, also derzeit kein Geld ins Ausland überwiesen werden kann.

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WM 2022: Ein Stadion fertiggestellt

Ob die Weltmeisterschaft 2022 in Katar mit 32 oder 48 Nationen ausgetragen wird, dürfte sich im März entscheiden, wenn im Rahmen des FIFA-Councils eine entsprechende Abstimmung vorgesehen ist. Danach dürfte dann relativ zeitnah auch klar sein, ob sämtliche Partien wie bislang geplant in Katar stattfinden oder es doch noch einen Co-Gastgeber gibt, was aufgrund der politischen Spannungen zwischen Katar und den Nachbarstaaten um Saudi-Arabien allerdings nichts ganz einfach zu realisieren sein dürfte.

In Katar laufen ungeachtet dessen die Vorbereitungen für die WM 2022, die aktuell auf eine alleinige Gastgeberrolle ausgerichtet sind, auf Hochtouren. In Sachen Stadienbau liegt Katar zwar im Zeitplan, doch fertiggestellt ist bislang nur das Khalifa National Stadium. Im Laufe des Jahres 2019 sollen drei weitere WM-Stadien fertig sein und die übrigen vier Stadien dann im Jahr 2020 komplettiert werden. Schon während der WM 2018 wollte man schon weiter sein.

Ein WM-Stadion wird komplett abgebaut

Bemerkenswert ist, dass Katar laut einem Bericht des “Kicker“ für alle acht WM-Stadien schon Pläne für die Zeit nach dem Turnier im November und Dezember 2022 hat. Wohl auch mit Blick auf einige Stadien in Japan und Südkorea (2002), Südafrika (2010), Brasilien (2014) und auch Russland (2018), die nach der Weltmeisterschaft teilweise nicht mehr oder nur noch selten wirklich gefüllt werden konnten und können, ist schon jetzt klar, wie es mit den katarischen WM-Stadien weitergeht.

Das bereits fertige Khalifa National Stadium ist auch nach der WM 2022 als Nationalstadion vorgesehen, in dem unter anderem regelmäßige Leichtathletik-Veranstaltungen stattfinden werden. Die Stadien in Al-Khor, Al-Wakrah, Al-Rayyan und die Arena Al-Thumama in Doha werden danach weiterhin von den ansässigen Vereinen für Fußballspiele genutzt, allerdings mit geringerer Kapazität. Dafür ist ein teilweiser Rückbau um durchschnittlich 20.000 Plätze im Vergleich zur WM-Kapazität geplant.

Sogar komplett abgebaut werden soll das Ras Abu Aboud, dessen attraktive Lage direkt am Meer dann wohl Platz für andere Bauten machen wird.

Nach 2022 Büros im Finalstadion

Für das mit 80.000 Plätzen größte WM-Stadion Lusail, in dem am 18. Dezember 2022 auch das Finale ausgetragen werden soll, ist auch keine weitere Nutzung für Fußballspiele angedacht. Das Lusail soll zwar in der Außenstruktur erhalten bleiben, doch im Inneren sind Büros und medizinische Einrichtungen geplant. Auch das Education City Stadium erhält einen neuen Zweck und steht nach der WM passend zu seinem Namen für Bildungszwecke zur Verfügung. Vorgesehen ist dort der Bau von zwei Schulen.

Einerseits ist es fraglos positiv, dass man sich in Katar frühzeitig Gedanken über die weitere Verwendung der Stadien macht, doch die Tatsache, dass gleich mehrere Stadien nur bei der Weltmeisterschaft richtig genutzt werden, lässt zwangsläufig die Frage aufkommen, ob die eingesetzten Finanzmittel nicht sinnvoller hätten verwendet werden können. Die ohnehin nicht abreißende Kritik an der WM-Vergabe nach Katar wird damit auf jeden Fall nicht leiser.

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Interkontinentale WM 2030 denkbar

Im März steht zwar nun erst einmal die mit Spannung erwartete Abstimmung darüber, ob bereits die WM 2022 in Katar mit 48 statt der bisherigen 32 Teilnehmer (wie etwa bei der WM 2018) ausgetragen wird, auf dem Programm und doch werfen auch schon die folgenden Turniere ihren Schatten voraus. Klar ist, dass 2026 erstmals mit 48 Teams gespielt wird und dann die USA, Kanada und Mexiko als gemeinsame Gastgeber fungieren werden. Wo die WM 2030 stattfinden wird, ist dagegen noch offen. Interessiert an der Ausrichtung sind aber gleich eine Reihe von Ländern.

Mit Argentinien, Paraguay und Uruguay planen drei südamerikanische Nationen eine gemeinsame Bewerbung hoffen 100 Jahre nach der ersten Weltmeisterschaft 1930 in Uruguay auf einen Bonus für die Ausrichtung der der Jubiläumsausgabe. Konkurrenzlos ist das Trio um Uruguay allerdings bei weitem nicht.

Arena Nationala Bukarest

Wikimedia, Mr. Lamna

Interkontinentale Bewerbung den Statuten nach möglich

Im Raum steht auch eine gemeinsame Bewerbungskampagne von Spanien, Portugal und Marokko. Nachdem Marokko schon fünfmal, zuletzt um die WM 2026, mit einer eigenständigen Bewerbung gescheitert ist, erhoffen sich die Nordafrikaner so wohl größere Chancen auf den Zuschlag. Dass dann zum ersten Mal eine Weltmeisterschaft auf zwei verschiedenen Kontinenten stattfinden würde, wäre laut Gianni Infantino kein Problem. Auf einer Pressekonferenz in Marrakesch betonte der FIFA-Präsident, dass grundsätzlich nichts gegen eine „interkontinentale“ Bewerbung von Spanien, Portugal und Marokko spreche. „Es steht nichts in den Statuten der FIFA, das eine mögliche Kandidatur verbieten würde“, so Infantino, der im Umkehrschluss durchblicken ließ, dass von Seiten der FIFA eine entsprechende Dreierbewerbung zugelassen würde.

Spanien und Portugal erhalten indes möglicherweise europäische Konkurrenz, was nicht ganz unbedeutend wäre, da sich die UEFA in diesem Fall voraussichtlich auf die Unterstützung einer Kampagne festlegen würde. Neben den iberischen Ländern erwägen auch England, Nordirland, Schottland, Wales und Irland eine gemeinsame Austragung der WM auf der Insel.

Nur Außenseiterchancen für eine südosteuropäische Bewerbung

Darüber hinaus wollen auch die vier südosteuropäischen Länder Bulgarien, Griechenland, Rumänien und Serbien an den im Herbst publik gemachten Plänen, sich gemeinsam um die Austragung der WM 2030 bewerben zu wollen, festhalten. Zuletzt kamen die Regierungs- und Staatschefs der vier Länder am 22. Dezember in Varna zusammen und riefen ein Organisationskomitee ins Leben, das zum ersten Mal im Februar zusammenkommen soll.

Nach aktuellem Stand würde eine Bewerbung aus Südosteuropa allerdings als klarer Außenseiter gelten. Obwohl die Chancen auf den Zuschlag schon alleine deshalb mutmaßlich eher gering sind, weil in Sachen Infrastruktur und Stadien reichlich Nachholbedarf vorhanden wäre, wollen Bulgarien, Griechenland, Rumänien und Serbien ihre Ankündigungen mit Leben füllen und eine Bewerbungsmappe einreichen. Als nicht unwesentlicher Grund dafür gilt, dass in allen vier Ländern im Jahr 2019 Wahlen stattfinden – und die Regierungschefs mit einer WM-Bewerbung auf viele Stimmen hoffen können.

Mehrheit für WM 2022 mit 48 Teams

Schon jetzt wird as nächste Council-Meeting der FIFA im März in Miami mit großer Spannung erwartet. Denn dann wird erwartet, dass endgültig darüber entschieden wird, ob bereits bei der Weltmeisterschaft 2022 48 anstatt der bisherigen 32 Nationen an den Start gehen. Ab der WM 2026 ist eine Erweiterung des Teilnehmerfeldes um 16 Mannschaften bereits beschlossene Sache. Diese Diskussion gab es bereits während der WM 2018 in Russland.

Infantino will Machbarkeit prüfen

Geht es nach FIFA-Präsident Gianni Infantino wird die Erweiterung aber bereits um vier Jahre vorgezogen. Und wie der 48-Jährige im Rahmen des „Executive Football Summit“ in Marrakesch erklärte, ist ein großer Teil der nationalen Verbände dafür, bereits 2022 in Katar mit 48 Mannschaften zu spielen. „Die Mehrheit der Verbände möchte, dass es so kommt“, so Infantino, der allerdings einschränkte und auf eine Machbarkeitsstudie verwies, mit der eruiert werden soll, ob das flächenmäßig kleine Katar eine WM mit derart vielen Teams überhaupt stemmen könnte. Nicht zum ersten Mal brachte Infantino in diesem Zusammenhang eine Ausweitung auf den einen oder anderen Nachbarstaat ins Gespräch: “Wir müssen sehen, ob es organisatorisch möglich ist. Natürlich wäre es schwierig, eine WM mit 48 Mannschaften allein in Katar auszurichten. Einige Spiele müssten in den Nachbarländern ausgetragen werden.“

Dass das Klima zwischen Katar auf der einen sowie den angrenzenden Ländern um Saudi-Arabien alles andere als gut ist, weiß aber natürlich auch Infantino. So wirft eine von Saudi-Arabien angeführte Allianz mit Bahrain, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Ägypten Katar unter anderem die Unterstützung von terroristischen Organisationen vor. Diplomatische Beziehungen zwischen Katar und der Allianz gibt es derzeit deshalb nicht. „Wir reden über Fußball, nicht über Politik“, betonte Infantino zwar, zeigte sich in dieser Hinsicht aber zurückhaltend und machte deutlich, dass die FIFA alleine keine Entscheidung treffen könne ohne dass Katar involviert ist: “Wir werden sehen, was möglich ist.“

Eckert sieht finanzielle Gründe

Während Infantino Mitte März eine Abstimmung anstrebt, hat sich mit Hans-Joachim Eckert der ehemalige Richter der Ethikkommission der FIFA zu Wort gemeldet und die Pläne Infantinos scharf kritisiert. “Der Hintergrund ist aus meiner Sicht nur der, dass man mit mehr Mannschaften mehr Geld für die Fernsehrechte verlangen kann“, erklärte Eckert gegenüber der Deutschen Presse-Agentur (dpa) und meldete zugleich Zweifel daran an, dass Katar innerhalb der nächsten drei Jahre die für eine Mammut-WM nötige Infrastruktur schaffen kann. Katar besitze laut Eckert zwar “Geldmittel ohne Ende“, müsse aber auch die Logistik stemmen. So müssten Stadien gebaut werden, für die wiederum Arbeitskräfte nötig sein und bereits jetzt werden über die schlechten Bedingungen auf den WM-Baustellen viel diskutiert.

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