Grischa Prömel im vorläufigen DFB-WM-Kader – Hoffenheimer mit Chancen?

Die Spannung im Hinblick auf den 10. November steigt. Dann will der Deutsche Fußball-Bund (DFB) seinen 26 Mann umfassenden Kader für die Fußball-WM 2022 in Katar offiziell verkünden – und damit sogar vier Tage vor der Frist der FIFA, die die endgültigen Aufgebote erst am 14. November verlangt.

Zum vorläufigen Aufgebot, das Bundestrainer Hans-Dieter Flick dem Weltverband bis zum 21. Oktober übermitteln musste und das bis zu 55 Akteure umfassen durfte, gibt es derweil weiterhin keine offiziellen Informationen. Sicher scheint aber inzwischen, dass die von “Bild“ vermeldete Liste mit 44 Spielern nicht in Gänze korrekt ist. „Nicht alle gehandelten Namen stimmen. Es stehen auch ein paar Spieler drauf, die bei uns bislang keine Rolle gespielt haben“, ließ Flick in einem Interview mit “RTL“ bereits durchblicken, dass nicht alle der vom Boulevard aufgelisteten Akteure tatsächlich auf der Liste des DFB stehen.

Gut möglich daher, dass Spieler wie Luca Netz (Borussia Mönchengladbach), Robin Knoche, Rani Khedira (beide 1. FC Union Berlin) oder Youssoufa Moukoko (Borussia Dortmund), die bisher noch gar nicht nominiert waren oder der jahrelang nicht mehr berücksichtigte Christoph Kramer, immerhin aber Weltmeister von 2014, kein wirkliches Thema für die WM sind.

Für Deutschland startet der WM-Spielplan 2022 am 23. November gegen Japan. Spanien und Costa Rica sind die anderen zwei Gegner in WM 2022 Gruppe E, die es am Weg ins Achtelfinale der Fußball-WM zu schlagen gilt.

Prömel verrät Nominierung selbst

Anders ist die Lage bei Grischa Prömel von der TSG 1899 Hoffenheim, den “Bild“ nicht als potentiellen WM-Fahrer nannte, der aber nun selbst im Anschluss an das Hoffenheimer 1:1 beim 1. FC Köln am Sonntagabend verriet, auf der vorläufigen Kaderliste zu stehen. „Ich habe eine Info bekommen vom Verein. André Breitenreiter hat mich informiert, dass ich auf dieser Liste stehe“, berichtete der Mittelfeldspieler bei “DAZN“ von einem Gespräch mit seinem Trainer, der vorab von Flick informiert worden war.

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Prömel hegt deshalb natürlich die Hoffnung, es tatsächlich ins Aufgebot zu schaffen und will sich in den beiden verbleibenden Partien bis zur endgültigen Kaderbekanntgabe empfehlen: „Ich kann nichts anderes machen, als jedes Wochenende Vollgas zu geben. Und dann hoffe ich darauf, dass ein Spieler wie ich in der Mannschaft gefragt ist.“

Große Konkurrenz sowohl defensiv als auch offensiv

Für Prömel spricht, dass Flick den 27-Jährigen von den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro, als der heute Bundestrainer als DFB-Sportdirektor fungierte und vor Ort war, bestens kennt. Dass Prömel als Mannschaftsspieler gilt, könnte ebenfalls ein Plus sein, doch gegen eine erstmalige Nominierung just für die WM-Endrunde spricht die Konkurrenz im zentralen Mittelfeld, wo der frühere Profi von Union Berlin zwar sowohl defensiv als auch offensiv eingesetzt werden kann, jeweils aber mehrere Hochkaräter vor der Nase hat.

Defensiv wird an Joshua Kimmich, Leon Goretzka und Ilkay Gündogan, die die wohl zwei Plätze unter sich ausmachen werden, kaum ein Weg vorbeiführen. Offensiv ist Flicks Auswahl mit Thomas Müller, Jamal Musiala, Kai Havertz und Julian Brandt sowie möglicherweise den derzeit noch nicht wieder fitten Marco Reus, Jonas Hofmann und Florian Wirtz nochmals größer. Es wäre deshalb bei allen Qualitäten von Prömel, die auch der Bundestrainer schätzt, schon eine große Überraschung, würde es für das finale Aufgebot von Deutschland als einem der WM 2022 Favoriten reichen.