WM & EM News

Die EM 2020 ist das nächste Fußball Großereignis, auf das sich die Fans freuen dürfen. Bis zur Endrunde ist es jedoch ein langer Weg, hier findet ihr News und aktuelle Berichte zum Turnier und der Qualifikation. Welche Teams schaffen den Sprung zur Europameisterschaft 2020?

Albanien trennt sich von Christian Panucci – Mit Interimsduo gegen Andorra

Nach dem ersten Spieltag der Qualifikation für die Europameisterschaft 2020 gibt es bereits eine erste Trainerentlassung. Kurz nach der 0:2-Heimniederlage am Freitagabend gegen die Türkei teilte der EM-Teilnehmer von 2016 die Trennung von Christian Panucci mit. Grund dafür war laut dem albanischen Verband FSHF nicht nur die Niederlage gegen die Türkei, sondern vor allem die Fortsetzung eines Negativtrends im vergangenen Jahr, der mit dem Abstieg aus der Division C der UEFA Nations League einen vorläufigen Tiefpunkt erreicht hatte.

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Panucci hatte die albanische Mannschaft im Juli 2017 von seinem erfolgreichen Landsmann Gianni de Biasi übernommen, allerdings nur vier von 15 Spielen gewonnen bei zwei Unentschieden und inklusive dem 0:2 gegen die Türkei neun Niederlagen. Der italienische Ex-Profi, der 57 Mal für die Squadra Azzura aufgelaufen ist, hatte vor seinem Engagement in Albanien als Co-Trainer der russischen Nationalmannschaft sowie als Chefcoach in seiner Heimat bei AS Livorno und Ternana Calcio fungiert.

Drei richtungsweisende Spiele bis Juni

Wer die Nachfolge Panuccis als Nationaltrainer Albaniens antreten wird, ist noch offen. Am zweiten Spieltag der EM 2020 Qualifikation am Montagabend in Andorra wird die Mannschaft um Kapitän Elsaid Hysaj (SSC Neapel) interimsweise vom bisherigen Assistenztrainer Ervin Bulku sowie dem erfahrenen, zuletzt aber nur noch im Nachwuchsbereich tätigen Sulejman Mema betreut. Als Dauerlösung kommt das Duo aber sehr wahrscheinlich nicht in Frage.

Nach dem Spiel in Andorra hat der Verband indes einige Wochen Zeit, um die Nachfolge zu regeln, geht es doch erst am 8. Juni mit dem Auswärtsspiel in Island weiter. Drei Tage danach erwartet Albanien am 11. Juni Moldawien. Nach dem Fehlstart gegen die Türkei, die zusammen mit Island als größter Rivale um den zweiten Platz hinter Top-Favorit Frankreich gesehen wird, stehen die Adler in diesen beiden Spielen sowie auch schon in Andorra unter Druck. Gelingen keine drei Siege, wird es bereits schwierig, die zweite EM-Teilnahme in der Geschichte des Verbandes noch zu realisieren, können doch in den beiden Spielen gegen Frankreich sowie im Rückspiel in der Türkei nicht unbedingte jeweils drei Punkte eingeplant werden.

Personelle Änderungen bereits gegen Andorra denkbar

Abzuwarten bleibt, inwieweit die beiden Interimstrainer die Mannschaft im Vergleich zur Pleite gegen die Türkei verändern. Durchaus vorstellbar, dass es zu mehreren Umstellungen kommt. Insbesondere in der Offensive, die sich gegen die türkische Defensive nur wenig in Szene setzen konnte, ist frisches Personal denkbar. Armando Sadiku oder Eros Grezda wären zwei Kandidaten, die für Schwung sorgen könnten.

Österreich: Ohne David Alaba nach Israel

Die österreichische Nationalmannschaft hat den Start in die Qualifikation für die Europameisterschaft 2020 verpatzt. Im Duell der Gruppenfavoriten unterlag die Auswahl des ÖFB am Donnerstagabend Polen im Wiener Ernst-Happel-Stadion durch ein Tor von Krzysztof Piatek mit 0:1. Am zweiten Spieltag der Gruppe G steht Österreich nun schon unter Druck, wenn es am Sonntag (18 Uhr) in Haifa gegen Israel geht. Dass dort seit 1. August 2018 der 103-fache österreichische Nationalspieler Andreas Herzog, der sich schon mehrfach vergeblich Hoffnungen auf das Amt des ÖFB-Teamchefs machte, als Trainer fungiert, verleiht dieser Paarung zusätzliche Brisanz.

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Verzichten muss Österreich in Israel auf David Alaba. Der Profi des FC Bayern München, der schon in den vergangenen Wochen immer wieder über Oberschenkelprobleme klagte und im Verein mehrfach geschont wurde, trat die Reise nach Israel nicht mit an, wie der österreichische Verband am Freitag mitteilte. Alaba, der gegen Polen noch die vollen 90 Minuten auf der linken Außenbahn absolviert hatte, stehe “wegen anhaltender muskulärer Probleme“ nicht zur Verfügung.

Entscheidung um Mitternacht

Wie Trainer Franco Foda vor der Abreise nach Israel verriet, war schon in der Pause der Partie gegen Polen fraglich, ob Alaba würde weitermachen können: „David hatte schon in der Halbzeit Probleme mit der Muskulatur. Er hat dann durchgespielt“, so Foda, der an der Entscheidung, in Israel auf Alaba zu verzichten, beteiligt war: “Wir haben uns dann um Mitternacht noch mit den Ärzten und Physiotherapeuten zusammengesetzt und beschlossen, dass er – auch nach seinen Aussagen – am Sonntag nicht in der Lage ist zu spielen.“

Zugleich machte Foda keinen Hehl daraus, dass der Ausfall des Leistungsträgers “sehr schmerzhaft“ sei. Allerdings betonte Foda auch, die Aufgabe in Israel auch ohne Alaba mit voller Entschlossenheit in Angriff nehmen zu wollen: „David hat ein sehr gutes Spiel gegen Polen gezeigt, ist ein Führungsspieler und wichtiger Bestandteil der Mannschaft. Aber er fällt aus und ich beschäftige mich nur mit den Spielern, die ich an Bord habe.“

Andreas Ulmer als möglicher Ersatz

Möglicherweise rückt nun Salzburgs Andreas Ulmer für Alaba auf die linke Außenbahn. Als Option gilt es aber auch, statt einer Dreier- eine Viererkette aufzubieten. Bei dieser Variante würde Maximilian Wöber, gegen Polen linkes Glied einer Dreierkette, als linker Außenverteidiger agieren. In einem 4-2-3-1 würde dann ein Platz im offensiven Mittelfeld frei, für den auf dem linken Flügel etwa Florian Kainz oder Karim Onisiwo in Frage kämen.

Der Ausfall von Alaba erweitert unterdessen das ohnehin stattliche Lazarett des ÖFB. So fallen in Israel auch die Angreifer Michael Gregoritsch (grippaler Infekt) und Guido Burgstaller (Zahn-OP), Mittelfeldallrounder Alessandro Schöpf (Knieverletzung) sowie die Youngsters Philipp Lienhart (Gehirnerschütterung) und Hannes Wolf (Sprunggelenksverletzung) weiterhin aus. Nichtsdestotrotz sollte sich Österreich nach der Heimpleite gegen Polen keine weitere Niederlage erlauben, um nicht schon frühzeitig komplett mit dem Rücken zur Wand zu stehen. Weitere interessante Infos:

Frankreich startet mit 23-Mann-Kader in die EM-Qualifikation – Kingsley Coman zurück

Auch für den Gewinner der WM 2018 in Russland, Frankreich, wird es wieder ernst. Die Equipe Tricolore startet am 25. März mit einem Heimspiel gegen Island in die Qualifikation für die EM 2020. Zur Vorbereitung auf die Neuauflage des EM-Viertelfinales von 2016 (5:2 für Frankreich) bestreitet die Mannschaft von Trainer Didier Deschamps drei Tage zuvor ein Testspiel in Moldawien. Für die beiden Begegnungen hat Deschamps nun einen 23 Akteure umfassenden Kader benannt.

https://twitter.com/equipedefrance/status/1106179505784266752

Dembele fällt verletzt aus

Mit Kingsley Coman, Samuel Umtiti, Paul Pogba und Anthony Martial kehren vier Spieler in den Kreis der Nationalmannschaft zurück, die im Herbst verletzungsbedingt den Abschluss der Nations League verpasst hatten. Für Coman ist es sogar das Comeback nach 16 Monaten Abwesenheit. Der 22 Jahre alte Flügelspieler ist gerade erst beim Achtelfinal-Aus des FC Bayern München in der Champions League gegen den FC Liverpool nach einer Muskelverletzung zurückgekehrt und hat direkt wieder angedeutet, in großen Spielen den Unterschied ausmachen zu können. Bei der Nationalmannschaft ist der schnelle Flügelspieler aber zunächst wohl nur als Ersatz eingeplant.

Durch den Ausfall von Ousmane Dembele, der beim 5:1-Sieg des FC Barcelona gegen Olympique Lyon nach seiner Einwechslung den Schlusspunkt setzte, sich in dieser Partie aber auch einen Riss des Bizepsmuskels im linken Oberschenkel zuzog, sind Comans Chancen auf Einsätze in Moldawien und gegen Island aber durchaus intakt.

Tolisso, Lucas Hernandez und Mendy in der Reha

Neben Dembele fällt auch Corentin Tolisso, der nach einem im September erlittenen Kreuzbandriss aber zeitnah ins Mannschaftstraining des FC Bayern München einsteigen soll, noch aus. Lucas Hernandez, der an einer Knieverletzung laboriert, soll unterdessen in gewohnter Umgebung bei Atletico Madrid an seinem Comeback arbeiten. Selbiges gilt für Benjamin Mendy, der seit einer im Herbst erlittenen Knieverletzung samt anschließender Operation nur im Ligapokal zu einem Kurzeinsatz gekommen ist.

Auf Adrien Rabiot, der bei Paris St. Germain aufgrund der geplatzten Vertragsgespräche keine Rolle mehr spielt, verzichtete Deschamps unterdessen aus freien Stücken.

Der französische Kader im Detail:

Torhüter: Alphonse Areola (Paris St. Germain), Hugo Lloris (Tottenham Hotspur), Steve Mandanda (Olympique Marseille)

Abwehr: Lucas Digne (FC Everton), Presnel Kimpembe (Paris St. Germain), Layvin Kurzawa (Paris St. Germain), Benjamin Pavard (VfB Stuttgart), Djibril Sidibé (AS Monaco), Raphael Varane (Real Madrid), Samuel Umtiti (FC Barcelona), Kurt Zouma (FC Everton)

Mittelfeld: N’Golo Kanté (FC Chelsea), Blaise Matuidi (Juventus Turin), Tanguy Ndombelé (Olympique Lyon), Paul Pogba (Manchester United), Moussa Sissoko (Tottenham Hotspur)

Sturm: Kingsley Coman (FC Bayern München), Nabil Fekir (Olympique Lyon), Olivier Giroud (FC Chelsea), Antoine Griezmann (Atletico Madrid), Anthony Martial (Manchester United), Kylian Mbappé (Paris St. Germain), Florian Thauvin (Olympique Marseille)

Österreich will unbedingt zur EM 2020 – Foda nominiert Kader

Am 21. März startet die österreichische Nationalmannschaft gleich mit dem Heimspiel gegen den vermutlich stärksten Gruppengegner Polen in die Qualifikation für die Europameisterschaft 2020. Drei Tage später ist die Auswahl des ÖFB dann in Israel gefordert, wo in Haifa einer der mutmaßlichen Konkurrenten um den zweiten Platz wartet.

Dass Österreich in Gruppe G, der außerdem noch Mazedonien, Lettland und Slowenien angehören, am Ende mindestens Zweiter werden will, unterstrich Verbandspräsident Leo Windtner im Rahmen der Bekanntgabe des ersten Kaders im neuen Jahr: „Am 30. November werden die Gruppen für die EURO 2020 ausgelost, da wollen wir dabei sein. Die Gruppe ist schwer, das wissen wir. Polen ist der Favorit, aber auch die Underdogs dürfen wir nicht unterschätzen“, warnte Windtner indes auch davor, die bevorstehenden Aufgaben zu unterschätzen.

Trainer Franco Foda berief für die Spiele gegen Polen und in Israel einen 24 Mann umfassenden Kader sowie 17 weitere Spieler auf Abruf. Eine Nachnominierung ist etwa dann möglich, sollte der zuletzt angeschlagene Valentino Lazaro wider Erwarten nicht fit werden oder Routinier Sebastian Prödl nach langer Zwangspause in Folge einer Muskelverletzung doch noch nicht bei 100 Prozent sein.

Aufgebot ohne Barnes und Schöpf, aber mit starkem deutschen Einfluss

Nicht dabei sind der verletzte Alessandro Schöpf und Ashley Barnes, dessen Einbürgerung vom österreichischen Innenministerium in letzter Konsequenz nach juristischen Prüfungen abgelehnt wurde. Der Angreifer des FC Burnley, der einst ein Junioren-Länderspiel für Österreich bestritten hat, kann der ÖFB-Elf also trotz einer aus der Alpenrepublik stammenden Großmutter nicht zu mehr Torgefahr verhelfen.

Nur auf Abruf nominiert ist unterdessen Louis Schaub, der nach einem Knochenödem in den vergangenen Wochen beim 1. FC Köln zunächst über Kurzeinsätze herangeführt wurde und während der Länderspielpause an seiner Fitness arbeiten soll.

Erstmals dabei ist unterdessen Stefan Posch, der sich bei der TSG 1899 Hoffenheim zunehmend in den Vordergrund gespielt hat und von Coach Foda auch wegen seiner Flexibilität im Defensivbereich geschätzt wird. Posch ist neben Torwart Cican Stankovic, Konrad Laimer und Hannes Wolf einer von vier Spielern ohne Länderspielerfahrung.

Unverkennbar ist derweil der Einfluss der deutschen Bundesliga. Gleich 14 der 24 nominierten Profis steht in Deutschland unter Vertrag. Prödl, Lindner und Arnautovic waren in der Vergangenheit für deutsche Klubs aktiv, während Youngster Wolf im Sommer nach Leipzig wechselt. Dort ist darüber hinaus auch Xaver Schlager im Gespräch.

Der österreichische Kader im Überblick:

Tor: Heinz Lindner (Grasshopper Club Zürich), Cican Stankovic (Red Bull Salzburg), Richard Strebinger (Rapid Wien)

Abwehr: David Alaba (FC Bayern München), Aleksandar Dragovic (Bayer Leverkusen), Martin Hinteregger (Eintracht Frankfurt), Stefan Lainer (Red Bull Salzburg), Philipp Lienhart (SC Freiburg), Stefan Posch (TSG 1899 Hoffenheim), Sebastian Prödl (FC Watford), Andreas Ulmer (Red Bull Salzburg)

Mittelfeld: Julian Baumgartlinger (Bayer Leverkusen), Florian Grillitsch (TSG 1899 Hoffenheim), Stefan Ilsanker (RB Leipzig), Florian Kainz (1. FC Köln), Konrad Laimer (RB Leipzig), Valentino Lazaro (Hertha BSC), Marcel Sabitzer (RB Leipzig), Xaver Schlager (Red Bull Salzburg), Hannes Wolf (Red Bull Salzburg), Peter Zulj (RSC Anderlecht)

Angriff: Marko Arnautovic (West Ham United), Guido Burgstaller (FC Schalke 04), Michael Gregoritsch (FC Augsburg)

Brasilien: Dani Alves kehrt zurück in die Nationalelf

Für die brasilianische Nationalmannschaft beginnt das Jahr 2019, das im Sommer (14. Juni bis 7. Juli) mit dem Gewinn der Copa America im eigenen Land gekrönt werden soll, Ende März mit zwei Testspielen. Zunächst trifft die Selecao am 23. März im Estadio do Dragão in Porto auf Panama und dann drei Tage später in Prag auf die Auswahl Tschechiens.

Trainer Tite hat nun seinen Kader für die ersten beiden Begegnungen des Jahres benannt und dabei vor allem mit zwei Personalien für Aufsehen gesorgt. Während Superstar Neymar aufgrund seiner im Januar wieder aufgebrochenen Mittelfußverletzung ausfällt, kehrt dessen Teamkollege bei Paris St. Germain, Dani Alves, nach über einem Jahr in die Selecao zurück. Der mittlerweile 35 Jahre Alves steht nun vor seinem 108. Länderspiel und ist damit der erfahrenste Akteur im aktuellen Kader.

Die WM 2018 hat er aufgrund eines Kreuzbandrisses verpasst. In diesem gibt es mit Felipe Anderson, der nach seinem Wechsel von Lazio Rom zu West Ham United inzwischen in der Premier League herausragt, einen weiteren Rückkehrer, allerdings mit weitaus weniger Erfahrung. Der 25-jährige Offensivmann bestritt sein erstes und zugleich einziges Länderspiel im Sommer 2015 gegen Mexiko. Über dreieinhalb Jahre später könnte nun die zweite Begegnung in nationalen Diensten hinzukommen.

Vinicius Junior als Versprechen für die Zukunft

Vor seinem Debüt steht unterdessen Vinicius Junior, der sich nach etwas Anlaufzeit mittlerweile Stammspieler bei Real Madrid nennen darf und als großes Versprechen für die Zukunft gilt. So lobte etwa Jordi Alba vom FC Barcelona den erst 18 Jahre alten Angreifer nach dem jüngsten Aufeinandertreffen in der Copa del Rey in der spanischen “As“ auf bemerkenswerte Art und Weise:
„Vinicius ist ein großartiger Spieler. Er gibt Real schon jetzt so viel, obwohl er noch so jung ist. Er kreiert Chancen und zählt in fast jedem Spiel zu den Besten. Das ist nicht einfach.“
Vinicius Junior, der in 29 Junioren-Länderspielen im Brasilien Trikot 23 Tore erzielt hat, wäre der erste Spieler des Jahrgangs 2000, der das Trikot der Selecao tragen darf. Über kurz oder lang wird erwartet, dass sich der Youngster, der bei Real Madrid Gareth Bale aus der Stammelf verdrängt hat, auch in der Nationalmannschaft etablieren wird. Dass der ansonsten links offensiv gesetzte Neymar fehlt, dürfte die Chancen von Vinicius Junior auf Einsätze gegen Panama und Tschechien auf seiner Lieblingsposition erhöhen.

Torhüter: Alisson (FC Liverpool), Ederson (Manchester City), Weverton (Palmeiras Sao Paulo)
Verteidigung: Dani Alves (Paris St. Germain), Danilo (Manchester City), Filipe Luis (Atletico Madrid), Alex Sandro (Juventus Turin), Eder Militao (FC Porto), Miranda (Inter Mailand), Thiago Silva (Paris St. Germain)
Mittelfeld: Casemiro (Real Madrid), Arthur (FC Barcelona), Fabinho (FC Liverpool), Allan (SSC Neapel), Coutinho (FC Barcelona), Felipe Anderson (West Ham United), Lucas Paqueta (AC Mailand), Everton (Gremio Porto Alegre)
Angriff: Roberto Firmino (FC Liverpool), Vinicius Junior (Real Madrid), Gabriel Jesus (Manchester City), Richarlison (FC Everton)

Matthias Ginter stellt in der Nationalmannschaft keine Ansprüche

In fünf der sechs Länderspiele im Herbst 2018 stand der bei verkorksten WM 2018 nicht eingesetzte Matthias Ginter in der Startelf der deutschen Nationalmannschaft. Nicht zufällig, hat sich der Abwehrspieler doch nach seinem Wechsel von Borussia Dortmund zu Borussia Mönchengladbach im Sommer 2017 zu einem Führungsspieler bei einem Top-Klub der Bundesliga entwickelt. Der 25-Jährige hat überdies noch viele Jahre vor sich, während sich Konkurrenten wie Jerome Boateng oder Mats Hummels schon eher im Herbst ihrer Karriere befinden.

Daran, dass Borussia Mönchengladbach auf die Rückkehr in die Champions League hoffen darf, hat Ginter definitiv seinen Anteil. Nach einer Ende November erlittenen schweren Gesichtsverletzung war der gebürtige Freiburger zwar vor Weihnachten wochenlang außer Gefecht gesetzt, doch inzwischen ist Ginter zurück und gewillt, der Mannschaft aus einem kleinen Formtief zu verhelfen. Bei den jüngsten drei sieglosen Partien mit nur einem Punkt war Ginter stets einer der besseren Gladbacher. “Ich glaube, dass ich mit meinen Leistungen auch im Jahr 2019 sehr zufrieden sein kann. Mir ist wichtig, dass ich eine ständige Entwicklung bei mir erkenne“, analysierte der bei der Borussia in der Innenverteidigung gesetzte Defensivmann die jüngsten Begegnungen aus persönlicher Sicht im “Kicker“ durchaus nachvollziehbar.

Ginter stellt keine Ansprüche

Klar dürfte sein, dass Ginter dem Kader von Bundestrainer Joachim Löw für die Länderspiele Ende März auf freundschaftlicher Ebene gegen Serbien (20. März) und zum Auftakt der EM-Qualifikation 2020 in den Niederlanden (24. März) angehören wird. Davon, Forderungen zu stellen, ist der Gladbacher indes weit entfernt: “Ich bin kein Mensch, der Ansprüche stellt, ich betrachte mich immer als Teil der Mannschaft. Aber natürlich: Die Führungsrolle in Gladbach hat auch Auswirkungen auf die Nationalmannschaft. Und ich bin sehr dankbar für das Vertrauen des Bundestrainers. Dieses Vertrauen möchte ich mit Leistung zurückzahlen und dazu beitragen, dass Deutschland wieder unter die Top-Nationen zurückkehrt.“

Nicht von Bedeutung ist es für Ginter überdies, ob ihn der Bundestrainer als Innenverteidiger, wie auch schon häufiger als rechter Verteidiger einer Viererkette oder als Teil einer Dreierkette nominiert: “Ich bin flexibel, was die Position angeht.“

Große Konkurrenz im Defensivbereich

Mit den Routiniers Hummels und Boateng sowie Niklas Süle, Antonio Rüdiger, Thilo Kehrer oder Jonathan Tah ist die Konkurrenz im Abwehrzentrum allerdings nicht gerade gering. Und die meisten Konkurrenten können sich anders als Ginter regelmäßig auch auf internationaler Bühne präsentieren.

Nichtsdestotrotz ist es für Ginter in Sachen Zukunftsplanung nicht entscheidend, ob Gladbach kommende Saison in der Königsklasse dabei ist. “Meine sportliche und persönliche Zufriedenheit hängt nicht alleine von einer Teilnahme an der Champions League ab. Klar will jeder international, und auch da auf höchstem Niveau, spielen. Doch es gibt viele andere Faktoren, die für mich eine Rolle spielen, ob ich mich irgendwo wohlfühle“, so Ginter, der keinen Zweifel daran lässt, dass letzteres in Mönchengladbach der Fall ist und sich deshalb auch keine Gedanken über das kolportierte Interesse von Klubs wie dem FC Arsenal oder Tottenham Hotspur machen will.

Reus bei EM-Quali dabei?

Dass die vergangenen Wochen für Borussia Dortmund nicht den erhofften Lauf genommen haben, führen viele Beobachter auf das Fehlen von Marco Reus zurück. Der Kapitän erzielte im Achtelfinale des DFB-Pokals gegen den SV Werder Bremen kurz vor der Pause per sehenswertem Freistoß noch den 1:1-Ausgleich, musste dann aber mit einer Muskelverletzung in der Kabine bleiben und konnte das Aus nach Elfmeterschießen ebenso nur als Zuschauer verfolgen die die 0:3-Hinspielpleite im Achtelfinale der Champions League bei Tottenham Hotspur und die Punktverluste in der Bundesliga gegen die TSG 1899 Hoffenheim (3:3) und beim 1. FC Nürnberg (0:0).

Und nun erfüllte sich auch die Hoffnung des BVB, im Top-Spiel gegen Bayer Leverkusen wieder auf Reus bauen zu können, nicht. Der 29-Jährige, der mit 17 Toren und zehn Vorlagen in 27 Pflichtspielen eine überragende Saison spielt, ist nach wie vor nicht voll belastbar. Wie lange Reus für sein Comeback noch benötigt, lässt sich derzeit schwer prognostizieren, zumal sich sich der BVB nur sehr zurückhaltend zum Gesundheitszustand des Offensivmannes äußert.

Länderspiel-Auftakt in drei Wochen

Mit Interesse und durchaus auch mit Sorge dürfte man derweil auch beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) verfolgen, wie es mit Reus weitergeht. Schließlich stehen in nicht mehr allzu ferner Zukunft die ersten Länderspiele im Jahr 2019 auf dem Programm. Und ob Reus am 20. März im Testspiel in Wolfsburg gegen Serbien bei 100 Prozent sein wird, ist im Moment zumindest fraglich. Diese Begegnung dürfte Bundestrainer Joachim Löw auch als Testlauf für den Start in die Qualifikation für die Europameisterschaft 2020 sehen, die direkt mit der schwierigsten Aufgabe in den Niederlanden beginnt.

Der bislang fraglos unglücklichen Länderspiel-Karriere von Reus (bisher 37 Spiele im Deutschland Trikot) droht also ein weiteres Kapitel, wenn auch nur ein kurzes. Allerdings ist nicht unwahrscheinlich, dass Bundestrainer Löw schon Ende März weiter an einer funktionierenden Stammelf feilen wird, die sich freilich bereits im Herbst zumindest teilweise herauskristallisiert hat.

Große Konkurrenz im Offensivbereich

Dass der im Herbst mit Knieproblemen angeschlagene Reus in den letzten drei Länderspielen im Jahr 2018, als Löw den zuvor nur langsam vorangetriebenen Umbruch deutlich beschleunigt hat, lediglich beim 2:2 gegen die Niederlande zu einem 27-minütigen Kurzeinsatz kam, war im Kampf um die Plätze bereits ein Handicap. Auch, weil die neu installierte Dreier-Offensive mit Serge Gnabry, Timo Werner und Leroy Sane hervorragend funktioniert hat. Und weil sich Kai Havertz als Kandidat für die Zehner-Position, die für Reus auch im DFB-Team prädestiniert wäre, empfehlen konnte.

Es wäre also nicht nur für den BVB, sondern auch für Reus selbst enorm wichtig, möglichst bald auf den Platz zurückzukehren – idealerweise bereits am Freitagabend beim FC Augsburg. Deutschland gehört übrigens trotz der verkorksten WM 2018 in Russland natürlich auch zu den EM 2020 Quali Favoriten.

Paraguay: Juan Carlos Osorio folgt auf Eduardo Berizzo

Nach nur einem Spiel unter Juan Carlos Osorio hat die Nationalmannschaft Paraguays bereits wieder einen neuen Trainer. Nachdem Osorio überraschend seinen Rücktritt erklärt hatte, hab der paraguayische Fußballverband AFB die Verpflichtung von Eduardo Berizzo als Nachfolger bekannt, der Ende März bei den Freundschaftsspielen gegen Peru (23. März) und Mexiko (26. März) erstmals auf der Bank Platz nehmen wird.

Osorio, der noch bei der WM 2018 mit der mexikanischen Auswahl ins Achtelfinale eingezogen war und erst im September sein Amt angetreten hatte, nannte für seinen unerwartet Rückzug familiäre Gründe. Der 57 Jahre alte Kolumbianer stand somit lediglich im Testspiel im November in Südafrika, das 1:1 endete, in der Verantwortung und wird als Kurzzeittrainer in die Geschichte des paraguayischen Fußballs eingehen.

Berizzo zuletzt zweimal nach kurzer Zeit entlassen

Für Berizzo bietet der Nationaltrainerposten in Paraguay nun die Chance, seine zwei jüngsten, wenig erfolgreichen Stationen vergessen zu lassen. Nach drei überwiegend erfolgreichen Jahren bei Celta de Vigo war der Argentinier im Sommer 2017 zum FC Sevilla gewechselt, um die Nachfolge seines Landsmannes Jorge Sampaoli anzutreten. Die Zeit Berizzos in Sevilla stand allerdings unter einem alles andere als guten Stern. Kurz vor Weihnachten 2017 musste Berizzo bereits wieder seinen Hut nehmen und das wenige Wochen nach Bekanntwerden einer Prostatakrebs-Erkrankung, die ihn allerdings nur kurze Zeit von seiner Arbeit abhielt. Doch kurz nach seiner Rückkehr auf die Trainerbank musste Berizzo trotz des Einzugs ins Achtelfinale der Champions League mangels sportlichem Erfolg auf nationaler Ebene gehen.

Anschließend war der 49 Jahre alte Fußball-Lehrer ein halbes Jahr ohne Job, ehe ihn im Sommer 2018 der Ruf von Athletic Bilbao ereilte. Aber auch beim baskischen Traditionsklub erlebte Berizzo das Weihnachtsfest nicht mehr im Amt. Nach nur einem Sieg aus 14 Spielen und in Abstiegsgefahr schwebend zog Bilbao die Reißleine und trennte sich von Berizzo, der aber nun nicht lange arbeitslos war.

Copa America und WM-Qualifikation als große Ziele

Die Spiele Ende März gegen Peru und Mexiko bedeuten für Paraguay und Berizzo den Start in ein Jahr, in dem die Copa America 2019 in Brasilien im Vordergrund steht. Bei der südamerikanischen Kontinentalmeisterschaft bekommt es Paraguay bereits in der Vorrunde mit zwei dicken Brocken zu tun. Neben dem als Gastnation teilnehmenden Asienmeister Katar sind Kolumbien und Berizzos Heimatland Argentinien die Gegner.

Noch wichtiger als die Copa America ist für Paraguay, das bei den Weltmeisterschaften 2014 und 2018 fehlte, die Qualifikation für die WM 2022 in Katar. Die Südamerika-Qualifikation startet im März 2020. Dabei spielen wie gehabt alle zehn Teams an 18 Spieltagen in Hin- und Rückspiel zweimal gegeneinander.

Havertz & Werner gemeinsam für Bayern München?

Die deutsche Nationalmannschaft ist ohne Achse des FC Bayern München kaum vorstellbar. Aktuell ist allerdings auch unverkennbar, dass der Zahn der Zeit an langjährigen Nationalspielern des FCB nagt. Jerome Boateng, Mats Hummels oder Thomas Müller sind im Deutschland Trikot längst nicht mehr unumstritten und mit dem mittlerweile 32 Jahre alten Manuel Neuer gehört noch ein weiterer Weltmeister von 2014, der seit langem ein Eckpfeiler der deutschen Mannschaft ist, nicht mehr zu den ganz jungen Akteuren. Das war schon auch in der Nations League Deutschland Gruppe zu sehen.

Mit Niklas Süle, Leon Goretzka, Joshua Kimmich und Serge Gnabry haben sich die Bayern allerdings in den vergangenen Jahren bereits die Dienste von einigen jungen Spielern gesichert, die auf Jahre hinaus das Gesicht der DFB-Auswahl prägen und in die Fußstapfen von Hummels, Müller und Co. treten könnten. Gemäß der Philosophie des FC Bayern, dass nach Möglichkeit die besten deutschen Spieler in München ihr Geld verdienen sollen, ist aber gut vorstellbar, dass der Rekordmeister seine Fühler noch nach weiteren Akteuren ausstreckt, die in Deutschland am meisten versprechen.

Kovac äußerst sich zurückhaltend

Leroy Sane, den sich längst Manchester City gesichert hat, dürfte für den FC Bayern zwar nicht mehr erreichbar sein, doch dafür ist davon auszugehen, dass Timo Werner und Kai Havertz in den Fokus rücken. Schon seit längerem machen an der Säbener Straße Gerüchte die Runde, dass die Bayern sowohl Angreifer Werner von RB Leipzig als auch Spielmacher Havertz von Bayer Leverkusen loseisen wollen. Trainer Niko Kovac hat sich nun allerdings vom “Kicker“ auf die Spekulationen angesprochen recht zurückhaltend geäußert: „Beide sind sehr gute Spieler. Aber es können nicht alle guten Spieler dieser Welt in München spielen, weil es dann ein Hauen und Stechen gibt.“

Allerdings wollte Kovac generell keinen Einblick in die Personalplanungen der Bayern geben, die im kommenden Sommer aller Voraussicht nach mit vollen Taschen auf Einkaufstour gehen und den auch wegen des bevorstehenden Abschieds von Arjen Robben und Franck Ribery unvermeidlichen Umbruch vorantreiben wollen.

Und es wäre überraschend, würden die Münchner bei Werner und Havertz nicht ihren Hut in den Ring werfen, zumal beide auch bei der ganz großen internationalen Konkurrenz aus England und Spanien hoch im Kurs stehen sollen. Insbesondere bei Werner ist ein Wechsel nach dieser Saison alles andere als ausgeschlossen, da der Vertrag des 22-Jährigen in Leipzig nur noch bis 2020 läuft und die Roten Bullen noch eine (hohe) Ablöse kassieren wollen. Noch hat man in Leipzig die Hoffnung auf einen langfristigen Verbleib Werners nicht aufgegeben, doch ob der schnelle Angreifer einem wahrscheinlichen Lockruf aus München widerstehen kann, ist fraglich.

Havertz konzentriert sich auf Leverkusen

Etwas anders gelagert ist der Fall Havertz. Leverkusens Sportvorstand Rudi Völler betonte nach dem 2:0-Sieg am Sonntag gegen Fortuna Düsseldorf bei “Sky“ unter Verweis auf die vorhandenen Verträge einmal mehr, die neue Saison fest mit dem 19-Jährigen zu planen. “Wir haben ihn bis 2022 unter Vertrag. Deswegen können wir sehr ruhig schlafen. Kai wird im Sommer definitiv bleiben. Ganz sicher. Er fühlt sich hier wohl. Wir haben noch viel vor mit ihm“, so Völler, der zumindest zwischen den Zeilen auch eine Ausstiegsklausel verneinte.

Früher oder später, das weiß auch Völler, wird aber der Zeitpunkt kommen, an dem Havertz nicht mehr zu halten sein wird. Erst recht dann, wenn der Youngster in der anstehenden Qualifikation für die EM 2020 und dann bei der Endrunde selbst auf ganz großer Bühne überzeugen sollte. Soweit ist es im Moment aber noch nicht. Vielmehr dürfte man in Leverkusen die jüngsten Aussagen von Havertz gerne vernehmen: „Es ist natürlich eine Form der Anerkennung, wenn man vom Interesse großer Vereine hört. Aber ich kann das alles sehr gut ausblenden. Ich konzentriere mich nur auf Leverkusen. Bei Bayer fühle ich mich sehr wohl und will noch eine Menge mit der Mannschaft erreichen.“

Und zumindest mit Blick auf die Nationalmannschaft, in der Havertz nach vielversprechenden Auftritten im Herbst auch künftig fester Bestandteil sein wird, ist regelmäßige Spielpraxis bei Bayer sicher nicht das schlechteste.

Ärger um Yuya Osako – Werder sauer auf japanischen Verband

Viermal kam Yuya Osako bei der Asienmeisterschaft in den Vereinigten Arabischen Emiraten zum Einsatz und war mit vier Treffern sowie einer Vorlage einer der herausragenden Akteure im Aufgebot Japans. Direkt zum Auftakt zeichnete Osako mit zwei Treffern maßgeblich verantwortlich für den 3:2-Sieg gegen Turkmenistan, musste dann allerdings die letzten beiden Vorrundenspiele und im Achtelfinale pausieren.

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Erst in der Endphase des Viertelfinales gegen Vietnam (1:0) meldete sich Osako als Joker zurück, um dann im Halbfinale mit zwei Toren beim 3:0 gegen den Iran abermals zum Matchwinner zu avancieren. Auch im Endspiel gegen Katar stand der 28-Jährige in der Startelf, konnte aber trotz der Vorlage zum Anschlusstreffer durch Takumi Minamino die 1:3-Pleite Japans nicht verhindern. Bei der WM 2018 in Russland ist Japan noch in die K.o.-Phase aufgestiegen.

Kohfeldt lässt Verärgerung durchklingen

Nachdem Osako im Finale 90 Minuten lang mitgewirkt hatte, ging man beim SV Werder Bremen nachvollziehbarerweise davon aus, dass der Angreifer wenige Tage später in guter Verfassung zurückkehren und direkt wieder eine Alternative darstellen würde. Doch Werder erlebte eine böse Überraschung, kam Osako doch mit einer Sehnenreizung im Rücken und damit in nicht spielfähigem Zustand in Bremen an.
Dabei war man beim SV Werder davon ausgegangen, dass die Rückenblessur, wegen der Osako bereits drei Partien beim Asien-Cup verpasst hatte, keine Probleme mehr bereitet. “Wir hören von einer Verletzung. Er setzt ein bisschen aus. Wir kriegen die Info, dass alles okay ist. Dann spielt er wieder, und es passiert nichts Neues. Dann gehst du doch davon aus, dass du einen gesunden Spieler wieder bekommst“, gab Trainer Florian Kohfeldt nun einen Einblick in seine Gedankengänge und ließ zumindest zwischen den Zeilen erkennen, sauer auf den japanischen Verband zu sein.

Verletzung immerhin nicht schwerwiegend

“Wir waren schon etwas überrascht, dass er wiederkommt und nicht spielfähig ist. Fakt ist, dass er nicht verletzt zur Nationalmannschaft gefahren ist“, so Kohfeldt, der auch durchklingen lässt, dass aus seiner Sicht die Einsätze Osakos im Halbfinale und Finale des Asien-Cups nicht vertretbar waren, wenn der Offensivmann nur für Werder ausfällt: “Entweder er spielt da nicht oder er spielt dort und hier!“
Kohfeldt kündigte zudem an, die Geschehnisse aufarbeiten und das Gespräch mit den Verantwortlichen in Japan suchen zu wollen. Vor allem aber hofft der Werder-Coach, bald wieder auf Osako bauen zu können. Immerhin stehen die Chancen auf baldige Einsätze des 41-fachen Nationalspielers nicht schlecht. Die Rückenblessur soll nicht schwerwiegend sein, hindert Osako laut Kohfeldt aber derzeit “daran, schmerzfrei Fußball zu spielen.“ Ob es bis zum Spiel am Samstag bei Hertha BSC reicht, ist offen.

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