Schafft es Engländer Bamford noch zur EURO?

Um die Offensive der englischen Nationalmannschaft muss man sich wohl auf Jahre hinaus keine Sorgen machen. Hinter Raheem Sterling, Marcus Rashford und Harry Kane, die aktuell als erste Besetzung im zuletzt meist praktizierten 3-4-3 gelten, befinden sich mit Jadon Sancho, Callum Hudson-Odoi, Phil Foden, Mason Greenwood, Mason Mount oder Jack Grealish zahlreiche weitere Akteure in Lauerstellung, die alle noch am Anfang ihrer Karriere stehen.

Abgesehen von Kane und mit Abstrichen Rashford handelt es sich allerdings um Spieler, die sich allesamt weniger im Sturmzentrum als in einer hängenden Rolle oder auf Außen wohler fühlen. Für Kapitän Kane, der in vorderster Front gesetzt ist, hat sich Trainer Gareth Southgate unterdessen bislang noch nicht auf einen Backup festgelegt.

Mit Tammy Abraham, Danny Ings und Dominic Calvert-Lewin durften sich im Herbst zwar zwei Kandidaten zeigen, doch wirklich in die Pole Position gebracht hat sich keiner aus diesem Trio. Abraham muss aktuell vielmehr um seinen Platz beim FC Chelsea kämpfen, während sowohl bei Evertons Calvert-Lewin als auch bei Southamptons Ings eine zu Saisonbeginn exzellente Trefferquote spürbar nachgelassen hat.

Drei Länderspiele Ende März

Möglicherweise ergibt sich dadurch für einen anderen Mittelstürmer noch die Chance auf den Sprung in den englischen Kader für die Europameisterschaft 2021. Zumindest wird allgemein erwartet, dass Nationaltrainer Southgate die starken und auch konstanten Leistungen von Patrick Bamford im Trikot von Leeds United mit der erstmaligen Nominierung für die Three Lions belohnt, wenn es Ende März zum Auftakt der Fußball WM 2022 Qualifikation mit gleich drei Spielen binnen einer Woche gegen San Marino (25.03.), in Albanien (28.03.) und gegen Polen (31.03.) geht. In EM 2021 Gruppe D trifft England auf Kroatien, Tschechien und Schottland.

Bamford ist zwar nur zwei Monate jünger als Kapitän Kane, der mit seinen 27 Jahren zusammen mit dem noch ein Jahr älteren Ings schon der Oldie in der englischen Offensiv-Abteilung ist, aber dennoch erst in dieser Saison richtig in der Premier League angekommen.

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Durchbruch bei Leeds

Vom FC Chelsea mit 18 Jahren verpflichtet, wurde der frühere Junioren-Nationalspieler diverse Male verliehen, schaffte aber auf seinen ersten Stationen in der Premier League bei Crystal Palace, bei Norwich City, beim FC Burnley und beim FC Middlesbrough den Durchbruch nicht. Für Middlesbrough traf Bamford aber zumindest zweiklassig regelmäßig und kam so zusammen mit Trainer Marcelo Bielsa 2018 nach Leeds.

Unter dem Argentinier reifte Bamford zu einem Top-Stürmer, der nach einem missglückten ersten Anlauf in der vergangenen Saison 16 Treffer zum Aufstieg der Whites beitrug und seit letztem Sommer auch im Oberhaus seine Qualitäten eindrucksvoll demonstriert.

Nach 22 Spieltagen steht Bamford bei zwölf Toren sowie sechs Vorlagen und weist damit bessere Werte auf als Calvert-Lewin, Ings und Tammy Abraham. Damit hat sich der trotz seiner 1,85 Meter schnelle Angreifer, dessen Vertrag 2022 endet, nicht nur ins Blickfeld noch zahlungskräftigerer Klubs geschossen, sondern sicherlich auch die Aufmerksamkeit von Nationalcoach Southgate erregt. Ob dessen Ruf Bamford in den nächsten Wochen ereilt, bleibt aber noch abzuwarten.

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