Frankreich: Matuidi gesperrt – Pavard im Fokus

Am Freitag eröffnet die französische Nationalmannschaft mit der Partie gegen Uruguay das Viertelfinale der WM 2018. Nach Argentinien (4:3) wartet somit erneut ein Team aus Südamerika auf die Equipe Tricolore, die besonders auf den uruguayischen Supersturm mit Edinson Cavani und Luis Suarez wird achten müssen. Möglicherweise gibt es für die Fans aus Uruguay allerdings auch die letzte Chance, die WM 2018 Songs vor Ort zu singen.

Trotz der drei Gegentore gegen Argentinien wird Frankreichs Trainer Didier Deschamps seine Mannschaft nicht groß umbauen, zumal die Offensive im Vergleich zur Vorrunde deutlich Fahrt aufgenommen hat. Eine Änderung in der französischen Startelf ist allerdings unausweichlich, weil sich Blaise Matuidi gegen Argentinien die zweite gelbe Karte und damit eine Sperre für das Viertelfinale eingehandelt hat.

Für den Mittelfeldmann von Juventus Turin, der mit Paul Pogba und N’golo Kante eine starke Dreierreihe im Zentrum bildete, ist nun wohl Corentin Tolisso der erste Nachrücker. Der 23-Jährige hatte sich mit einer guten Vorbereitung in die Mannschaft gespielt, dann aber beim Auftaktspiel gegen Australien (2:1) nur eine durchwachsene Vorstellung abgeliefert und musste deshalb zuletzt auf die Bank.

Pavard spielt sich fest

Tolisso, der im vergangenen Sommer von Olympique Lyon zum FC Bayern München gewechselt ist, wäre dann der zweite in Deutschland aktive Profi in der französischen Startelf. Der erste ist Benjamin Pavard, der im Vorfeld der WM keineswegs als Stammkraft galt, sich aber mit starken Leistungen auf der rechten Abwehrseite festgespielt hat.

Und nicht nur das. Pavard, der gegen Argentinien mit einem traumhaften Volleyschuss in den Winkel in seinem neunten Länderspiel sein erstes Tor markierte, hat sich bei der WM 2018 noch mehr als ohnehin schon in den Blickpunkt gespielt.

Bereits seit Monaten gilt der 22-Jährige als Kandidat für einen Transfer zu einem absoluten Spitzenklub, doch bisher hat der VfB Stuttgart unter Verweis auf einen bis 2021 laufenden Vertrag sämtlichen Wechselabsichten einen Riegel vorgeschoben. Und daran wird sich in diesem Sommer wohl auch nichts änder, obwohl Pavard recht offen eingeräumt hat, seine Zukunft bei einem in der Champions League vertretenen Klub zu sehen.

„Aktuell gehe ich davon aus, dass er in der kommenden Saison beim VfB spielen wird. Das ist unser ganz großes erklärtes Ziel“, erklärte Stuttgarts Sportvorstand Michael Reschke erst kürzlich gegenüber dem “Kicker“ und betonte, Pavard auch für 50 Millionen Euro nicht abgeben zu wollen.

Pavard 2019 zum FC Bayern?

Wie inzwischen aber medial durchgesickert ist, besitzt der in Stuttgart meist als Innenverteidiger eingesetzte Defensivmann aber ab dem Sommer 2019 eine Ausstiegsklausel, die ihm dann ohne Zustimmung des VfB einen Wechsel für festgeschriebene 35 Millionen Euro ermöglichen soll.

Das bestätigt Reschke zumindest zwischen den Zeilen: „Wir sind bereit, eine Lösung für den 1. Juli 2019 zu finden, mit einem Klub, der sauber und korrekt mit uns zusammenarbeitet.“ Gemeint sein dürfte damit der FC Bayern München, der sich im Rennen um Tolisso in der Pole Position befinden soll.