Ärger um Yuya Osako – Werder sauer auf japanischen Verband

Viermal kam Yuya Osako bei der Asienmeisterschaft in den Vereinigten Arabischen Emiraten zum Einsatz und war mit vier Treffern sowie einer Vorlage einer der herausragenden Akteure im Aufgebot Japans. Direkt zum Auftakt zeichnete Osako mit zwei Treffern maßgeblich verantwortlich für den 3:2-Sieg gegen Turkmenistan, musste dann allerdings die letzten beiden Vorrundenspiele und im Achtelfinale pausieren.

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Erst in der Endphase des Viertelfinales gegen Vietnam (1:0) meldete sich Osako als Joker zurück, um dann im Halbfinale mit zwei Toren beim 3:0 gegen den Iran abermals zum Matchwinner zu avancieren. Auch im Endspiel gegen Katar stand der 28-Jährige in der Startelf, konnte aber trotz der Vorlage zum Anschlusstreffer durch Takumi Minamino die 1:3-Pleite Japans nicht verhindern. Bei der WM 2018 in Russland ist Japan noch in die K.o.-Phase aufgestiegen.

Kohfeldt lässt Verärgerung durchklingen

Nachdem Osako im Finale 90 Minuten lang mitgewirkt hatte, ging man beim SV Werder Bremen nachvollziehbarerweise davon aus, dass der Angreifer wenige Tage später in guter Verfassung zurückkehren und direkt wieder eine Alternative darstellen würde. Doch Werder erlebte eine böse Überraschung, kam Osako doch mit einer Sehnenreizung im Rücken und damit in nicht spielfähigem Zustand in Bremen an.
Dabei war man beim SV Werder davon ausgegangen, dass die Rückenblessur, wegen der Osako bereits drei Partien beim Asien-Cup verpasst hatte, keine Probleme mehr bereitet. “Wir hören von einer Verletzung. Er setzt ein bisschen aus. Wir kriegen die Info, dass alles okay ist. Dann spielt er wieder, und es passiert nichts Neues. Dann gehst du doch davon aus, dass du einen gesunden Spieler wieder bekommst“, gab Trainer Florian Kohfeldt nun einen Einblick in seine Gedankengänge und ließ zumindest zwischen den Zeilen erkennen, sauer auf den japanischen Verband zu sein.

Verletzung immerhin nicht schwerwiegend

“Wir waren schon etwas überrascht, dass er wiederkommt und nicht spielfähig ist. Fakt ist, dass er nicht verletzt zur Nationalmannschaft gefahren ist“, so Kohfeldt, der auch durchklingen lässt, dass aus seiner Sicht die Einsätze Osakos im Halbfinale und Finale des Asien-Cups nicht vertretbar waren, wenn der Offensivmann nur für Werder ausfällt: “Entweder er spielt da nicht oder er spielt dort und hier!“
Kohfeldt kündigte zudem an, die Geschehnisse aufarbeiten und das Gespräch mit den Verantwortlichen in Japan suchen zu wollen. Vor allem aber hofft der Werder-Coach, bald wieder auf Osako bauen zu können. Immerhin stehen die Chancen auf baldige Einsätze des 41-fachen Nationalspielers nicht schlecht. Die Rückenblessur soll nicht schwerwiegend sein, hindert Osako laut Kohfeldt aber derzeit “daran, schmerzfrei Fußball zu spielen.“ Ob es bis zum Spiel am Samstag bei Hertha BSC reicht, ist offen.

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