Alle Infos zur TV-Übertragung der EM 2021

Obwohl die EURO 2021 in zwölf verschiedenen Ländern ausgetragen wird (hier alle EM 2021 Austragungsorte) und Fans somit eine Chance wie nie zuvor haben, in ihrer Nähe ein Spiel zu besuchen, wird der Großteil das Fußballevent des Jahres vor dem Fernseher verfolgen. Aufgrund der Verschiebung wegen der Coronavirus-Pandemie muss ein Jahr länger darauf gewartet werden, was der Freude rund um die EURO jedoch keinen Abbruch machen wird.

Deutschsprachige Zuschauer kommen dabei voll auf ihre Kosten, zumindest in Österreich und der Schweiz. Dort werden alle 51 Partien der Endrunde im Free-TV zu sehen sein. Zwar sicherten sich wie bei den vergangenen Großereignissen in Deutschland ebenfalls die öffentlich-rechtlichen Sender ARD und ZDF die Übertragungsrechte an der EURO, aufgrund eines Deals mit der Telekom werden allerdings zehn Spiele ohne deutscher Beteiligung exklusiv nur auf MagentaTV übertragen.

Das EM-Eröffnungsspiel erfolgt am 11. Juni um 21:00 (MESZ) im Römer Stadio Olimpico. Die Anstoßzeiten der restlichen Gruppenphase stehen noch nicht fest, auch die Achtelfinalzeiten werden erst festgelegt. Klar ist bereits, dass jeweils zwei Viertelfinalspiele um 18:00 und zwei um 21:00 MESZ angepfiffen werden.

Bei ersteren Partien im EM-Viertelfinale handelt es sich um die Partien in St. Petersburg und Baku, die um 19:00 bzw. 20:00 Ortszeit beginnen. Die restlichen Viertelfinals finden in München und Rom statt. Die beiden Halbfinals und das Endspiel, die allesamt im Londoner Wembley-Stadion über die Bühne gehen, werden um 20:00 Ortszeit angepfiffen, was erneut 21:00 MESZ entspricht.

Deutschland

Während die Spiele der deutschen Mannschaft in der WM 2022 Quali auf RTL übertragen wurden, gibt es die Endrunde 2021 wie gewohnt in den beiden öffentlich-rechtlichen Sendern Das Erste und ZDF zu sehen. Dabei werden allerdings nur 41 der 51 Partien live sowie mit ausführlicher Vor- und Nachberichterstattung übertragen. Die Übertragungsrechte der restlichen 10 Partien stehen exklusiv der der deutschen Telekom, also MagentaTV, zur Verfügung.

Gegenüber der WM in Russland gibt es im Ersten eine Veränderung. Als Moderator werden nach wie vor Matthias Opdenhövel und Gerd Delling fungieren, Thomas Hitzlsperger ist aber aufgrund seiner Funktion beim VfB Stuttgart nicht mehr mit von der Partie. Ersetzt wird er durch Weltmeister Bastian Schweinsteiger und Thomas Broich. Zusätzlich werden bei einzelnen Spielen voraussichtlich zusätzliche Experten zum Zug kommen, bei der WM waren dies etwa Marcell Jansen, Hannes Wolf, Philipp Lahm und Stefan Kuntz.

Auch im ZDF kommt es zu Veränderungen. Das bewährte und beim Publikum beliebte Duo Oliver Welke/Oliver Kahn wird es in dieser Form nicht mehr geben, denn nach der EM-Verlegung um ein Jahr konnte der Ex-Weltklassekeeper die Expertenrolle mit seinem Job als Vorstandsmitglied beim FC Bayern nicht mehr vereinbaren.

Als „Taktikfuchs“ dürfte das ZDF erneut Holger Stanislawski an Bord holen, Katrin Müller-Hohenstein ist als weitere Moderation mit dabei. Auch der ehemalige Schweizer Schiedsrichter Urs Meier gehört seit Jahren zur Berichterstattung und analysiert strittige Entscheidungen.

>> Aktuelle EM 2021 Quoten

Schweiz

Auch in der Schweiz kommen die Fußballfans voll auf ihre Kosten. Alle 51 Spiele werden übertragen, um die Ausstrahlung kümmert sich die Schweizerische Radio- und Fernsehgesellschaft. Die einzelnen Partien werden dabei aufgeteilt auf die SRG-Sender SRF, RTS, RSI und RTR.

In Sachen Experten ist es durchaus denkbar, dass man in der Schweiz auf die bewährten Kräfte aus der Super League setzt. Mit den ehemaligen Profis Bruno Berner, Michel Renggli und Peter Jehle verfügt man dort über geballte Fachkompetenz.

Österreich

Die österreichischen Fußballfans können sich auf das gewohnte Programm im ORF einstellen. Als Anchorman wird Rainer Pariasek auftreten, weitere Moderatoren sind voraussichtlich Bernhard Stöhr, Kristina Inhof und Alina Zellhofer.

Als Experte ist natürlich Herbert „Schneckerl“ Prohaska nicht wegzudenken. Zusätzlich zu Schiedsrichter-Experte Thomas Steiner werden wohl noch der ein oder andere Experte hinzukommen, bei der WM in Russland war etwa Ex-ÖFB-Teamchef Marcel Koller bei mehreren Spielen im Einsatz.