EM 2020 Spielball

Seit 1972 ist er fixer Bestandteil jeder EURO: der offizielle Spielball, hergestellt von Adidas. Auch 2020 wird der deutsche Hersteller wieder mit einem innovativen Design aufwarten, präsentiert wurde das neue Spielgerät am 06. November 2019.

Der offizielle Spielball der Europameisterschaft 2020 trägt den Namen „Adidas Uniforia“ und weist neben schwarzen auch neonfarbene grüne, blaue und pinke Elemente auf weißer Grundfarbe auf.

Alle Bälle seit der EM 1972

Die Geschichte der EM-Spielbälle ist eine lange, immer wieder setzte Adidas mit dem Spielgerät neue Maßstäbe. Hier ein Überblick über alle offiziellen Bälle seit der EURO 1972.

Belgien 1972 – „Telstar Durlast“

Für die EURO 1972 wurde von Adidas erstmals ein eigener Ball hergestellt. Der Telstar Durlast zeichnete sich durch das traditionelle Design aus, welches aus 15 sechseckigen schwarzen und 20 fünfeckigen weißen Feldern bestand und in der Folge zum Paradebeispiel für das Aussehen eines Fußballs wurde. Der goldene Aufdruck mit Herstellername und Turnierdaten rundete das klassische Design ab.

Jugoslawien 1976 – „Telstar Durlast“

Auch vier Jahre später in Jugoslawien wurde auf das selbe Leder gesetzt. Äußerlich veränderte sich lediglich der Schriftzug, der diesmal in schwarz gehalten war. Zudem überarbeitete Adidas das Innenleben, womit der Ball verbesserte Flugeigenschaften aufweisen konnte.

Italien 1980 – „Tango Italia“

Mit der Endrunde 1980 in Italien begann die Ära des Tango. Neben Veränderungen in der Beschaffenheit des Balls waren vor allem die optischen Neuerungen auffällig. Das Leder bestand weiterhin aus zusammengefügten Sechs- und Fünfecken, darauf wurden allerdings 20 gleichgroße schwarze Triaden gedrückt, womit der Eindruck entstand, der Ball bestehe aus zwölf Kreisen. Deutlich schlichter war auch der Aufdruck von Adidas, der erneut in schwarz gehalten war.

Frankreich 1984 – „Tango Mundial“

Wenig Innovation gab es 1984 bei der EM in Frankreich. Der Tango Mundial war bereits für die WM in Spanien zwei Jahre zuvor entworfen wurde, die UEFA hielt an dem bewährten Design fest. Auffällig war lediglich der Adidas-Schriftzug und die Turnierdaten, die diesmal in rot gehalten wurden.

Deutschland 1988 – „Tango Europa“

Auch vier Jahre später in Deutschland setzte die UEFA auf das traditionelle Tango-Design. Nennenswerte Änderungen blieben aus, erstmals in der Geschichte wurde das offizielle Turnierlogo auf dem Ball angebracht.

Schweden 1992 – „Etrusco Unico“

Für die EURO 1992 wurde erstmals seit 1976 auf ein neues Design gesetzt. Bereits bei der WM 1990 kam dieser Ball zum Einsatz, die UEFA entschied sich, auch die Europameisterschaft damit zu bestreiten. Das Grunddesign des Tango wurde beibehalten, auf den 20 schwarzen Triaden waren allerdings jeweils drei etruskische Löwenköpfe zu sehen. Die bedeutendsten Veränderungen fanden im Innenleben des Leders statt, dieses bestand nämlich aus einer schwarzen Polyuethanschaum-Schicht.

England 1996 – „Questra Europa“

Auf altbewährtes setzte man 1996 im „Mutterland des Fußballs“. Wie bei vielen Europameisterschaften zuvor wurde der selbe Ball verwendet wie zwei Jahre zuvor bei der WM-Endrunde. Das Leder unterschied sich lediglich im Design von seinem Vorgänger, auf den schwarzen Triaden waren Sterne und Planeten zu sehen. Dies stand in Einklang mit dem Namen des Balls, Questra stand für „Quest for the stars“.

Belgien & Niederlande 2000 – „Terrestra Silverstream“

Auch die EM 2000, die erstmals in zwei Ländern stattfand, hielt am Tango-Grunddesign fest. Auf den 20 Triaden war ein auffälliges blaues Muster zu sehen, welches die vielen Flüsse symbolisierte, die durch die beiden Länder fließen.

Portugal 2004 – „Roteiro“

Eine neue Ära wurde in Portugal 2004 mit dem Roteiro eingeleitet. Der Name stammte vom Lockbuch des legendären portugiesischen Seefahrers Vasco da Gama und bot in mehrerer Hinsicht Neuerungen. Erstmals wurden die einzelnen Panels nicht zusammengenäht, sondern mit einem thermischen Verfahren geklebt. Die äußere Hülle des Balls bestand komplett aus Polyrethan und wies zum ersten und bislang einzigen Mal kein weißes, sondern ein silbernes Grunddesign auf, das mit Dunkelblauen Akzenten abgerundet wurde.

Österreich & Schweiz – „Europass“

Die Endrunde 2008 bot ebenfalls einige Neuerungen. Angelehnt an den +teamgeist, der zwei Jahre zuvor bei der WM in Deutschland zum Einsatz gekommen war, bestand auch der Europass aus vierzehn Panels, sechs in Form eines Propellers und acht in Form eines dreigliedrigen Rotors. Ergänzt wurde das Design von sechs schwarzen Kreisen, die mit roten Akzenten abgerundet wurden. Völlig neu war die Oberflächenstruktur, eine „Gänsehaut“ sollte dem Ball mehr Griff verleihen. Zum bislang einzigen Mal wurde auch ein spezielles Design für das Finale angefertigt, statt weiß wurde die Grundfarbe dort auf silber geändert.

Polen & Ukraine 2012 – „Tango 12“

Back to the roots hieß es bei der EURO 2012, mit dem „Tango 12“ folgte man der langjährigen Tradition von Bällen, die diesen Namen trugen. Das klassische schwarze-weiße Design wurde mit den Landesfarben der Gastgeber kombiniert.

Frankreich 2016 – „Beau Jeu“

Vor vier Jahren bei der EM 2016 in Frankreich bekam der Ball wieder ein neues Design. Er basierte auf dem Ball der WM 2014, wurde jedoch im Bereich der Griffigkeit und Flugeigenschaften verbessert. Der Name bedeutet auf Deutsch „schönes Spiel“ und war in den französischen Nationalfarben blau, rot und weiß gehalten. Erstmals gab es für die Finalrunde ein eigenes Design namens „Fracas“, dass sich durch eine Spray-Optik vom anderen Modell unterschied.

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