Viertelfinale der EM 2020

Nach dem EM 2020 Achtelfinale geht die Europameisterschaft 2020 mit den Viertelfinals in die heiße Phase. Am Freitag, dem 3. Juli und Samstag, dem 4. Juli werden die vier Mannschaften ermittelt, die sich den Titel untereinander ausmachen.

Das erste Spiel findet im Krestowski-Stadion in St. Petersburg statt, womit sich die russischen Fußballfans zwei Jahre nach der Heim-WM erneut über ein Highlight freuen dürfen. Am Abend wird dann in der Münchner Allianz Arena das erste Halbfinale komplettiert.

EM 2020 Viertelfinale Spielplan

Wetten zum EM 2020 Viertelfinale

Am Freitag wird das erste Viertelfinale im neuen Nationalstadion von Baku stattfinden, ein Jahr nachdem dort mit dem Europa League Finale die UEFA-Premiere stattgefunden hat. Der letzte Semifinalist wird im legendären Stadio Olimpico in Rom stattfinden, das bereits Schauplatz von zwei EM-Finals und einem WM-Endspiel war.

Für die EM 2020 Wetten ist das Viertelfinale insofern interessant, da sich unter die letzten acht Teams meist sowohl Favoriten, als auch Überraschungsmannschaften schieben, womit es viele Möglichkeiten gibt.

Sobald das Viertelfinale fest steht, gibt es hier aktuelle Wettquoten zu finden.

Makellose Portugiesen

Die Geschichte des Viertelfinales ist eine verhältnismäßige kurze. Erst seit der Endrunde 1996, die erstmals mit 16 Mannschaften ausgetragen wurde, beinhaltet der Turniermodus die Runde der letzten Acht. Bis zur letzten EM in Frankreich begann die K.O.-Phase mit dem Viertelfinale, seit der Aufstockung auf 24 Teilnehmer steht zuvor auch ein Achtelfinale an. Bisher gelang es 20 Nationen, sich für ein EM-Viertelfinale zu qualifizieren.

Die beste Bilanz weist der amtierende Europameister Portugal auf, der seit der Premiere 1996 jedes Mal die letzten Acht erreichte. Gefolgt wird die „Selecao“ von Weltmeister Frankreich, die „Grande Nation“ verpasste das Viertelfinale lediglich 2008. Spanien, Deutschland, Italien und die Niederlande können je vier Teilnahmen vorweisen.

Auch die ein oder andere Überraschungsmannschaft konnte bislang ins Viertelfinale einziehen. 2000 gelang dies dem EURO-Debütanten Türkei, vier Jahre später gelang Griechenland sogar die ganz große Sensation und das Team von Otto Rehagel wurde am Ende Europameister. Bei der vergangenen Endrunde gab es mit Wales und den Wikingern aus Island gleich zwei Überraschungsmannschaften, die Briten erreichten sogar das Halbfinale.

Dramatik pur

Die bisherigen Viertelfinalspiele der EM-Geschichte waren oftmals von dramatischen Entscheidungen geprägt. Die Premiere erfolgte im Londoner Wembley-Stadion, als sich Gastgeber England im Elfmeterschießen gegen Spanien durchsetzen konnte. Für eine Überraschung sorgte bei der ersten Auflage Tschechien, das Favorit Portugal bezwingen konnte und später sogar ins Finale einzog.

Das bisher deutlichste Ergebnis erlebten die Zuschauer 2000, als ein fulminant aufspielender Gastgeber aus den Niederlanden Jugoslawien mit 6:1 vom Platz fegte. Zur Geburt einer Rivalität kam es 2004, als sich Portugal und England einen epischen Fight lieferten, der erst im Elfmeterschießen zugunsten der Iberer entschieden wurde. Für eine Sensation sorgte die griechische Mannschaft, die Titelverteidiger Frankreich völlig überraschend ausschalten konnte und sich anschließend sogar den Titel sicherte.

An Dramatik kaum zu überbieten war das Duell zwischen Kroatien und der Türkei vier Jahre später im Wiener Ernst-Happel-Stadion. Nach torlosen 90 Minuten musste die Verlängerung entscheiden, wo Ivan Klasnic in der 119. Minute der vermeintliche Siegtreffer gelang. Während die kroatischen Fans bereits frenetisch den Aufstieg ins Halbfinale bejubelten, gelang Semih Sentürk mit der letzten Aktion noch der Ausgleich für die Türken. Im anschließenden Elfmeterschießen versagten den geschockten Kroaten die Nerven und die Türkei erreichte sensationell das Halbfinale.

2012 musste im Klassiker zwischen Italien und England erneut eine Entscheidung vom Punkt getroffen werden. Die „Azzurri“ konnten sich durchsetzen, unter anderem nachdem Mittelfeldstratege Andrea Pirlo in Anlehnung an Antonin Panenka 1976 seinen Elfmeter in die Mitte des Tors lupfte.

Auch die letzte EURO beinhaltete Spannung pur. Underdog Wales konnte gegen die hochfavorisierten Belgier einen Rückstand drehen und zog mit einem 3:1 sensationell ins Semifinale ein. Zwischen dem späteren Champion Portugal und Polen musste ebenso das Elfmeterschießen entscheiden wie zwischen Deutschland und Italien. In einem von kläglich vergebenen Versuchen geprägten Duell setzte sich die DFB-Elf erstmals bei einem Großereignis gegen den ewigen Rivalen durch.

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