Eröffnungsspiel der EM 2020

Am Freitag, dem 12. Juni 2020 hat das Warten für Spieler und Fans endlich ein Ende: die UEFA Europameisterschaft 2020 beginnt mit dem Eröffnungsspiel. Die erste Partie des Turniers wird im altehrwürdigen Stadio Olimpico in Rom ausgetragen und um 20:00 MESZ angepfiffen.

Da die Endrunde erstmals über den gesamten Kontinent verteilt stattfindet, ist völlig offen, welche beiden Mannschaften das Eröffnungsspiel bestreiten. Ermittelt wird dies bei der EM-Gruppenauslosung Anfang Dezember.

Blick auf vergangene EM-Eröffnungsspiele

Nachdem von der ersten Auflage 1960 bis inklusive 1976 nur vier Mannschaften an der Endrunde teilnahmen, startete das Turnier mit zwei parallel stattfindenden Halbfinals, womit es kein Eröffnungsspiel im eigentlichen Sinne gab. 1980 wurde das Teilnehmerfeld dann auf acht Nationen aufgestockt, den Auftakt in Rom machten Titelverteidiger Tschechoslowakei und Deutschland, womit es zu einer Neuauflage des Finals von 1976 kam.

Der DFB-Elf gelang die Revanche, Karl-Heinz Rummenigge erzielte den einzigen Treffer des Spiels. Vier Jahre später in Frankreich hatte der Gastgeber im Pariser Prinzenpark die Ehre, das Turnier zu eröffnen. Seit dieser EURO ist es Tradition, dass die gastgebende Nation das erste Spiel bestreitet. Gegen Außenseiter Dänemark tat sich der große Favorit schwer, Michel Platini erlöste die „Grande Nation“ aber mit dem 1:0-Siegtor.

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1988 kam es in Düsseldorf zum Klassiker zwischen Deutschland und Italien, die beiden ewigen Rivalen trennten sich mit 1:1. Das selbe Ergebnis wiederholte sich vier Jahre später, als Gastgeber Schweden im Rasundastadion zu Solna auf Frankreich traf. Das Auftaktremis entwickelte sich zu einem Trend, denn auch die EM 1996 in England begann mit einem 1:1. Bei der ersten Endrunde mit 16 Mannschaften mussten sich die „Three Lions“ zum Auftakt im Londoner Wembley mit einem Unentschieden gegen den Underdog aus der Schweiz begnügen.

Torarme Eröffnungsspiele

Die EURO 2000 in Belgien und den Niederlanden war die erste, die in zwei Ländern ausgetragen wurde. Da die UEFA keine der beiden Mannschaften bevorzugen wollte, beschloss man, wie 1980 den Titelverteidiger als Kopf der Gruppe A zu setzen und somit das Eröffnungsspiel bestreiten zu lassen. Das 1:1 zwischen dem Deutschland und Rumänien in Lüttich war das vierte Auftaktremis en suite, außerdem machte es die DFB-Elf zur ersten und neben Frankreich einzigen Nation, die drei Mal ein EM-Turnier eröffnete.

2004 in Portugal kehrte man wieder zur alten Regelung zurück und es oblag dem Gastgeber, in Porto gegen Außenseiter Griechenland anzutreten. Die Mannschaft von Otto Rehagel schaffte damals die Riesenüberraschung und bezwang als erstes Team überhaupt den Gastgeber im Eröffnungsspiel, Karagounis und Basinas sorgten für ein 2:1 der Hellenen.

2008 waren mit Österreich und der Schweiz wieder zwei Nationen Gastgeber der Endrunde. Da das Finale in Wien ausgetragen wurde, bestanden die Eidgenossen auf das Eröffnungsspiel in Bern, welches schließlich gegen Tschechien ausgetragen wurde. Zum zweiten Mal in Folge unterlag die austragende Mannschaft zum Auftakt, Vaclav Sverkos schoss die Tschechen zum 1:0-Erfolg. Nach dem selben Prinzip wurde vier Jahre später auch in Polen und der Ukraine gespielt. Als Finalort legte man sich auf Kiew fest, weshalb Warschau für das Eröffnungsspiel ausgewählt wurde. Gastgeber Polen traf dabei auf Griechenland, beide Mannschaften trennten sich 1:1, womit dieses Ergebnis bereits zum fünften Mal eine Europameisterschaft eröffnete.

Bei der letzten EURO in Frankreich war es erneut der Gastgeber, der das Turnier eröffnete. Im Stade de France in Saint-Denis gelang der „Grande Nation“ durch einen herrlichen Treffer von Dimitri Payet ein 2:1-Last Minute-Erfolg gegen Rumänien.