EM 2016 Gruppe E

Nach der Auslosung der Vorrunde bei einem großen Turnier ist gerne immer von einer Hammer- oder Todesgruppe die Rede. Am ehesten trifft diese Bezeichnung bei der EM 2016 in Frankreich auf die Gruppe E zu, in der mit Belgien und Italien zwei Hochkaräter um das Weiterkommen kämpfen, während mit Schweden und Irland zwei nicht zu unterschätzende Teams ebenfalls das Achtelfinale im Blick haben.

WETT TIPPS GRUPPE E

EM 2016 Tabelle Pool E

Hier hast du die Tabelle der Pool E, die laufend aktualisiert wird und dich stets auf dem auf den letzten Standpunkt bringt.

Oliver Kahns Prognose zu EM 2016 Gruppe E

Folgend siehst du wie Torwart-Titan Oliver Kahn die Chancen der Mannschaften von Euro 2016 Gruppe E einschätzt.

Belgien

Belgien ist Favorit der Gruppe BGeht es nach der Weltrangliste der FIFA, wäre Belgien sogar der absolute Top-Favorit auf den EM-Titel, haben die Roten Teufel Ende 2015 Platz eins in diesem Ranking erklommen. Nicht ohne Grund, hat die Mannschaft von Trainer Marc Wilmots doch in den vergangenen Jahren eine bemerkenswerte Entwicklung durchlaufen. Zwölf Jahre lang konnte sich Belgien nach der WM 2002 nicht mehr für ein großes Turnier qualifizieren, doch bei der WM 2014 meldete sich das Team auf großer Bühne beeindruckend zurück. Erst im Viertelfinale verlor Belgien gegen den späteren Vize-Weltmeister Argentinien und das auch noch unglücklich. Die Qualifikation für die EM 2016 meisterte die mit einer Reihe von exzellenten Einzelspielern wie Kevin de Bruyne, Eden Hazard oder Romelu Lukaku gespickte Mannschaft dann als Gruppensieger vor Wales, Bosnien-Herzegowina und Israel sehr souverän. Von einem Geheimfavoriten wie noch 2014 zu sprechen, wäre unter dem Strich untertrieben. Vielmehr zählt Belgien im Vorfeld zu den fünf, sechs Mannschaften mit echten Titelchancen.

Italien

Italien gilt als großer Favorit in Gruppe HSelbiges gilt traditionell für Italien, wenngleich die Squadra Azzurra bei den letzten Turnieren sehr wechselhaft auftrat. Die Weltmeisterschaften 2010 und 2014 waren für Italien jeweils schon nach der Vorrunde beendet, doch dazwischen gelang bei der EURO 2012 der Einzug ins Finale, wo sich dann aber Spanien bei der 0:4-Pleite als eine Nummer zu groß erwies. Mit dem neuen Trainer Antonio Conte stand mit sieben Siegen und drei Unentschieden die souveräne Qualifikation für die EM-Endrunde, wobei aber die ganz große individuelle Klasse weiterhin fehlt. Die Defensive um den immer noch überragenden Torhüter Gianluigi Buffon und eine eingespielte Abwehrreihe von Juventus Turin ist nach wie vor das Prunkstück Italiens, doch im Spiel nach vorne gibt es doch einige Defizite. Alleine die Tatsache, dass der 2015 in die USA gewechselte Alt-Spielmacher Andrea Pirlo immer noch eine Rolle in den Überlegungen spielt, macht deutlich, dass in der Offensive reichlich Luft nach oben besteht und im Moment nicht wirklich vielversprechender Nachwuchs nachrückt.

Schweden

Schweden möchte zur EURO nach FrankreichAuf einen Altstar vertraut auch Schweden, wobei Zlatan Ibrahimovic trotz seiner 34 Jahre noch nichts an Torgefährlichkeit eingebüßt hat. Zur EM schoss der Angreifer seine Nation beinahe im Alleingang. In den Play-offs gegen Dänemark (2:1 und 2:0) erzielte Ibrahimovic drei der vier Tore Schwedens und auch in den Gruppenspielen gingen acht von 15 Toren auf das Konto des exzentrischen Angreifers von Paris St. Germain. Kritikern, die der Auffassung sind, dass Schweden ohne Ibrahimovic nicht einmal die Hälfte wert ist, kann man angesichts dieser Zahlen wenig entgegnen. Allerdings ist der Star in Frankreich ja dabei und hat fraglos das Potential, in seiner derzeitigen Wahlheimat bei seinem vielleicht letzten großen Turnier für Furore zu sorgen. Mehr als das Vorrunden-Aus bei den beiden letzten Europameisterschaften 2008 und 2012 soll es nach Möglichkeit schon sein.

Irland

Irland Flagge - EM Quali Gruppe DDer größte Außenseiter in Gruppe E ist sicherlich Irland, wobei die traditionell kampfstarke und einsatzfreudige Auswahl von der grünen Insel in der Gruppenphase mit vier Punkten gegen Weltmeister Deutschland (1:1 und 1:0) für Aufsehen sorgte und zeigte, welche Leistungen auch mit den eher bescheidenden Möglichkeiten abgerufen werden können. In den Play-offs setzte sich die Mannschaft von Trainer Martin O’Neill, die über kaum herausragende Einzelspieler verfügt, gegen Bosnien-Herzegowina letztlich souverän mit 1:1 und 2:0 durch. Ob diesmal anders als vor vier Jahren bei der EM 2012, als vor allem die irischen Fans mächtig Eindruck hinterließen, die Vorrunde gemeistert werden kann, erscheint allerdings nicht zuletzt wegen der starken Gruppengegner fraglich.

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