Deutschland: Rückschlag für Mario Götze – Reicht es für Marco Reus?

Borussia Dortmund steckt aktuell tief in einer Krise, die am Samstag mit dem 4:4 im Derby gegen den FC Schalke 04 ihren vorläufigen Tiefpunkt erreicht hat. Doch das Ergebnis alleine war nicht die einzige schlechte Nachricht für den BVB, der nun auch noch lange Zeit auf Mario Götze verzichten muss.

Der 25-Jährige, der nach langer Zwangspause in Folge einer Stoffwechselerkrankung in den vergangenen Wochen immer besser in Form gekommen ist und beim 2:2 im Testspiel gegen Frankreich auch sein Comeback in der Nationalmannschaft feierte, erlitt im Revierderby nach offiziellen Vereinsangaben Bänderteilrisse im oberen und unteren Sprunggelenk des rechten Fußes. Rund sechs Wochen muss Götze damit pausieren und fällt damit definitiv bis Weihnachten aus. Möglicherweise wird es auch für den Rückrundenauftakt am 14. Januar gegen den VfL Wolfsburg noch nicht ganz reichen.

Reus zurück im Lauftraining

Für Götzes Ambitionen im Nationalteam hat der gesundheitliche Rückschlag zunächst keine direkten Auswirkungen, doch wird es für den Finalhelden der WM 2014 natürlich nicht einfacher, sich bei Bundestrainer Joachim Löw für den WM-Kader zu empfehlen, da nach der erst einmal anstehenden Arbeit in der Reha natürlich auch die Formsuche von Neuem beginnt.

Möglich, dass Götze beim Aufbautraining desöfteren einem anderen Nationalspieler über den Weg läuft, der unbedingt zur WM 2018 will. Marco Reus arbeitet nach seinem im Finale des DFB-Pokals 2017 erlittenen Kreuzbandriss aktuell intensiv an seinem Comeback. Anfang November ist der 28-Jährige ins Lauftraining eingestiegen und hofft, wenige Wochen zuvor vermeldete Prognosen, dass ein Comeback erst im März 2018 zu erwarten sei, deutlich übertreffen zu können.

Reus weder bei der WM 2014 noch bei der EM 2016

Für Reus, der die WM 2014 ebenso kurzfristig verletzungsbedingt verpasst hat wie die EM 2016, wäre es beinahe dramatisch, würde er auch beim Turnier in Russland ebenfalls nicht im Deutschland Trikot für die WM 2018 zu sehen sein. ihn stattfinden, konnte einer der besten deutschen Offensivspieler der vergangenen Jahre seine Klasse doch noch nie wirklich auf der größtmöglichen Bühne präsentieren – die EM 2012 einmal ausgenommen, als Reus allerdings keine Stammkraft war.

Um es in den deutschen WM-Kader zu schaffen, den zahlreiche hochkarätige Offensivspieler zum Ziel haben, wird Reus ebenso wie auch Götze relativ schnell sein Form finden müssen. Mit dem Dortmunder Aus in der Vorrunde der Champions League ist freilich schon klar, dass Spiele auf allerhöchstem Niveau nicht genutzt werden können, um Spielpraxis zu sammeln und an die alte Klasse heranzukommen. Deshalb, und natürlich auch aus anderen Gründen, wäre es für Borussia Dortmund enorm wichtig, zumindest Platz drei zu sichern, um im neuen Jahr wenigstens in der Europa League weiterspielen zu dürfen

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