Joachim Löw auch bei Real Madrid ein Thema?

Bei der Trainersuche des FC Bayern München für die nächste Saison fällt immer wieder der Name Joachim Löw. Der Bundestrainer steht beim DFB zwar noch bis 2020 unter Vertrag, soll diesen aber per Klausel nach der WM 2018 beenden können. Ausgeschlossen ist ein solches Szenario nicht. Insbesondere dann nicht, sollte sich Deutschland als Titelverteidiger früh aus Russland verabschieden müssen oder aber auch dann, sollte der erneute Triumph gelingen. Für die WM 2018 Wettanbieter ist Deutschland gemeinsam mit Brasilien, Frankreich und Spanien der Favorit auf den Titel.

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Nicht die Optimal-Lösung für den FC Bayern

Der FC Bayern würde zwar den Aussagen der Verantwortlichen zufolge am liebsten mit Jupp Heynckes weitermachen, doch der bald 73 Jahre alte Fußball-Lehrer scheint eine Fortsetzung seiner im Oktober als Nothelfer begonnenen Arbeit kategorisch abzulehnen. Niko Kovac, Thomas Tuchel, Jürgen Klopp und Julian Nagelsmann gelten aktuell als weitere Kandidaten für die Nachfolge von Löw, die gegenüber dem Bundestrainer alle den Vorteil hätten, nicht bei der WM gefordert zu sein und somit den kompletten Sommer der Vorbereitung der neuen Aufgabe widmen können. Die WM 2018 Songs werden die Trainer aber wohl dennoch singen.

Vor allem auch wegen der beeinträchtigten Vorbereitung ist ein Engagement Löws beim FC Bayern nicht unbedingt wahrscheinlich, was aber nicht automatisch bedeutet, dass der 58-Jährige auch beim DFB bleibt. Denn Löw, der sich in den vergangenen Jahren mit seinem Wirken bei der Nationalmannschaft enormes Ansehen weit über die Landesgrenzen hinaus erworben hat, dürften sehr viele Türen offen stehen.

Zidanes Stuhl wackelt bedenklich

Möglicherweise sogar bei Real Madrid, wo Löw laut einem Bericht der spanischen “El Mundo Deportivo“ der Favorit auf den Trainerposten sein soll, sofern es mit Zinedine Zidane nicht mehr weitergehen sollte. Und dass die Liaison zwischen Real und dem Franzosen endet, ist nach einer bislang völlig enttäuschenden Saison nicht auszuschließen. Weil die Meisterschaft angesichts von 19 Punkten Rückstand auf den FC Barcelona schon abgehakt werden muss und es im Viertelfinale der Copa del Rey gegen CD Leganes ein völlig unerwartetes Aus gesetzt hat, bleibt den Königlichen nur noch die Champions League, um die Saison zu retten. Im Achtelfinale der Königsklasse wartet allerdings mit Paris St. Germain bereits ein richtig dicker Brocken. Sollte Real gegen Neymar und Co. den Kürzeren ziehen, wäre das Ende der Ära Zidane wohl gekommen.

Vor allem Real-Präsident Florentino Pérez soll ein Befürworter Löws sein, der indes nicht der einzige Kandidat ist. Im Gespräch sind laut der “El Mundo Deportivo“ mit Massimiliano Allegri (Juventus Turin), Mauricio Pochettino (Tottenham Hotspur), Jürgen Klopp (FC Liverpool) und Maurizio Sarri (SSC Neapel) auch vier weitere Trainer, die ihre Qualitäten auf höchstem Niveau schon bewiesen haben. Außerdem gilt auch der einstige Real-Profi Guti, der derzeit im Nachwuchs tätig ist, als eine Option. Und alle hätten gegenüber Löw den Vorteil, sich ohne die Belastung einer WM direkt auf die Aufgabe Real stürzen zu können.

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